Hast Du schon ein Huhn?

8. September 2015

KükenIch kann Dir nur wärmstens empfehlen, Dir eines zuzulegen.
Nein, kein Witz! Kauf Dir ein Huhn!
Nein, noch besser, ein frisch geschlüpftes Küken!
Die prägen sich, wie wir seit Konrad Lorenz wissen und wie ich es mit meinen Kindern und den Entenküken erlebt habe, auf das erste Wesen, das sie sehen und ‚adoptieren‘ es als Mutter, der sie überallhin folgen. Wirklich süß!
Nicht nur Küken sind ganz, ganz entzückend, auch sie aufwachsen zu sehen ist ganz wunderbar.

Hühner werden auch stubenrein. Ich erlebte einmal ein Huhn, das bei einem befreundeten Pfarrer und seiner Köchin im Haushalt lebte. Es hatte einen eigenen Sessel bei Tisch, ein Körbchen und ein Hühnerklo. Ganz entzückend!

Auch im Garten sind sie sehr nützlich. – Wenn man sie entsprechend hält lockern sie Dir den Boden, fressen Dir Schnecken und ‚Ungeziefer‘ weg und düngen alles    😉

Das Beste aber: Ich hab einen Nachbarn, der sich nichts um Gartenzäune, gängige Garten- Schönheit u.Ä. pfeift. Er hat seine Hühner frei laufen und sie sind mittlerweile ausgewildert, bevölkern die ganze Umgebung und entschleunigen das Leben hier, da sie auch auf den Straßen herumlaufen.
So einem Huhn kann niemand ein Strafmandat verpassen, es gibt, da sie sich selber vermehrt haben, keinen Halter, der haftbar wäre und sie bereiten in all den Gärten Freude.
Da sie sich auch im nahen Wald aufhalten, nehme ich an, dass sie auch Füchse und Marder erfreuen.
In jedem Fall aber freut man ich über ein gefundenes Ei. Nicht nur zu Ostern!    😉

Nicht zuletzt gibt es wenig lehrreicheres als ein Huhn. Schau mal einem Huhn nur einen Tag lang oder auch nur wenige Stunden zu, wie es seine Zeit verbringt. DAS ist Paradiesleben! Da kannst Du etwas lernen!
Es tut absolut nur das, was es will und kommt damit dennoch bestens und mit höchster Lebensqualität durchs Leben. Es braucht nichts zu lernen über Nahrungsbeschaffung, über Eierlegen, Familienplanung, Brüten, Scharren, etc. Es weiß alles, was es braucht von sich aus.
Auch wir haben einmal so gelebt und könnten das noch heute. – Wenn uns ein Huhn daran erinnern würde    😉

Also, mach Dir eine Freude, ‚leiste‘ Dir ein Huhn!
– Und paradise mit ihm your life!

 

 

 


Zuvielisation

10. Mai 2012

Motto: Selbst des Guten zuviel ist schlecht!

Um beim Unangenehmen zu beginnen: Dieser blog stellt jeden Tag einen – entschuldigt schon, aber – hochkarätigen Artikel zur Verfügung.
Nur eine Idee oder nur ein Satz eines solchen Artikels wurde noch vor 100 Jahren in wochenlanger Arbeit auf Leinen gestickt und hing dann ein Leben lang als Weisheit über dem Waschtisch oder Herd.
Also ist, womit ich Euch heute überfrachte vielleicht für manche zu viel!
Vielleicht wäre es besser, Ihr würdet Euch einen Tipp rauspicken und diesen wochen- oder monatelang verinnerlichen und verwirklichen.

Und der noch unangenehmere Teil: Auch ich bin seeehr anfällig für zuviel von allem 🙂

Doch so ergeht es uns heute mit allem. Wir haben von allem zu viel. Wir wollen und leisten uns immer zuviel!

Einige Gedanken dazu:

Es gibt praktisch nichts, von dem wir heute nicht mehr hätten, als früher. Und noch weitaus mehr als zu Urzeiten.
Das aber bedeutet nichts anderes als wir leben längst nicht mehr artgerecht.

Zuviel ist nicht immer eine Bereicherung oder Vermehrung. Es kann auch eine Belastung sein. Oder umgekehrt gesagt: Ein Weniger kann sehr bereichernd sein.
Oder wie eine liebe Freundin sagte: ‚Herrlich das Fasten. So ganz ohne Gedanken ans morgige Einkaufen!‘.

Wo ein Zuviel ist, findet sich gegenüber immer ein Zuwenig. Zum Beispiel: Zuviel Arbeit – zuwenig Zeit! Weniger Geld – mehr Freizeit!

Sieh Dir den Lebensstil alter Leute an! Ein Butterbrot als Abendessen! Löchrige Socken stopfen! Holz (händisch) hacken/ sägen! Das Sprech- Tempo! Das Ess- Tempo! Das Geh- Tempo!

Sieh Dir das Bewegungstempo von Kindern, von Primaten an! – Entschleunige Dich!

Keine Termine mehr! Stattdessen unverbindliche Zusagen oder überraschende Besuche/ Treffen. – Natürlich ‚darf‘ man dann auch nicht enttäuscht sein, wenn es nicht klappt.