So kann man’s auch sehen …

24. Juni 2021

… wir dürfen den technologischen Fortschritt niemals als monströses Naturereignis ansehen, dem wir machtlos ausgeliefert sind! Wir müssen verstehen wollen, was unser Menschsein und unseren Zusammenhalt gefährdet. Unsere in Teilen selbstverschuldete digitale Naivität muss Aufklärung und Mündigkeit weichen. Die digitale Welt ist bislang in erster Linie um uns herum und ohne unser Zutun gestaltet worden. Die digitale Welt von heute dient jetzt noch den Interessen derer, die unsere Geräte voreinstellen, unsere Anwendungen programmieren, unser Verhalten lenken wollen.
Deshalb brauchen wir den Mut, das Spiel zu unterbrechen und die Spielregeln zu überprüfen. Was einmal gestaltet worden ist, kann auch neu gestaltet werden! Was programmiert wurde, kann neu programmiert werden! Also: Trauen wir uns, und ändern wir das Programm! …

(Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier)


 
 
 


Neue Verlässlichkeiten

18. März 2021

Ein längst schon überfälliges, jedoch durch COVID verzögertes, aber auch verschärftes Thema:

Liebe Leute! Seit Anbruch der digitalen Welt ist das Leben, ist der Informationsfluss zwar schneller geworden.
Jedoch auch unbeständiger!
Praktisch jede Firma schon, jede Regierung, jeder Verein beschäftigt Personal um ständig up zu daten. Das heißt, was Du gestern noch ’schwarz-auf-weiß‘ gesehen hast, kann heute schon wieder – wir haben ja nun ‚pixel-auf-pixel‘ – weg oder geändert sein.

Sah ich kürzlich doch tatsächlich einen Typ im Netz, der sich die websites der ganzen Mund- Nasen- Masken- Hersteller abgespeichert hatte und nun mit dem Letztstand verglich: Die haben alle ihr Warnungen a la ‚Nicht gegen Bakterien und Viren!‘, ‚Nicht für den ganztägigen Gebrauch‘, ‚Nur nach ärztlicher Voruntersuchung‘, etc. von den Seiten genommen! – Na klar! Man will doch seinem Geschäftserfolg nicht im Wege stehen     

Was bisher abfällig mit ‚Gummi- Paragraphen‘ bezeichnet wurde ist nun in ALLEN Bereichen zur ‚Normalität‘ geworden. Alle ändern nach Belieben und Herzenslust und nichts ist, wie es war.

Der i- Tupfen auf diesem ganzen Wahnsinn ist, dass gerade wir heute in einer wissenschaftsgläubigen Zeit leben, wie nie zuvor. Niemand mehr ohne Quellenangabe wird ernst genommen. Und auch diese Quellen wabbern, winden und verändern sich nun nach Belieben.

Das Gute daran: Deine alten Lexika und Bücher könnten bald goldes Wert haben!     
Sonst kann ich diesem Trend wenig Gutes abgewinnen. Denn selbst die, die jetzt noch lokal abspeichern, können das nicht ‚ohne Ende‘ tun. Diese vielen und ständigen Änderungen überfordern jegliche Speicherkapazitäten.
Klar gibt es auch web- Seiten, die alte Seiten und historische Verläufe abspeichern. Doch auch sie sind ’soft‘ und müssen irgendwann ‚der Änderungs- Brandung nachgeben‘.

Wenn ich mir dagegen die Stabilität und beruhigende Verlässlichkeit der Natur ansehe, in der es vom Primaten bis zum homo sapiens 6 Millionen Jahre dauerte oder so ein Schildkröten- oder Krokodil- ‚Plan‘, der über 200 Millionen Jahre stabil blieb, könnte ich umgehend rausrennen und die, ebenfalls ’steinalten‘ Löwenzähne und Gänseblümchen noch lieber auffressen     

Ganz im Sinne von


 
 
 


Analog/ digital

24. Mai 2019

Obwohl ein sehr technisches Thema, soll es heute dennoch ein weiteres Beispiel dafür liefern WIE WEIT wir uns stetig von der Natur, von jedem ‚Hausverstand‘, von jeglicher Logik, von jeglichem Gefühl entfernen bzw. schon entfernt haben.

Wir ‚funktionieren‘ analog, wir denken von klein an analog, wir fühlen, wachsen, essen, verdauen, sprechen, hören, riechen … analog.
Die Natur, alles Leben, alles Wachsen und Verändern ist analog!
Was heißt überhaupt ‚analog‘?
‚Analog‘ kommt aus dem Griechischen und steht für verhältnismäßig, stufenlos und unterbrechungsfrei.

Sehen wir Wasser aus dem Hahn in einen Topf oder eine Badewanne rinnen, ist das Steigen, ja sogar das Maß des Wasserspiegel- Steigens für uns völlig selbstverständlich und vorhersehbar.
Das ist analog!
Praktisch unser ganzes Leben verläuft so analog und absehbar. Pardon! Verlief so absehbar!
Seit Beginn der Zivilisation drängen immer mehr Unvorhersehbarkeiten in unsere Leben. Da werden durch schnelle Transportmittel oder gefährliche Maschinen von einer Sekunde auf die andere Menschen getötet, Extremitäten ausgerissen, die 100 Jahre zuvor noch heil einige Jahrzehnte weitergelebt und -gearbeitet hätten. Da werden von einem Tag auf den anderen Jobs gekündigt, Bomben geworfen, Geld wertlos …
Das ist schon ‚leicht digital‘!

Nun gibt es aber immer mehr ‚elektronisches Digital‘.
Dieses beinhaltet absolut keine physikalische Verhältnismäßigkeit und damit auch keine Garantie auf Richtigkeit mehr.
Was am Badewannen- Beispiel so einfach, klar und vorhersehbar war, würde sich in der Digitalwelt so darstellen:
Du stellst am Handy mit einer Wisch- Fingerbewegung den Wasserzufluss ein, diese Information wird in ein digitales, elektronisches Signal umgewandelt und durch eine soft-ware weiterverarbeitet. Das alles passiert in einem winzig kleinen Rechner (CPU), für den ‚Dein Wasser‘ aber nur eine von hunderten oder tausenden Tätigkeiten ist.
Das heißt, in einer tausendstel Sekunde zeigt er Dir den Wochentag an, in der nächsten tausendstel Sekunde prüft derselbe Bauteil, ob Anrufe eingehen, in der nächsten zeigt er Dir den aktuellen Balken Deines Fingerwischs an, in der nächsten, sendet er Impulse an den elektromagnetischen Wasserhahn, in der nächsten 1/1000stel Sekunde updatet er irgendwelche Handy- Programme, usw. usf.
Und dieser Ablauf ist nichteinmal fix wie das Abarbeiten einer gegebenen Checkliste, sondern wieder von demselben Bauteil selbst organisiert!
Es besteht also keine zwingende Verhältnismäßigkeit mehr zwischen Deinen Wollen und Tun oder auch Deiner Einschätzung und dem, was die CPU ausführt.
Es könnte also auch passieren, dass sich die Wasserregulierung bei einem bestimmten Tagesdatum oder beim Eintreffen bestimmter Sportwett- Ergebnisse anders verhält als sonst.
‚Kein Problem!‘, denkst Du. Ist es in unserer alten, analogen Denkwelt auch nicht. Dreh ich eben größer oder kleiner.
Nur, Deine Handyrechnung, die Infusionspumpe im Krankenhaus, die Luftraumüberwachung, bald jedes Auto, jeder Strom-, jeder Gaszähler und tausend andere Dinge arbeiten digital.
Klar wird die Technik immer besser, immer zuverlässiger. – Aber auch immer komplexer!
Und damit immer weniger überprüfbar.
Ich konnte z.B. als junger Techniker noch alle Eventualitäten die bei einer Maschine oder Anlage auftreten konnten physikalisch und damit verlässlich im Vorhinein überprüfen.
Einen Roboter, Computer, geschweige denn die Steuerung eines Flugzeugs kann heute vor Inbetriebnahme niemand mehr überprüfen!

Und selbst jeglicher funktionaler Zusammenhang ist nicht mehr überprüfbar. Will heißen: Trage ich mir die Drehzahl meines Automotors bei 1 mm Gaspedal- Betätigung in eine Tabelle und einen zweiten Wert bei 15 mm ein, kann ich mir die Messungen bei 2, 3, 4 …mm ersparen, da sich der Motor zwischen beiden Messwerten entsprechend analog verhalten wird.
Sobald Du es mit einer digitalen Motorsteuerung zu tun hast, ist absolut nichts mehr gewiss! Vielleicht heult der Motor unerklärlich auf, wenn Du die Innenraumbeleuchtung zeitgleich mit dem Scheibenwischer einschaltest oder andere Zusammentreffen die nie jemand zuvor überprüfen hätte können.

Klar, es wird nur selten etwas passieren.
Ich wollte bloß einmal erklärt haben, worauf wir uns immer weiter einlassen …

PS: Und schon wurde mir so ein völlig unsinniges Digital- Beispiel geliefert!
Ich wollte obigen Text mit einem Diagramm von analogen und digitalen Lichtquellen illustrieren, da ich weiß, WIE anders und grauslich ‚digitales‘ Licht (am Messgerät) aussieht.
Was zeigt mir Google, wenn ich ‚Licht analog digital‘ eingebe? Ausschließlich Armbanduhren!

 

 

 


Der Regenbogen ist tot!

20. November 2012

Schon Johann Wolfgang von Goethe erkannte:

Wär nicht das Auge sonnenhaft,
Die Sonne könnt es nie erblicken …

und meinte damit, dass all unser Sehen und Leben sich unter unserer Sonne entwickelt und sich ihr angepasst hat.
Jedes Kind ist begeistert von den Farben des Regenbogens:

Die neue Farbspektralverteilung aber sieht so aus:

Das ist die Farbverteilung der EU- erzwungenen Energiesparlampen.
Es werden damit nicht nur unsere Augen betrogen, sondern uns auch noch der Großteil der Farben vorenthalten; Farbenklau sozusagen.
Dazu kommt noch, dass Sonnenlicht kontinuierlich scheint, die Glühbirne schon leicht (100 mal pro Sekunde) blinkte, die Sparlampe aber völlig unregelmäßig flackert. Auch wenn unser Auge zu träge ist, dies wahrzunehmen, sind diese Schwankungen sehr wohl in unseren Nervenbahnen nachweisbar und stehen sogar im Verdacht Stress auszulösen.

Was wollen wir uns eigentlich noch alles antun!?

Das Auge bekommt nicht, was es braucht. Denn Film, TV- Bild und elektrische Beleuchtung flackern und blinken was das Zeug hält.

Das Ohr bekommt nicht was es braucht. Denn Radio und CD sind längst digitalisiert und damit ebenso zerhackt wie das Licht.

Der Verdauungstrakt und Geschmackssinn bekommt nicht was er braucht. Denn der Würzbetrug ist essentieller Teil unserer Kulinarik.

Unsere Nase bekommt nicht was sie braucht. Denn künstliche Aromen sind nicht nur allgegenwärtig und ähnlich ‚lückenhaft‘ zusammengestellt wie Kunstmusik, sondern verfälschen uns so ziemlich das ganze Leben.

Unsere Haut bekommt nicht was sie braucht. Denn wir sind rund um die Uhr durch unsere Kleidung von der Umwelt isoliert und von Klimaanlagen thermostiert.

Unsere Muskeln bekommen nicht was sie brauchen. Denn wir ziehen es vor, es bequem zu haben.

Selbst unser Gehirn bekommt nicht mehr die Aufgaben, die es bräuchte. Denn wir haben ja Computer und Handys …

Hauptsache das Auto kriegt das Bezin und die Waschmaschine den Strom, den sie brauchen!

WIR funktionieren ja auch mit den falschen Inputs!
– Glauben wir !!! 😉