Die payoli- Sinne: Das Auge

18. Dezember 2013

[payoli- Gebetsmühle an] Wir alle leben in Körpern die mit denen der Primaten zu 98,6% ident sind. Deshalb brauchen wir für ein gesundes und glückliches Leben, das die Primaten haben/ uns vorleben, auch die Dinge die Primaten brauchen, sollten wir das tun, was Primaten tun.
– Aber maximal zu 98,6%, gell! 😉
[payoli- Gebetsmühle aus]

payoli-augeSehen wir uns doch einmal unsere oder die Augen unserer Mitwesen an!
Was für Wunder an Schönheit und Funktion!
– Zumindest bei Jungen oder freilebenden Tieren! Denn gerade die Augen spiegeln sehr schnell und deutlich auch den Lebenswandel der jeweiligen Person …

Sehen wir es mal ganz praktisch:
Warum sind wir vielfach fehlsichtig, Affen aber nicht?
Warum brauchen wir Brillen, Affen aber nicht?
Warum sehen wir vieles nicht, das Affen sehen?
Was läuft bei uns falsch? Was ruiniert uns unsere Augen?
Was machen die Affen richtig? Was hält deren Augen fit-all und vital bis zuletzt?

Die höchst einfache Antwort: Das Scharfstellen, das Fokussieren unserer Augen passiert über Muskeln.
Unsere Muskeln sind untrainiert, degeneriert und schwach.
Die Augenmuskeln der Primaten aber sind (lebens)trainiert und kräftig.

Und warum dieser Unterschied!?
Das Leben der Primaten ist (auch optisch) höchst abwechslungsreich. Sie beobachten ständig ihre ständig sich verändernde Umgebung, sowohl durch ihr Umherziehen, durch ihre Baumkronen- Erdboden- Wechsel, als auch durch ihr Gruppenleben, in dem ständig spannende Bewegung und Begegnung ist. Nicht zuletzt bewegt sich selbst ihr ‚Hintergrundbild‘ in Form von windbewegten Blättern, Ameisen, etc. ständig.

Und bei uns? Bei den Menschen? In der Zivilisation?
Primär gleiche, unveränderte Blick- Abstände/ Fokussier- Weiten! Egal ob wir Zeitung oder ein Buch lesen: immer nur EIN Abstand!
Egal ob wir TV oder Film gucken: Stundenlang EIN Abstand!
Egal ob wir Bildschirm- oder Papier- arbeiten: stundenlang nur EIN Abstand!
Selbst unsere Kinder sehen nur die sterilen und statisch unveränderten Einfärbigkeiten der Kinderzimmer. Während Affenkinder dem hochkomplexen Schattenspiel, den zahllosen Blattbewegungen in den Bäumen, den Wolkenbildern, dem aktiv bewegten Gruppenleben folgen können …

Und was braucht das Auge, wie wir von den nie fehlsichtigen Affen wissen?
Ständigen Abstandswechsel! Bewegung! Immer wieder sich ändernde Fokus- Weiten! Ständig sich bewegende Bilder!
– Und zwischendurch Augen- Ruhepausen!

Doch selbst die kriegen Zivilisationsmenschen, trotz ihrer Faulheit, nicht!
Sie machen sich sogar die Nacht zum Tag und halten das auch noch für Fortschritt!
– Naja, stimmt ja auch! Brillen sind eben fortschrittlich 😉
Nur ‚dumme‘ Affen haben keine wunderbar intellektuellen Brillen! Galten doch lange Zeit Brillenträger als ‚Studierte‘ 🙂

Was wir gegen Fehlsichtigkeit tun könnten?
Zum Beispiel jede Menge Augenübungen machen!:

redball Wir könnten minutenlang fern- nah- fokussieren.
redball Wir könnten unserem sich immer schneller bewegenden Zeigefinger nachsehen.
redball Wir könnten palmieren.
redball Wir könnten die geschlossenen Augen kreisen.
redball Wir könnten mit Maximalfrequenz blinzeln.
redball Wir könnten Augenspülungen machen.
redball Wir könnten …

Oder wir könnten einfach abwechslungsreich, das heißt wirklich lebendig leben! 😉
Manche sagen dazu auch ‚paradiesisch leben‘. In neudeutsch:

paradise your life ! 😉

 

 

 


Grobsichtigkeit

8. Mai 2012

Jeder Optiker, Augenarzt, Fehlsichtige kennt Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, ev. noch Astigmatismus.
Kaum jemand kennt diese eklatante Fehlsichtigkeit, die wir fast alle haben: Die Grob- oder Vordergrund- Sichtigkeit.
Sie lässt uns nur das Gröbste, Offensichtlichste, Vordergründigste, nicht aber die Feinheiten und wirklichen Wichtigkeiten sehen.

Zwei Beispiele:
Wir sitzen im Kino, sehen eine Handlung, sehen Darsteller, sehen bewegte Bilder. Kaum beginnt der Nachspann springen wir auf, laufen raus und diskutieren die Handlung, das Aussehen der Darsteller, die Ausstattung, etc.
Doch das Wichtigste an all dem war, DASS es diesen Film überhaupt gibt, dass soviele Leute soviel Arbeit, know how, ‚Handwerk‘, Engagement da reinsteckten.
Ohne diesen Film, ohne die dahinterstehende Technik wäre alles nicht dagewesen, hätten wir nichts erlebt, hätten wir nichts (Oberflächliches) diskutieren können.

Wir sitzen im Auto, fahren dahin, reden über das bald erreichte Ziel, über die vorbeiziehende Landschaft oder Belangloses. Das Auto, Gaspedal, Lenkrad, die Straße und Tankstelle sind so selbstverständlich wie unser Atmen oder Herzschlag.
Doch ohne die vielen Vor- Arbeiter, die Techniker, Erfinder, Konstrukteure, Fließbandarbeiter, Straßenbauer, Pipeline- Verleger, und, und, und gäbe es kein Autofahren.

Ebenso – eigentlich irrational – fehlsichtig verhalten wir uns unserem Körper, unserem Leben gegenüber.
Das Wichtigste an unserem Erleben, DAS LEBEN, nehmen wir für selbstverständlich, schätzen es viel zuwenig und ignorieren es in der Regel lebenslang.
Doch all unser Erleben, alle Hobbies, alle Freuden, alle Sinne, alles Spüren, Lieben, Sehnen, Trachten, Erfüllen fußt auf und braucht das Leben, die Lebendigkeit.
Wir machen uns kaum je Gedanken über die unzähligen hochprofessionellen und emsigen ‚Helferlein‘ im Hintergrund. – Die aber auch ihre Bedürfnisse haben und beachtet und gut versorgt werden wollen.

Wir ignorieren sie nicht nur. Wir erachten ihr Tun für selbstverständlich. Wir verschwenden nicht auch nur einen Gedanken an deren Bedürfnisse. Wir springen sozusagen auch hier schon vor dem Nachspann auf und würdigen nicht nur nicht tagtäglich deren Tun, sondern missachten völlig unsere logischerweise vordringlichste Aufgabe: Dankbar und verantwortungsvoll für die dazusein, die uns all unsere Wunder, all unser Erleben ermöglichen.

Wir können gerne, und tun es auch ausgiebigst auf unsere Lebensinteressen, Hobbies, Aufgaben und Vergnügungen fokussieren. Doch all das gäbe es nicht ohne ‚den Hauptakteur‘: Unser Leben. Und dieses kann schneller weg oder kaputt sein, als wir denken.

Das wird anders, wenn Du Dich durch diesen blog liest und einiges davon beherzigst und umsetzt! 🙂