Der ‚ewige‘ Hunger

24. Juni 2012

Wer Hunger hat, muss essen bis er satt ist. Früher gibt sein Körper keine Ruh‘.
So einfach, so Fakt.

Das hat sich im Laufe der Evolution so rausgebildet. Das war lebensrettend und -erhaltend. Wer nicht ausreichend aß, wer seinen Körper nicht ausreichend ernährte war geschwächt und hatte geringere Überlebens- und Fortpflanzungs- Chancen.

Bloß: Wir haben nur EINEN Hunger!
Niemand kann unterscheiden zwischen einem Kohlehydrat- und Eiweiß- Hunger, zwischen einem Vitamin- und Spurenelemente- oder zwischen einem Selen- oder Kupfer- Hunger.
Solange dem Körper etwas fehlt ruft er: ‚Hunger!‘

Das klappte in der freien Natur recht gut. Denn in naturnaher Nahrung ist so ziemlich alles enthalten was wir brauchen. Spätestens beim nächsten Baum, bei der nächsten Nuss oder Wurzel war unser leeres Depot wieder aufgefüllt.

Womit unser Körper nicht rechnen konnte ist, dass wir uns derzeit so penetrant mangelernähren!
Da hilft es auch nicht nach dem McDo noch ins Schnitzelhaus und danach noch zum Würstelstand, als Abschluss vielleicht in eine Konditorei zu gehen. Überall herrscht Mangel an Vitaminen, Spurenelementen, Enzymen, etc.
Überall gibt es primär Fett und Zucker, – also Kalorien.

Deshalb verwechseln wir mittlerweile auch Hunger mit ‚Vollgestopft- Sein‘.

Wirklicher Hunger verschwindet sobald der Körper den Mangel als ausgeglichen erkennt. Dazu muss der Magen nicht unbedingt gefüllt sein.

Unsere heutigen Hunger sind praktisch immer nur leere Mägen. Doch – siehe oben – selbst deren Auffüllen hilft nichts. Mit (gekochter oder anders entwerteter) Zivilisationskost sind und bleiben wir mangelernährt! Und stolpern von einer Kalorien- Orgie zur nächsten …

So einfach funktionieren wir. Und doch so schwierig kann es in dieser verrückten Gesellschaft sein, seinen Körper zufriedenzustellen.

Tragischer Weise bleibt dieser Wahnsinn nicht auf das Essen beschränkt. Ganz nach Hermes Trismegistos‘ ‚Wie oben, so unten, wie innen, so außen‘ kann man denselben Effekt überall in unserer Gesellschaft beobachten.
Egal warum Kinder weinen, sie bekommen das Zuckerwasserfläschchen oder den Nuk.
Egal was wir machen, wir enden im Stress.
Egal was wir brauchen, es wird geshoppt.
Egal was weh tut, der Arzt unterdrückt die Symptome.
Egal was uns fehlt, wir brauchen erstmal (mehr) Geld …

Könnte es vielleicht sein, dass unseren Leben – analog zur Mangelernährung – ‚bloß‘ die natürlichen Abwechslungen und die Vielfalt fehlen? 😉

 


Schönheit (2)

23. November 2011

Kürzlich habe ich behauptet, es wäre möglich den Alterungsprozess rückgängig zu machen.
‚Das ist natürlich Unsinn!‘ – wirst Du meinen.

Ich sage Dir, das ist das Logischste und Selbstverständlichste der Welt.

Denn das Leben, unser Körper, die Natur funktionieren so einfach, dass wir verkopften Zivilisationsmenschen uns das gar nicht mehr vorstellen können.
Zugegeben, wir sind ein selten hochkomplexes Wesen. Doch dennoch sind die Grundprinzipien höchst einfach.

Um das zu verstehen, muss man sich ersteinmal verabschieden von der üblichen, aber grottenfalschen mechanistischen Weltsicht.
Uns stehen mittlerweile Maschinen näher als die Biologie. Und aus der Technik, aus unseren Erfahrungen mit Autos, Haarföhns, mit TV- Apparaten, Computern, Kinderwägen, Mixern, etc. wissen wir, dass alles Menschengemachte/ Technische/ Maschinenmäßige irgendwann verschleißt, irgendwann Probleme macht, sich abnützt, kaputtgeht.
Das legen wir nur allzu gerne auf unseren Körper, auf unser Leben um.
Wir halten es für normal bis unausweichlich, dass wir altern, uns dabei verschlechtern, dass unsere Fähigkeiten schwinden, unsere Gesundheit und Vitalität abnimmt.
Nichts davon stimmt bzw. ist zwingend und unausweichlich!

Wir sind biologische, das heißt lebendige und sich STÄNDIG REGENERIERENDE Wesen.

Nocheinmal:

Alles hat eine Ursache!

Auch der Alterungsprozess!
Auch – um wieder unserem Thema näher zu kommen – die Schönheit!
Kein Pickel entsteht zufällig! Kein Gramm Fett, keine Falte, keine fette Haut, kein dünnes, graues Haar, kein gekrümmter Rücken, keine Krankheit, keine fahle Haut, und, und, und entsteht zufällig!
Wenn Du Dir das nicht vorstellen kannst, unterschätzt Du das Wunder Deines Körpers ganz gewaltig!

Wir hatten uns schon einmal die Vernetzung unseres Körpers angesehen.
Jedes organische Problem, das – siehe oben – WIR verursacht haben, hat seine Entsprechung an zahllosen Bereichen, überall am Körper, in unserer Haltung, in unserer Mimik, in unserem Gesicht, in unserer Hautfarbe, in unserer Haar- Farbe und Fülle, etc.

Das heißt nichts anderes, als dass auch all unsere Alterserscheinungen, Reaktionen unseres Körpers auf unsere Lebensweise sind.
Je mehr wir gegen seine Ur- Bedürfnisse verstoßen haben, desto mehr muss er versuchen Schad- und Problemstoffe auszuscheiden oder zu deponieren.
Das passiert in übermäßigem Schwitzen, geruchsintensiven Körperausscheidungen, Schleimbildungen, in Gelenksablagerungen, in Fettschichten, Hautunreinheiten, Organbelastungen, Energiemangel, in Entzündungsherden, etc.
Oder umgekehrt, unsere Mangel- Ernährung, -Bewegung, -Liebe und -Denkmuster schlagen sich in Mangelerscheinungen, Pigmentstörungen, Gliedersteifheit, Hartherzigkeit, Gefühlskälte, etc. nieder.

Unser Körper ist ein so wunderbares Wesen, dass es mich fast zu Tränen rührt, WIE verkannt er von diesen angeblich so hochgebildeten Menschen wird.
Kaum jemand will und kann erkennen, dass alles einen Sinn, dass alles eine Ursache hat.
Selbst Menschen, die schon beobachtet und erkannt haben, dass zum Beispiel gewisse Ernährungs- ‚Sünden‘ bestimmte Reaktionen (Kopfschmerzen, Pickel, Regelbeschwerden, Hautunreinheiten, ….) hervorrufen, meinen dass der Ort, an dem der Pickel auftaucht eher zufällig ist.
Doch genau das ist das Produkt unserer Überheblichkeit! Nichts, absolut nichts ist zufällig!
Wenn Du in einen Verkehrs- Stau gerätst, ist es völlig klar, dass dieser nicht zufällig, und nicht zufällig DA, entstanden ist. Es gibt immer eine Ursache die ihn hervorruft und genau DA hervorruft.
Genauso ist es im Körper! Wenn Du eine Hautunreinheit, einen Pickel, eine Rötung, Schwellung an einer bestimmten Stelle, zum Beispiel, im Gesicht hast, dann korrespondiert diese Stelle mit einer Problemzone im Körper oder sogar mit einem Problemorgan.

Es ist also absoluter Wahnsinn, solch einen Pickel für einen Irrtum des Körpers oder für eine Lästigkeit zu halten, ihn einfach auszudrücken und mit make-up zu überdecken. SO entsteht nicht Schönheit! SO entsteht eine verlogene Außenfassade, die unbewusst von jedermensch erkannt wird.
– Zwar nicht immer in ihrer detailierten/ wahren Form, aber immer im Gefühl, das in solch einem Fall keinen charismatischen, vitalen Eindruck aufkommen läßt.

Demnächt: Warum bereits kleinste Kleinigkeiten ein Alarmsignal sein, sollten und, wollen.

 


F.S.S.S.

23. Mai 2011

Die rohköstliche Küche ist ähnlich breit und abwechslungsreich wie die Koch- Kulinarik.
Die Palette reicht von frugaler Monokost bis zur Gourmet- Rohkost.
In Büchern, Internet und Seminaren sind zahlreiche Rezepte dazu zufinden.
Für mich ist der Vorteil von Rohköstlichem, dass man sehr gut ohne Rezepte auskommt, da nur Zutaten verwendet werden, die für sich schon gut schmecken, was man von Mehl oder rohem Fleisch nicht eben behaupten kann.
Von Russell James hab ich ein Sytem gelernt, wie man wirklich jede Mischung und Kombination rund hinkriegt, wenn sie es einmal nicht auf Anhieb tun sollte.
Ein Tisch hat 4 Beine, gleich lange, wenn er gut stehen soll. Ähnlich sollte ein Gericht nach 4 Richtungen ausgewogen sein:
Fett, Säure, Salziges und Süßes

Fett
Da wir Butter und Margarine nicht und Öle kaum verwenden, zählen hier primär Avocados, Oliven und Nüsse/ Nussmuse zu den Fetten.
Fette

  • schmeicheln der Zunge und tragen den Geschmack zu den Geschmacksknospen
  • mischen alle Geschmäcker und
  • sättigen
  • Säuren

  • sind die Gegenspieler der Süße und
  • mildern Erdiges
  • Salziges

  • welkt an und erweicht besonders Kreuzblütler
  • Bricht Zellen auf, und ermöglicht den Fetten den Geschmack- Austausch
  • Süßes

  • bricht/ vermindert Bitteres und Saures und
  • kann herzhafte Gerichte entscheidend heben
  • Ist man sich über die Stimmigkeit eines Gerichts nicht sicher, hilft es, gezielt auf je eine dieser Richtungen zu achten.
    Oft reicht es aber auch schon, wenn man einem anfangs ungewöhnlichen Gericht bloß eine längere Einschmeichel- Phase zugesteht … 😉

    Ein m.E. ebenfalls wichtiges Kriterium ist die Konsistenz. Es ist oft verblüffend wie unterschiedlich etwas als Saft, fein vermust, geraffelt, gestiftelt, gewürfelt oder in Scheiben/ Stücken schmecken kann.
    Für feinere Konsistenz kann ev. nachgemixt werden. Für mehr ‚Körnigkeit’/ Biss lassen sich immer noch div. Samen/ Nüsse mit reinmischen.