Deine Mitschuld!

21. Mai 2019

Jaja, duck Dich nur, leugne nur, erklär Dich für unschuldig!
Doch wer, glaubst Du, ist verantwortlich für all unsere heutigen Verbrechen!?
Für all das Glyphosat, für all den Hunger in der Welt, für all die Kriege?

Du!
Ja! Auch wenn Du es nicht glaubst, nicht fassen kannst, Dich für unschuldig hältst: Du bist Täterin/ Täter, zumindest Mittäter/ Mittäterin!
Denn wer bräuchte Glyphosat, wenn nicht die Konsumenten, die damit behandelte Produkte, nachfragen und kaufen würden!?
Mais ist das schlimmst’behandelte‘ Landwirtschaftsprodukt.
Und warum ist der Mais das häufigst Angebaute?
– Weil Du Fleisch isst, das mit Mais aufgezüchtet wurde!
Doch selbst Veganer konsumieren Mais!
Und wenn auch nur als die allgegenwärtige Stärke in unzähligen Produkten, wie z.B. den so hochgelobten Zuckerersatz- Süßstoffen.
Doch wer kümmert sich schon darum, woher seine Produkte stammen? Wie sie gewonnen wurden!? …

Oder der Hunger in der Welt! Es ist bekannt, dass wir ein globales Nullsummenspiel spielen …, naja, spielen … für die meisten bedeutet dieses Spielen, Sterben!
Was der eine zuviel für seinen Gaumenzitzel verbraucht fehlt anderen, bringt andere zu Tode!

Und die Kriege!
Guck Dir Kriegs-, Nazi- oder andere Gräuelfilme an! Sprich mit 2. Weltkriegs- Überlebenden. Sieh Dir Kriegsdokus, sieh Dir bis zum Erbrechen all dieses kriegsverursachte Leid an!
Und woraus entsteht das!?
Aus unserer sozialen Friedferigkeit, Entspanntheit, unser allen entgegengebrachte Liebe?
Oder unserer kleinkarierten Streitsucht? Unseren kleinen Minderwertigkeits- und Ego- Spielchen?
Ja! Sieh nur hin!
WIR sind es, die Kriege verursachen und initiieren!

Oder diese vielen, vielen tod- und leidbringenden Waffen!
Wir! Ja, wir, in unseren satten und zufriedenen Ländern sind es, die Waffen produzieren!
Ja! In die ganze Welt liefern wir Waffen!
– Und freuen uns auch noch über den positiven Effekt unseres Bruttosozialprodukts!

Leute, was geht da ab!?
Wie konnte ein derartig wahnsinniges Virus von uns allen Besitz ergreifen? Konnte uns unser Paradies rauben?

Ich sag’s Dir!
Es passierte, als wir uns selbst, unser Selbst, vergaßen! Als wir uns ‚in den Kopf‘, ‚in die Logik‘ begaben, als wir unser Herz vergaßen!
Logik, Geist und Kopf sind wunderbar. Doch nur Werkzeuge, die wir kurzfristig aus der Werkzeugkiste holen und nicht zu unseren Steuermännern machen sollten.

Das ist der Grund, warum ich von den wunderbaren Rohkost- Erfolgen weiterging, warum mir wichtig ist, dass wir die rohköstlich erworbene Feinsinnigkeit auch sozial weiterentwickeln und uns nicht mit läppischem Gewichtsreduktionen, Gesundungen, Fitness- Zugewinnen oder Haushaltsbudget- Verringerungen zufriedengeben.

Wir sollten endlich unser Potiential, völlig neue Welten zu erschaffen, alles Leid dieser Welt hinwegzufegen, wahrnehmen.
Die Rohernährung gibt uns alle dazu erforderliche Feinsinnigkeit und Energie.

Ach, was sagt ich!?
Wir ’sollten‘ nicht! Wir ‚dürfen‘!
Wir bereits privilegiert Leidfreien dürfen helfen, dürfen uns verbreitern, dürfen ‚die Welt retten‘!

Vergiss nicht, es gab im Laufe unserer Entwicklung/ Evolution weitaus mehr Tote als Überlebende!
Doch dennoch bist Du das vorläufige Ende eines Überlebensstammbaumes und das Produkt zahlloser naturrichtig und warmherzig Handelnder.
Auch Du selber hast Dein Leben ähnlich wunderbarer Ahnen zu verdanken.
Deren Liebe zu uns, sollten wir danken durch grenzenlose Liebe zu uns und unseren Nachkommen.
Meinst Du nicht auch?

Heut‘ hab ich Dir in obigem Artikel eine Aufgabe gestellt.
Ich hab selten wunderbare Wahrheiten mit grottenfalschtem Irrtum vermischt
Kommst Du dahinter, was richtig und was falsch ist?
Lies morgen unbedingt die Ergänzung und Auflösung zu diesem Beitrag!

 

 

 


Die Erhellung

18. Juni 2018

 

Wieso reiten sie bei ihrer Wahrheitssuche immer auf den Affen herum? Die Affen sind uns gegenüber zurückgeblieben, am aussterben und wir könnten sie sofort alle vernichten. Die haben also verloren und wir gewonnen. Nur ein Verrückter könnte diese Verlierer zu seinem Vorbild machen …

hat mir kürzlich der liebe Reinhard gemailt.

Ich such schon lang nimmer, lieber Reinhard, sondern hab ‚die Wahrheit‘ gefunden und werde versuchen sie nochmal zusammenzufassen.
In der Evolution geht nichts verloren. Das weiß man oder kann es sich – siehe Anatomie oder auch Hermes Trismegistus‘ ‚Wie innen so außen‘ und vice versa – anhand unseres Gehirnaufbaues ansehen. Wir unterscheiden zwar zwischen Klein- oder Reptilien-, Zwischen- und Großhirn mit seiner letzten Entwicklung, der Großhirnrinde. Doch tatsächlich hat das Gehirn sich im Laufe der Evolution schritt- und schichtweise, also kontinuierlich weiterentwickelt.
Man kann sich das wie eine Zwiebel vorstellen: Der innerste Kern war einst das Erste und Einzige und für heutige Begriffe seeeehr primitiv, vergleichbar mit dem Ticken einer Uhr. Doch kein Schlagzeuger kann zu komplizierten Rhytmen kommen ohne erst ‚primitiven‘ Simpeltakt schlagen zu können. Diese komplizierteren Schlagfolgen wären schon die nächstspätere und -weitere Zwiebelschale.
So entwickelte sich Schicht um Schicht auf und um die jeweils vorhandene. Das geht so fort bis zur äußersten Schale die unserer heutigen Großhirnrinde entspricht. Und jede Hirn- Entwicklungsstufe entspricht auch äußerlich einer Entwicklungsstufe, einem anderen Wesen, zwischen Einzeller über irgendwelche Mausartigen zwischendrinn bis zum Menschenaffen.

Und, langer Einleitung folgender Knall, jetzt kommen wir zu Reinhards Denkfehler:
Wir sind nicht ausschließlich die äußerste Schicht, die Großhirnrinde!
Wir sind alles!
Wir sind alle Schichten und Entwicklungsstufen!
Trotz unserer Großhirnverliebtheit können wir beispielsweise zwar denken ‚Ich stoppe meine Atmung‘, das aber nicht beliebig lange auch tun. Da hat das Kleinhirn etwas dagegen und lässt Dich bald nach Luft schnappen.

Und so stecken noch immer alle Urbedürfnisse die wir als Einzeller bis hin zum Primaten je hatten in uns.
Bloß, wir nehmen sie nicht wahr!
Doch unser Körper und unser Unbewusstes weiß und spürt sehr wohl, dass wir ständig gegen unsere Bedürfnisse leben und starten dementsprechende Notprogramme die wir dann Kranheiten, Süchte, Psychosen o.ä. nennen und vom Doc unterdrücken lassen, anstatt die Ursache zu ändern.

Du kannst, da Du ja ein Großhirnrindenmensch bist, sehr wohl am Computer tappeln, Dich auf die Couch fletzen und Dir Chips reinwerfen. Aber bedenke, dass Du damit nur eine ca. 3 mm dünne Großhirnrindenschicht zufriedengestellt hast aber gegen die Bedürfnisse von ca. 150 mm ‚Resthirn‘ verstoßen hast 😉
Und die leben und agieren auch noch immer mit und werden Dir – vielleicht auch erst irgendwann – ihre Rechnung präsentieren.

Und natürlich kann man auch die positiven Auswirkungen beobachten, wenn man eine Zeitlang ein naturrichtiges Affenleben führt. Da ändert sich plötzlich soviel am Denken, Fühlen, an den Sinnen, da verschwinden Dinge, die man schon lebenslang mitschleppte und für normal hielt …

 

 

 


Die Unsterblichen

19. April 2018

Es lebten einst völlig alterslose Wesen. Sie beobachteten erstaunt wie rund um sie alle anderen verstarben und wie immer wieder welche neu geboren wurden. Sie selber lebten alterslos immer weiter.
Sie waren neugierig, interessiert an allem und jedem und erforschten vieles. Sie entdeckten immer wieder Schwachstellen und Nachteile an sich. Einmal war da ein Pickel, dann wurde einmal ein naher Verwandter krank …

Da sie schlaue Wesen waren besserten sie viele dieser Fehler aus und perfektionierten und optimierten sich immer weiter. Kein Raubtier, kein Erreger, gegen den sie nicht irgendwann ein erfolgreiches Mittel fanden. Sie breiteten sich ob ihres Erfolges auch immer weiter aus auf ihrem Planeten. Wenn es ihnen irgendwo zu kalt wurde, erfanden und bauten sie sich Heizungen. Wenn es irgendwo zu heiß war, erfanden und bauten sie sich Klimaanlagen. Waren ihnen irgendwo die Mitgeschöpfe nicht gewogen, bekämpften sie diese mit immer raffinierter werdenden Waffen. War etwas Ungenießbar machten sie es genießbar. Gab es irgendwelche Erkrankungen forschten sie solange bis sie endlich ein Mittel dagegen gefunden hatten.
Sie waren schlichtweg perfekt an ihre Welt und an ihre Bedürfnisse angepasst und zutiefst davon überzeugt alles zu vermögen.

So gut ausgestattet mit Selbstbewusstsein übersahen sie einen gewissen Punkt in ihrer Geschichte! Sie übersahen den Übergang vom Zustand als das Anpassen, Forschen, Arbeiten, Weiterentwickeln noch Spaß machte bis dorthin, wo es in belastende oder auch nur in lästige Arbeit ausartete und auch nicht mehr so viel einbrachte.
Ja, es war sogar so, dass sie bald mehr an Energie in gewisse Probleme reinsteckten, als sie durch ihre Technik dann rausbekamen. Doch solche ‚Kleinigkeiten‘ übersieht man schon einmal in verblendeter Begeisterung …

Lange Geschichte kurzer Sinn: Es gibt noch kein Ende dieser Geschichte. Das Ende oder Nichtende gestalten WIR! Die Zukunft wird zeigen ob wir tatsächlich ‚unsterblich‘ sind. Denn wir, die Menschen sind diese alterslosen Wesen. Wir sind die Wesen die längst die Grenze von den, von der Natur Beschenkten und Optimierten zur Plackerei, zur überheblichen Ausrottung anderer, zum bloßen Arbeiten und Verändern um des Arbeiten und Veränderns willen, überschritten haben.
Wir laufen nur mehr in unseren Hamsterrädern um zu laufen. Kaum steht mal eines unserer Räder still, wissen wir nicht mehr wohin.

Einige wenige haben diese Tragik in ihrer Gesamtsicht erkannt und sich auf das Leben vor diesem Übergang rückbesonnen und gesehen: Ein geschenktes Paradiesleben ist nicht nur möglich sondern eröffnet all die Möglichkeiten, die der moderne Mensch glaubt, sich erarbeiten zu müssen. Für sie ist Schluss damit diese arbeitsintensiven Umwege und Irrtümer innovativ in die Welt zu setzen, um danach mühsam ihre Fehler zu reparieren. Ja, oft sogar die Fehler gar nicht mehr als solche erkennend, endlos an den nicht mehr zu reparierenden Fehlersfehlern herumzudoktern.

Urlaube auf die Arbeitende sich monatelang hinfreuen, kann sich Paradiesmensch das ganze Jahr ‚leisten‘.
Gesundheit die diese Gesellschaft ein Vermögen kostet, wird Paradiesmenschen von der Natur geschenkt.
Was Zivilisationskindern aufwändigst gelehrt werden muss, lernen Paradieskinder aufwandslos und nebenher wie das Sprechen.
Entfernungen deren Zurücklegung für Arbeitende schnell erfolgen muss und dadurch höchst aufwändig und teuer ist, legen Paradiesmenschen gemütlich schlendernd und plaudernd zurück.
Hochverarbeitetes und deswegen mühevoll und teuer hergestelltes Essen das von Arbeitenden erarbeitet werden muss, brauchen Paradiesmenschen nicht. Sie ernten was die Natur für sie wachsen lässt und an das sie seit Jahrmillionen perfekt angepasst sind.
Atem-, Lach-, Paar-, Erfolgs-, Selbstfindungs-, Kreativ-, Antistress- und, und, und- Seminare amüsieren Paradiesmenschen; sie leben einfach Lebensqualität und SIND

 

 

 


Längst überfällig …

7. Juli 2016

… für unser Paradies- Thema hier ist wohl dieses schon etwas angestaubte aber immer noch geniale Erich Kästner- Gedicht:

 

Die Entwicklung der Menschheit

Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt,
behaart und mit böser Visage.
Dann hat man sie aus dem Urwald gelockt
und die Welt asphaltiert und aufgestockt,
bis zur dreißigsten Etage.

Da saßen sie nun, den Flöhen entflohn,
in zentralgeheizten Räumen.
Da sitzen sie nun am Telefon.
Und es herrscht noch genau derselbe Ton
wie seinerzeit auf den Bäumen.

Sie hören weit. Sie sehen fern.
Sie sind mit dem Weltall in Fühlung.
Sie putzen die Zähne. Sie atmen modern.
Die Erde ist ein gebildeter Stern
mit sehr viel Wasserspülung.

Sie schießen die Briefschaften durch ein Rohr.
Sie jagen und züchten Mikroben.
Sie versehn die Natur mit allem Komfort.
Sie fliegen steil in den Himmel empor
und bleiben zwei Wochen oben.

Was ihre Verdauung übrigläßt,
das verarbeiten sie zu Watte.
Sie spalten Atome. Sie heilen Inzest.
Und sie stellen durch Stiluntersuchungen fest,
daß Cäsar Plattfüße hatte.

So haben sie mit dem Kopf und dem Mund
Den Fortschritt der Menschheit geschaffen.
Doch davon mal abgesehen und
bei Lichte betrachtet sind sie im Grund
noch immer die alten Affen.

 

 

 


Geschichte im Extrem- Zeitraffer

25. Februar 2016

Würdest Du von, selbst so bekannten Liedern wie ‚Stille Nacht‘ oder ‚Happy birthday‘ jedes Jahr nur einen Ton hören, könntest Du sie nicht erkennen, könntest Du deren Melodien- Bögen und Verläufe nicht wahrnehmen.
Noch schwieriger ist es, so lange Zeiträume wie die Jahrtausende, Jahrzehntausende, Jahrmillionen unserer Entwicklungsgeschichte zu durchschauen. Zu viele ‚Lieder‘ und Einzel- ‚Geschichtchen‘ stecken da drinnen.
Wir lernen in der Schule von Auf- und Abstiegen von Ländern, Herrscherhäusern und Volksgruppen. Doch wimmelt es da neben all der vermeintlichen Siege und Niederlagen förmlich von weitaus mehr Geschichten und ‚Liedern‘ …
Die Notenfolge eines eher unbeachteten, unbedachten kleinen Liedes, weder in Dur, noch in Moll, sondern in Psychologie, möchte ich Euch heute hier aufschreiben:

redball Babys/ Kindern wird die ihnen zustehende Zuwendung und Liebe (‚Affenliebe‘) versagt
redball dadurch entsteht in ihnen ein Mangelbewusstsein
redball und ein Minderwertigkeitsgefühl.
redball Diese dann wenig bis nicht selbstbewussten und eigenverantwortlichen Erwachsenen
redball müssen sich zu Gemeinschaften zusammenrotten.
redball Aus ihrem Mangeldenken heraus schaffen, raffen, rackern sie und häufen an.
redball Dadurch entstehen globale Ungleichheiten und verschiedene ‚Kulturen‘,
redball die zwangsläufig in Feindschaft fallen müssen,
redball denn Mangeldenken beinhaltet Neid und
redball Schwächlinge fühlen sich leicht von ‚Andersartigem‘ bedroht.
redball Zudem sind ‚Kulturen‘ leicher einordenbar/ schubladisierbar als eine Vielzahl von Individuen, und
redball bieten sich als Feinbilder für andere Schwächlinge an.
redball In der Folge wird enger zusammengerückt
redball sich bewaffnet.
redball Ängste und Aversionen werden häufig von Politikern und Herrschenden instrumentalisiert.
redball Damit beginnt eine Entmündigungs- und Einengungs- Spirale die wir eben erleben …

Hollande schart eben Frankreich um sich, verspricht die Stärkung der Exekutive, Kommunikations- Zensur- Rufe werden immer lauter, die weltweit mächtigste Nation hat sich mit ihren Einreisebestimmungen bereits auf völlig absurde Weise eingeigelt …

Und diese ganze Abfolge nur deswegen, weil Mütter sich verwirklichen, kochen, arbeiten, ‚müssen‘, anstatt die Kleinen herumzutragen und abzuknuddeln bis diese das von sich aus nicht mehr wollen – überspitzt gesagt.

Damit habe ich nicht gesagt, dass Gemeinschaften nicht auch schön sein können oder viele Vorteile böten. Doch nur freiwillige Gemeinschaften Selbstbewusster! Wir dagegen bilden Angst- Gemeinschaften und bezahlen dafür mit unserer Freiheit und individuellen Eigenständigkeit!

 

 

 


Baum als Erklärungshilfe

20. November 2014

Vielleicht hast Du schon mal irgendwo aufgeschnappt, dass die erste Form die wir an der Zygote eines sich entwickelnden Menschen wahrnehmen können drei ‚Schläuche‘ sind. Einer davon wird sich in der Folge zum letztendlichen Nervensystem verzweigen, einer wird in der Mitte eine Ausbuchtung, das spätere Herz, bilden und die beiderseitigen ‚Schlauchenden‘ zum kompletten Blutgefäßsystem verzweigen. Der dritte ‚Schlauch‘ wird unser Verdauungskanal mit Ausstülpungen die dann zu unseren Organen werden werden.
Soweit, so gut beobachtbar, so gut dokumentiert.

verzweigungenÄhnlich baumförmig verzweigt sich aber auch unsere Psyche!
So bildet sich aus frühen, einzelnen (Körper-) Empfindungen eine Vielzahl von Gefühlen. Aus diesen wiederum entstehen zahllose Verhaltensmuster die uns meist ein Leben lang begleiten bzw. unsere Persönlichkeit formen.
So kann ein Mensch Zeit seines Lebens z.B. gehemmt sein, nur weil seine schwangere Mutter einengende Kleidung trug oder der Vater später keine Lebendigkeit des Kindes duldete.
Das heißt
a) wir sind ab unserer ersten Sekunde Lernende, sich Konfigurierende und
b) in je früheren Stadien die Einwirkungen und Formungen passieren desto umfassender die Auswirkung.

Stichst Du dich in den Finger und tötest dabei eine Körperzelle hat das praktisch keine Auswirkung auf Dein Sein. Sticht aber jemand in eine eben befruchtete Ei- Zelle ist der ganze entstehende Mensch vernichtet.
Sticht man etwas später in eine sich entwickelnde Zygote und erwischt z.B. den sich eben bildenden Darm- oder Blutgefäß- ‚Schlauch‘ kann daraus ein Organ- oder Herz- Fehler resultieren.
Detto mit unserer Psyche, mit unserem Schicksal!

So gestalten wir also unsere eigene und unserer Kinder Zukunft. Je achtsamer und liebvoller wir uns verhalten, desto besser für alle.
Und das Maximum an Achtsamkeit und liebevollem Verhalten ist, sich natürlich/ naturrichtig/ artgerecht zu verhalten!
Nicht zufällig gibt es bei keinem freilebenden Tier unsere Erkranungen, unsere Neurotiker und Psychotiker … 😉

 

 

 


Bodhisattva

20. Januar 2014

BodhisattvaIch hätte eine Frage.
Stell Dir vor, Du könntest jemandem helfen. Egal ob Du mehr weißt als er, ob Du bessere Verbindungen hast als er, egal ob Du besser bist oder nur glaubst besser zu sein.
Und dieser Jemand nimmt Deine Hilfe nicht an, kann sie nicht annehmen, versteht sie nicht, will sie nicht …. egal. Er sperrt und verweigert sich einfach.

Was tust Du dann?
Nimmst Du es wie es ist?
Bemühst Du Dich weiterhin?
Oder bist Du enttäuscht und frustriert?

Bezweifelst und hinterfragst Du Deine Position?
Bist Du Dir Deiner Meinung sicher oder lässt Du Dich verunsichern?

Angenommen, Du bist Dir Deiner Sache 100%ig sicher – falls es soetwas überhaupt gibt … 😉
Kannst Du dann verantworten, diesem Menschen NICHT geholfen oder sogar ihn NICHT ‚gerettet‘ zu haben?
Darf man einfach sagen: ‚Es hat alles einen Sinn. Hungernde wollen vermutlich hungern, um zu lernen oder weil es ihr Schicksal ist‘?
Darf man sich zurückziehen auf die Position: ‚Mein Ego will doch nur Recht behalten. Es ist alles gut wie es ist.‘?

Muss man retten?
Darf man retten?
Ist ‚Retten‘ bloß ein Ego- Trip?

Hatte Goethe mit seinem ‚Wer strebend sich bemüht …‘ Recht?
Oder ist das alles bloß ein erbärmlicher Ego- Trip?
Oder sind wir Bodhisattvas, die allen ‚rüber- oder weiterhelfen‘ dürfen, bis alle da sind wo wir sind?

Darf man ‚ewig‘ Lernender, Aufnehmender sein, ohne je etwas weiterzugeben?
Dürfen wir ewige Lernende sein, die nur auf sich selber sehen. Nur sich selber weiterentwickeln?
Oder sollten wir irgendwann unser Wissen auch weitergeben?
Oder ist das wieder und auch ein Ego- Trip?

Sollten wir alle nicht irgedwann vom Lernenden zu Lehrenden werden?
Aber wann wissen wir genug, um zu lehren, um zu helfen?
Jetzt schon? Morgen? Wann?
Wussten wir nicht vorgestern weniger als gestern, gestern nicht weniger als heute?
Wann also weiß man genug um zu helfen?
Muss man dann helfen?

Oder braucht man überhaupt nie zu helfen?
Braucht man immer bloß auf gleichem Niveau zu plaudern (um nur ja nicht anzuecken)?
Wollen wir immer nur den Menschen (aus Eigeninteresse) nach dem Mund zu reden?

Wozu sind wir hier?
Um gut zu leben?
Um zu helfen?
Um diese Welt besser zu machen?
Um diese Welt zu lassen wie sie ist?
Oder gar, um diese Welt dunkler zu machen!?

Fragen über Fragen …

Vielleicht aber brauchen wir all diese Fragen gar nicht so genau zu beantworten. Vielleicht reicht es ‚artgerecht‘ menschlich zu reagieren:
Was ich glaube zu wissen, was ich an guten Erfahrungen gemacht hab, gebe ich weiter. Wird es angenommen, ist es ok, wird es nicht angenommen, ist es auch ok.

Aber dann beginnt dieses Spielchen wieder von vorne (oben) … 😉