Unsere blinden Flecken

21. März 2013

blindEinerseits ist es ja gut verständlich, dass man eine Welt, in die man hineingeboren wurde, in die man von kleinst an hineinsozialisiert wurde, an deren Absonderheiten man sich lange und ausführlich gewöhnte, für völlig normal, wenn nicht sogar für die einzig mögliche Welt hält.
Andererseits zeigen Menschen, die vorgeben besonders wissenschaftlich oder kreativ zu arbeiten, oft besondere Betriebsblindheiten unserer Zivilisation gegenüber.

Da werden die Ursachen von Problemen oder Erkrankungen oft weit von sich gewiesen, obwohl mit nur wenigen Mausklicks gezeigt werden kann, wie sehr das betreffende Problem mit dem Zivilisationsgrad korreliert.
Da werden Ursachen, die oft einfachst beseitigt werden könnten, einfach ignoriert und das Problem als unverrückbar existent erachtet.

Eine besonders absurde Sendung war kürzlich zum Thema Essstörungen im Radio zu verfolgen. Eine Runde aus Experten, Medizinern, Psychologen, Betroffenen, Angehörigen und Therapeuten versuchte sich dem Themenkreis Bullimie und Magersucht anzunähern.
Es lief alles sehr entspannt, easy und glatt bis eine Zuhörerin zugeschaltet wurde, die es wagte, zu mutmaßen, dass es sich dabei um gesellschaftliche Probleme handeln könnte. Da – der Hausverstand lässt grüßen – es diese Probleme früher nicht gab und auch aus anderen Kulturen nicht bekannt seien.

Booooaaaaahhhhh! Da ging dann die Post ab!
Sofort mauerte die ganze Expertenrunde sich ein, sicherte sich gegenseitig und unterstellte dieser ‚Außenfeindin‘ Schuldzuweisungen, obwohl diese ausschließlich von möglichen Ursachen gesprochen hatte.
Der Mediziner trat als heroischer Retter der Ehre einer Magersüchtigen- Mutter auf. Die psychologin dozierte minutenlang über die vielen Tests die mit der Familie gemacht wurden und die allesamt keine Mitursachen ergaben. Eine Betroffene verwehrte sich natürlich vehementest dagegen, dass mit ihr bzw. ihrer Sozialisation etwas nicht stimmen könne; sie wäre eine ganz normale Frau, die eben von dieser heimtükischen Krankheit erfasst worden war. Und schließlich bewies – Logik komm heraus, Du bist umzingelt! – die Therapeutin, dass Außenursachen nicht relevant sein können, da sonst ja die Therapien nicht wirken würden …

Liebe Leute, solch ein bescheuklapptes Verhalten ist einfach nur lächerlich!
Deshalb, bewahrt Euch bitte den ‚weiten Blick‘! Guckt öfter mal zu anderen Kulturen, in die Natur, zu den freilebenden Tieren! Oder auch nur in andere Familien!
Man braucht nur wirklich hinzusehen! Mit Abstand hinsehen!
Stell Dir vor, Du bist eben erst gelandet und siehst Dir all dieses Tun und Treiben völlig offen und interessiert an.
Ich verspreche Dir, mit diesem Blick wird Dir kaum eine Ursache verborgen bleiben.

Oder um es noch paradiesischer anzulegen, noch weniger zielgerichtet: Lebe einfach naturrichtig! Und Du kannst alle Probleme getrost vergessen … 😉

 


Essstörungen sind auf dem Vormarsch

16. März 2011

Laut Medien leidet bereits jede zehnte junge Frau an Essstörungen. Die Tendenz ist steigend.
Das wird häufig von den Menschen genauso für krank gehalten bis verurteilt wie dünne Models. Gerne und schnell wird von einem neuen, kreierten Schönheitswahn gesprochen.
Sieht man aber genau hin könnte es auch umgekehrt sein bzw. spiegeln diese Mädchen bloß die Probleme unserer Gesellschaft die da wären:

    a) generell nicht artgerechtes, um nicht zu sagen krankes, Essverhalten und
    b) gesellschaftliche Konventionen, die freie Sexualität verhindern

Nicht zufällig sind genau das die beiden Gründe, warum junge Frauen an Essstörungen leiden können.
Sie wollen dem üblich kalorienreichen und damit dickmachenden Essen entkommen und verirren sich in abstrusen Diäten oder sie haben Probleme, solch eine Frau zu werden, wie die Gesellschaft sie ‚vorzeigt’.
Mich wundert beides nicht!
Von Schönheitswahn kann m.E. keine Rede sein! Es ist normal, natürlich und wunderbar, schön auszusehen oder schön sein zu wollen.
Und nicht die Mädchen sind einem Schönheitswahn oder einem irrigen Schönheitsideal, sondern die Gesellschaft ist selten übergewichtig und einem Konsum- und Esswahn, verfallen.
Die Mädchen machen bloß EINEN Fehler: Sie wollen das gesunde und artgerechte Ideal mit den falschen Mitteln erreichen und enden in Hungerperioden, in der Bulimie (Ess- Brech- Sucht), bei unzähligen gesundheitsschädigenden Diäten oder in der Magersucht.
Beides aber – sowohl das Ernährungs- als auch Sexualitäts- Thema – wären so einfach richtig und befriedigend zu leben.
Beides ist bei ursprünglich lebenden Ethnien, bei den uns so ähnlichen Primaten, kein Problem.
Beides war all die Jahrmillionen der Evolution nie auch nur irgend ein Problem.
Erst unsere Gesellschaft und Zivilisation hat diese Problem ‚erfunden’ und geschaffen.
Was also einfacher und besser, als wieder zu einer ursprünglichen, naturnahen, naturrichtigen und artgerechten Lebensweise zurückzukehren? – Zu einer ‚paradise your life’- Lebensweise!
Was einem ‚dummen’ Affen gelingt, sollte doch auch der ‚Krone der Schöpfung’ möglich sein! 😉
Einfach alle Herrlichkeiten unverfremdet und unverarbeitet genießen! Nahrungsmittel genauso wie ‚menschliche Genussmittel’!
Für beides braucht man sich bloß einmal der vielen kranken Verfremdungen bewusst werden, die wir all den wunderbaren Dingen rund um uns antun.
Danach ist es relativ einfach sich an den Naturgeschenken zu erfreuen. Die paar Tricks, der es dazu bedarf gibt es immer wieder hier im blog!