Zu- Fall

11. September 2014

Ich radle die Traisen entlang. Wunderbares Wetter, erfrischendes Wasser. Da seh ich einen Wegweiser zur ‚Seedose‘. Hä? Eine ‚Seedose‘?
Ich fahr‘ hin, Ein Restaurant! Daneben eine alte ausrangierte Telefonzelle die als kostenlose Buchtauschbörse dient.
Eine wunderbare Idee, denke ich. Ich öffne die Tür und seh sofort, da stehen fast nur Simmel, Konsalik & Co …
StettbacherSchon im Weggehen streift ein sehr schmalbrüstiger lila Buchrücken meine Augen. Ich zieh das Bücherl heraus und lese ->

Ich blättere das kleine Buch durch und treffe immer wieder auf sehr spannende Sätze und Aussagen. Ich nehme es mit.
Jetzt bin ich auf Seite 38 von 200 und habe als notorischer Unterstreicher und Markierer fast schon alles Gelesene markiert 😉

Die erste Seite möchte ich auch Euch ans Herz legen. Ich finde dieser Autor schreibt das so schön (die Hervorhebungen sind von mir):

Ein Mensch, der einmal erfahren durfte, wie wertvoll beschützendes, verstehendes, schöpferisches Tun sein kann und wie lustvoll friedliches, erkennendes Zusammenleben ist, wird dieses Leben erhalten wollen und seine Kräfte dafür einsetzen.
Offensichtlich sind wir noch nicht so weit. Die zerstörerischen Aktivitäten bedrohen uns und alle anderen Bewohner unseres Planeten. Unbestreitbar ist der Mensch zur Zeit das Lebewesen mit der größten Macht auf Erden. Diese Position hat er sich durch sein Lernvermögen, seine Vermehrung und durch seine Fähigkeit zur Gruppenbildung verschafft. Es ist aber auch der Mensch, der durch sein Verhalten, durch den Umgang mit den anderen Lebewesen und Dingen, das Leben auf dem Planeten Erde am meisten gefährdet. Diese Tatsache sollte uns dazu anregen, unseren Umgang mit Mensch und Natur zu überdenken und zu verändern. Das Fehlverhalten von uns Menschen muß Gründe haben, die zu erkennen und zu korrigieren sind.
Der einzelne Mensch entscheidet über sein Handeln und muß sich als Erwachsener dafür verantworten und die Folgen tragen. Wenn er nicht zu Mißhandlungen verleitet wurde, wird er sinnvoll handeln.
Warum haben wir so große Mühe, sinnvoll zu leben? Alle Grundlagen dazu sind ja vorhanden. Jeder einzelne kann nicht mehr als seine natürlichen Bedürfnisse befriedigen. Diese sind nicht unersättlich, solange sie natürlich sind, d.h. solange die primären Bedürfnisse nicht zu Perversionen gemacht wurden.

An den vielen ‚ß‘ und den ‚Perversionen‘ siehst Du das das Buch nicht mehr das Jüngste ist. Es ist tatsächlich schon ein viertel Jahrhundert alt. Um so trauriger, wie wenige Menschen noch immer von diesen ‚paradise your life‘- einfachen Zusammenhängen wissen …

 

 

 


Brustkrebs

11. April 2010

Vielleicht seh ich das Thema als Gesundheitstrainer etwas zu verzerrt, halte aber neben der Atomgefahr, der Gentechnik, der Klimaerwärmung und dem Finanzwahnsinn die derzeitige Menschenverdummung für unsere schlimmste Bedrohung.
Was meine ich damit?
Dass Zivilisationsmenschen sich falsch ernähren und zuwenig bewegen ist schlimm genug und bereits bekannt. Getoppt wird dieser Wahnsinn zur Zeit aber damit, dass Tausende selbsternannte Trainer, Therapeuten und ‚lauwarme‘ Ernährungsberater und Seminarleiter als angeblichen Ausweg aus dieser Misere – meist auch noch sündteures – Halbwissen anbieten.
Und was ist das Ergebnis?
Da es sich bei den vermittelten Maßnahmen praktisch immer nur um ‚Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass’- Rezepte handelt, die kaum etwas nützen, kippen bald auch die paar Änderungswilligen ins letargische ‚Es hat alles keinen Sinn’, da sie brav alles Gelernte befolgen und dennoch kaum Erfolge bemerken werden bzw. dennoch noch immer krank werden, kaum oder nur mühsam Gewicht verlieren.
Auch die Schulmedizin reitet genau diese Linie. Ja, sogar noch schlimmer. Denn bei ihnen reduziert sich Prävention überhaupt nur auf möglichst häufige und gründliche Untersuchungen und screenings.
Da werden Ganztagesveranstaltungen nur zum Thema Brustkrebs abgehalten, die absolut nichts bringen.- Außer volle Praxen und Krankenhäuser natürlich!
Hier solch ein Tagesprogramm (leider kein Scherz!):

  • Begrüßung & Moderation
  • Brustkrebsvorsorge – ab welchem Alter und wie oft?
  • Die zentrale Rolle der Chirurgie bei der Behandlung von Brustkrebs
  • Welche Informationen bringt die Gewebsanalyse?
  • Den Krebs ein für alle Mal besiegen: Strahlentherapie
  • PAUSE
  • Den Krebs ein für alle Mal besiegen: Medikamentöse Therapie
  • Wie beeinflusst die Brustkrebstherapie das Wohl der Patientinnen?
  • Wiederherstellung der Mobilität – Was bringen Physiotherapie und Rehabilitationsmaßnahmen?
  • Kann Hormonersatztherapie in den Wechseljahren Brustkrebs fördern?
  • Dabei wäre es so einfach!
    Frauen sind ja vernünftig(er als Männer)! Statt eines ganzen angstmachenden komplizierten Tagesprogrammes das thematisch viel zu spät ansetzt, ein halbes Dutzend Verhaltensregeln und das wär’s!
    Gerade die Brustkrebs- Raten korrelieren eindeutig mit dem Zivilisationsgrad, was nichts anderes heißt, als dass er selbst
    (mit)verursacht ist, – unwissend natürlich. Oder umgekehrt gesagt, durch eine natürliche Lebensweise leicht vermieden werden könnte.
    Doch allein schon die Angstmache, u.a. durch die Bewerbung der Vorsorgeuntersuchungen ist mehr als problematisch, wenn nicht überhaupt ein (Teil-)Mitverursacher dieser Erkrankung.
    Siehe auch Pöse, pöse Medizin und Die Bombe in Dir