Brrrrrrrrr und Huhuhu

17. Oktober 2012

Die Tage werden wieder kälter und damit hört man wieder kältefördernde Kommentare wie ‚Brrrrrrrrr‘, ‚Huhuhu‘ und ‚Mir ist kalt‘ von den sich rubbelnden und selbstumarmenden Frauen und händereibendes ‚Scheiß- Kälte‘, ‚Saukalt‘ von den Männern.

Ändern können wir die Witterung ohnehin nicht. Nur unsere Einstellung dazu.
Warum also sagen wir nicht ‚Ahhhh, diese Frische‘ oder ein zuversichtliches ‚Das bisschen Kälte wärme ich locker weg‘ oder Ähnliches? Hm? …

Der österreicheisch- kanadische selfmade- Mann Frank Stronach erzählt gerne, dass er immer wieder, wenn er über Wiesen geht, nach vierblättrigen Kleeblättern Ausschau hält. Einfach so, um zu sehen ob sein Blick noch ‚funktioniert‘. Denn obwohl auf 10.000 Kleeblätter nur ein vierblättriges kommt, findet Frank immer eines oder mehrere. Er hat einfach den ‚richtigen‘ Blick! Er fokussiert ausschließlich auf vierblättrige und kümmert sich nicht um die anderen …

So können und sollten auch wir ausschließlich auf das Erwünschte, das Schöne, das Nützliche fokussieren.
Warum zum Beispiel auf die Kälte draußen und nicht auf unsere wärmende Kraft innen!?

Ich wünsche Euch schöne, herrlich frische Tage, an denen es so richtig Spaß macht sich zu bewegen und zu sehen wie einem dabei im Nu warm geworden ist.

 


Weit oder eng

31. Mai 2012

Der Blickwinkel den wir einnehmen ist entscheidend für unser Leben, für unser Glück.

Je weiter, je breiter man seinen Bildausschnitt wählt desto mehr sieht man, desto mehr an Wundern erlebt man, desto demütiger wird man gegenüber der Schöpfung werden. Als ein um so ‚kleineres Rädchen‘, dafür aber umso besser angepasst, eingefügt und geborgen wird man sich fühlen.

Umgekehrt, je enger man seinen Blickwinkel wählt, je stärker man einen Blick einengt, sich bescheuklappt, je schmälere, speziellere Bereiche man bearbeitet, desto mehr wird man vom Wenigen, vom Eingeschränkten sehen, desto mehr wird der Blick für’s Ganze verlorengehen, desto eher wird man sich groß sehen bzw. überbewerten.

DU hast die Wahl! Willst Du alles ‚genauer‘, und dafür anderes über-, sehen oder den Blick für ‚das Große‘ behalten?

Die letzten Jahre wurde die Spezialisierung und Arbeitsteilung extrem forciert.
Ein Bauer konnte vor hundert Jahren noch melken, maurern, schustern, gärtnern, tierpflegen und seine Frau kochen, sticken, buttern und schneidern. Heute sind daraus im Prinzip 5, tatsächlich und industriell dutzende spezialisierte Berufe geworden und jeder davon beschränkt sich selbst, hat sich verarmt, hat sich abhängig gemacht.

Dadurch ‚herrscht‘ heute eher das Prinzip ‚Ich bin unentbehrlich, ich bestimme den Preis, ich maximiere meinen Gewinn, ich bescheiße wo ich nur kann, denn der andere macht das mit mir auch‘.
Ich hab das leider selber schon x-mal erlebt. Die Unterschiede zwischen Lieferanten, Baustellen, Dienstleistern mit und ohne sachkundiger, unabhängiger Aufsicht sind oft schier unglaublich …

Was hat man für eine Wahl?
Arbeiten ‚was das Zeug hält‘ um alles Verlangte zahlen zu können und bei dieser Geldbeschaffung selber über’s moralisch vertretbare Ziel hinausschießen?
Oder möglichst viel selber machen, sich für möglichst viel selber interessieren, vielfältiger werden, sich breiter anlegen, mehr Abwechslung in sein Leben bringen?

DU hast die Wahl!
DU vervielfältigst, paradiest Dein Leben, – oder auch nicht 😉