Meine Lust

9. Februar 2015

Sehe ich auf dem Markt oder in einem Geschäft so einen schönen großen, prallen Granatapfel, ist es um mich geschehen! Ich muss ihn haben!
Zu Hause bekommt er erstmal einen prominenten Platz um mich noch möglichst oft mit Vorfreude zu beglücken.
Irgendwann halt‘ ich’s einfach nimmer aus! Ich wiege ihn vorfreudig in meiner Hand, drehe ihn nochmal nach allen Seiten, guck mir das süße Krönchen nochmal an.
Da setze ich jetzt das Messer an. Ich ritze rundum zwei vertikale Äquatoren, steche das Blütchen entsprechend den Ritzungen etwas tiefer ein und breche die vier Viertel auseinander.
Die ersten rubinroten Edelsteinchen können es schon gar nicht erwarten, kullern bereits jetzt raus und bescheren mir unendliche Freude.
Das pralle Gedränge der restlichen Edelsteinchen ist ein Augenschmaus für sich. Teilweise noch mit elfenbeinfarbigem Häutchen bedeckt, teils nackt und glänzend, alle aber zusammengekuschelt in ihren Nestchen …
GranatapfelDas Umstülpen der einzelnen Viertel und damit das aufbrechen des ganzen Rubinstockes ist der nächste knackende und berstende Genuss!
Da kann ich schon nicht mehr umhin, erste Kernchen zu verkosten, gegen das Licht zu halten, oder meine, schon mit Bio- Rubinen volle Hand zu bewundern …

Das war nur die Kurzform! Tatsächlich verschwelge ich mich noch viel ausbiebiger … 😉

Nun zeigen einige Videos wie man einen Granatapfel rationeller öffnet. Ich beschreibe das hier gar nicht erst näher. Mir blutete schon beim Ansehen das Herz, wie da der wunderbare Saft in Strömen lief, wie da dieses Wunder an Schönheit mit Schlägen malträtiert wurde …
Dennoch, beim nächsten Granatapfel wollte ich es – zumindest auf eine softere Art – versuchen.
Ich mach’s kurz und gestehe: Es war schrecklich! Ich habe den Versuch abgebrochen! Mich bei der Frucht entschuldigt, mich Rohling geheißen und den Rest des Apfels mit einem traurigen und einem liebevoll, freudigem Auge auf die alte Methode, Kern für Kernchen genossen.

Wie bitte!? Du wolltest das gar nicht so genau wissen?
Schade!
Aber ich hab noch einen ‚Nachschlag‘ für Dich!

Ich wettere hier doch öfter als meinen Lesern lieb ist gegen die Zivilisation, nicht wahr!
Und immer mehr komme ich zu dem Schluss, dass alles, wirklich alles, was Menschen so tun und getan haben an Vereinfachungen, Rationalisierungen, Automatisierungen, Mechanisierungen, Blödsinn war.

Diese obige Granatapfel- Geschichte könnte vielleicht diese Sicht und Meinung untermauern und verdeutlichen!
grapfke Wir sollten nur tun, was uns wirkliche Freude macht, Lust bereitet und diese genießen.
grapfke Wenn wir soetwas Schönes vereinfachen und verkürzen sind wir blöd!
grapfke Wenn wir etwas tun, worauf wir gar keinen Bock haben, erklärt das zwar den Wunsch es von uns ‚auszulagern‘, aber dumm bleibt es dennoch! Denn Dinge und Handlungen die nicht wirklich Freude machen, sollten auf diesem Planeten und schon gar nicht in unserer Nähe Platz und Berechtigung haben. Oder?

Guck Dir all diesen Wahnsinn der uns umgibt einmal WIRKLICH an! Sozusagen mit ‚Lust- Augen‘!
Ist es Lust, macht das wirklich Freude, g’schwind ins Auto zu hüpfen, schnell einzukaufen, im Vorbeigehen nach dem Geschenk für die Oma zu gucken, die Kinder abzuholen … und, und, und?
Allein schon beispielhaft der letzte Punkt: Er bringt die Kinder um wunderbare Nachhausewege wie wir sie früher noch prallvoll mit Abenteuern, Spaß und endlosem Geblödel und Gelächter, genießen durften …

In diesem Sinne, ein Lust- pralles und
paradiesisches Leben !

 

 

 


Ich freu mich …

16. Mai 2014

Ich freu mich… heuer unendlich über meinen Geburtstag!       🙂

Nicht über Glückwünsche und Geschenke, – schon auch!
Nicht über irgendwelche geraden oder ungeraden Zahlenspiele, – schon auch!
Nicht wegen meines Alters, – schon auch!
Nicht wegen dieses läppischen Anlasses, – schon auch!

Ich weiß, dass alle Kalender- Festlegungen und Spielchen ‚unnatürlich‘, willkürlich und völlig unwichtig sind.
Ich weiß, dass Zahlen, Daten und Abzählungen banale Denkkonstrukte sind, die keinem Afferl, Eisvogel oder Delphin wichtig wären.

Ich freu mich heuer so sehr über meinen Geburtstag, weil er mich daran erinnert,
herzchen wie gut das Leben es mit mir meint,
herzchen wieviel ich schon erleben und erlieben durfte,
herzchen was ich schon an Herrlichem sehen,
herzchen Wunderbarem hören,
herzchen an Unvergesslichem erfühlen und erspüren,
herzchen was ich schon alles erstaunen,
herzchen begreifen und
herzchen ‚verarbeiten‘ durfte.
herzchen Ich freu‘ mich ‚wie ein Schneekönig‘ über all die bunten Bilder die bei solchen Erinnerungen auftauchen
herzchen über all das Erlebte,
herzchen über alle Begegnungen und
herzchen ‚Begehungen‘,
herzchen über die vielen, vielen wunderbaren Gespräche,
herzchen Radiosendungen,
herzchen Konzerte,
herzchen Filme,
herzchen über die vielen, vielen erhaltenen mails,
herzchen über die vielen spannenden, liebevollen, verständnislosen, freundlichen, tiefen, traurigen Blicke.
herzchen Ich bin unendlich dankbar für jedes Scheitern, für jede Kritik, für jeden Erfolg.
herzchen Ich danke dem Leben, der Welt, der Natur und meiner Mitwelt für die vielen, vielen wunderbaren Momente, ‚Aufblitzer‘, Unerwartetheiten und ‚Lektionen‘.
herzchen Ich bin unendlich dankbar für die vielen genossenen Leckereien, für die vielen Begegnungen und Beobachtungen.
herzchen Ich bin dankbar für alle Ideen, Anregungen und ‚Nase- Draufstoßer‘, für alle Bücher, Artikel, Infos und Berichte die mich fesselten, die mich etwas lehrten.
herzchen Ich bin unendlich dankbar für das Geschenk ‚paradise your life‘, für alle Leser, Kritiker, Unterstützer und Kommentatoren hier.
herzchen Ich bin sehr, sehr dankbar über meine wunderbare Gesundheit, aber auch für die Erinnerung an meine früheren, sehr schlimmen Zeiten des Krankseins.
herzchen Ich bin unendlich dankbar noch immer da sein zu dürfen …
Und ich danke allen, allen die so lieb waren mich in irgendeinem Moment zu berühren und entschuldige mich bei allen die ich je verletzt haben sollte.
Ich bin – selbst mit all meinen Enttäuschungen, Mängeln und Traurigkeiten – überglücklich! 😉

DAS LEBEN IST EIN GESCHENK !!!

 

 

 


Fenster 17

17. Dezember 2012

17Das gestrige Adventkalender- Fensterchen hat mich sehr inspiriert und angeregt. Gleich heute morgen hab ich es versucht: Ich trat aus der Haustür und sehe den alten Pribil die Straße entlangschlurfen.
‚Einen schönen Guten, Herr Pribil’ rufe ich dem schon etwas Schwerhörigen entgegen. Schnaufend bleibt er stehen und blickt mich neugierig an.
‚Wissen sie, dass wir bald Weihnachten haben, Herr Pribil?’
‚Ach, das interessiert mich schon lang nimmer’ murrt er in seine Bartstoppeln, ‚Sie wissen ja, meine Frau ist tot, meine Kinder verzogen. Für mich gibt’s keine Weihnachten mehr.’
‚Aber für mich lieber Herr Pribil! Für mich ist Weihnachten immer wieder eine Erinnerung daran, dass es immer noch viel zu wenig Liebe gibt auf dieser Welt.’
‚Hörn’s mir auf mit Liebe. Meine Hüften …’
Bevor er mit seinem Allerweltsschmerz- Lamento beginnen kann, stehe ich schon knapp vor ihm, sage ‚Eine Umarmung, lieber Herr Pribil, müssen sie sich schon gefallen lassen’, umarme ihn eng, beginne ihn leicht hin-und-her zu wiegen und sage singsangartig: ‚Ach, Herr Pribil, ach, Herr Pribil. Es ist so schön, es ist so schön, es ist so schön, dass es sie gibt. Ein so langes und erfülltes Leben! Soviel getan für andere. Soviel Freude, soviel Schmerz! Und all das ist da drinnen in ihnen und ich darf es umarmen … Ach, Herr Pribil, ach, Herr Pribil …’

Das hätt ich nie gedacht, dass so alten, vermeintlich harten ‚Knochen’ so schnell Wasser aus den Augen fließen kann …

 


Fensterchen 7

7. Dezember 2012

7Ich mach’ das heutige Fensterchen des Adventkalenders auf und was seh ich!?
Eine junge Frau, die ganz versonnen und lächelnd bei einer Bastelei sitzt. Sie faltet, klebt, beschriftet. Sie nimmt das Halbfertige immer wieder hoch, blickt es mit strahlenden Augen von allen Seiten an, um es dann wieder abzusetzen und nach einem Buntstift zu suchen.
Im Hintergrund betreten zwei Frauen das Zimmer. ‚Sieh nur Anni, unsere Lini ist solch ein Schatz! Immer ist sie am Gestalten, Singen, Tanzen, Dekorieren. Jedem will sie eine Freude machen.’
Die junge Frau ist so vertieft in ihre Arbeit, dass sie weder von ihrem Lob noch von den beiden Frauen etwas mitbekommen hat …
Langsam nehme ich mein Auge vom kleinen Fensterchen um nicht zu stören …
Aber sehr lehrreich, solch ein Fensterchen! Was kann es schönes geben, als sich immer wieder gestalterisch auszudrücken und anderen eine Freude zu machen …


Sexuelle Abscheu

13. Juni 2012

Nicht zufällig ist neben Ernährung, Bewegung und Mentales, das Soziale ein essentiell wichtiges Standbein der ‚paradise your life‘- Philosophie bzw. eines glücklichen, erfüllten Lebens.
Die uns körperlich und sozial so ähnlichen Primaten zeigen uns überdeutlich vor WIE weit wir uns bereits von einer gesunden, artgerechten Verhaltens- und Lebensweise entfernt haben.

In den zwischenmenschlichen Beziehungen nimmt unsere Sexualität einen wichtigen Platz ein. Auch da zeigen uns z.B. Primaten wie Bonobos, wie offen, frei und friktionsfrei Sexualität gelebt werden könnte.
Doch in unserer übertabuisierten ‚Kultur‘ wird Begehren, werden unverlogene Blicke und viele Arten der Berührung zu sexuellen Übergriffen hochgespielt.

So weit, so schlimm.
Dass aber selbst sogenannte Fachleute sich aus diesen gestörten Zivilisationsverstrickungen nicht befreien können, ist ein mehr als trauriges Sittenbild.

Wie ich darauf komme?
Mir fiel kürzlich ein verzweifelter Leserbrief in einer österreichischen Tageszeitung auf.
Nicht nur, dass dieser Brief mir alle Notsignale im Kopf klingeln ließ. Nicht nur, dass mich unendliche Traurigkeit beim Lesen dieses Hilfeschreis überfiel. Ich war völlig fassungslos wie grottenfalsch die Rat – nein, wohl eher RatSCHLAG – gebende Professorin darauf nichteinging.

Hier der Hilferuf:

Abscheu
Die sexuellen Bedürfnisse meines Mannes waren mir (75) immer schon zu viel. Aber je älter er wird, umso ärger wird er. Mit 79 mehrmals täglich und das zu allen möglichen Tageszeiten, das ist doch nicht normal! Da er auch ordinär, aggressiv und gleichgültig wurde, empfinde ich nur mehr Abscheu. Ich würde mich am liebsten scheiden lassen, aber wegen meiner niedrigen Pension ist das nicht möglich.

Dazu Frau Prof. Dr. Gerti Senger:

Das sexuelle Verhalten Ihres Mannes entspricht wirklich nicht dem eines bald 80-Jährigen. Die Ursache könnten verschiedene Veränderungen im Gehirn sein.
Auch sein Desinteresse, seine Taktlosigkeit und seine Aggressivität lassen darauf schließen.
Vielleicht kann ihr Hausarzt Ihren Mann dazu bewegen, die notwendigen Untersuchungen durchführen zu lassen und entsprechende Medikamente einzunehmen.

Was soll man da noch sagen?!

Ein alter Mann darf nicht seinen Testosteronspiegel haben, wird fern- pathologisiert und um die Möglichkeit gebracht ein (vielleicht begleitetes) Gespräch mit seiner Frau über ihrer beider Sichtweisen/ Probleme zu führen.

Einer alten Frau wird die Möglichkeit genommen aus ihrem – natürlich – unbefriedigendem ‚Prostituierten- Dasein‘, durch verbindende Gespräche und mit eigener Kraft herauszukommen und in das Empfindungs- Universum ihres Mannes einzutauchen und es zu verstehen.

Unqualifizierte Fern- Beurteilungen a la ‚entspricht wirklich nicht dem eines bald 80-Jährigen‘ und ‚könnten verschiedene Veränderungen im Gehirn sein‘ bringen absolut nichts.
Die Aussicht auf Pathologisierung und Medikamentierung schon gar nichts! Denn auch diese Frau, dieser Mann hätten ihre Lernaufgaben zu erledigen, könnten ihr Leben durch eine Verbreiterung ihres Horizonts bereichern …

Aber da ist ja die ‚Fachfrau Gerti‘ vor!
Kein Wort von Liebe, kein Wort von gegenseitigem Verständnis, von Gesprächsmöglichkeiten, von konstruktiv- positiven Aussichten, von gemeinsamem Glück …
Nur Pathologisierung, nur Medikamente!
Auch scheint die Dame ihren Kolummnentitel (Lust & Liebe) vergessen zu haben …
DAS ist eine Fachfrau!?
– Wenn’s nicht so traurig wär, wär’s fast ein Witz!

Wer solch eine Fachbetreuung ‚genießt‘ braucht keine Feinde mehr!

Aber wir Menschen stehen mit unserer Kultur und unseren Wissenschaftern und Therapeuten ja weiiiiiiiit über den primitiiiiven Primaten, die einfach Spaß aneinander haben und solche Probleme gar nicht kennen, gell … 🙂

In diesem Sinne: paradise your life!
– Auch beim Sex, auch in der Liebe, auch bei unseren Sozialkontakten!

 


Das Unwort des Jahrhunderts

5. Juni 2012

In unseren heutigen Leben ist Prävention allgegenwärtig.
Prävention in der sozialen Arbeit.
Prävention in der Medizin bzw. im Gesundheitssystem.
Prävention in der Technik.
Prävention in der Politik. …
Prävention meint (vom lateinischen praevenire kommend) ‚verhüten‘, ‚zuvorkommen‘, vorausschauend vermeiden‘, also generell Probleme vorbauend vermeiden.

‚Das ist doch eine wunderbare Sache‘ könntest Du sagen. ‚Wer will schon Probleme!? Da ist es doch besser sie zu vermeiden!‘
Ja, in diesem uns allen so vertrauten Denk- System schon! Aber, wie ‚paradise your life‘ sagt, ist einer unserer Schwachpunkte unsere derzeitige Art zu denken.

Wir denken praktisch ausschließlich zielgerichtet und zweckorientiert.
Dieses Denken ‚lockt‘ uns

a) aus dem Hier und Jetzt! Und dieses Denken inkludiert
b) neben dem postiven – zu schaffenden Aspekt – auch immer das Negative, das Befürchtete und dieses neutralisiert sofort wieder das Positive.

Plus und Minus heben sich auf, wusste schon der Mathe- Lehrer …
Oder wie man in Wien sagt: ‚Zu Tode gefürchtet, ist auch gestorben‘.
Wenn jemand etwas ausschließlich aus Angst (vor eventuell Kommendem) macht, macht diese Angst ihn bereits krank bzw. schwächt ihn.

Ein anderes Beispiel: Immer wieder wird bekannt, dass Tabakkonzerne sich an Anti- Rauch- Kampagnen beteiligen. Sie wissen, dass das Nennen des Rauchens – und wenn es im ‚Nichtrauchen‘ ist! – ihnen mehr bringt, als das Verschweigen des Rauchens.

So schwingt mit jeder Prävention die Angst vor dem eventuell Eintretenden mit und nährt und entwickelt diese Negativenergien.

Gesund leben UM lange zu leben, beinhaltet die Angst vor einem frühen Tod!
Vorsorge- Untersuchungen UM gesund zu bleiben beinhalten die Angst vor Krankheit.
Drogenaufklärung UM Schlimmes zu verhindern, beinhaltet die Angst vor Drogenabhängigkeit bzw. machen erst auf Drogen aufmerksam bzw. ‚interessant‘.
Gesunde Ernährung UM schlank zu bleiben nährt die Gustos auf anderes und erinnert immer wieder an ‚geiles Essen‘.
Bewegung UM fit zu bleiben inkludiert immer die unangenehme Plackerei, das ‚Aufraffen- Müssen‘.

Was also ist stattdessen zu tun?
Schlicht und einfach ‚im Hier und Jetzt‘ zu leben. Zu tun, was Spaß macht.

Natürlich wird uns das durch die derzeit allgegenwärtigen ‚bösen Angebote‘ gehörig erschwert. Doch die können wir jederzeit durch Besseres ersetzen.

Ich esse nicht roh, um länger zu leben, sondern weil es geiler schmeckt, weniger Arbeit macht, mich ‚auf-powert‘.
Ich brauche keine Vorsorgeuntersuchung, denn ich spüre dass ich topfit bin; ich lebe maximal gesund und brauche keinen Gedanken an Krankheit zu verschwenden …
Ich nehme keine Drogen weil ich die Fülle des Lebens und des Glücks bereits habe und erlebe.
Ich bin schlank, weil mir meine Art zu essen schmeckt, weil ich mich gerne bewege …
Ich bewege mich wann und wie es mir Spaß macht; das reicht!

In diesem Sinne: Guck Dir genau, ja fast misstrauisch jedes ‚UM‚ an! Es hat praktisch immer seinen Rucksack voller Ängste mit dabei, die Du absolut nicht brauchen kannst 😉

So gesehen sollte man die so harmlos und vermeintlich helfend ‚daherkommende‘ ‚Prävention‚ zum Unwort des Jahrhunderts erklären!

 


Selbst ist der Gärtner

15. November 2011

Bei aller Diskussion um Landwirtschaft, biologische Landwirtschaft, landwirtschaftliche EU- Förderungen, Agrar- Rationalisierungen, etc. bleibt eine so einfache Tatsache … ach, ich könnt mir schon wieder mal mit der Hand gegen die Stirn klatschen … 😉
… bleibt also eine so einfache Tatsache, die selbst von der Wissenschaft bestätigt wird unbedacht:

Die mit Abstand höchsten Quadratmeter- Erträge an ‚essbarer Biomasse’ werden bei gärtnerischem Betrieb erzielt.

Damit ist das kleinräumige Bewirtschaften von Boden gemeint. Das händische Bodenbearbeiten, Unkraut- Jäten. Das Hegen, Mulchen, Gießen, Säen, Zu- und Abdecken und Schneckenfrei- Halten, etc..
Natürlich ist das arbeitsintensiv! Das ist auch der Grund, warum diese Art von Produktion heute kaum mehr in Betracht gezogen wird.
Doch sehen wir uns allein schon das Wort genauer an: ‚arbeitsintensiv’!
Das schreckt doch heute fast jedermensch ab!
Komischerweise aber arbeiten die Menschen sehr ‚arbeitsintensiv’ in ihren Büros, Fabrikshallen und Läden und auf ihren Baustellen um sich die Lebensmittel aus der Intensiv-, aber nicht arbeitsintensiven, Landwirtschaft leisten zu können.

Sie arbeiten sozusagen intensiv, um sich darum intensiv Vergiftetes und intensiv weit Hergekarrtes leisten zu können und nicht arbeitsintensiv, das heißt in freier Natur, nach freier Zeiteinteilung, mit gesunder Bewegung und Freude, arbeiten zu können/ ‚müssen’ …

Beginn mit einem kleinen Hügel- oder Hochbeet! Rode Dir irgendwo ein kleines Fleckchen. Stell Dir einen kleinen Pflanztrog auf den Balkon. Hol Dir eine Kiste mit Erde und Regenwürmern in die Wohnung ….
Aber beginne! Beginne, Dich mit dem Wunder zu befassen, dass herrlichste Farben, traumhafteste Geschmäcker und wunderbarste Düfte aus Erde, Wasser, Luft und Sonnenlicht erschaffen kann.

 


Matthäus 10,8

19. Januar 2011

„Umsonst habt ihr empfangen,
umsonst sollt Ihr geben“

In unserer Gesellschaft sind wir gewohnt alles mit Geld zu bezahlen. Ja sogar, dass Geld das Selbstverständlichste und Unverzichtbarste ist.
Alles hat seinen Wert, seinen Preis. Alles wird beurteilt, eingeschätzt.
Wir leben in der Überzeugung, dass das in Ordnung wäre.
Ich aber sage Dir, das ist Wahnsinn pur!
Denn:

    a) Ständiges Beurteilen, Einschätzen, Abchecken, Vergleichen belastet Dich, macht Dich krank!
    b) Guck Dir mal genau an woher alles kommt!

Dein Leben: Ein Geschenk der Schöpfung, ein Geschenk der Liebe Deiner Eltern!

Der Boden auf dem Du stehst: Ein Geschenk der Schöpfung!

Die Sprache in der wir uns unterhalten, die Dir kostenlos gelehrt wurde: Ein Geschenk Deiner Vorfahren!

Deine Gestik, Körpersprache, Deine Mimik, Dein Tonfall, Deine Betonung: Alles Geschenke Deiner Umwelt, die Du Dir abgucken und Deiner Persönlichkeit entsprechend mischen durftest.

Dein Essen: Alles ist völlig kostenlos gewachsen, – kostenlos von der Sonne, von der Luft, der Erde, vom Regen, bestens versorgt!

Deine Lieben und Dein Glück: Ein (geschenktes) Produkt Deiner Offenheit und den Geschenken von wunderbaren, liebenswerten Menschen!

Die Luft, die Du sekündlich brauchst, die Dir Dein Leben schenkt: Ein Geschenk der kostenlos ‚arbeiteten Pflanzen, Algen und Bäume!

Das Wasser aus dem wir bestehen und das unsere aller Leben ermöglicht: Geschenkt!

Die wunderbaren Sternenhimmel, Regenbögen, Sonnenuntergänge: Geschenkt!

All die wunderbaren, knuddeligen, interessanten Tiere: Geschenkt!

Die entzückenden Babys, die wir bekommen dürfen: Geschenkt!

Die unzähligen bezaubernden Lachen und Lächeln, die uns immer wieder geschenkt werden!

Die unzähligen unterhaltsamen, interessanten, lehrreichen Geschichten die uns tagtäglich erzählt und damit geschenkt werden!

Die vielen Streicheleinheiten die uns schon beglückt haben!

und, und, und ….

Also – siehe oben – gib auch Du! Gerne, freudig, selbstlos!
Schenken macht Freude! 😉

 


Von der Natur lernen

5. Juli 2010

Ein paar Tage Wandern im Ötschergebiet haben es mir wieder mal gezeigt, wie gut die Natur doch eingerichtet ist.
Die Tatsache ist eine sehr einfache: Ich hab sehr viele herrliche Walderdbeeren gefunden.
Genauer betrachtet

  • sind sie weitaus aromatischer als Zuchtformen,
  • das Finden macht einfach glücklich,
  • sie sind kostenlos und
  • ihr Suchen, Entdecken und Naschen ist ein Erlebnis,
  • während das Verputzen einer Schale gekaufter Erdbeeren oft unachtsame Gier oder Gedankenlosigkeit pur ist.

    Davon kann man auch ableiten, dass das Hinsetzen zum Essen nicht unbedingt artgerecht, und meist ein reduzierter Genuss, ist.
    Wenn ich mir schon etwas zubereite gehe ich damit gerne raus in den Garten und schlendere damit essend herum. – Das ist sozusagen das Mittelding zwischen artgerechtem Sammeln und zivilisierten ‚Tischsitten‘.