Kann mir auch nur irgendjemand sagen …

21. Februar 2020

… warum in unserer Zeit, in dieser Gesellschaft alle so geil auf Objektivität sind?

Weinst Du im Kino, aufgrund von Objektivität?
Berührt Dich Objektivität?
Änderst Du Dein Leben wegen objektiver Fakten?
Waren alle Deine bisherigen Glücke, all Deine Traurigkeiten objektiv?
Waren alle Deine Lieben objektiv gesehen immer die Besten, Schönsten, Klügsten?
War es objetiv sinnvoll als Kind ausgestopften oder lebendigen aber ‚dummen‘ Tieren Dein Leid anzuvertrauen?
Ganz objektiv gesehen: Was ist schöner, berührender, erholsamer? Ein durch und durch geplanter Wohnbau oder ein aus lauter ‚Zufällen‘ unkontrolliert gewachsener Wald?

Merkst Du es schon?
Ich könnte diese Reihe noch endlos fortsetzen. Diese Objektivität hat absolut nichts mit unserem Leben, mit unserem Erleben, mit unserem Fühlen zu tun!

Und damit sind wir auch schon am Punkt!
Unser Leben ist Fühlen pur. Ohne Fühlen leben wir nicht wirklich und ein Leben ohne Fühlen ist kein Leben, im Sinne von lebendig.
Doch es gibt mehr Außenkräfte, die uns um unser Erleben bringen, als es fördern, wollen!

Erst das Fühlen macht das Objekt(ive) zu MEINEM.
Im Gegensatz dazu ist Objektives gleich-gültig! – Also unpersönlich, unpersonifiziert, unlebendig, gefühllos.

Die ‚Auflösung‘ dieses seltsamen Gemenges:
Wir sind Kinder der Natur. Gefühle waren lange vor aller Logik, vor aller Sprache, essenzieller Teil unserer Leben. Damit kamen wir gesund, erfolgreich und glücklich durch die Jahrmillionen unserer Evolution.

Die Objektivität, die Logik, die Ratio sind ganz, ganz neue ‚Errungenschaften‘. Vielleicht auch nicht so schlecht …
Möglicherweise sogar nützlich.
Keine unserer neuen Goodies, wie gewebte Kleidung, Maschinen, Fahrzeuge, Behausungen … wären ohne sie möglich gewesen.

Nur, ‚verrückt‘ machen sollten wir uns davon nicht!
Wir sind gut beraten, diese beiden Welten, dieses Objektive und dieses Gefühlvoll- Subjektive auseinander zu halten.
Sozusagen wie Werkzeuge in unserem Werkzeugkasten zu sehen. Bei Bedarf greifen wir rein und nehmen uns das passende Werkzeug raus.

Unsere Intuition z.B., unser 6. Sinn! Ihn muss es, Wissenschaft hin, Objektivität her … MUSS es geben, da wir ja nicht immer Sprache und heutige Möglichkeiten hatten und dennoch Jahrmillionen lang ‚über die Runden‘ kamen! Wer sonst als diese heute oft missachteten bis verteufelten Fähigkeiten hätten uns damals geholfen? Hm?

 

 

 


Natur und Kultur

5. September 2019

Wir bestehen und bewegen uns zwischen den Antipoden ‚Natur‘ und ‚Kultur‘, sind ein Mischwesen aus beidem.
Sieht man sich aber unsere heutigen Leben, unsere Lebensweisen an, bestehen diese aus praktisch nur Kultur.
Wir stellen ganztägig Kulturgut her und wertschätzen überwiegend Kunst, Wissenschaft, Fortschritt, Design, etc.
Ich möchte heute darstellen wie absurd aber diese unsere Realitäts- Verzerrung ist.

Wir sind ca. 175 cm groß, davon hat unser Kopf, unsere Stirn einen Anteil von nur 10 %.
Wir wiegen ca. 75 kg, unser Gehirn keine 1,5 kg.
Unser Lebensraum, die Erde hat einen Durchmesser von 12700 km, unser Wirkanteil, also die höchsten Gebäude, unsere Flughöhen, unsere tiefsten Tauchgänge beschränken sich auf schlappe 16 km.
Wir leben seit ca. 4000 Millionen Jahren Natur pur, unsere ‚letzte kulturelle Jahre‘ messen kurze 100.000 Jahre, also 0,0025 %.
Recht deutlich zeigt auch der Aufbau unseres Gehirns was Sache ist. Der älteste Teil und ‚Kern‘ unseres Gehirns ist das Kleinhirn, das direkt am ‚Verteilungsstrang‘ aller Informationen, am Rückgrad sitzt. Es steuert geschätzte 99% all unserer Lebensfunktionen, wie Atmung, Herzschlag, Reflexe, Hormonsteuerung, Temperatursteuerung, Gefühle, Intuition und vieles, vieles mehr.
Darüber wölbt sich, ich möchte fast sagen aufgeblasen groß, das Großhirn, mit dem wir denken, kreativ, logisch, rational arbeiten.
Die Liebe, zum Beispiel, die so sehr unser Leben bestimmt, ist nur ein winzig kleiner Aufgabenteil des Kleinhirns, obwohl das Großhirn Bibliotheks- Kilometer an Literatur darüber verfasste …

So sieht es mit all unserem Tun aus. Wir ‚kultivieren‘, im Sinne von ‚mickymaus- verbiegen‘, längst Bestehendes und essenziell Wichtiges. Wobei unser Kultivieren aber völlig überschätzt wird. Unser Fokus ist einfach so selbstverliebt auf die Ameise gerichtet, dass wir den Elefanten auf dem sie rumläuft gar nicht sehen.
Ja, noch viel extremer! Wir sehen durch unsere selbstverliebte Fehlfokussierung nicht mehr den Naturanteil, dem wir unser Leben, unsere Gefühle, unser Glück, … praktisch alles verdanken.
Oder umgekehrt, der heutigen Realität noch näher: Wir sehen nicht mehr, wie sehr und wie kriminell wir tagtäglich gegen unsere Natur verstoßen. Deshalb besteht genau besehen der Großteil unseres Lebens im Reparieren unserer Verstöße. Wie sonst wäre es möglich, dass ‚dumme‘ Tiere alles lebenslang Gesunderhaltende und glücklich Machende arbeitsfrei genießen, wir mit unserem Fortschritt aber mehr und länger arbeiten denn je und trotz allen Fortschritts kränker sind denn je!?

Oder nocheinmal anders, als Bild, durchaus dem obigen Bild vergleichbar: Wir stehen auf einem unermesslich riesigem Berg. Doch anstatt uns über seine Größe und die vielen Geschenke zu freuen, ‚wursteln‘ wir ständig verändernd an seiner Oberfläche rum; als würden wir einzelne Steine des Ötschers oder Watzmanns glattpolieren müssen …

 

 

 


Wozu ein Partner !?

28. Juni 2013

Nichts passiert uns zufällig!
Niemanden treffen wir zufällig!
Nichts passiert uns zur falschen Zeit!
Aus keinem Erlebnis können wir NICHTS lernen!
Wir brauchen die Welt, wir brauchen das Leben und die Mitwesen um uns, uns selber zu spiegeln!
Um mehr über uns selber lernen zu können!

spiegelnSo auch in der Partnerschaft!

Wir brauchen einen Gegenpart, der uns, uns spiegelt!

‚Wie das?’ wirst Du vielleicht fragen.
Bist Du allein, erscheint Dir alles Tun als selbstverständlich, richtig und klar.
Bist Du mit jemandem zusammen, wird Dir gespiegelt werden
a) was es an anderen Perspektiven auch noch gibt und
b) was von Deinem Verhalten und So- Sein gut und was weniger gut ankommt.

Nun muss man anderen nicht unbedingt Priorität über die Richtigkeit oder Falscheit des eigenen Verhaltens einräumen.

Was aber wichtig und hochinteressant ist: Wir lernen aus unserer Reaktion auf Kritik oder Lob anderer unendlich viel.

Ein einfacher aber ‚goldener’ Merksatz dazu:
Alles, was uns emotional berührt, alles was uns bewegt, ist des Hinguckens (und Veränderns) wert.

Das heißt, was uns gefühlsmäßig berührt ist ‚verdächtig’! 😉
Da spüren wir Resonanz! Da könnten alte Wunden, Empfindlichkeiten oder auch Stolz- und Gebauchpinseltheiten auftauchen, die uns sagen, dass wir an dem Punkt noch zu arbeiten haben.

Ein Beispiel:
In Themen, in denen wir bereits völlig entspannt sind, können uns weder Beschimpfungen, Versagens- Unterstellungen, Beschuldigungen, noch Bezichtigungen o.Ä. aus der Mitte/ Ruhe bringen, weil wir einfach über solchen läppischen Anwürfen stehen.

Reagieren wir aber darauf betroffen, verärgert, wütend, verletzt, etc. haben wir in diesem Punkt noch etwas zu bearbeiten, noch etwas zu klären.

Einen wirklich guten Übersetzer, Techniker, Buchhalter, Sozialarbeiter, Bauarbeiter, Arzt oder Straßenkehrer kann man fachlich, einen sympathischen, zentrierten, in sich ruhenden Menschen allgemein, nicht aus seiner Mitte kippen!

Wie wirst Du ein so stabiler Mensch?
Unter anderem, wenn Du Dich gern spiegeln lässt von Deiner Mitwelt, von Deinem (geliebten) Partner …

Erkenntnis kann nur aus der Beantwortung von Partnerschaftsfragen, aus geklärten Unsicherheiten, Klarheit nur aus Spiegelungen, Größe kann sozusagen nur aus Demut bzw. Veränderungswillen entstehen …

DARÜBER denk vielleicht mal nach im Sinne von
paradise your life ! 😉

 


Wir Zwei- Hirner

5. März 2013

GehirnWir haben ein Kleinhirn. Das ist klein wie eine Zwetschke und sorgt für unser Überleben. Es atmet und herzschlägt uns. Es lässt uns reagieren, verdauen, regelt die Körpertemperatur, lässt uns spüren, heilen, verlieben und Sex, Gefühle und Orgasmen haben. Es schupft sozusagen locker und ohne viel Tamtam alles was wichtig ist und Spaß macht.

Darübergestülpt sitzt unser Großhirn. Das ist ca. 10 mal so groß wie das Kleinhirn, tut nichts wirklich Wichtiges sonder denkt mehr oder weniger bloß über all diese Lebensfunktionen des Kleinhirns nach und redet teilweise seeehr gescheit darüber 😉

Und welches von beiden, was ist uns wichtig(er)?
Das Großhirn natürlich! 😉

Und das spiegelt unseren ganzen Lebens- Irrwitz wieder.
Wir sehen vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Wir sehen vor lauter Lerninhalten, Gesellschaftskonventionen, Gesetzen, Regeln, Aufgaben, Höflichkeiten, Tabus, Arbeiten, und, und, und unsere wunderbaren Leben nicht mehr.

Wir machen uns sozusagen unsere Leben Großhirn- schwer.
redball Wir haben z.B. völlig vergessen, dass es mal lebenslang dauergesunde Leben gab. – Ohne Medizin und Pharma!
redball Wir haben z.B. völlig vergessen, dass wunderbare Leben auch ohne Arbeit möglich sind.
redball Wir haben z.B. völlig vergessen, dass Bewegung nicht Auto, Flugzeug, Lift oder Rolltreppe ist, sondern auch Freude, Muskelspüren und Frischluft bedeuten kann.
redball Wir haben z.B. völlig vergessen, dass nicht Knigge- Steifigkeiten, sondern Körperkontakt und Aufmerksamkeiten glücklich machen.
redball Und, und, und.

Damit will ich unseren Großhirn- Fortschritt nicht verteufeln.
Ich möchte bloß daran erinnern, dass das Großhirn ’nur‘ ein Werkzeug ist, das wir nur dann rausholen und anwenden sollten, wenn es sinnvoll ist.
Das tun wir leider nicht. Im Gegenteil, wir werden vom Großhirn, von unseren Zwängen und vermeintlich notwendigen Aufgaben förmlich getrieben.

Wenn Du eine Staumauer planst, schalt‘ das Großhirn ein. Wenn Du Dein Auto zerlegst, schalt das Großhirn ein. Wenn Du Deinen Kontoauszug kontrollierst, schalt Dein Großhirn ein.
Oder besser: schalt davor das Großhirn MIT dem Gefühlshirn ein und überleg genau, ob Du all diese Unsinne überhaupt wirklich brauchst.

ABER lass es ausgeschalten wenn Du es nicht brauchst! Wenn Du mit der Freundin im Bett liegst. Wenn Du durch den Wald gehst. Wenn Du einen Sonnenuntergang betrachtest.
Lass es die allermeiste Zeit ausgeschaltet!
Geh immer öfter ins Fühlen, ins Beobachten, in die Sinne, ins Hier und Jetzt!

 


Die Liebe

16. Oktober 2012

Liebe wie wir sie heute verstehen ist eigentlich eine relativ neue ‚Erfindung‘.
Die heutige Liebe ist erst in der Romatik entstanden. Davor gab es nur Sachzwänge, Gebräuche und Triebe.
Auch bei Tieren werden die Weibchen weder angeschmachtet noch er- bis überhöht.
In vielen Weltgegenden sind heute immer noch arrangierte Ehen üblich und die Trennungsraten nicht höher als in den Gesellschaften mit Liebes- Ehen.
Viele Spielfilme, Romane, Theaterstücke und reale Schicksale erzählen von Dramen, die sich abspielen, wenn ein Paar zusammengeführt werden soll, das sich nicht oder nur einseitig liebt.

Mir geht es heute überhaupt nicht darum welche Variante besser oder naturrichtiger ist; – die Exklusivpartnerschaft/ Einehe ist im evolutionären Sinn nicht unbedingt die einzige oder effizienteste Variante.
Mir geht es darum, zu zeigen, wie sehr wir unsere Welt und sogar unsere Gefühle selber gestalten.
Wir sind doch zutiefst davon überzeugt, in der Liebe ganz tiefe und unverzichtbare Gefühle zu empfinden. Dass diese im vorvorigen Jahrhunderten noch überhaupt kein Thema waren oder dass sie nach einigen Jahren Ehe kein Thema mehr sein könnten, ist heute nur mehr schwer vorstellbar.
Dennoch ist es so, wie auch Hirnforscher heute bestätigen, dass WIR unsere GEFÜHLE durch unser DENKEN erschaffen.

Ja! Lass Dir das auf der Zunge zergehen! …

WIR erschaffen uns unsere GEFÜHLE durch unser DENKEN!

Lass Dich also nicht runterziehen von schlechten Gefühlen.
Lass Dich zu keinen voreiligen Handlungen und Entscheidungen aufgrund Deiner Gefühle hinreißen.
Sei Dir klar darüber, dass sogar Gefühle die eventuell Dir selber schaden, DU SELBER erschaffen hast!
Erschaffen durch oftmaliges SO denken.
Erschaffen durch Außenbilder, die Du in Dich ‚reingenommen‘ hast.
Erschaffen von (falschen) Überzeugungen die Dir ‚eingebaut‘ wurden oder die Du irrtümlich angenommen hast (weil sie ev. früher mal stimmten).

Beginne noch heute, beginne sofort, Deine Gefühle von morgen zu erschaffen. Denke ausschließlich gut, liebe- und lichtvoll und schütze ‚Dein Inneres‘ vor ‚Verschmutzungen von außen‘.

 


Wozu hast Du Hirn?

22. August 2012

oder

Zwei Brüder

oder

Davor oder danach

So! Genug der Überschriften …

Es gibt in Deutschland zwei Prominente Brüder. Einer schreibt Lieder, der andere Bücher. Einer begeistert Massen, der andere behandelt Patienten. Einer ist Musiker, der andere Mediziner.
Herbert und Dietrich Grönemeyer.

Irgendwie sind sie beide im Gesundheitsbereich tätig, versuchen, die Leben ihrer Klienten zu verbessern …
Ich behaupte nun: ‚Der Erstere tut mehr für die Gesundheit als der Mediziner‘.
Klar, man kann seine Musik und Konzerte auch missbrauchen, kann sich dabei zukiffen, betrinken, rauchen, couchpotatoen …
Oder schlicht und einfach nicht mögen.
Im Grunde aber ist das entgrenzte Hüpfen zu Herberts ‚Mambo‘ oder das herzliche Umarmen bei ‚Ich hab Dich lieb, so lieb‘ die bessere Medizin.
– Genau genommen: Die bessere ‚Prävention‘!

Denn das ist der gravierende Unterschied an Beider Herangehensweise.
Die Musik wirkt DAVOR, der Mediziner unterdrückt Symptome DANACH.
Während einer sozusagen musikalische Gesundheits- Prävention betreibt, versucht der Andere das was bereits schiefgelaufen ist, zu reparieren.

Und um den Bogen zur ersten Überschrift zu schließen:

Das DAVOR ist weitaus besser, als das DANACH!

DARAN bitte immer denken (deshalb die ‚Hirn‘- Überschrift) und zur Anwendung bringen!
Oder wie das hier vermutlich ohnehin schon überstrapazierte Motto lautet:

paradise your life !   – Bevor es ‚zu spät‘ ist!

 

Nachsatz: Und warum ist dann tragischer Weise Herbert Grönemeyers Frau in so jungen Jahren bereits verstorben?
Weil – und deswegen gibt es auch diesen blog – die Menschen noch immer nicht restlos aufgeklärt und informiert sind über ihre Ur- Bedürfnisse, über ein artgerechtes Verhalten, über eine naturrichtige Lebensweise!

Herbert Grönemeyers Musik bzw. das Geschunkel, Gehüpfe, die dazugehörigen Gemeinschafts- Gefühle, Glücksmomente, Liebes- ‚Anfälle‘ … sind ein wunderbarer Teil wirklichen Lebens. Aber nicht alles!
Vom Rest lest Ihr hier am blog! 😉

 


Schubladisieren …

30. April 2012
… nennt man u.a. die Vereinfachungen, die man tagtäglich vornimmt, um Menschen, Situationen, Arbeiten, etc. zu vereinfachen bzw. sie auf ein Wort zu reduzieren.
Das ist eine ganz wunderbare Fähigkeit und Strategie unseres Gehirns.

Ein Baby nimmt monatelang unzählige Eindrücke, Farben, Gerüche, Bewegungen, Geräusche, Stimmlagen, Berührungen, und, und, und von seiner Mutter auf um all das dann ‚Mama‘ zu benennen.
Im Laufe der Jahre lernt dieses Kind all die ursprünglichen Eindrücke zu benennen und könnte nun die ‚Mama- Schublade‘ wieder öffnen und alles was da drinnen ist aufzählen.

Warum ich das hier erzähle?
Weil es viel mit unserem Lebensglück zu tun hat!

Glück gedeiht ausschließlich auf Gefühlen, nicht auf Worten.
Und wenn doch, dann nur deshalb, weil wir mit den Worten Gefühle assoziieren.

Sind wir uns unseres Schubladisierens bewusst können wir besser unser Leben gestalten. Einerseits ist dieses Vereinfachen und ‚Auf-ein-Wort-reduzieren‘ sehr hilfreich um schneller voran zu kommen. Andererseits verdeckt es glücklich machende Gefühle.

Klar kann ich, um das Gespräch schneller fortsetzen zu können die Frage ‚Hast Du gestern den schönen Sonnenuntergang gesehen?‘ mit den Gedanken ‚Ah ja, Sonnenuntergang!‘ und dem Wort ‚Ja‘ beantworten. Ich kann aber auch die Bilder, Farben und Gefühle dieses Ereignisses wiederauferstehen lassen, in Erinnerungen schwelgen und mich mit dem Gegenüber in Details austauschen.

Weniger Sinn macht solch eine Detailtreue wenn ich jemanden etwas erklären will, Anweisungen gebe oder einen Schnellüberblick geben will.

So gesehen sind unsere Namen, die uns gegeben wurden, die wir uns geben auch nicht unbedingt immer ein Segen. Es macht einen Riesenunterschied ob man an jemanden mit dem kurzen Satz ‚Das müsste die/ der … jetzt sehen!‘ denkt oder ob man sich detailreich vorstellt wie der liebe Mensch sich in diese schöne Sitaution einfügen, wie er reagieren, aussehen, sich in ihr bewegen, etc. würde.

Dieses Wissen um ‚Abkürzen‘ oder ‚breit Auswalzen‘ macht es leichter sich immer bewusst zu sein

WIE man tickt und
OB man es wirklich in dieser Sitation SO will

In diesem Sinn: paradise your life !