Baum der Erkenntnis

10. Oktober 2013

Dieser Begriff ist zwar aus der Bibel bekannt, stellt uns aber m.E. keine wirklich nutzbare Erkenntnis zur Verfügung.

Ganz anders der payoli- Baum der Erkenntnis, den ich Euch gerne schenken möchte.
Du bekommst damit ein seltenes Goldkörnchen!
Du brauchst Dir bloß Muße dazu zu nehmen!
Willst Du das Geheimnis des Lebens verstehen, willst Du Dir das Leben einfacher machen, überflieg diesen Text nicht einfach!
Sondern suche bei jedem gelesenen Begriff seine Entsprechung in der Grafik auf, damit Du ein Gefühl, ein Verständnis für die Zusammenhänge und Reihenfolgen bekommst.

Ein wichtiger Teil eines paradiesischen ‚paradise your life‘- Lebens ist die Überzeugung, dass wir Götter sind. Oft schon wurde dies bezweifelt. Dennoch ist es so.

‚Gottesbeweise‘ bzw. Schöpfer- Indizien im Außen wären schwere und dennoch hochfliegende Metall- Flugzeuge oder Licht-(=Laser) Strahlen die härteste Materialien wie Butter schneiden oder durchdringen, die vor einigen Jahrzehnten noch undenkbar waren.

Um unser Inneres zu vergöttlichen habe ich hier schon vielfache Hilfestellungen gegeben.
Heute möchte ich eine Zusammenfassung in Form des payoli- Erkenntnisbaumes geben:

Irgendwann in unserer langen Entwicklungsgeschichte waren wir alle EIN EINZIGER, der allererste Einzeller, der völlig bedürfnislos und damit in der Einheit, im reinen Sein und in Harmonie lebte.
So manche sehen uns in diesen Urzeiten auch in der Einheit, im All- Eins- Sein, im göttlichen Licht.
Egal wo und wie immer, wir lebten in der Einheit. Alle unsere Bedürfnisse waren und wurden erfüllt und wir hatten kein Bewusstsein für Mangel, Feinde, Probleme, etc.

Nach Haeckel ist unsere ‚Keimesentwicklung eine gedrängte und verkürzte Wiederholung unserer Stammesentwicklung‘.
Jeder von uns durchläuft also als Embryo/ Mensch nochmal unsere ganze Menschheits- Entwicklungsgeschichte.
Auch dabei können wir die in der Folge noch genauer angesprochenen Stufen beobachten:

redball Erst die Anziehung/ Liebe, als ein substanzloser, geistiger, göttlicher Zustand des (Zusammen)Seins.

redball Nach der Zeugung der absolut wunschlose Zustand des Einzellers.

redball In der Folge der noch ebenfalls weitgehende bedürfnisbefriedigte harmonische Zustand des Schwebens und Seins (im Fruchtwasser).

redball Mit der Geburt, man könnte entwicklungsgeschichtlich auch sagen, irgendwann wurde uns die Harmonie fad und wir entschieden uns dafür, Erfahrungen zu machen …
Mit der Geburt also, verlassen wir die EIN- heit zugunsten der ZWEI- heit, der Dualität. Wir bauen uns Spannungen wo es zuvor keine gab. Es existieren nun Helle und Dunkelheit, Wärme und Kälte. Wir unterscheiden bald zwischen laut und leise, groß und klein, satt und hungrig, zwischen gut und schlecht.

redball diese zwei Grundqualitäten splittern wir nach und nach in wenige Grundgefühle auf. In der untenstehenden Grafik sind die 5 Weisheitsenergien dargestellt. Genausogut könnte man die 7 Chakra- Energien oder die 32 Charaktereigenschaften der Psychologie wählen.
Auf der positiven Seite könnte man beispielhaft unerschöpfliche innere Fülle angeben. Als negative Gefühls- Grundqualität den permanenten inneren Mangelzustand.

redball Wir treiben unsere Entwicklung aber mit der Sprachentwicklung weiter, detailieren jedes dieser Grundgefühle in zahllose Gedanken, Grundgedanken, Grundsätze, Lebensregeln, etc. auf.

redball Aus jedem dieser Gedanken/ Grundsätze resultieren im Laufe unseres Lebens zahllose Handlungen, Äußerungen und dadurch herbeigeführte Situationen.

Ich habe in der untenstehenden Grafik versucht diese Aufästelung unseres ursprünglichen Seins, unserer Harmonie, grafisch darzustellen. Der Übersichtlichkeit wegen ist nur ein Zweig restlos bis zu den Handlungen ausgeführt.

payolis Baum der Erkenntnis

Wozu das Ganze?
Sehen wir uns die Handlungen und ‚Schicksale‘ unseres Lebens an, wird oft die Gesetzmäßigkeit nicht klar. Oftmals wird sinngemäß geklagt: ‚Ich gerate immer an die falschen Männer, habe Pech mit meinen Arbeitsplätzen und bin ständig krank‘.
Wir sehen unsere ‚Schicksalsschläge‘ oft als unabhängige Ereignisse, als wahllos verteilte Sterne am Lebenshimmel, losgelöst von unserem Verhalten.

Tatsächlich aber sind wir Götter, die unser Schicksal beeinflussen, aber oft nicht wissen was sie tun 😉

Denn
JEDE unserer Handlungen hat Auswirkungen!
JEDER Gedanke bewirkt bestimmte Handlungen!
JEDES Gefühl ruft bestimmte Gedanken hervor!

Siehst Du die Gesetzmäßigkeit!?

Wir haben uns eben durch den gezeichneten Baum von unten nach oben gehantelt. – Und hoffentlich erkannt, dass alles eine Ursache hat.

Wir haben uns irgendwann dafür entschieden, Erfahrungen zu machen, etwas zu lernen.
In diesem Lernen und Erfahren stecken wir jetzt mittendrin!
Und mit diesem payoli- Erkenntnisbaum kannst Du Dein Lernen, Deine Persönlichkeitsformung systematisieren.
Hanteln wir uns nocheinmal diesen payoli- Baum von unten nach oben, vom Umständlichen zum Einfachen:

Pfeil Du kannst (wie in das ‚Götter- Puzzel‘ erklärt) jede einzelne Deiner Handlungen, jede Situation analysieren, daraus Erkenntnisse ziehen, daraus lernen.
Damit ist für Arbeit und Unterhaltung bis an Dein Lebensende gesorgt 😉
Diese Methode ist sehr genau und detailiert, dauert aber uuuuuurlang.

Pfeil Du kannst Dir bewusst einige Lebensregeln/ Grundgedanken an- und andere, nicht gewünschte, abtrainieren. Das funktioniert am besten mit Affirmationen, d.h. mit dem Wiederholen einzelner Merksätze.
Diese Methode ist weniger genau, weniger detailiert, aber effizienter, da aus jedem Grundgedanken zahllose Handlungen resultieren. Änderst Du diesen Gedanken, beeinflusst Du damit ‚mit einem Schlag‘ zahllose Situationen.

Pfeil Du kannst aber auch noch ‚höher‘ ansetzen und Dich nicht die Bohne um Situationen, Handlungen, Gedanken kümmern und gleich Deine Gefühle neu ‚programmieren‘ indem Du Dich möglichst oft und intensiv in sie hineinversetzt. Damit werden sie Dir immer vertrauter, werden gewohnter, verselbständigen sich irgendwann und ziehen dann nur mehr positive, gewollte Gedanken, mit ihnen Handlungen und Äußerungen und damit Situationen nach sich.
Wir alle tun das bzw. werden auf diese Art getan, wenn wir die rosarote Brille der Verliebtheit aufhaben.

Pfeil Und der oberste ‚Zweig‘, der Stamm des Baumes!? Wenn wir uns gleich nur auf diesen konzentrieren, nur ihn bearbeiten? Würden wir dann nicht alle unsere Gefühle, Gedanken, Handlungen, Äußerungen und damit unser ganzes Leben ins Lot bringen können?

Pfeil Ja!
Beenden wir unser zielgerichtetes, bewertendes Denken, ziehen wir uns ins reine Sein zurück, so arbeiten wir am effizientesten.
Musik hören zum Beispiel, Meditieren (Nichtdenken) oder ins ‚Narrenkastl schauen‘ und Seelebaumeln sind einige Beispiele dafür.

Ich wünsch Dir mit dem payoli- Erkenntnisbaum viel Freude und Erfolg. – Und ein göttlich, paradiesisches Leben! 😉

 


Die Sackgassis

3. April 2011

Stell Dir bitte vor:
Einst lebten die Menschen in einem kleinen Dorf, das von einer Straße durchzogen war. An dieser befanden sich Geschäfte die alle Bedürfnisse der dort Lebenden abdeckten. Tagsüber pulsierte dort das Leben, abends herrschte lauschige Geselligkeit.
Diese Attraktionen zogen immer mehr Menschen aus dem Umfeld an, die sich hier ansiedelten. Manche von ihnen eröffneten ebenfalls ein Geschäft und bereicherten so das wachsende Dorf.
Irgendwann war die Hauptstraße ausschließlich eine Geschäftsstraße und Neueröffnungen verlängerten sie.
Sie wuchs und wuchs und mit ihr der Wohlstand und das Wohlergehen der Menschen.
Irgendwann war das Dorf zu einer Stadt, mit dieser immer noch attraktiven Einkaufs- und Lebensmeile, geworden.
Doch länger als lang kann und darf, ohne die Bummelgelüste der Konsumenten überzustrapazieren, eine Shopping- Straße nicht sein und so wucherten die Geschäfte auch bald in Seitengassen hinein. Und zwar – nicht unklug – entwickelte sich hier eine gewisse Spezialisierung. Da das Schuster- Viertel, dort die Schneider- Gasse. Es gab eine Fleisch- und Wurst- Meile und eine Konditoren- Straße.
Die Kinder es größten Schneiders maulten zwar, weil sowohl das Bäcker- Viertel als auch der Naschmarkt so weit von ihnen waren, doch die geschäftigen Eltern waren froh über die nahen Zubehör- Läden und die wachsende Zahl von, an Kleidung und Mode Interessierten die in ihre Gegend strömten.
Als unsere Schneiderkinder selbst Kinder hatten, dachte niemand mehr an das früher so Nahe und nun Entbehrte. Im Gegenteil, man freute sich über die wachsende Mode- Szene und übersiedelte weiter nach draußen, um einen größeren Betrieb zu eröffnen.
Auch die Kinder der zweiten Generation vermissten bald die alten Spielkameraden und alten Möglichkeiten. Doch als sie erwachsen waren und selber Kinder hatten vermisste wiederum niemand mehr das alte Leben, ja wusste nichtmal mehr etwas davon. Alles hier war ‚normal’ und gewohnt.
Die Stadt wuchs und wuchs und die einmal eingeschlagenen Spezialisierungen in alle Himmelsrichtungen mit ihr.
Nach vielen Generationen waren alle so tief in ihren Sackgassen und Vierteln eingewachsen bzw. wucherten noch weiter in die leere Peripherie, dass niemand sich mehr an die alte Hauptstraße erinnerte, in der das Lebens einst so bunt, die Versorgung so vielfältig, die Nächte so gesellig waren.
Da kam der jüngste, gerne grübelnde Spross unserer Schneider- Dynastie auf die vermeintlich völlig neue Idee einer ‚Gesellschaft der Vielfalt’.
Begeistert erzählte er seiner Familie, seinen Nachbarn und Freunden von seiner Vision, von einer nie gekannten Vielfalt. Doch er erntete nur Kopfschütteln und Unverständnis. „Was willst Du? Wir haben doch hier unsere Arbeit, unsere Kunden, unsere Familie und werden doch täglich vom fahrenden Kaufmann versorgt!“
„Aber wir könnten doch viel mehr Vielfalt haben! Spezialgeschäfte! Ein buntes Mit- und Durcheinander!“
Die Blicke wurden noch fragender. Wozu sollte das gut sein? Man hatte doch alles! Und außerdem, was dieser Visionär da von Süßigkeiten- Bäckern und Fleisch- Spezialiäten faselte … Soetwas gab es doch gar nicht! Man kannte doch seine Umgebung, also diese Welt. Da gab es nichts dergleichen. Man kann doch nicht die ganze Welt neu erfinden! Und auch in den Medien die doch ohnehin über alles berichteten, war doch auch nur über neue Schneider- Belange und nichts von irgend so einer dubiosen Vielfalt zu erfahren. Also kann es diese doch nicht geben.
Die Situation beruhigte sich wieder, selbst der Visionär hatte sich seine ‚Spinnereien’ irgendwann wieder ausreden lassen.
Bis, ja bis er in einer alten Truhe in einem uralten, vergilbten Familienalbum ein paar Fotos von der alten Hauptstraße fand, die sich in der Zwischenzeit natürlich weiterentwickelt hatte und weitergewachsen war.
Unser Visionär stellte einen Expeditionstrupp aus den ehemals Ungläubigen zusammen und sie marschierten Richtung Innenstadt.
Doch so lang sie auch gingen, sie sahen immer nur das was sie bereits kannten: Schneidereien, Mode- Shops, Schneiderzubehör- Läden, usw.
Irgendwann resignierten sie erschöpft: „Na? Reicht Dir das? Wir haben Dir doch gesagt, diese Deine Welt gibt es gar nicht! Wär’ ja auch zu verrückt!“.
Sie hatten sich in Generationen- langer Wanderschaft einfach schon zu weit von der Hauptstraße entfernt …
Irgendwann, nach weiteren Schneider- Generationen war das Textilviertel bereits zu weit vom Zentrum entfernt, die Spezialisierung zu weit fortgeschritten, um eine ausreichende Versorgung sicherzustellen. Die Konkurrenz war durch das lange Wachsen zu groß geworden, die Preise gefallen, die Gewinne geschmolzen und die Lebensqualität der Schneiderviertler am Boden.
Irgendwann werden sie wohl vereinsamt, mangelversorgt und vom Hauptstraßen- Leben vergessen, sein …

Die Hauptstraße aber pulsierte und entwickelte sich weiter und wuchs in die Länge, da immer neue Geschäftsideen auftauchten, die nach vorne drängten, während das mittlerweile Überflüssige am alten Ende der Straße vernachlässigt und zurückgelassen wurde.

Wir Zivilisationsmenschen befinden uns alle auch in eben dieser Schneider-, um nicht zusagen Sackgassen- Situation, während alle anderen Wesen sich auf der Hauptstraße weiterbewegen und entwickeln.
Wir wissen nichts mehr von alten Leben und Qualitäten, finden nichts mehr davon, soviel wir unser Umfeld auch absuchen, halten Visionäre, ob ihrer Extremität für verrückt und werden aussterben.
– Außer die paar Sackgassis, die doch noch zurückgefunden haben zur Hauptstraße und sich nun Payolis nennen 😉