Was uns schon alles gelungen ist

15. Februar 2016

Neben all den Katastrophen die der Zivilisation schon ‚gelungen‘ sind, gibt es doch auch immer wieder Leistungen die man, zumindest für eine begrenzte Zeit für gut hält. Diesbezüglich hat vermutlich jeder so seine persönliche Liste im Kopf.
Eine nette, ganz persönliche Zusammenstellung all unserer ‚gelungenen Veränderungen‘ (von Simon Büchler) erinnerte mich wieder einmal an ‚meine Badewannenkurve‘.

Zuerst einmal seine Liste, was uns schon alles gelungen ist:
redball friedlicher Zusammenbruch der Sowjetunion
redball amerikanische Bürgerrechtsbewegung
redball Aufklärung
redball Frauenwahlrecht
redball Ächtung der Todesstrafe in Europa
redball Ende des Sklavenhandels
redball rechtliche Gleichstellung der ‚Homo- Ehe‘
redball Verhinderung Kraftwerk Hainburg
redball Gründung div. Nationalparks
Roser-Diagrammredball Anti- Atombewegung
redball Anteil der Menschen die in Armut leben konnte in den letzten 20 Jahren halbiert, seit 1820 gesechstelt werden

Soweit, so gut.

– Und so absurd, wenn man sich einmal den Schritt aus dem Zentrum des Wahnsinns, aus der Mitte der Scheuklappen heraus, gönnt. Denn nur für unsere völlig zivilisationsblinde Gesellschaft sind diese läppischen Schrittchen ‚Errungenschaften‘.
Jetzt stell Dir einmal ein freilebendes Tier, einen Bonobo, Dachs oder Regenwurm vor. Ich schreib doch hier immer, dass die weder Krebs, noch Allergien, Asthma, Diabetes oder sonst eine unserer zahlreichen Zivilisationserkrankungen kennen und ganz ohne Kindergartenpädagogen, Pädagogen, Schul- Ärzte und Psychologen ratzfatz lebenstüchtige Junge aufziehen, während unsere ‚head down‘- Generation nach 14 Tagen im Wald tot wäre.
Nun geh diese ‚großartige Liste‘ doch unter diesem Aspekt nocheinmal durch!
Kein, auch noch so ‚dummes‘ Tier hat je ein so krankes System, wie die Sowjetunion es war, geschaffen. – Um dann dessen Zusammenbruch feiern zu müssen.
Welche Tier- Familie, Gattung hätte jemals ihre Artgenossen derartig entrechtet um einer Aufklärung, Bürgerrechtsbewegung oder Wahlrechtsreform zu bedürfen!?

Ja … so könnte man die ganze Liste durchgehen. bis zu den Armuts- Punkten mit ihrem herrlichen Diagramm, auf das man als Vertreter unserer Spezies so richtig stolz blicken kann, gell! 😉
Muss ich dazusagen, dass diese Daten ‚based on the World Bank data‘ sind!? Als hätts vor den Banken, vorm Geld kein Glück, keine Zufriedenheit, keine Paradiese gegeben! Das ist die vorrangig amerikanische Art von Armut in der sich die armen, armen Menschen keinen Hamburger leisten können sondern die herrlichen Äpfel aus dem Garten hinterm Haus essen müssen … 😉

Und das ist genau ‚meine Badewannenkurve‘ mit der ich ursprünglich nur unseren Gesundheitsstatus, unsere Lebenserwartung dargestellt habe. Aber so passierte es in allen Bereichen!
Erst stürzen wir uns ab. Dann bejubeln wir jeden unserer Schritte hinauf als Fortschritt!
Klar, wenn man sich verirrt, freut man sich über jeden Schritt zurück in die richtige Richtung … Aber müssen wir uns tatsächlich so oft verlaufen!?     🙂

Ich will mit dieser Sicht keinesmenschs Leistung schmälern. Aber vielleicht kann sie verdeutlichen was wir uns, einzig aus einem ‚Krone der Schöpfung’s- Wahns heraus, aus präpotenter Missachtung der genialen Natur, alles antun …

 

 

 


Computer, Mode, Auto & Co

10. März 2014

Konsum- KlimbimUnsere Technik ist wunderbar. Unsere Möglichkeiten heute bieten uns eine nie geahnte Fülle an Möglichkeiten. Es ist einfach wunderbar, in dieser Zeit zu leben!

Oder doch nicht?

Hast Du vielleicht früher Deine Kinder öfter gesehen, als Du sie, trotz allgegenwärtigem iPhon, heute erreichst?
Hattest Du früher vielleicht mehr Zeit als heute mit all den schnellen Verkehrsmitteln?
Hast Du vielleicht auch schon mal gedacht ‚Weniger könnte mehr sein‘?

All unsere Errungenschaften sind echtes Futter für’s Hirn, befriedigen unsere Neugier und bringen sowohl Spannung und als auch Bequemlichkeit in unser Leben.
– Vermeintlich! 😉

Doch sie lassen unser Inneres verarmen. Sie vermindern uns unsere Sozialkontakte, machen uns härter, kälter. Sie lassen unserem Mitgefühl, unserer Empathie keine Chance sich zu entwickeln.
Sie lassen unsere Sinne verkümmern.

Ja, tatsächlich! Mit PC- Spielen aufgewachsene Jugendliche haben tatsächlich messbar kürzere Reaktionszeiten.
Aber sie sind es auch gewohnt, auf Tastendruck, auf Mausklick alles sofort zu bekommen, was sie wollen.
Jeder im Handel arbeitende, weiß, dass diese typischen ‚Internetbesteller‘ sozial praktisch nicht mehr erreichbar sind. Sie kennen nichtmal mehr die wenigen einfachen Regeln und nötigen Handlungen um ein Geschäft zu betreten und Auskunft zu bekommen.

Außer dem Seh- Sinn verkümmern die restlichen Inputs in erschreckendem Maße.

Und eine ebenfalls damit einhergehende erschreckende Entwicklung: Je mehr wir innerlich verkümmern, desto wichtiger wird uns das Außen, an das viele sich schon fast panisch anklammern. Seien es Labels, Marken, Moden oder Trends.
Damit steigt auch eine allgemeine (Verlust-)Angst. Denn was einem Primaten, einer Ameise, einem Wolf oder Urmenschen niemand wegnehmen konnte, das in sich Ruhen, die ihn umgebende Natur, ist für Zivilisationsmenschen verschwunden. Was bleibt sind, die bloß falsche Sicherheit gebenden, Außen- Identifikationen.

Man könnte sagen: ‚Kulturen kommen und gehen, erfreuen und enttäuschen, die Natur aber bleibt‘.

Das Fatale an der Rastlosigkeit unseres Gehirns ist, dass wir diese Unsicherheit, diesen Kick ‚brauchen‘. Unser Gehirn ist sozusagen süchtig nach dem, was uns körperlich kaputt macht. Denn jeder Stress, jede Angst kostet uns Energie, schwächt uns und unser Immunsystem.

Ist es mittlerweile nicht so, dass nur gefördert, gepusht wird, auf ‚den Markt kommt‘, was neu, innovativ ist, das ‚etwas‘ ist? Aber nie etwas, das ’nichts‘ ist, das wir weglassen könnten und sollten!
Dabei ist mit allen Sinnen erlebbar, dass wir im Zuviel leben und uns nur eine Reduktion, die in Wahrheit eine Bereicherung wäre, gut täte.

Studien zeigen mittlerweile, dass Kinder aus Waldkindergärten, in denen es keine Spielsachen, keine ‚Stundenpläne‘ gibt, die sozusagen ’stinkfad‘ sind, die Persönlichkeitsentwicklung enorm fördern.
Und eine US- Studie belegt, dass das Ich- Bewusstsein und damit die Ich- Stärke die letzten 50 Jahre kontinuierlich abgenommen hat. Nach Obengesagtem ist wohl klar, dass damit auch die Abhängigkeiten von Äußerlichkeiten und Verlustängste ähnlich kontinuierlich zugenommen haben.

Was bliebe mir da sonst noch, als Euch zum x- ten Mal aufzufordern:

paradise your life ! 😉

 

 

 


Glücklich ohne Denken

23. Januar 2014

Dieser Titel ist natürlich scherzhaft gemeint, enthält aber ein Körnchen Wahrheit über das ich heute erzählen möchte.
Ich versuch sozusagen nochmal die Quadratur des Kreises. Ich versuche mit (logischem) Denken für’s Nichtdenken zu werben 😉

Wer ‚Katastrophen in Folge‘ nicht gelesen hat oder es noch immer nicht glauben kann: Wir sollten uns mit unserer Fähigkeit zu Denken nicht privilegiert, sondern fast schon gestraft fühlen. Denn kaum eine Erfindung, eine Idee, eine Errungenschaft hielt dauerhaft, was wir uns von ihr erwartet hatten.
Ganz im Gegenteil! All diese Errungenschaften wurden zu Selbstschüssen, die bloß viele noch immer nicht als solche erkennen.
Deshalb postuliere ich:
Je weniger wir denken, desto mehr SIND wir, und desto besser ist das für uns, – und die Mitwelt!
Das kannst Du vermutlich nicht sofort so annehmen, denke ich.

Ich geb Dir zwei Beispiele:
Du kennst doch sicherlich auch den Effekt, dass einem oft ein Begriff, ein Wort, ein Name nicht und nicht einfallen will. Wir zermartern uns das Hirn, durchforsten es, denken und denken. Aber es will uns partout nicht einfallen.
Dann gehen wir aufs Klo oder befassen uns mit etwas anderem und – zack! – das Wort ist da!
Es ließ sich also durch Denken nicht hervorholen, war aber durch Nicht(daran)denken sofort da. Ist nun das Denken gut oder das Nichtdenken zielführender!?

urzeitbierZweites Beispiel:
In inserer ganzen Jahrmillionen langen Evolutionsgeschichte wurde nie geplant, gedacht. Kein Einzeller wünschte sich je mit anderen Einzellern zusammen ein höheres Wesen zu bilden oder an Land zu gehen. Dennoch passierte es!
Kein Saurier dachte je: ‚Es müsste schön sein, sich zu einem süßen, fiederflauschigen Zwitscher- Vogerl zu entwickeln‘. Dennoch passierte es!
Kein mausähnliches Säugetier dachte je ‚Wie nur, kann ich zu einem Primaten oder gar zur ‚Krone der Schöpfung‘ werden?‘. Dennoch passierte es!
Und frag alle Wissenschafter, einigermaßen Denkenden und Sehenden! Sie alle werden Dir bestätigen, dass es nichts besseres, effizienteres und genialeres als die so entstandene Natur gibt.
War nun das Denken der Antrieb für all diese größten Naturwunder dfie wir kennen oder das Nichtdenken!?

Oder die alte Weisheit eine Entscheidung ‚zu überschlafen‘! Denken oder Nichtdenken?
Oder all die erfolgreichen (Geist-)Heiler, die sich nicht zufällig als Kanal einer höheren Kraft fühlen! Sie alle wissen: Je mehr sie sich zurücknehmen, je weniger sie denken, je weniger sie sich vorstellen, sich wünschen, um so besser funktionieren die ‚Höheren Mächte‘.

Demnächst verrat‘ ich Dir einen weiteren seeeehr wichtigen Grund, warum wir nicht denken sollten.

 

 

 


Das dickste Buch der Welt …

2. Januar 2014

Megabuch… wenn es überhaupt zu schreiben wäre, wäre zweifellos das über all die Blödheiten, die Menschen sich schon geleistet haben.

Auf diese Idee kam ich kürzlich, als ich eine nur 5 minütige Radiosendung hörte, in der aufgezählt wurde, was Menschen schon alles Katzen angetan haben um irgendwelche Teufel auszutreiben, Hexen zu bannen und zahllose Unglaublichkeiten mehr.
Von lebendig Einmauern und Verprügeln, über Ertränken bis zum Runterwerfen von hohen (Kirch-)Türmen war da alles – natürlich mit christlichem, Teufels- oder Aber- Glauben ‚wohlbegründet‘ – dabei. Bevorzugt fanden diese, u.a. auf Hildegard von Bingen zurückgehenden, Grauslich- und Sinnlosigkeiten zu christlichen Festtagen, wie Johannes statt.

Doch auch die Liste der Erklärungen für diverse (selbstverursachte) Erkrankungen – von Dämonen, über Besetzungen bis zu Flüchen – ist schier endlos.
Auch heute noch, in dieser vorgeblich aufgeklärten Zeit, sind vielen Leuten als Erklärung immer noch Vererbungen, Zufälle und frühere Leben weitaus lieber und näher als ganz offensichtliche Selbstverursachungen.

Die Liste der menschlichen Irrungen ließe sich mit dem sinnlosen Hygiene- Wahn, den grottenfalschen medizinischen Diagnosen bis hin zum Glauben an die Richtigkeit und Unabwendbarkeit all unserer Erkrankungen weiterführen. Ein solches Buch würde an Umfang tasächlich alle Rekorde brechen.

Nicht zu vergessen, all die ursprünglich bejubelten Erfindungen und Entdeckungen deren Nach- und Nebenwirkungen erst nach und nach uns und die Welt ruinierten bzw. als schädlich erkannt wurden.
Dazu zieht jede Erfindung, jede Entdeckung und Errungenschaft zahllose weitere Produkte samt deren Schadfolgen nach sich …
Nicht zu übersehen die Ursachen- Ketten , dieses ‚Sich-Verselbständigen‘ von z.B. Erfindungen. Deren Nach- und Nebenwirkungen müssen behoben werden, wodurch meist neuerliche Probleme entstehen, die wiederum erkannt und bereinigt werden müssen, usw.
Diese Bündel an selbstverursachten Problemen beschäftigen uns mittlerweile rund um die Uhr, sodass wir für ein Paradies- Leben ‚leider, leider‘ gar keine Zeit mehr haben … 😉

Dennoch halten wir uns sicherlich weiterhin für die Krone der Schöpfung, werde ich weiterhin böse mails bekommen, dass wir doch [empör, empör] keine Tiere sind (was sogar biologisch falsch ist) und weiterhin Kriege gegen Tiere, Pflanzen und Menschen führen, anstatt paradiesisch zu leben, wie diese ‚dummen, dummen‘ Tiere, die niemanden etwas zuleide tun, die Welt so lassen wie sie ist und dennoch gut damit leben …