Demokratische Wahlen

13. September 2017

Kaum ein Fußgänger würde einem entgegenkommenden den Vogel zeigen. In der Anonymität des Autos sind solche Zeichen keine Seltenheit.
Niemand würde in einem persönlichen Gespräch dem anderen Dinge an den Kopf brüllen, die in Hass- postings gang und gäbe sind.
So wunderbar bereichernd das jüdische Gedankengut sich auf die Europäische Kultur auswirkte so erbärmlich brutal verhält sich der Staat Israel.
Dreier Beispiele kurze Aussage: Bietet man den dunklen Seiten der Menschen Möglichkeiten sich auszuleben, so tun sie das leider nur zu oft und ausgiebig.

Nun stehen in Österreich wieder einmal Wahlen vor der Tür und alle, alle plappern gedankenlos nach, dass die Demokratie die beste aller Regierungsformen wäre.
Ich sehe in diesen anonymen Wahlen und in diesem Aufrufen von Stellvertreter- Tätern, wie das Parteiensystem es vorsieht, ein weiteres tragisches Beispiel zu den oben aufgezählten.

Wer bitte würde einem Flüchtling der ohnehin schon fast alles verloren hat persönlich die Grausamkeiten entgegenhalten die man jetzt in der Wahlkampfrhetorik wieder und wieder hören muss und die hochwahrscheinlich auch zu einem Wahlerfolg führen werden!?
Ich denke, immer noch viel zu schnell und leicht kippen Menschen in destruktives Verhalten, als dass man ihren niedigen Trieben auch noch die Anonymität als Bühne zur Verfügung stellen sollte …

Menschen sind wunderbare Sozialwesen, die jahrmillionenlang in harmonischen Sozialverbänden geübt und gelernt haben sich gegenseitig, letztendlich zum Wohle aller, zu helfen. Diese liebevollen und konstruktiven Eigenschaften sollte man wieder vermehrt fördern.
Wir brauchen persönliches Kennenlernen und Direktkontakt, ruhiges Überdenken und ‚In-sich-hinein-spüren‘. Nicht hetzende Medien und Parteiveranstaltungen!

Anonymität muss nicht zwangsläifig negatives Verhalten fördern.
Das Milgram- Experiment beispielsweise, in dem Menschen dazu gebracht wurden anderen (vermeintlich) schmerzhafte Stromstöße zu verabreichen, zeigte, wie sehr Menschen manipulierbar und zu Bestialitäten fähig sind.
Im Gergen- Experiment hingegen, in dem Menschen in absolut dunklen Räumen Anonymität zugesichert wurde, zeigte sich, wie bereitwillig und gerne sich Menschen für Berührungen bis Zärtlichkeiten öffnen können. Kündigt man jedoch eine nachfolgende Vor- und Gegenüberstellung der Teilnehmer an, bleiben alle in ihren gesellschaftlich sozialen Distanzen gefangen.
Von so, oft kleinen Einflussgrößen ist unser Verhalten abhängig!
Damit gäbe es auch für politische Wahlen noch einige Rädchen zu drehen, um positive Ergebnisse zu erzielen. Noch haben wir diese leider nicht …

 

 

 

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ICH (3)

21. Mai 2015

Die Beiträge ICH und ICH (2) haben sehr viele Reaktionen hervorgerufen. Deshalb reiche ich heute noch ein Wissenschaftliches Argument nach.

Benjamin LibetSeit den 1980er- Jahren ist das Libet-Experiment, des US- amerikanischen Physiologen Benjamin Libet, bekannt und wurde bis heute immer wieder wiederholt und überprüft.
Es zeigt in einer Mess- und Versuchsanordnung, dass (200ms) VOR Entscheidungen, die die Versuchspersonen frei zu treffen meinen, bereits die Entscheidung im Gehirn getroffen wurde und nachweisbar ist.
Das heißt, es gibt nicht nur dieses ICH nicht, sondern auch nicht seinen so hochgelobten ‚freien Willen‘!
Denn die Erklärung des Libet-Experiments ist, dass unsere Entscheidungen aus einer Summe von Außenimpulsen und ‚Altdaten‘ getroffen WIRD.
Wir sind sozusagen bloß das Fass in dem alles zusammenläuft und das irgendwann überläuft, egal ob durch einen letzten Tropfen oder ob ein Vogel drinnen badet, egal ob das Fass dicht oder löchrig ist.

Das ist also übrig geblieben von unserem ICH und unserem Freien Willen: Nichts!

Doch das sollte uns nicht enttäuschen. – Obwohl, im Wort- Sinne, sollte es uns sehr wohl ent- täuschen! Denn das ICH ist eine Täuschung und alle Wesen außer dem Menschen leben bestens mit ihrer ICH- Losigkeit.
Oder was meinst Du, wer die besseren Karten hat: Das Blatt oder Holzstück das auf den Wellen treibt? Oder der Schwimmer der immer rudern muss und immer wieder Angst vorm Ertrinken hat?
Der Baum, der von dem lebt was ihn umgibt oder ein Mensch mit seinem Raffen und seinen Existenzängsten?
Eine Krähe die sich grenzenlos die Welt ansehen kann oder Zivilisationsmenschen die sich ihren Flug monatelang erarbeiten und die Formalitäten und Kontrollen ertragen müssen?       😉