Der Weg

5. September 2012

Jedes Kind weiß, dass es gerade unsere fortschreitenden Ent- Wicklungen und Er- Fahrungen sind, die unser Leben lebendig machen. Ja, erst das Leben zum Leben machen.
Jeder Schritt, weg vom Bestehenden, vom Bekannten, hin zum Neuen, Unbekannten, in die Zukunft bringt neue Aspekte in unser Leben, schenkt Erfahrungen, lehrt uns.
Jeder Schritt bringt uns unseren Zielen näher, indem wir sie er- fahren, uns ihnen lernend an- nähern.

Wie aber bewegen wir uns im heutigen Leben tatsächlich fort?!
Wir ignorieren den Weg. Wir versuchen gerade das Lehr- und Erlebnisreiche, das Bunte auszuklammern, zu verkürzen. Wir wollen möglichst schnell von A nach B.
Wir wollen ans Ziel, ohne es zu er- fahren.
Wir wechseln wie ‚besessen‘ die Orte und Plätze ohne irgendwo je wirklich anzukommen.

Dementsprechend verlieren wir nach und nach alles Gefühl für Zusammenhänge. Wir leben zusehens in einer ‚zerfallenen Welt‘. Wir haben keinerlei Verständnis mehr für Land und Leute. Der moderne Reisende kann nur mehr die plakativen Mega’s wahrnehmen. Alles neben den Sehenswürdigkeiten verschwindet im Nebel der Beliebigkeit …

Gönn Dir wieder und wieder öfter das Er-fahren mit einem Fahrrad oder er- geh Dich per pedes. Nimm wahr, die langsamen Veränderungen, das Freiwerden der Gedanken, die kleinen Sensationen am Wegesrand, das Spüren des Weges, Deines Körpers, des Windes, der wechselnden Schatten …

Diese wunderbare Welt will in unserem Tempo ergangen und erfahren und nicht durchbraust oder -jettet werden.

Schenk Dir diesen Genuss!
Gönn Dir diese Zeit!
Lass Dich nicht von Anderer Zeitbegriffen drängen bis terrorisieren …
Hol Dir wieder die ‚altmodische‘ Muße in Dein Leben zurück.
Es ist DEINE Lebens- und Genuss- Zeit!

 


RIO + 20

17. Juni 2012

Soll heißen ‚Wir halten mittlerweile 20 Jahre nach der UN- Umwelt- Konferenz 1992‘ und wenig, sehr wenig ist passiert. – Für mich zumindest!
Es soll auch Menschen geben, denen die Welt jetzt schon zu grün und ökologisch ist …

Ja aber jetzt wird vom 16.- 22.6. wieder eine Konferenz abgehalten! Und da werden sie wieder sitzen, in großen Konferenzräumen, von high tech umgeben und werden reden und reden und reden und Papier oder GBytes beschriften.
Zuerst haben sie aber natürlich grüne Öko- Flugzeuge benutzt um damit um die halbe Welt zu düsen.
– Der Typ von der food- print- Org muss sich wohl geirrt haben, als er zu den 5 absoluten nogo- F’s das Fliegen dazurechnete … 😉

Aber mir ist es recht. Wenn sie damit die Welt retten ist es ok.
Bloß, ich find’s slower, unkonferenziger, regionler und lebensqualitätsvoller schöner … Ich seh mich da sozusagen in dem obigen offiziellen Rio- Logo in der schönen roten Hängematte liegen … 😉
– Und vielleicht … vielleicht, rett‘ ich damit ja auch ein paar …