Ist Dir klar, wirklich klar …

8. Juli 2019

… dass wir überaus soziale Wesen sind!?
Dass wir nicht lernen müssen liebevoll, rücksichtsvoll zu sein!?
Dass wir von Anbeginn an liebevoll sind!
Du musst keinem kleinen Kind, dem Du ein Kücken in die Hände gibst sagen, dass es sorgsam damit umgehen soll …
Ja, vielleicht wiedererlernen, dass wir das müssen! Denn vielen von uns wurde es früh schon ‚ausgetrieben‘.

Dieses unser soziales Erbe, das wir uns Jahrmillionen- lang in Gemeinschaften angewöhnten, bewirkt, dass wir mit allen Menschen um uns, interagieren. Dass sie uns formen, wir sie mitformen.
Ja! Auch Du wirst noch immer tagtäglich geformt, von Deinem Umfeld!
Also wähl Deine Freunde und Partner gut und bedacht aus. Allein mit dieser Auswahl kannst Du schon die Richtung, in die Du gehen wirst, bestimmen.
Nur heute müssen wir diesen Personenkreis erweitern. Heute gibt es auch Medien, Filme, Romane, Werbung, und, und, und.
All das ist heute Deine Gruppe die Dich formt. Also wähle auch sie mit bedacht. – Um nicht zu sagen meide das Meiste davon

 

 

 


Hurraaaaa!

4. Dezember 2017

Wir haben es geschafft!
So ziemlich alles, was uns Jahrhunderte bis Jahrmillionen wohlige Geborgenheit, Harmonie und Lebensvielfalt lieferte haben wir über Bord geschmissen; oder besser gesagt dem Mammon geopfert.

Ab der industriellen Revolution vor ca. 150 Jahren ging es Schlag – im wahrsten Sinne des Wortes – auf Schlag: Alles Miteinander, alle Solidarität und funktionierenden sozialen Strukturen, wie Familie und Dorfgemeinschaften wurden sukzessive zerschlagen.
Niemand interessiert mehr
dass wir IMMER in Lebensgemeinschaften gelebt haben,
dass wir emotionale und soziale Bedürfnisse haben,
dass jedes Kind Gemeinschaft braucht um sich selbständig zu entwickeln,
dass ein selbstbestimmtes, aber eingebundenes Leben, samt Eigenverantwortung, aber gegenseitiger Hilfe, unsere Natur wäre.

Heute ist anonyme Massengesellschaft angesagt, in der für alles bezahlt werden muss, in der es keinerlei Vertrautheiten oder Sicherheiten gibt und exzessiv normiert wird. Dass jeder Mensch ein einzigartiges Unikat sein könnte wird durch konsumistische Exzesse vergessen gemacht.

Dass wir für überschaubare Gemeinschaften von maximal 150 Wesen ‚gemacht wurden‘ bzw. uns einer solchen Größe angepasst haben interessiert heute niemanden mehr, wenn wir durch anonyme Massen wusseln, im noch anonymeren Netz surfen oder im Job mit immer neuen, immer fremden Menschen zu tun haben.
Dass unsere Kleinen dafür ‚ausgelegt‘ wären sich inmitten vertrauter Gesellschaften selbst zu entfalten, interessiert niemanden, wenn er seine Kinder in die Fremdbestimmtheit von Krippen, Kindergärten und Schulen steckt.
Dafür aber sind dann unsere Partnerschaften um so kränker, da einerseits verkopft nüchtern, andererseits hilfsbedürftiger und klammernder …
Die Singles, obwohl künstlich hochgejubelt, sind in Wirklichkeit, wirtschaftlich und emotional die großen Verlierer dieses Zeitgeistes.

 
PS: Hast‘ eh nicht vergessen!? Hier gibts heuer den Adventkalender.
 

 

 


Treue, so ein Unsinn!

13. Juli 2015

Überleg einmal wieviel Leid, wieviele Dramen Du schon selber, oder auch bloß mit- erlebt hast aus einem einzigen Grund. Weil Männer, Frauen und Frauen, Männer als Ihr Eigentum, ihre Beute, ihre Exklusiv- Partner sehen und verstehen.
Erinnere Dich der vielen Ablehnungen, Trennungen, Scheidungen in Deinem Leben. Was haben Deine FreundInnen nicht schon gelitten aus Liebeskummer, weil sie verlassen wurden! Was tragen wir nicht alle an Ängsten in uns! Ängste, wieder verlassen, wieder enttäuscht, wieder abgelehnt zu werden!? All die Trauer über Treuebrüche, Seitensprünge, Affairen …
Oder auch die zahllosen ‚Kuckuckskinder‘, Kinder die Nichtvätern untergeschoben werden! Jahrelang zitternde Frauen, wem es ähnlich sehen wird, Jahrzehnte an Lügen, Fürchten, Verschweigen. Kinder die verletzt werden, die sich belogen und betrogen fühlen! Männer die an diesen Wahrheiten zerbrechen …
Stell Dir einmal diese Riesenmenge, dieses Riesenfass an Tränen, Leid, Enttäuschungen über all die Generationen vor! Heute weiß man, wie solche Traumen sogar über Generationen weiterwirken, über Generationen die Glücke vergiften!
Und wofür das Ganze!? …

Wie machen das ‚dumme‘ Affen? Genauer gesagt die uns nächsten Verwandten, die Bonobos?
Die haben den ganzen Tag Nähe, Zuwendung, Sex. Jede und jeder mit jedem. Keiner weiß von welchem Männchen die Kinder sind. Kinder sind einfach die Lieblinge aller.
Es gibt weder für die Kinder Verlassensängste, da immer jemand für sie da ist, weil sie immer geliebt werden. Es gibt für keinen Erwachsenen Trennungsschmerzen, Verlassensängste, da immer jemand da ist.

GemeinschaftLetzteres gälte bei 5 Milliarden PlanetarierInnen prinzipiell auch für uns. Doch wir beginnen bei bemerktem Interesse sofort mit dem seit Jahrtausenden eingeübten Unglücklich-mach- Spiel. Frauen machen sich rar, Männer strampeln und hampeln und wollen besitzen. Eifersucht, Misstrauen, Enge mit einem langen Schwanz an weiteren Unglücksfolgen bis hin zu Lügen, Intrigen und Morden sind die Folge.

Auch die Auswirkungen dieses ‚Separatismus‘ ganz allgemein auf die Gesellschaft sind katastrophal! Jeder gegen jeden, tagtäglicher und rundum Wettkampf, Besser-sein-Wollen und Besser-sein-Müssen um jeden Preis, Beurteilungen, Zensuren, Ablehnungen, Ellbogen- Mentalität, und, und, und …
Alles aus diesem ‚Nur ich, ich, ich‘ und ‚Gewinnen müssen‘- Denken heraus!
Kein Gemeinschaftssinn, kein Zusammenhalt!
‚Ich gegen alle anderen‘, anstatt ‚Wir gemeinsam‘!
DAS ist unsere ‚Kulturleistung‘! – Auf die wir uns sogar auch noch etwas einbilden!

Und die Frauen- Emanzipation? Geht die vielleicht in die Bonobosche Matriarchats- Richtung?
Nein, siehe Thatcher, Merkel und andere Nadelstreif- Kostümlerinnen! Sie arbeiten hart daran, die noch männlicheren Männer zu sein!

Treue? Wunderbar!
Aber nur die Treue zu uns selber, zu unseren Bedürfnissen, eine Treue zur Gemeinschaft, zu unserem Zusammenhalt!
Ja, zu einer konstruktiven, gemeinschaftsbildenden Treue!
Nein, zur Egoisten-, Besitz(denken)-, Exklusiv-, trennenden, leidverursachenden Treue!

 

 
PS: Natürlich beruht unser Partner- Besitzenwollen zu weiten Teilen auch auf unseren Ängsten. Doch dieses Thema wurde hier bereits behandelt und ist ja ebenfalls eine ‚Kulturleistung‘, die es bei keiner Primatenart gibt.

 

 

 


Schon Rudolf Steiner wusste …

30. Juni 2012

Das soziale Hauptgesetz

Das Heil einer Gesamtheit von zusammenarbeitenden Menschen ist um so größer, je weniger der einzelne die Erträgnisse seiner Leistungen für sich beansprucht, das heißt, je mehr er von diesen Erträgnissen an seine Mitarbeiter abgibt, und je mehr seine eigenen Bedürfnisse nicht aus seinen Leistungen, sondern aus den Leistungen der anderen befriedigt werden.
Alle Einrichtungen innerhalb einer Gesamtheit von Menschen, welche diesem Gesetz widersprechen, müssen bei längerer Dauer irgendwo Elend und Not erzeugen – Dieses Hauptgesetz gilt für das soziale Leben mit einer solchen Ausschließlichkeit und Notwendigkeit, wie nur irgendein Naturgesetz in bezug auf irgendein gewisses Gebiet von Naturwirkungen gilt. Man darf aber nicht denken, daß es genüge, wenn man dieses Gesetz als ein allgemeines moralisches gelten läßt oder es etwa in die Gesinnung umsetzen wollte, daß ein jeder im Dienste seiner Mitmenschen arbeite. Nein, in der Wirklichkeit lebt das Gesetz nur so, wie es leben soll, wenn es einer Gesamtheit von Menschen gelingt, solche Einrichtungen zu schaffen, daß niemals jemand die Früchte seiner eigenen Arbeit für sich selber in Anspruch nehmen kann, sondern doch diese möglichst ohne Rest der Gesamtheit zugute kommen. Er selbst muß dafür wiederum durch die Arbeit seiner Mitmenschen erhalten werden. Worauf es also ankommt, das ist, daß für die Mitmenschen arbeiten und ein gewisses Einkommen erzielen zwei voneinander ganz getrennte Dinge seien.

Wem das zu kompliziert ist:
Einfach wie die Afferl in ihrer Gemeinschaft leben! 😉
Die brauchen ‚kein Gesetz‘, sondern sind durch einfaches ‚trial and error‘ darauf gekommen, dass gemeinschaftliches Denken und Handeln für jedes Mitglied besser ist als sich in Egoismen zu verlieren bis zu zerfleischen …

 


Einsame Zweisamkeit

1. August 2010

So üblich und selbstverständlich unsere Exklusiv- bzw. Paar- Beziehungen sind, so sehr wir Hoch-zeiten feiern und uns mit den Jungvermählten freuen, so üblicher und häufiger Single- Lebensmodelle werden, so sehr leidet unsere Seele darunter.
Zu lange schon leben wir Kleinfamilienmodelle um auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, ob diese Enge und Mindergesellschaft tatsächlich unseren inersten Bedürfnissen entspricht.
Auf der feststofflichen, körperlichen Ebene zeigt uns unser Körper, der weder lügt noch sich von neuen Ideen oder Werbe- Einflüsterungen so leicht beeinflussen lässt, wie unser Gehirn, wo es langgeht. Er reagiert auf nicht artgerechtes fast food, auf Braten und Cremeschnitten mit Adipositas, Darmkrebs und Karies und fühlt sich mit Rohernährung pudelwohl und bleibt lebenslang dauergesund.
Etwas anders verhält es sich mit unserer ‚Software‘. Was unsere Psyche betrifft, dauert es länger bis sie körperlich bzw. in Erkrankungen manifest wird.
Man ist eben vorerst etwas weniger zufrieden. Doch auch daran gewöhnt man sich oder merkt es nichtmal, dass man nur mit ‚halber Kraft‘ fährt, da man so sozialisiert wurde und alle anderen ja auch so leben.
Doch warum gehen so viele Partnerschaften schief je bewusster wir werden, warum gibt es so viel Gewalt in Familien, warum suchen die Menschen jetzt wieder vermehrt Nähe über Partnerbörsen?
Ein Blick zu den Primaten zeigt uns wie unsere Vorfahren Jahrmillionen gelebt haben: In Gruppen.
In überschaubaren Gruppen von vertrauten Individien aller Altersgruppen.
Danach haben wir auch heute noch ein Ur- Bedürfnis, auch wenn wir es uns nicht mehr vorstellen können und unsere Unabhängigkeit hochhalten.


Eine Gruppe sendet z.B. an ein neugeborenes Mitglied von Anfang an andere Signale und schafft andere Werte und Gefühlslagen, als eine Mutter, die bloß zu Wickel und Fütter- Zeiten, oder ein Vater, der überhaupt nur 1x täglich für eine Stunde, auftaucht und eine Kindergärtnerin, die plötzlich da, eine Mutter die plötzlich verschwunden, ist oder Lehrer die völlig inkontinuierlich wechseln. Auch Arbeitskollegen und Chefs sind nur ein Aufblitzen im gesamten Lebensfluss und keine gewachsene vertraut, harmonische Erscheinung.
Natürlich will ein jungverliebtes Paar Distanz von seiner Gruppe, doch sie sind sozusagen aus ihr hervorgegangen und fügen sich nach der ‚heißen Phase‘ auch wieder in sie ein.
Ein Menschenpaar aber, reißt sich aus seiner Stamm- Familie und Umgebung heraus und zieht sich in seine eigene Exklusivität zurück, in der beide überzeugt davon sind, dass der jeweils andere nun 100% ihrer Bedürfnisse abdecken wird, was natürlich von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. In einer Gruppe ist das kein Problem, da gibt es für alle Eventualitäten, Probleme und alles gemeinsame Freuen, Partner.
Für Menschenkinder ist es eine noch größere Katastrophe. Es gibt kaum noch Kontinuitäten, sie werden einmal dahin, dann wieder dorthin verschoben. Was bei Primaten ‚aus den Augenwinkeln‘ und nebenbei von Anderen und Älteren gelernt wird, muss jetzt durch Erziehung oder in reglementierter Form in Kindergärten, Schulen und Kursen gelernt werden.
Was unseren frühen Vorfahren unverbrüchliche Sicherheit und Vertrauen gab, was in der Salutogenese als Kohärenzgefühl als so wichtig für unsere Gesundheit und Zufriedenheit erkannt wurde, fehlt uns Zivilisationsmenschen meist völlig. Wir haben unzählige Ängste, fürchten uns vor Katastrophen und Schicksalsschlägen und wähnen die Zukunft und Mitmenschen als gefährlich und unsicher.
In einer vertrauten und von Anfang an bekannten Gruppe erlebt man sekündlich Geborgenheit. Hier wächst ganz selbstverständlich ein Urvertrauen in die Zukunft und in die Mitmenschen.
Diese Vertrautheit in der Gruppe fördert auch die körperliche Nähe und Zuwendung, nach der wir Heutigen so sehr ausgehungert sind. Wenn man sich unsere Kennenlern-, Begrüßungs- und Näherkomm- Rituale ansieht, ist es zwar verständlich, dass der Umgang Fremder irgendwie geregelt werden muss, aber ist es eigentlich nur zum Weinen lachhaft, wie sich Wesen, die im Prinzip alle Eins sind sich künstlich distanzieren.
Sich diese Herzlosigkeit und Seelenkälte erstmal bewusst zu machen und zu beobachten ist bereits ein erster Schritt zu mehr Nähe, Vertrautheit und Liebe des Nächsten und seines Umfeldes.
Im Paradies fühlen wir uns nicht mehr getrennt, sondern als Einheit, in der jedes Glied wichtig und von allen anderen liebevoll angenommen ist. Zu diesem Zustand, zu dieser Einstellung sollten wir langsam wieder hinkommen. In diesem Sinne:
paradise your life !