Unser Lebensweg

24. Juli 2018

Viel, sehr viel, genau genommen alles, wird uns Menschenkindern von ‚himmlischen Mächten‘ geschenkt.
Oder besser gesagt:
W ü r d e   uns geschenkt!
Könnten wir es bloß annehmen und würden nicht zivilisationsverblendet glauben für alles rackern und rauben zu müssen.

So wird uns auch immer wieder die Liebe, das Verliebtsein geschenkt. Das ist gut und wunderbar so und wir könnten uns auch von immer neuen Lieben beschenken lassen.
Viele von uns genießen das ein Leben lang.

Doch wir könnten davon auch etwas lernen, könnten diese himmlische Situation auch dazu nutzen, einen Teil unseres Zivilisationsunsinns ‚rückzubauen‘.


Einschub: Aus irgendwelchen fehlgeleiteten Intentionen haben wir in unserer Gesellschaft voll auf unser Ego, auf den Egoismus gesetzt. Wir geben uns Namen, sehen uns als Individuen, glauben, uns gegen andere durchsetzen zu müssen und haben das natürliche Gefühl, Teil eines harmonischen Ganzen zu sein, verloren.

Dieses einsame und harte Feld könnten wir aber mit Hilfe der Liebe auch wieder verlassen:

Sozusagen vom      ICH
über das      WIR (beide)
zum      DU
und danach weiter zum      WIR (alle)

Als Erläuterung zu Zeile 3 möge Euch die folgende bekannte und wunderbare Geschichte dienen:

Ein Mensch bittet Gott darum, die Hölle sehen zu dürfen. Also führt Gott ihn in einen großen Raum, in dem Menschen an einer langen Tafel voll herrlichstem Essen sitzen. Dennoch sehen die Menschen hungrig, blass, mager und elend aus. Denn die Stiele ihrer Löffel sind so lang, dass sie die Löffel nicht zu ihrem Mund führen können.
Der Mensch erkennt diese Grausamkeit der Hölle und bittet nun, auch noch den Himmel sehen zu dürfen. Gott führt den Mann daraufhin in einen zweiten Raum, der genauso aussieht wie der erste. Wieder eine lange Tafel, wieder köstlichstes Essen. ‚Ja aber‘, stammelt der Mensch, ‚Das ist doch genau dasselbe!‘.
‚Warte ab‘, antwortet ihm Gott. Menschen mit ebenso langen Löffeln setzen sich zur Tafel und füttern sich gegenseitig. Schlagartig erkennt der Mensch, wie wenig uns vom Himmel trennt.

 

 

 


SO sieht’s aus!

6. Juli 2017

Wir ‚westlichen‘ Menschen haben ordentlich einen an der Waffel!

Wir sind – vermeintlich! – erfolgreich, eh recht lieb, tüchtig, rechtschaffend, und, und, und …
ABER wir haben einen Balken im Auge den wir nicht und nicht sehen wollen und können, der aber für andere Wesen so offensichtlich sein müsste, dass wir uns nur demütig vor ihnen zu verneigen hätten, dass sie uns deswegen nicht ‚mit dem nassen Fetzen‘ , wie die Wiener gerne zu sagen pflegen, von diesem Planeten jagen.

Wir sehen einfach nicht, was wir anrichten, WIE egozentiert wir sind!
Jedes menschlich aussehende Wesen, das nicht genauso tickt wir wir (meinen, dass es richtig wäre) gilt sofort als behindert, lernschwach, muss gefördert oder abgeschoben werden.
Jedes Wesen, das anders lebt als wir, ist primitiv, dumm, auf einer niedrigeren Stufe als wir, muss oder darf gejagt, gezüchtet, ermordet und zusammengefressen werden.
Alle planetaren Wesen, die ‚bloß‘ fix rumstehen, aber dennoch mehr, und das effizienter, erreichen als wir Mobilisierten, sind ‚bloß‘ Bäume, Pflanzen, oder ‚Unkräuter‘ die wir hemmungslos roden oder vergiften müssen oder dürfen …

Wir sind so präpotent und verblendet, dass wir ernsthaft meinen den Ländern des Südens die wir brutalst ruiniert haben EntwicklingsHILFE zukommen lassen zu müssen! Tatsächlich aber müsste UNS geholfen werden! WIR sind das Problem! WIR sind der Aussatz, das Krebsgeschwür dieses Planeten!
Soweit so, zumindest den Lesern dieses blogs, bereits bekannt.

Jetzt komm‘ ich aber zum i- Tupfen dieser Verblendung. Wobei ich mich absolut nicht erheben will über diese wirklich bemühten und absolut liebenswürdigen Menschen:
Es gibt gibt, wenige aber doch immer wieder Menschen, denen dieser Wahnsinn klar ist und die etwas dagegen tun wollen, die nach Alternativen suchen, alles oder einiges besser machen, die etwas ‚bewegen‘ wollen.
Und was ist das Ergebnis!?
Praktisch ALLE sind sie von diesem unseligen Wahn getrieben, um nicht zu sagen infiziert, anderen sagen zu müssen, wo es lang geht!
Selbst sie können nicht ohne aufgeblasenes Ego sein!
Kaum EINEr von ihnen noch hätte gesagt ‚Ich lebe einfach meine Vision!‘
Alle, alle wollen sie Menschen ausbilden, belehren, anregen, helfen …
Meistens natürlich auch noch gegen Geld!
Am besten noch ein start up, das umgehend die Megakohle ranspült …

Es wird also das Weitergeben von erlangtem Wissen verkauft! – Und das auch noch ‚Arbeit‘ genannt!
Was vor EINER Generation noch selbstverständliches Weitergeben von Wissen und Erfahrungen war, ist nun ‚Arbeit‘! Business! Start up!

Siehst Du WIE krank wir schon sind!?
Wir nehmen nicht nur verschwitztes und blutiges Geld für Äpfel, die gratis auf einer Erde wuchsen, die nicht uns gehört! Wir nehmen auch noch Schandgeld für Wissen, das wir von anderen bekommen haben! Denn ‚von Null weg‘ alles erfunden hat niemand von uns!
Jeder hat – allein schon jeden Laut, jeden Buchstaben, jeden Grundbegriff – geschenkt bekommen.
Und selbst diese sogenannten Erfindungen und patentwürdigen Ideen! DEN Steinzeitmenschen möcht ich sehen, der eine Leuchtdiode erfinden hätte können, oder die Schubumkehr!
Alles Entstehen baut doch auf Vorhandenem auf!
All unser Denken ist läppisches Repetieren von Geschenktem und maximal ein Kombinieren von einigem Aufgeschnapptem!
Doch wir stecken so tief in unserem Ich-bin-Ich- Wahn, dass uns das gar nimmer auffällt!














Liebe Leute! Wirkliches Leben ist anstrengungslos!
Seht Euch die Natur, die Evolution an! Nichts von all diesen wunderbaren Sonnenuntergängen, Wasserfällen, süßen Tierchen oder genialen Naturstrategien war je geplant! Nichts hat sich je jemand patentieren lassen! Nichts davon wurde gegen Geld weitergegeben!
Wir alle wurden in eine unermessliche Fülle gestellt aus der wir schöpfen und kombinieren dürfen. Wir haben weiterzuschenken was uns geschenkt wurde. Annehmen, entdecken, weiterzugeben macht Freude, schenkt Glück!
DAS ist unser aller Währung! Nicht Bereicherung, Ausbeutung, Selbsterhöhung und Erniedrigung anderer!
So einfach funktioniert Leben seit Jahrmillionen von Jahren!

  Soll ich’s echt nocheinmal sagen!?
  Ok!

 

 

 


ICH (4)

1. Juni 2015

Als ‚Drüberstreuer‘ und ‚Plastifizierer‘ zum Thema ‚ICH‘ noch eine kleine Geschichte:

Nasreddin und die Kuh
Der weise Nasreddin wanderte mit seinen Schülern übers Land. Als sie an einem Bauern vorbeikamen, der seine Kuh am Strick mit sich führte, fragte er seine Schüler: ‚Wer hängt mit diesem Strick an wem? Die Kuh am Bauern oder der Bauer an der Kuh?‘
Der Eifrigste seiner Schüler drängte sich sofort vor: ‚Das ist sehr einfach, Meister! Natürlich ist der Bauer der Herr. Er führt und die Kuh muss ihm folgen‘.
‚Dann wollen wir doch ein Experiment machen‘ erwiderte Nasreddin und schnitt den Strick durch.
Die Kuh spürte ihre nahe Freiheit drehte sich um und rannte davon; der aufgebrachte Bauer hinter ihr her.
‚Seht Ihr nun, wer hier an wem hängt?‘ fragte Nasreddin seine Schüler.
‚Und mit Eurem ICH ist es daselbe. All Eure Einbildungen, Marotten und Eigenheiten die Ihr mit Euch rumschleppt brauchen Euch nicht. Ihr seid es, die an ihnen hängen! Seht ein, wie unnütz sie sind, lasst sie los und sie werden im Hundumdrehen über alle Berge und verschwunden sein, wie des Bauern Kuh‘

 

 

 


ICH

12. März 2015

So ein kurzes Wörtchen! Im angloamerikanischen Raum überhaupt nur ein Buchstabe. Aber der hat es in sich!

Wie kürzlich versprochen, heute ein besonderes Dummheits- Zuckerl der Zivilisationsgemeinschaft:

Als Einzeller – unser aller erste Vorfahren lebten einst als Einzeller! – lebten wir noch die Einheit, lebten wir noch in ungeteilter Harmonie. Auch wir selber, im Mutterbauch kannten noch keine Getrenntheit, erlebten ungeteilte Ein-heit.
Die Dualität, die Getrenntheit wird uns ANERZOGEN!
Wir könnten immer noch in Harmonie leben, könnten uns mit allem verbunden fühlen. Tun wir aber nicht!
Wir haben das absurdeste Konstrukt aller Zeiten geschaffen, das ICH!

Wir sehen uns als getrennt von allen anderen, als ‚Einzelkämpfer‘. Wir hegen und pflegen unseren Egoismus, unsere Egomanie und wundern und ärgern uns über die tausende daraus entstehenden Gegensätze, Feindschaften und Probleme.

Ich fürchte, ich werde mich bei diesem Thema nur sehr wenigen verständlich machen können. Zu tief haben wir diese Weltsicht in uns verankert. Zu viele werden sich keine andere Sicht vorstellen können.
Ich habe einmal von einem einzigen Stamm gelesen, in dessen Sprache es angeblich kein Wort für ‚Ich‘ gibt. Ich hab es nie überprüft und weiß nicht ob das stimmt. Aber ich weiß, dass ein Ich- loses Leben sehr wohl möglich ist. Beobachte einmal freilebende Tiere!

Die Absurdität unserer Ich- Konstruktion macht genau betrachtet wirklich lachen!
redball Wir sind aus ‚Material‘ das uns nie gehörte, das vor uns andere Wesen, Planeten, Pflanzen, etc. bildete und nach uns wieder anderes bilden wird.
redball Wir sind nach Schwingungsmustern aufgebaut, die uns nie gehörten, die wir bis heute nicht verstehen.
redball Wir wurden von Menschen gezeugt und geboren die uns nie gehörten, die wir nicht beauftragten.
redball Wir bekamen Gestalt und Gene die uns nie gehörten, die wir weder auswählten noch mitformten.
redball Wir können und wissen ausschließlich Dinge, wie Laute, Gesten, Worte, Bewegungen, Fertigkeiten, etc., die von anderen stammen, die wir uns nicht ausgesucht haben, die uns ‚eingepflanzt‘ wurden.
redball Uns wurden in Schulen völlig fremde Lerninhalte vermittelt und eingepflanzt.
redball Uns wurden fremde Gesellschaftsregeln nahezu mit der Muttermilch schon gegeflößt.
redball Wir bewegen uns in einer Welt, die andere geschaffen haben, auf deren Ausgestaltung wir Null Einfluss genommen haben.
redball Wir verhalten uns nach Gesetzen die nicht wir festgeschrieben haben.

Und dennoch sind wir zutiefst davon überzeugt, dass WIR, WIR sind! Dass wir eigenständige Wesen, getrennt von allem anderen, sind!
Jetzt sag mal ehrlich: Gehts bitte noch absurder!? 😉

Ja, es ist sogar noch ’schlimmer‘! Wir befinden uns ja nur zu einem Teil im Wachbewusstsein. Daneben gibt es auch den fast ebenso langen Tiefschlaf, in dem wir keinerlei Bewusstsein von uns, von unserem Ich haben.
Und es gibt das Traumerleben in dem wir uns in völlig anderen Sphären aufhalten.
Das alles blenden wir ebenso aus!
Einzig unser Tagesbewusstsein halten wir für unser ICH!
Da schafft oft selbst der Hinweis, dass unser Unterbewusstsein, unser Unbewusstes mächtiger als der Denkanteil ist, keine ‚Heilung‘ von diesem Ich- Wahn.

So weit, so gut, so witzig.
Bloß, dieses ICH, diese Trennung von der Allheit, vom Ganzen, schafft uns Probleme!
Jeder Streit, jeder Krieg, jedes belastende ranking, jede Unzufriedenheit, jede Angst, alles Habenwollen … fußt auf diesem Ich- Konstrukt.

Im Zuge unserer ‚Ich- Werdung‘ haben wir unseren Willen entwickelt, ‘kultiviert’ und bis zur Egomanie und Zerstörungssucht überspannt.
Wir sind stolz auf unseren Willen unsere Durchsetzungskraft. Doch was erreichen wir damit!?
Wir befriedigen unser Ego damit, verlieren aber das größte Geschenk das uns das Leben, die Welt macht:

Die Ganzheit!
Die Fülle der Ganzheit.

Warum sonst glaubst Du, dass selbst Menschen die praktisch alles schon erreicht haben, dennoch unglücklich sind, nie genug kriegen?
Weil Egomanie nie erfüllend sein kann! Weil wir unbewusst sehr genau wissen, was unsere Heimat ist, dass die Fülle, dass das Eins- Sein unsere ureigendste Heimat, unser Ur- Bedürfnis, ist.

DAS lass Dir mal auf der Zunge zergehen!
Wir erfinden nicht nur etwas völlig Absurdes, eigentlich Irreales und halten selbst nach einer ‚Aufklärung‘ daran fest, sondern lassen auch nicht davon, wenn wir erkennen, dass alle unsere Probleme auf dieser Getrenntheit beruhen.
DAS ist Menschsein heute! 😉

Doch das ist noch nicht alles! Die Erfindung dieses Konstruktes ICH war erst der Anfang unseres Leidensweges. Doch davon ein andermal mehr.

 

 

 


Eins- Sein (3)

30. Juli 2014

Unser Denkkonstrukt ‚Ich‘ und damit unsere eingebildete Trennung vom Rest der Welt beschränkt sich aber nicht nur auf unsere Person!
Nein! Wir haben unsere Trennungs- Wahsinne, möchte ich fast sagen, bis in alle Details vorgetrieben.
Und damit machen wir uns unsere Leben völlig unnötig schwer.
Wir glauben alles von allem getrennt sehen zu müssen.
Damit stürzen wir uns vom ersten Augenöffnen morgens bist zum Einschlafen, in eine fast unendliche Kette von Beur- Teilungen und Be-Wertungen.
Damit trennen wir nicht nur, sondern teilen die Welt, die Menschen, die Gefühle … einfach alles, noch und nöcher, in immer kleinere Fitzel.
Wir teilen so lange, bis nichts mehr für uns übrig ist. Und wir merken gar nicht wie sehr wir uns damit schaden, wie sehr damit unser Leben verarmt.
Einzig das Ego fühlt sich als Richter und Beurteiler wohl!
Wir teilen und teilen und teilen, bis diese wunderbare Fülle und Einheit ‚endlich‘ zerstört ist.
Egal ob Du Freundinnen zuhörst die über ihren neuen Schwarm oder Männer die über einen neuen Job reden. Es wird so lange nach immer weiteren Eigenschaften nachgefragt und alles beurteilt, bis der Traumprinz ein erbärmlicher Komplexler und der Traumjob miese Ausbeuterei ist 😉

LebensmobileDoch selbst in uns betreiben wir diesen Trennungswahnsinn!
Obwohl wir genau wissen, dass wir aus EINER Zelle entstanden sind, dass jede Zelle dieselben Gene in sich trägt, das wir EIN Wesen, von EINEM Elternpaar sind, obwohl wir wissen müssten, dass jeder Körperteil(!) von demselben Blut, von demselben Herz versorgt wird, von demselben Gehirn gesteuert wird, ist eine ganzheitliche Sicht auf den Körper für unsere Gesellschaft das Allerneueste, das bei Weitem noch lange nicht allgemein Anerkannte und die bereits existierenden ersten ‚Fragmente‘ sind erst erbärmliche ‚Geringfügig-Weniger-Teilungen‘, noch längst keine wirkliche Ganzheitlichkeit!
Es wird diagnostiziert, es werden einzelne Organe behandelt, es wird zu Spezialisten geschickt, es werden Einzelsymptome bekämpft … Doch es wird nie der ganze Mensch, geschweige denn auch noch in seiner ganzheitlichen Einbettung, gesehen.
Es wird nicht gesehen, dass jede Zeit sich ihre ureigenen Probleme macht, dass wir der Spiegel unserer Zeit sind.
Es wird nicht gesehen, dass jede Kultur ihre spezifischen Erkrankungen hat, dass jedermensch der Spiegel seiner Kultur ist.

Kurz gesagt: Es wird nicht die Fülle gesehen, die wir uns alle versagen.
Es wird nicht gesehen, dass DAS allein die Ursache ALLER unserer Probleme ist!

Mach Dir ab jetzt andere Gedanken!
Das Leben ist schön!
Das Leben ist wie es ist.
Die Menschen sind schön!
Die Menschen sind wie sie sind.
Die Natur ist schön!
Die Natur ist wie sie ist.
Wir alle sind eins.
Wir lassen uns beschenken und überraschen, anstatt zu wollen und zu gieren.

Oder wenn Du ein visueller Typ bist: Stell Dir alles im Leben als Element eines gigantischen Mobiles vor. Du kannst kein Element verändern/ bewegen, ohne nicht alle anderen mitzuverändern. Und umgekehrt! Es gibt keine Veränderung in dieser Welt, die nicht Dich mitbewegen würde!

 

 

 


Eins- Sein die Zweite

28. Juli 2014

Durch unser Trennen der Welt, durch unseren Irrglauben, durch unsere Programmierung, alles getrennt zu sehen, ahnen gar wir nicht, wie wir selber mit unserem Geist gerade diese Getrenntheit immer wieder neu schaffen. Mit jeder vermeintlichen Beobachtung derselben verstärken und manifestieren wir, was gar nicht ist: Getrenntheit.

Herz statt m8Zwei Beispiele:
Pfeil Nur ‚ordentliche‘ Menschen können Ordnung oder Unordnung bei anderen wahrnehmen. Mit jeder Beobachtung verstärken sie ihren Ordnungssinn und meinen irgendwann, Ordnung wäre unverzichtbar. Dabei ist z.B. ein erholsamer (Ur-)Wald völlig unordentlich 😉
Pfeil Nur ein musikalischer Mensch wird Töne oder Tonfolgen beachten und beurteilen. Damit fühlen sich solche Menschen aber oft von anderen Tonalitäten (Avantgarde, Musik fremder Ethnien) vor den Kopf gestoßen. Unmusikalische dagegen sind offen für jede Art von ‚Getöne‘.

Unser Dualismus trennt natürlich auch uns selber von den anderen, vom ‚Rest‘ der Welt.
Das ist die Ursache dafür, weswegen wir unseren Willen entwickelt, ‚kultiviert‘ und bis zur Egomanie und Zerstörungssucht überspannt haben.

Wir sind stoz auf unseren Willen, auf unsere Durchsetzungskraft. Doch was erreichen wir damit!? Wir befriedigen unser Ego damit, verlieren aber das größte Geschenk das uns das Leben, die Welt, macht: Die Ganzheit! Die Fülle der Ganzheit.

Warum glaubst Du, dass selbst Menschen die praktisch alles schon erreicht haben, dennoch unglücklich sind, nie genug kriegen?
Weil Egomanie nie erfüllend sein kann! Weil wir unbewusst sehr genau wissen, was unsere Heimat ist, dass die Fülle, dass das Eins- Sein mit allem, unsere ureigendste Heimat, unsere Ur- Sehnsucht ist.

Jedes Trennen erzeugt zwar Macht, macht aber auch egomanisch und einsam.

 

 

 


Bodhisattva

20. Januar 2014

BodhisattvaIch hätte eine Frage.
Stell Dir vor, Du könntest jemandem helfen. Egal ob Du mehr weißt als er, ob Du bessere Verbindungen hast als er, egal ob Du besser bist oder nur glaubst besser zu sein.
Und dieser Jemand nimmt Deine Hilfe nicht an, kann sie nicht annehmen, versteht sie nicht, will sie nicht …. egal. Er sperrt und verweigert sich einfach.

Was tust Du dann?
Nimmst Du es wie es ist?
Bemühst Du Dich weiterhin?
Oder bist Du enttäuscht und frustriert?

Bezweifelst und hinterfragst Du Deine Position?
Bist Du Dir Deiner Meinung sicher oder lässt Du Dich verunsichern?

Angenommen, Du bist Dir Deiner Sache 100%ig sicher – falls es soetwas überhaupt gibt … 😉
Kannst Du dann verantworten, diesem Menschen NICHT geholfen oder sogar ihn NICHT ‚gerettet‘ zu haben?
Darf man einfach sagen: ‚Es hat alles einen Sinn. Hungernde wollen vermutlich hungern, um zu lernen oder weil es ihr Schicksal ist‘?
Darf man sich zurückziehen auf die Position: ‚Mein Ego will doch nur Recht behalten. Es ist alles gut wie es ist.‘?

Muss man retten?
Darf man retten?
Ist ‚Retten‘ bloß ein Ego- Trip?

Hatte Goethe mit seinem ‚Wer strebend sich bemüht …‘ Recht?
Oder ist das alles bloß ein erbärmlicher Ego- Trip?
Oder sind wir Bodhisattvas, die allen ‚rüber- oder weiterhelfen‘ dürfen, bis alle da sind wo wir sind?

Darf man ‚ewig‘ Lernender, Aufnehmender sein, ohne je etwas weiterzugeben?
Dürfen wir ewige Lernende sein, die nur auf sich selber sehen. Nur sich selber weiterentwickeln?
Oder sollten wir irgendwann unser Wissen auch weitergeben?
Oder ist das wieder und auch ein Ego- Trip?

Sollten wir alle nicht irgedwann vom Lernenden zu Lehrenden werden?
Aber wann wissen wir genug, um zu lehren, um zu helfen?
Jetzt schon? Morgen? Wann?
Wussten wir nicht vorgestern weniger als gestern, gestern nicht weniger als heute?
Wann also weiß man genug um zu helfen?
Muss man dann helfen?

Oder braucht man überhaupt nie zu helfen?
Braucht man immer bloß auf gleichem Niveau zu plaudern (um nur ja nicht anzuecken)?
Wollen wir immer nur den Menschen (aus Eigeninteresse) nach dem Mund zu reden?

Wozu sind wir hier?
Um gut zu leben?
Um zu helfen?
Um diese Welt besser zu machen?
Um diese Welt zu lassen wie sie ist?
Oder gar, um diese Welt dunkler zu machen!?

Fragen über Fragen …

Vielleicht aber brauchen wir all diese Fragen gar nicht so genau zu beantworten. Vielleicht reicht es ‚artgerecht‘ menschlich zu reagieren:
Was ich glaube zu wissen, was ich an guten Erfahrungen gemacht hab, gebe ich weiter. Wird es angenommen, ist es ok, wird es nicht angenommen, ist es auch ok.

Aber dann beginnt dieses Spielchen wieder von vorne (oben) … 😉

 

 

 


Was wir verhindern wollen, schaffen wir

29. November 2013

Was wir verunmöglichen wollen, fördern wir!

Je geiziger wir sind, desto mehr behalten wir. Desto weniger haben andere. Desto mehr wollen sie das, was wir haben!

Je prüder wir sind, desto interessanter machen wir uns. Desto begehrter werden wir.

Je mehr wir wissen, desto weiter sind wir voraus. Für desto dümmer halten sich andere. Desto unsympatischer wirken wir für sie.

Je aggressiver wir sind, desto stärker erscheinen wir. Desto unterdrückter fühlen sich andere. Desto mehr ‚Oberwasser‘ wollen sie. Desto mehr bedrängen sie uns.

Je schöner wir sind, desto ‚erbärmlicher‘ fühlen sich weniger Attraktive. Desto mehr ‚Gegenwind‘ werden sie uns entgegensetzen.

Greuelmeldungen widmen wir unsere Aufmerksamkeit, schicken wir unsere Energie, stärken wir.

Wir schaffen also, was wir nicht wollen!

Immer? Und gererell?
Nein!

Nur wenn wir die Toleranz- Grenze anderer überschreiten.

EgoWir alle haben ein Ego, ein (meist kleines) Selbstbewusstsein, das immer Sieger sein will.
Ein Selbstbewusstsein, das – egal, ob es Recht hat oder nicht – immer nur gewinnen will.

Das bewirkt, dass wir praktisch immer das Gegenteil dessen erschaffen, das wir wollen!
DAS musst Du Dir mal auf der Zunge zergehen lassen!
Du schaffst immer was Du NICHT willst!
Oder genauer gesagt: Dein Ego schafft, was Du nicht willst!

Hat’s schon ‚geklickt‘ bei Dir!?
Es geht nicht darum, was DU willst, sondern, was Dein EGO will!

Nicht DU stiftest Unruhe!
Dein EGO macht Probleme!
Es stellt sich nur zu gerne ÜBER andere und ‚erntet‘ dementsprechend!

DU kommunizierst, bleibst auf ‚gleicher Augenhöhe‘, tauscht Dich aus, passt Dich an …
Mit einem Wort: Bist ein verträglicher, umgänglicher und geschätzter Mensch, der so ganz nebenbei anderen weiterhilft … 😉

Du brauchst bloß dafür zu sorgen, dass primär DU und nicht Dein EGO spricht! 🙂

 

 

 


Die Tochter der Lüge

22. Juli 2013

Wir haben uns hier bereits mehrfach die Herkunft der Ehre und Ehrlichkeit angesehen … (‚Lüge, Lüge, Lüge‘)

Schwindeln und Lügen sind natürlich und sogar bei einigen Tierarten bereits nachgewiesen. Es ist eine Art der Intelligenz, die eventuelle körperliche Mankos ausgleichen, das Überleben sichern kann und somit ein Teil unserer Evolutionsgeschichte ist.
In unserer näheren Geschichte versuchten die Herrschenden, diese starken Werkzeuge der Menschen zu eliminieren indem sie sie zur Unsitte oder Sünde erklärten. Es wurde sozusagen den Menschen ihre legitime Gegenwehr gegen die Herrschenden und die Herrschafts- Kirche von ebendiesen verunmöglicht, indem man das Lügen minderschätzte bis kriminalisierte, zur Sünde machte und Ehrlichkeit und Ehre, an die sich die Oberen natürlich nicht hielten, hochstilisierte.

KniggeDie Folge davon war, eine noch verlogenere Welt, in der sozusagen jedermensch mehrere Wahrheiten und Parallelwelten in sich trug und pflegte.
In dieser verlogenen Zeit entstanden unsere heutigen – natürlich ebenfalls verlogenen – Höflichkeiten und Umgangsformen. – Knigge lässt grüßen!
Diese Umgangsformen, gepaart mit dem ‚Der Mensch ist die Krone der Schöpfung’s- Wahn ergaben unser heutiges Kommunikations-, Höflichkeits- und Umgangs- System, das verlogener nicht sein könnte.

Natürlich ist es nett, dem Gegenüber nicht direkt zu sagen, dass dieser ungepflegt, langweilig, überheblich oder dumm wirkt. Natürlich schont derartig höfliche Zurückhaltung des Gegenübers Ego und uns – recht egoistisch – vor Gegenschlägen. Natürlich ziehen solche Höflichkeitslügen weitere Lügen, auch wieder höchst diplomatische Höflichkeitslügen, nach sich …
Man verklausuliert dann eben seine Meinung hochkompliziert und unverfänglich in der Hoffnung, dass das Gegenüber den verdeckten Wink erkennt und einlenkt. Oder man lügt ganz unverhohlen indem man mittels Ausflüchten solch unangenehme Menschen künftig meidet.

Was aber so höflich und zuvorkommend wirkt, ist auch höchst unfair. Denn das Gegenüber wird damit völlig im Dunkeln über seine wahre ‚Wirkung‘ gelassen. Menschen werden belogen, um ihnen nur ja nicht ein faires feedback geben zu müssen, das ihnen aber helfen könnte, sich ihrer Umgebung besser anzupassen, ihr Verhalten nachzubessern, sich selbst besser kennezulernen.

Frag Dich doch mal! Ist es also wirklich gut für uns, uns nur mit Ja- Sagern zu umgeben, um nur ja nicht unser Ego verletzt zu sehen? Um nur ja nicht sehen zu müssen, wie wir bei anderen wirklich ankommen? Um unreflektiert weitermachen zu können wie bisher? Und ev. noch andere, die uns unseretwegen wiederum belügen müssen, zu langweilen, zu brüskieren, zu übervorteilen, zu manipulieren, zu erschrecken, unangenehm zu berühren, etc.?

Es gibt aber diese Menschen, die alles sagen können ohne dass man ihnen bös‘ ist!
Wie machen die das? Wie verhalten sich diese? Wie drücken die all dieses ‚Unsägliche‘ aus?
Sie sind absolut Liebende, die jede Facette des Menschseins mögen und annehmen können. Das drücken sie auch aus, in Worten oder Mimik, Gesten oder Körpersprache.

Wer kritisiert und nicht gut damit ankommt, ist entweder an ‚Unverbesserliche‘ geraten oder sollte an seiner Menschenliebe bzw. an sich arbeiten.

Denn – und jetzt wird’s endgültig kompliziert – es steht genau genommen niemandem zu, andere zu kritisieren!
Alles für uns unangenehme Sein eines Anderen spiegelt uns nur UNSERE eigenen Unzulänglichkeiten.

Ups! Jetzt ist ja alles plötzlich völlig umgedreht!
Jeder unverschämte Dieb spiegelt uns ja bloß unsere Habgier, unseren Geiz!
Jeder rücksichtslose Dauerredner spiegelt uns ja bloß unser eigenes Reden- Wollen oder Wahrgenommen- Werden!
Jeder Lügner spiegelt uns ja bloß unser egoistisches ‚Ernst-genommen-werden-wollen‘!
Jeder nervige Jammerer spiegelt uns ja bloß unsere mangelnde Empathie!
Jeder angenehm Großzügige spiegelt uns ja bloß unsere Sehnsucht nach angenommen, anerkannt, geliebt zu werden!
Jedes schmeichelnde Kompliment spiegelt uns ja bloß unsere Bedürftigkeit nach angenommen, beachtet, geliebt zu werden!

Also was nun!?
Sollen wir den Leuten sagen wie sie auf uns wirken? Mit der Gefahr zu verletzen?
Oder sollen wir alles runterschlucken, ‚gute Miene zum bösen Spiel‘ machen und an uns arbeiten, um all das Unangenehme irgendwann locker sehen bzw. annehmen zu können?

Hier entscheidest ausschließlich DU!
Was Du selber ‚wegbaggern‘ kannst bring in Ordnung und entlaste damit andere. – Und bereichere Dich damit!
Was Dir absolut gegen den Strich geht, sage schonend und ermögliche damit anderen eine Weiterentwicklung … – Und lerne dadurch eventuell ‚von der anderen Seite‘!

Wie immer … wir alle sind hier um
a) es uns gut gehen zu lassen und
b) um zu lernen. – Das aber nur, weil wir noch viel zu viel Unfug in uns tragen, der uns nicht erlaubt es uns gut gehen zu lassen … 😉

Und? Wie lautet die Kurzformel für solch ein Tun?

Ja, richtig!:

paradise your life ! 😉

 


Mangeldenken

20. Januar 2012

In ‚Liebe (4)‘ hatten wir es schon mal kurz angesprochen. Das Mangeldenken ist eine unserer schlimmsten ‚Fehlprogrammierungen‘!
Es zeigt, wenn man wirklich, im Sinne von objektiv- kritisch hinsieht:

a) WIE großzügig und freigiebig die Natur ist, und
b) WIE ‚hypnotisiert‘ blind wir durch’s Leben laufen und solches nicht wahrnehmen.

Geschehen kann dies nur durch die Raffinesse unseres Egos, das uns diese Programmierungen ins Außen projiziert, in dem wir dann tatsächlich meinen, diesen Mangel auch wahrzunehmen.

Wir wären gut beraten uns sowohl von diesen Projektionen (demnächst mehr darüber) als auch von unserem Mangeldenken frei zu machen.
Vielleicht hier ein praktisches Beispiel, wie sich diese Fehlprogrammierungs- Kette von selbst erhält, sich ‚ewig‘ im Kreise dreht und verblüffend schlüssig wirkt:

    a) Erst glauben wir, wir wären unvollkommen und es fehlt uns etwas

    b) Daraufhin suchen wir im Außen nach dem Fehlenden

    c) Dort finden wir Hoffnung- Machendes (z.B. den ‚richtigen’ Partner, eine Gewinn- Chance, etc.)

    d) Diese Hoffnung macht uns unsere Bedürftigkeit bis Abhängigkeit bewusst

    e) Abhängigkeit lässt uns uns verachten und erinnert uns an unseren vermeintlichen Unwert

    f) Sobald wir vom Außen enttäuscht werden, steigt unser verdeckter Hass auf dieses enttäuschende Außen an die Oberfläche, wie wir alle es kennen

    g) Aus dieser Enttäuschung heraus wird neue Unwert- Überzeugung erschaffen und um so begieriger die nächste Außen- Hoffnung gesucht und das ‚Spielchen’ beginnt von vorne!

Das ist doch eine imposante Leistung unseres Egos, nicht wahr! 😉
Zudem wird uns dieser erste fatale Minderwertigkeits- Keim (a) bereits von klein auf eingepflanzt und lässt uns vorerst kaum eine Chance.

Nicht zuletzt deshalb und unseren Kindern zuliebe ist es unumgänglich, dass wir wieder von der Natur, von den Tieren lernen.
Dann würde kein Kind mehr derartig gutmeinend runtergemacht und fehlprogrammiert werden!
Keine Maus, kein Vogel, kein Affe der Welt käme je auf den Gedanken, dass er unwert, unvollkommen sein könnte, geschweige denn, dass er seine Jungen derartig erniedrigen würde.
Diese sind immer schon, was sie sind. – Was Vollwertigkeit inkludiert.
Während Menschenkinder ‚erst lernen müssen‘! Etwas ‚werden wollen‘! – Also noch ’nichts sind und können‘!!!

Doch auch für uns Mangelwelt- überzeugte Erwachsene ist es noch nicht zu spät. – ‚Problem erkannt, Problem gebannt‘, sozusagen 😉
Die Lösung
beginnt mit dem Klarwerden obiger Zusammenhänge und
wird sich Bahn brechen mit jeder Beobachtung, dass wir tatsächlich in der Fülle leben und
dass wir tatsächlich bloß unser ‚inneres Bild‘ nachzubessern brauchen.

In diesem Sinne: Fülledenken statt Mangeldenken! Und
paradise – wieder mal, und auch auf diesem Gebiet – your life 😉