Schöne Naturbeschreibung +

2. Mai 2018

Ich hab eine wunderschöne Naturbeschreibung von Günther Brandstetter gefunden, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:

Mit den Händen in der Erde graben, Setzlingen beim Wachsen zusehen, Gras an den Fußsohlen spüren: Das tut traumatisierten Kindern, Menschen nach schweren Erkrankungen und Burnout-Patienten gut. Eine Reportage über Orte, an denen es Vitamin Grün rezeptfrei gibt Die Landschaft wirkt pittoresk: hüfthohes Gras, Zwetschkenbäume, ein paar Meter weiter wachsen Walnüsse, Schlehen und Dirndln. In einem von Schilf gesäumten Weiher quaken Frösche lautstark um die Gunst der Weibchen. Zitronenfalter lassen sich auf Wiesenblumen nieder, halten kurz inne, flattern munter weiter. Libellen zeigen auf der Jagd nach Mücken ihre Flugkünste. Ein Feldhase hoppelt durch das Gras. Die tief fliegenden Schwalben über ihm kümmern ihn nicht. An einzelnen Stellen ist das Gras gemäht, hier haben Menschenhände eine Schneise zum Wasser und dem angrenzenden Wald gezogen. Es wirkt wie die heile Welt in einem Heimatfilm.

Es geht denn noch eher therapeutisch weiter. Einerseits erfreulich, dass die Mediziner auch schön langsam in die – Gasse kommen. Andererseits fast witzig wie sie sich da noch dranklammern um nur ja nicht vom Geldtropf abgeschnitten zu werden
Oder traurig für diese Gesellschaft, dass selbst simple Naturerfahrungen nicht mehr ohne akademische Führung möglich sind …
Aber interessant! Schau:

Das eineinhalb Hektar große Land ist jedoch für Kinder gedacht, deren Welt alles andere als heil ist. Die keinen Boden mehr unter den Füßen spüren, weil sie einen geliebten Menschen verloren haben. Die das ewige Streiten der Eltern ertragen müssen. Die sich von Papa oder Mama ungeliebt fühlen, weil sie schon vor der Geburt unerwünscht waren. Die möglichen Symptome von traumatischen Verlusten und wenig tragfähigen Beziehungen: Depressionen, Aggressionen, Angst- und Wahrnehmungsstörungen. Mit 15.000 Quadratmetern Land will die klinische Psychologin Christine Wondratsch neue Wege öffnen. Sie sind das Herzstück ihrer Praxis in der Marktgemeinde Bad Pirawarth im Weinviertel.

Wie Wald und Wiese wirken Die Idee, das diagnostische und therapeutische Werkzeug um den Lebens- und Erfahrungsraum Natur zu erweitern, kam der klinischen Psychologin während ihrer Zeit am Wiener AKH. Von 2009 bis 2014 arbeitete sie dort mit Kindern, die an cystischer Fibrose litten, einer angeborenen Stoffwechselerkrankung. Durch den Gendefekt sind Wasser- und Salzhaushalt der Schleimhäute gestört. Zäher Schleim verklebt die Lunge und verstopft die Bauchspeicheldrüse. Die maximale Lebenserwartung liegt bei etwa 40 Jahren. Untersuchungen und Spitalsaufenthalte belasten den Alltag der kranken Kinder. „Das fördert auch Depressionen und Angststörungen wie Arzt- oder Nadelphobien“, sagt Christine Wondratsch. Das Ziel: Kinder und Eltern dabei zu unterstützen, die Krankheit in ihr Leben zu integrieren. Das geht nur über Vertrauen. Ihre These: Innenräume mit künstlicher Beleuchtung verstärken Hierarchien und erschweren den Zugang zur Psyche der kleinen Patienten.

Nach und nach begann sie, an den Rädchen des klinischen Settings zu drehen. „Ich fing an, mit den Kindern ins Freie zu spazieren, und motivierte sie, begrünte Nischen in den Innenhöfen vom AKH zu suchen“, erzählt Wondratsch. Tisch und Stühle wurden immer häufiger durch Wiese ersetzt, Wände durch Bäume und Sträucher. „Ich konnte beobachten, dass die Kinder draußen deutlich entspannter, offener und geerdeter wurden“, so die Psychologin. Positiver Effekt Wie „Vitamin Grün“ auf Geist und Körper wirkt, wird seit rund 30 Jahren erforscht. Die Zahl der Studien, die den positiven Effekt von Wald und Wiese untermauern, wächst kontinuierlich. So konnte etwa gezeigt werden, dass Kinder, die auf dem Land aufwachsen, deutlich weniger häufig an Asthma, Heuschnupfen und Nahrungsmittelallergien leiden als der urbane Nachwuchs.

Selbst das Betrachten von Natur kann heilsam wirken, wie erstmals eine im Jahr 1984 durchgeführte Studie zeigte: Demnach erholten sich Patienten, die im Krankenzimmer eine grüne Aussicht hatten, schneller von einer Operation und benötigten weniger Schmerzmittel als Patienten, die beim Blick aus dem Fenster Häuserfassaden sahen. Was noch bekannt ist: Fauna und Flora lindern Angst, Stress und Depressionen – Symptome, die besonders der „ausgebrannte“ Mensch schmerzlich kennt. Das Rehazentrum Bad Schönau im südlichen Niederösterreich, in dem unter anderem Burnout-Patienten wieder ins Leben zurückfinden sollen, bietet deshalb seit einem Jahr Gartentherapie an. Es gibt Hochbeete. Gemeinsam mit den Ergotherapeuten werden Salat, Kräuter und Beeren in die Erde gegraben. Das bedeutet: Verantwortung für Setzlinge übernehmen. Aus Brunnenkresse, Thymian, Basilikum, und Rosmarin entstehen Pesto oder Kräutersalz.

Lebensfreude pflanzen Sehen, Fühlen, Schmecken und Riechen heißt die Devise – im Hier und Jetzt, das Burnout-Geplagte häufig verloren haben. Der Garten soll wieder ein Stück Lebensfreude pflanzen. Was neu ist: „Es brennen zunehmend sehr junge Menschen aus, kürzlich war ein 18-jähringer Lehrling bei uns“, erzählt Hanspeter Stilling, ärztlicher Leiter des Reha-Zentrums. Untersuchungen bestätigen die Beobachtung des Mediziners. Der aktuellen MHAT-Studie (Mental Health in Austrian Teenagers) zufolge, kämpft knapp jeder fünfte österreichische Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten,

Körperwahrnehmungsstörungen oder Depressionen. Der US-Autor Richard Louv hat eine Erklärung dafür: Dem Menschen ist die Naturaffinität angeboren, sie spiegelt sich auch in seiner neurologischen Struktur wider. Ein Entzug dieses Erlebnisraums könne demnach krankmachen, er nennt das „Natur-Defizit-Syndrom“.

Kindern fehlen zunehmend natürliche Erlebnisräume, ist auch Wondratsch überzeugt. Das zeige ihre Arbeit mit Kleingruppen, in der eine Handvoll Sieben- bis Elfjährige jede Woche zwei Stunden im Grünen verbringen. „Die Natur ist den Kindern meist ziemlich fremd. Häufig wollen sie gleich wieder heim zu ihrer Playstation.“ Über das analoge Spiel gelinge es aber, Skepsis und Hemmungen abzubauen: Augen schließen nur das wahrnehmen, was zu hören ist. Barfuß Fangen spielen, Gras, Moos, Holz und Steine unter sich spüren. Frösche und Insekten beobachten, im Wald eine Höhle aus heruntergefallen Ästen und Blättern bauen. „Spielen in der Natur ist immer auch ein Stück selbstständiger Weltaneignung mit allen Sinnen. Sie steigert nachweislich den Selbstwert und hemmt Aggressionen, die häufig Symptome für Minderwertigkeitsgefühle sind“, so die klinische Psychologin. Was den Geist noch stärkt: gemeinsam an Lösungen arbeiten, sich in der Gruppe ausprobieren, Beziehungen erleben. Besonders für verhaltensauffällige Kinder ist das eine neue Erfahrung, da „sie häufig sozial isoliert sind“, sagt Wondratsch. „Die Natur ist ein Vermittler, ein offener Kommunikations- und Interaktionsraum, den TÜV-geprüfte Spielplätze, Turnsäle oder ein perfekt eingerichtetes Kinderzimmer niemals ersetzen können.

 

 

 

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Die Welt steht Kopf!

14. September 2017

Auch andere empfinden ‚payolisch‘:

„Alles läuft verkehrt; alles ist verdreht. Ärzte zerstören die Gesundheit. Anwälte zerstören das Gesetz. Universitäten zerstören Wissen. Regierungen zerstören Freiheit. Die großen Medien zerstören Informationen. Und Religionen zerstören Spiritualität.“             (Hypnose-Therapeut Michael Ellner)

und

Wir nehmen Geld wichtiger als die Umwelt, als Wasser, Luft, Lebewesen und Lebensmittel und unsere körperliche und seelische Gesundheit.

Wir teilen den Platz auf der Erde auf und kämpfen dann um diese Puzzleteile („Das Land verkaufen? Warum nicht auch das Wasser und die Luft?“ fragte ein verwunderter indianischer Häuptling … und wahrscheinlich kommt der Rest auch noch).

Wir töten jeden Tag Millionen Tiere, um Massen an Fleisch zu „produzieren“, die uns krank machen.

Wir schicken unsere Kinder in Schulen, in denen sie einen großen Teil ihrer Kindheit verwenden, um Dinge zu lernen, die ihnen und der Welt nicht helfen. Ja, Napoleon wurde am 15. August 1769 auf Korsika geboren. Ja, bei Osmose geschieht durch den Druckausgleich über eine semipermeable Membran. Aber warum the fuck muss ich das wissen?

Wir arbeiten rund um die Uhr (wenn wir nicht gerade im Stau stecken auf dem Weg ins Büro), auf dass wir ja auch noch den Rest der Kindheit unseres Töchter und Söhne verpassen und den Rest unseres bunten Lebens … aber die Rente, das wird toll, da rocken wir den Rollator.

Wir lassen nützliche Erfindungen patentieren, die die Welt besser machen können, und hindern andere daran, sie zu nutzen.

Wir passen uns an die Norm an, treten unsere Individualität in die Tonne und kaufen dann teure Klamotten und Auto und Handys, um uns wieder ganz, ganz besonders zu fühlen.

Wir setzen uns ein Ziel nach dem anderen und kommen nie an, nirgends.

Wir erfinden Religionen und Abspaltungen von Abspaltungen von Religionen und erheben uns über alle, die an eine andere Story glauben.

Wir sehen Güte, Mitgefühl und Nachsicht oft als lächerliche Schwäche an und Egoismus und herzlose Härte als Stärke.

 
Der ganze Artikel ist hier nachzulesen.

 

 

 


Wenn Ihr nicht werdet wie die Kinder …

15. Januar 2015

jesus… hat Jesus noch gesagt, ‚werdet Ihr den Himmel (auf Erden) nicht erleben‘.
Das gilt mittlerweile nimmer. Denn auch die Kinder haben wir bereits ruiniert, ihre Unbefangenheit in zahllose Verhaltensregeln kanalisiert, ihre Zuversicht in unzählige Ängste verwandelt.

Aber man könnte sagen: ‚Wenn Ihr nicht wieder werdet wie die Tiere, werdet ihr nie das Glück und eine lebenslange Gesundheit finden‘.
Geht auch nimmer! Denn unter Tieren stellt mensch sich ja schon nur mehr degenerierte Haus- und ausgebeutetet Nutztiere vor.

Na, vielleicht klappts ja mit: ‚Wenn Ihr nicht wieder werdet wie die freilebenden Tiere, werdet ihr nie das Glück und eine lebenslange Gesundheit erleben‘.
Nö! Geht auch nicht!
Ich habs probiert! Darauf folgt sofort Aufheulen, im Sinne von ‚Natur ist grausam und brutal und doch kein Modell für uns hoooochentwickelte Menschen!‘.
Da hilft auch kein Hinweis, dass dieses Grausam- Bild grottenfalsch ist. Es wurde den Menschen bereits zu fest in die Köpfe gehämmert.

Tja, und was dabei herausgekommen ist, wenn mensch das (vermutlich falsch übersetzte oder ausgelegte) Gotteswort ‚Macht Euch die Erde untertan‘ befolgt, sehen wir ja allerorten.

Die oben erwähnten Tiere hatten das Glück, diesen Unsinn nicht lesen zu können, machen sich die Erde in dem Schöpfungs- Sinne ‚untertan‘, dass sie diese uns allen geschenkte Fülle genießen und – im Zivilisationssinn – dumm aber glücklich und gesund leben bzw. den Himmel, auf den die Gläubigen im Jenseits hoffen, schon im Diesseits genießen 😉

 

 

 


Österreich …

4. Dezember 2012

… müsste, ginge es um die Finanzen, eigentlich Österarm heißen.

Doch auch das ‚reich‘ hat durchaus seine Berechtigung; – für alle Länder! Nicht nur für Österreich.
Denn dieser Planet, diese Erde, diese Schöpfung ist reich, sehr reich, überreich!
Reich an Schönheit, reich an herrlichsten Pflanzen, wunderbaren Wesen, reich an Kreativität, reich an Lebendigkeit und Energie.

Und Du, Du bist Teil dieser Fülle! Du bist kreativ, gesund, kräftig, tüchtig, wissbegierig, mitfühlend, hilfsbereit, geschickt, unterhaltsam, liebevoll, musikalisch …
Du bist ein Wunder inmitten von Wundern!

Da sage nochmal jemand es gäbe keine Wunder! 😉

All dessen sei Dir tagtäglich, ja, sekündlich bewusst!

 


Ich sag Dir EIN Wort …

2. Dezember 2012

… Ein Wort, das Dein Leben bestimmt und ist. Das für Dich absolut wichtigste Wort!

LEBEN

Ja, LEBEN! Im Sinne von lebendig.
Ohne Leben bist Du nicht.
Ohne Leben bist Du tot.

Ohne lebendiges Leben bist Du ebenfalls nicht.
Ohne lebendiges Leben bist Du ebenfalls tot.
Bloß, das weißt Du nicht!

Dein Leben böte Dir ALLES!
Es böte Dir 6 Milliarden spannendster Menschen, unzählbare wunderbare tierische Mitwesen. Es böte Dir die ganze Welt, einen ganzen Planeten.

In einem richtigen, lebendigen Leben gäbe es keine (Landes-)Grenzen. Du könntest Dein ganzes langes Leben lang Runde um Runde um die Erde gehen oder radeln …
In 10 Tagen bist Du per Rad in Paris. Was sind 10 Tage in einem langen, langen Leben? Noch dazu 10 Tage ERLEBEN, anstatt flitzen, fliegen, fahren, nichts sehen …
In einem Jahr bis Du per pedes in Indien. Was bitte ist schon ein Jahr in einem langen, langen Leben!? Noch dazu ein Jahr der Fülle, der Erlebnisse, der Erfahrungen, die Du in einem Büro, die Du beim Shoppen, nie machen könntest.

Es stehen uns mehr Wunder zur Verfügung als wir in einem Leben bereisen und erleben können.

Doch selbst wenn Du ortsgebunden bliebest, könntest Du Universen bereisen! Die Universen Deiner Mitmenschen, die Welten Deiner Mikro- Umgebung, die Welten Deiner Seele …
Frag Deinen Mitmenschen ‚Löcher in den Bauch‘, erlebe deren Denken und Fühlen mit und nach. Guck‘ Ameisen, Bienen, Katzen, Vögeln zu!

Warum dann bitte gibt es Alte die nicht mehr leben wollen? Junge die das Leben satt haben? Menschen die sich langweilen? Menschen die glauben schon alles gesehen zu haben? Menschen die andere langweilig finden?

Bitte! Leb Dein Leben lebendig, neugierig, dankbar, hungrig, interessiert, begeistert, im Kleinen, im Großen, wie immer …
Aber L E B E – im Sinne von lebendig !!!

 


Der siebenmilliardste Mensch …

30. August 2011

… wurde oder wird dieser Tage erwartet, melden heute die Medien.
Natürlich wurde zu diesem Anlass auch wieder das Thema ventiliert, wieviele Menschen dieser Planet ernähren und angesichts unseres Energieverbrauchs- und Umwelt- Wahnsinns, wieviele Menschen er ‚ertragen‘ kann.
Es wird mittlerweile zwar richtig erkannt, dass mit rein pflanzlicher Ernährung keine absehbaren Engpässe erkennbar sind. Wozu es aber gut sein soll, dass diese Nahrungsmittel mit enormem Energieaufwand entwertet – kochen, braten, backen nennen wir das – werden, uns damit mangelernähren und so über 90% all unserer Erkrankungen verursachen, wird nicht erwähnt!
Auch all unsere Wohlstands- ‚Spielchen‘ die uns Glück und Bequemlichkeit verheißen, aber dem Planeten nur Energie kosten und frustrierte Schlaffis zurücklassen sind in der allgemeinen Berichterstattung kein Thema.
Aber als Vorbild für ein wunderbar gesundes und paradiesisches Leben gibt’s ja die unverwüstliche Natur und als kleinen Erinnerer daran, diesen blog! 😉
In diesem Sinne:
paradise your life !

 


Weisheit der Indianer

18. April 2011

Jeden tag
die erde mit den füßen berühren
am feuer sich wärmen
ins wasser fallen
und von der Luft gestreichelt sein

Wissen ein tag ohne die vier
schwester wasser und bruder feuer
mutter erde und vater himmel
ist ein verrotteter tag

Ein tag im krieg
den wir gegen alles
führen

(Dorothee Sölle)