Der Jugend Denkfehler

21. Juli 2022

Jedermensch kennt das. Als JugendlicheR verschwendet man nicht einen Gedanken ans Älterwerden. Der Energielevel ist so hoch, die Vitalität so ungebrochen und die Gesundheit das Selbstverständlichste der Welt.

Das ist auch gut so! Stammt auch dieses Gefühl, wie so viele andere auch, doch noch aus unseren Paradieszeiten, in denen wir uns tatsächlich keinerlei Gedanken um die Zukunft zu machen brauchten. Man bekam von Eltern und Vorfahren sein ‚Guthaben‘ mit, erhielt es, durch den gesund naturnahen Lebenswandel, den alle pflegten und war damit nur der ohnehin unabänderlichen natürlichen Alterung ausgesetzt.

Diesen Paradieszustand haben wir uns gehörig vermasselt.

Heute sieht es völlig anders aus! Die Kinder bekommen schon jede Menge an Defiziten und ‚Schwachstellen‘ von ihren Eltern und Vorfahren mit und können diese im Lauf ihres Lebens, durch Zivilisations- Lebensstile, die alle so leben, sogar noch massiv verschlechtern.

Der Haken an dieser noch immer empfundenen Einstellung ‚Ich bin doch ohnehin fit/ hab doch kaum Probleme‘ lässt sich am Besten mit Übergewicht erklären:

Nimmt man jedes Jahr nur 1 kg zu, ist das lange Zeit vollständig läppisch, erzeugt jedoch einen schwer übergewichtigen Senior!

Sehr ähnlich mit allen anderen Gesundheitsfaktoren:

Zeigt der Körper einmal ein Defizit, das nicht ursächlich behoben wird, bleibt dies – eventuell sogar unsichtbar, aber latent bestehen, verschlimmert sich nach und nach und irgendwann ist man einE AlteR voller chronischer Gesundheitsprobleme.

Oder auch in puncto Beweglichkeit: Warum erscheinen praktisch alle Alten so unbeweglich, erstarrt ‚verknöchert‘? Da alle kleinen Beweglichkeits- und Fähigkeitsverluste, die aktuell kaum auffallen, sich unbemerkt zu späterer Gebrechlichkeit aufsummieren …

Das wollte allen Jungen bloß einmal ans Herz gelegt haben


 
 
 


Alters- Starrheit/ Steifheit

15. November 2010

Wer schon mit älteren Menschen zu tun hatte oder ein guter Beobachter ist, weiß, dass ältere Menschen in der Regel versteifen. Ihre Bewegungsradien schränken sich ein, ihre Bewegungen werden langsamer und wirken beschwerlicher.
Das kann man als unabwendbare Altersbegleiterscheinung sehen, was falsch und schade wäre oder man könnte auf mehr Sport, Gymnastik, etc. setzen, was zwar eine, aber nicht die beste Möglichkeit wäre.
Denn Sport ist
a) bloß eine meist sehr reduzierte und wenigdimmensionale Bewegungsmöglichkeit und
b) wird der Erfolg immer wieder von der Überwindung des ‚inneren Schweinehundes’ abhängig gemacht.

Besser ist es u r s ä c h l i c h an das Problem heranzugehen!
Warum werden ältere Menschen ungelenkiger! Warum versteifen und erstarren sie?
Weil sie sich weniger bewegen!
Warum bewegen sie sich weniger?
Weil sie weniger Aufgaben wahrnehmen?
Warum nehmen sie weniger Aufgaben wahr?
Weil sie weniger Antrieb, weniger Interessen, weniger Aufgaben und nicht zuletzt weniger Visionen und Träume haben!
Und warum haben sie weniger Zukunftsträume?
Weil sie sich durch das Beispiel der anderen Alten und deren frühe Tode begrenzt sehen!

Paradiesisch lebende Menschen aber, erreichen Alter von 120 Jahren bei bester Gesundheit!
Mit dem Pensionsantritt steht man erst in der Lebensmitte bzw. hat ein halbes Leben vor sich! Man kann Pläne schmieden und lang verschobene Projekte mit Elan in Angriff nehmen.

Und! – Seeehr wichtig!
Man ist gut beraten, seine eigenen, meist nicht wahrgenommenen Begrenzungen und Gewohnheiten, die uns sowohl geistig erstarren, als auch in der Folge körperlich versteifen lassen, zu verlassen und sein Denken und Tun zu verbreitern.
Dazu gibt es keine bessere Strategie als das Ego, die eigenen (alteingefahrenen) Bedürfnisse zu verlassen und sich an der Vielfalt Anderer zu orientieren, andere Menschen bei ihrem Tun zu unterstützen, mit anderen Menschen mitzumachen.
Nur das eröffnet die Vielfalt in Denken und Bewegen die unseren unbegrenzten Möglichkeiten gerecht wird!
Selbstlosigkeit und Interesse an anderem nützt also uns selber am allermeisten … 😉