So lange schon …

16. Januar 2020

… schreibe, schreibe und schreibe ich hier, um Menschen weiterzuhelfen.

– Obwohl ich weiß und oft schon erfahren durfte, dass Lebensweichen häufig ganz anders und gern auch nonverbal gestellt werden. In meinem ‚G’schichten vom PAYOLI‘- Buch gibt es so eine Geschichte.

Oft sind es Erlebnisse, Erzählungen, manchmal nur Blicke oder Bilder, Klänge oder Lieder …
Das Leben ist gar vielfältig, meint es aber immer gut mit uns.

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass das Tun, die Stille und die Natur die allerbesten ‚Lehrmeister‘ sind.
Bei Letzteren sind es oft nur Bilder.
Bilder von lachenden Kindern, von steinalten Gesichtern, von knorrigen Bäumen, sprießendem Grün, geschäftig wusselndem Gekrabbel oder Gewinde, von kunstvollen Flügen, Blattformen, Himmelsformationen, Sonnenstrahlen, Mond- und Sternenbildern, von huschenden Schatten oder Wellenspielen.

Ich denke, wer offen und willens ist, kann dieser allgegenwärtigen Fülle so viel entnehmen …
Oder umgekehrt gesagt: Ein Leben reicht nicht aus, um all diese Wunder wahrzunehmen und sie Teil unserer Leben zu machen …
Doch wir bleiben dran. Ok?

 

 

 


REDE AN DEN KLEINEN MANN (4)

4. September 2012

Kleiner Mensch, Du hältst alles klein, um selber nicht so klein zu erscheinen.

Du machst alles Große klein, weil es Dir Angst macht und Dir Deine Kleinheit zeigt.

Du hältst alles Große von Deiner Welt fern.

Als Mutter sagst Du zu Deinem Kind: ‚Das ist nichts für Kinder‘.

Als Professor sagst Du: ‚Das ist nichts für seriöse Studenten‘.

Als Ehefrau sagst Du: ‚Was! Eine Entdeckung hast Du gemacht? Warum gehst Du nicht geldverdienen wie andere auch?‘.

Als Ehemann sagst Du: “Eine neue Idee? Als wären Frauen schon jemals Erfinder oder Entdecker gewesen. Mach uns lieber etwas zu essen‘.

Ich sage Dir, kleiner Mann, Du hast das Beste in Dir verloren. Deine Lebendigkeit und Zuversicht ans Leben. Du ermordest sie, wo immer Du nur kannst …

Sicherlich, die Natur, Deine göttliche, schöpferische Natur, lässt sich nicht immer unterdrücken. Auch Du hast in Deiner Kleinheit manchmal Ideen und Inspirationen. Doch Du wurdest klein gemacht. Deshalb tust Du sie ab. Deshalb hast Du nicht die Kraft und Ausdauer, sie weiter zu verfolgen. Deshalb zerrinnt Dir alles je kreativ Geschöpfte zwischen den Fingern. – Und bestätigt Dich damit abermals in Deiner Kleinheit.

Du wünscht Dir im Geheimen zwar Glück und vielleicht auch Größe. Doch Du hast Angst davor. Du wagst es nicht, etwas zu riskieren. Du wagst keine Herausforderung. Denn Du schätzt Dich gering.

Deshalb setzt Du auf Sicherheit, die es aber nicht gibt.

Du setzt auf Sicherheit, die Dir Schlaue vorgaukeln. Sicherheit, die Du kurzfristig bei anderen beobachten kannst.

Du kennst nicht den Mut des Aufrechten. Du fühlst Dich nur in der Herde, die von den Großen beliebig herumgetrieben wird, Du fühlst Dich nur unter Deinesgleichen, in Deinen vertrauten Gewohnheiten und Niederungen, wohl.

Dabei ist es auch für Große nicht einfach. Jede große Idee will erst einmal realisiert, umgesetzt, zur Marktreife gebracht werden. Das ist oft mühevoll und kostet Zeit und Energie.

Dazu aber haben die Großen auch noch den Gegenwind Deiner Kleinheit, Deines Misstrauens, Deiner Zweifel, Deiner Häme zu ertragen.

Doch wenn es geschafft ist, hast Du es immer schon gewusst, läufst sofort hin und musst es haben …

Deine Kleinheit und Deine Fähigkeit vorauszudenken reicht gerade mal für’s Konsumieren, kleiner Mann, kleine Frau.

Was aber tust Du, während die Großen arbeiten? Du siehst TV, Du spielst Karten und Videogames, Du säufst mit Kumpeln, Du tratscht mit Freundinnen, Du verhältst Dich klein. Du tust Dinge, die Dich klein halten, von denen selbst Dir klar ist, dass daraus nie Großes, Neues entstehen kann. Du hältst Dich klein. Du schlägst Deine Zeit tot. Doch Du bist nicht glücklich. Du wirst in Deiner Kleinheit nie glücklich sein. Denn Glück will erarbeitet, erlebt, nicht erbequemt, sein!

 


REDE AN DEN KLEINEN MANN (3)

2. September 2012

Kleiner Mann, Du bist auf große Menschen stolz. Aber nicht auf Dich!

Du bewunderst Stars, Prominente und Royals und missachtest Dich selber.
Mit der Energie der Großen, mit dem Schwärmen und Bewundern dieser, überdeckst Du Deine eigene Kleinheit.

Du bist es, der sich klein macht!

Du bist Dein eigener Sklaventreiber! Du vergötterst die, die Dich ausbeuten.

Du ziehst den Hut vor Generaldirektoren, Generälen und Regierungsmitgliedern. Vor genau den Menschen, die Dich unterdrücken und ausbeuten.

Wer also ist der Sklaventreiber? Du selber oder sie, die bloß nicht ablehnen, was ihnen an Bewunderung entgegenbrandet?

Aus diesem Kreis kann nur einer Dich befreien: Du selber!
DU musst diesen unseligen Kreislauf durchbrechen.

Du musst Dich lieben und annehmen!

Das kann Dir niemand abnehmen.

Du, kleiner Mensch bist klein, weil Du klein gemacht wurdest und machst alle und alles klein.
Große Menschen müssten sich Dir anpassen, müssten Dir nach dem Mund reden, um von Dir akzeptiert zu werden. Denn mehr als Dein kleines Denken ist für Dich nicht vorstellbar. Deshalb wird alles Neue und Große ersteinmal lächerlich gemacht, verhöhnt, bezweifelt, bekämpft, ignoriert …, einfach klein gemacht.

Würde sich aber solch ein Großer tatsächlich an Deine Kleinheit anpassen, wäre er  nicht mehr groß!

Denn Dein Sinn, Dein Tun, Dein Denken ist klein. Solche Menschen kannst Du akzeptieren und schulterklopfend annehmen. So versuchst Du Große klein zu machen, um nur ja ewig in Deiner Kleinheit verbleiben zu können.

Kleiner Mann, Du bist ein Herdentier, ein Gewohnheitstier.

Jede Veränderung macht Dir Angst, weil Du Dich nicht schätzt. Weil Du Dir nichts zutraust.

Dieses ewige Wiederholen des Vertrauten und Bekannten ist Deine Welt. Ihr müsste sich alles beugen und anpassen.
Jede Abweichung wird bekämpft. Du willst klein bleiben …

Andererseits kannst Du auch niemanden akzeptieren der Dein Freund ist, da Du Dich selbst nicht achtest.

Sollte sich also ein Großer Dir anpassen um das Große im trojanischen Pferd der Anpassung zu Dir, in Deine Welt, zu bringen, lehnst Du ihn samt seiner Ideen erst recht ab. Denn was soll das für ein Freund sein, der nicht in der Dir vertrauten Klein- und Vertrautheit bleibt, sondern solch ungewöhnliche, für Dich undenkbare Ideen hat?

Soetwas macht Angst!

Und wer Angst macht, ist nicht mein Freund, gell!

Du pflegst Weisheiten wie ‚Gleich und gleich gesellt sich gern‘ ohne zu merken, dass und wie sehr Du Dich damit begrenzt. Du trittst auf der Stelle und bringst Dich um neue Eindrücke und Erlebnisse und damit um wirkliches Leben …

Und Du grenzt damit aus, was Dich bereichern könnte …

Das ist der Grund, warum alle großen Menschen einsam sind und immer einsam waren.

Und warum ‚die breite Masse‘ der kleinen Menschen tumb bleibt.