Ich bin fassungslos …

25. Februar 2021

Der neue ‚Fleischatlas‘ von GLOBAL2000 ist da!

Und für meinereiner ist es nahezu unglaublich! Jahrzehnte schon gibt es begeisterte Rohköstler, Veganer, Vegetarier, die ihr Ding vorleben, darüber Bücher schreiben, Videos online stellen, blogs schreiben, Filme drehen … Es gibt abertausende wissenschaftliche Studien die die enormen fleischlosen Vorteile für Gesundheit und Umwelt belegen. Es gibt zahllose Chefköche und Gourmets die vorzeigen, wie geschmacklich wunderbar genussvoll derartige Gerichte schmecken.

Und dann bewegt sich in puncto Fleischkonsum fast nichts!

Und wenn, dann so absurde Versuche wie im Labor gezüchteses Fleisch oder Insektenverzehr!

Bitte, wie einsichtsresitent macht denn dieser Fleischverzehr!?

Sind diese Leute, bei all ihrem Handy- Gewische, nicht einmal mehr in der Lage nach ‚Eiweißbedarf‘ zu googeln?
Selbst ein Baby, das noch wachsen muss kann das problemlos mit den nur 2% Eiweiß in der Muttermilch! Aber Millionen an ohnehin schon ausgewachsenen Menschen ‚müssen‘ sich mit Abermengen an toten Tieren … äh, Eiweiß vollstopfen!?

Auch, dass es des Geschmacks Willen passiert kann mir niemand erzählen. Ungewürzt und ungebruzzelt ist Fleisch doch das Langweiligste ever! Und bruzzeln und würzen kann ich doch alles andere auch!

Über diese – heutzutage allen zugänglichen – Bilder all dieser gequälten Kreaturen will ich nicht schon wieder schreiben …

Also völlig ver-rückt das ganze Fleisch- Gefresse!

Aber vielleicht klappts ja diesmal mit einem Blick in den oben verlinkten ‚Fleischatlas‘ …     


 
 
 


Es ist sooo unglaublich …

4. März 2020

… dass das niemand merkt!
Der Unterschied ist so gravierend! Und dennoch wird primär das Schlechtere gewählt, konsumiert, gelebt.
Ich kann es mir nur damit erklären, dass

die Sinne und damit das Qualitätsbewusstsein der Menschen unmerklich schleichend schlechter werden, und/ oder

die Menschen zu selten den direkten Vergleich haben.

Denn ein direkter Vergleich macht sicher und ist eindeutig!

Geh einfach nach ein paar Stunden Büro, Innenraum, PC raus und spür die frische Luft!
Geh nach ein paar Lese-, Fernseh- oder PC- Stunden raus und guck Dir den Sternenhimmel an!
Geh nach einer mehrstündigen Sitz- Session einfach raus, spring rum, kletter auf einen Baum, fahr mit dem Rad, kugel Dich mit dem Hund in der Wiese …
Jag Deine Kinder nach einem Schultag durch die Natur, anstatt zur Hausaufgabe!
Nimm jede nur mögliche Außen- Aktivität wahr!
Koste bewusst das Wasser eines Gebirgsbaches, einer Quelle!
Oder koste Schnee oder Eiszapfen!
Schmecke bewusst Wildkräuter und Kochkost- Geschmäcker!
Spür den Unterschied zwischen Klomuschel- sitzend und frei hockend sch…!
Erhorch den Unterschied zwischen CD- oder Radio- und Live- Musik- Qualität!

Diese Liste ließe sich tatsächlich ‚endlos‘ fortführen.
Mir war nach meiner Umstellung auf rohköstliche Ernährung und das Vergleichen auch anderer Zivilisations- ‚Errungenschaften‘ mit der Natur schnell klar, dass wir praktisch alles schlechter und blöder machen als es natürlich möglich wäre.
Nur konnte ich das niemandem sagen. Denn praktisch alle sind ja förmlich Zivilisations- hypnotisiert
Deshalb musste ich mich bei meinen – Segmenten auch auf 4 beschränken, – mit denen, ‚biegt‘ man sie sich auf ’naturrichtig‘, auch schon viel zu gewinnen ist.
Doch es lohnt sich absolut, sich wirklich alles kritisch anzusehen …

 

 

 


Der neue Minimalismus

30. September 2019

Kürzlich hörte ich von einer Untersuchung, bei der Menschen ein und derselbe Wein bei unterschiedlichen Hintergrund- Musiken kredenzt wurde. Du ahnst das Ergebnis vielleicht schon
Der Wein schmeckte dementsprechend unterschiedlich.

Wir alle kennen das von Griechischen Oliven, italienischen Weinen, und, und, und. Es schmeckt im Urlaub so fantastisch, dass wir es kauften. Doch zu Hause waren die Oliven lasch, der Wein sauer.
Das heißt nichts anderes, als dass wir mehr in uns aufnehmen, als wir denken und nur sehr grob unterscheiden zwischen Fleischessern und Vegetariern, zwischen BIO und Konventionell, Zwischen Koch- und Rohköstlern, etc.

Nur einmal so als Gedanken- Experiment: Könnte es nicht sein, dass wir alles wahrnehmen!?
Also sozusagen mit dem jeweiligen Bissen oder Atemzug, alles was mit daranhängt, mit, in uns aufnehmen?
Mit dem Apfel, den Standort des Baumes, seine Besucher, sein Alter, die ‚Erfahrung‘ der gesamten ‚Äpfelgemeinschaft‘, die ‚Schwingung‘ des Pflückers, die Transportbedingungen, die Lager- Umstände, die Aura der Regalbetreuer und Verkäufer, usw.
Vielleicht kennst auch Du so Beispiele wie Dir eine Oma, ein Bio- Bauer oder Dein Kind lachend und persönlich einen Apfel überreichte. Soetwas hat doch eine völlig andere Qualität als eine Plastikverpackung aufzureißen, oder?
Das klingt vielleicht absurd, am ehesten noch nach Sheldrake’s morphogenetischen Feldern. Doch Dein Gefühl wird Dir vielleicht bestätigen, dass da ‚mehr ist zwischen Himmel und Erde‘ als wir so tagtäglich denken.

Dieses obige Gedanken- Experiment würde uns am Beispiel ‚Ernährung‘, das Phänomen erklären, warum die Gedanken- und Gefühlswelten, als auch der Gesundheitsstatus von Normalköstlern, Rohköstlern und Fastenden derartig unterschiedlich sind.

Das ‚Drumherum‘, das all unseren ‚Primär- Konsumationen‘ anhängt könnte also mehr Wert, größeres Gewicht haben, als ‚die Konsumation‘ selber!
Wir wären also gut beraten, unseren Blick etwas auszuweiten …

Im Paradies(- Zustand) braucht man wenig, sehr wenig!
– Oder denkst Du ans Völlern, oder auch nur Naschen, wenn Du verliebt bist!?
Oder spielende Kinder! Es ist so unendlich dumm und überflüssig, Kinder x- mal aus ihrem Spiel zu reißen um sie zum Essen zu rufen um dann auch noch böse zu werden, wenn sie nur lustlos im Teller herumstochern.

Auch in diesem Sinne:

 

 

 


Destilliertes Wasser

15. November 2012

Eine selbsterlebte Uralt- Geschichte an die ich kürzlich wieder erinnert wurde:

Lang, lang ist’s her, da wollte ich die Wirkung destillierten Wassers an mir ausprobieren. Denn es geht die Theorie, dass solch ein Wasser ‚absolut leer‘ und damit besonders aufnahmefähig für Abzutransportierendes sei.
Ich fuhr mit meiner 25l- Ballonflasche zu einer bekannten Drogerie, von der ich wusste, dass da selbst destilliert wurde, ließ mir die Flasche füllen, fuhr heim und kostete.
Das Wasser schmeckte seeehr neutral. Ich begann meine Versuche und Beobachtungen.
Irgendwann holte ich eine weitere Flasche. Auch sie war ok.
Bei der dritten Flasche spieh ich den ersten Schluck gleich wieder in weitem Bogen aus. – Ich möchte dazusagen, dass ich mich damals schon einige Zeit rein rohköstlich ernährte und sehr wohl eineSensibilisierung meiner Sinne beobachtet hatte.

Ich rief die Drogerie an. Die Leute beteuereten, dass von ihnen aus alles in Ordnung sei.
Ich ließ meine Frau kosten. Auch sie konnte nichts Verdächtiges, konnte keinerlei Geruch oder Geschmack wahrnehmen.
Ich kostete abermals: Unerträglich! Widerlichster Kunststoff- oder Chemie- Geruch und Geschmack!
Ich ließ meine Kinder kosten: Alles in Ordnung. Reines Wasser.
Bevor ich an meiner Zurechnungsfähigkeit zu zweifeln begann, bat ich um einen Blindversuch. Meine Kinder verbanden mir die Augen und ließen mich abwechselnd vom neuen und vom alten destillierten Wasser und zwischendurch auch von unserem Leitungswasser kosten. Ich ‚erriet‘ alle Proben eindeutig richtig!

Ich fuhr zur Drogerie und ließ mir den Herstellungs- Prozess erklären.
Die Lösung des Rätsels war, dass ich die ersten Male das Wasser direkt von der Destillationsanlage in die Flasche gefüllt bekam. Die dritte Befüllung aber kam aus dem Zwischenspeichertank der Drogerie. Dieser war aus Kunststoff, aber als lebensmittelecht abgenommen und überprüft. Zusätzlich noch, wurde jede Wasser- Charge mit einem Leitwert- Messgerät auf Reinheit überprüft.
Auch mir wurde diese Messung vorgeführt und tatsächlich: Das Wasser war weit unter seinem Grenzwert. Dennoch stank und schmeckte es absolut scheußlich!

Als ich auch noch erfuhr, dass die Hauptabnehmer Firmen waren, die damit Infusionen herstellten, schickte ich eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft. Ich habe von dieser nie mehr etwas gehört …
Vermutlich wird dieses ‚Sauzeugs‘ auch heute noch in den Krankenhäusern den Schwächsten der Schwachen eingefüllt …
Prost!

 


food design

7. November 2012

So ’neuzeitlich verrückt‘ food design auch ist, verdanken wir ihm sehr interessante Erkenntnisse.
food designer haben von Geschmäckern, Konsistenzen über Gerüche, Symbolik, food- Akustik bis zu optischen und olfaktorischen Komponenten so ziemlich alle Größen des Essens(- Genusses) erforscht.
Man weiß, wie Knuspriges krachen muss, um bei Menschen gut anzukommen. Man weiß wie fein oder bröselig einzelne Nahrungsmittel sein müssen um vom Kunden angenommen zu werden. Man weiß, in welchen Farben neue Nahrungsmittel ‚erstrahlen‘ müssen um den Zugriff des Konsumenten zu sichern. Man weiß, wonach und wie etwas duften muss, um angenommen zu werden. Man weiß welche Textur gemocht wird.

Das alles aber brauchen wir nicht zu wissen. Uns reicht die Essenz all diese Forschens:
Wir lieben, was wir gewohnt sind!
So einfach is(s)t der Mensch!

So wurden z.B. lange Zeit ‚Öko- Ketchups‘ abgelehnt, weil sie Tomatenstückchen enthielten, die den Menschen von den ersten und frühen Ketchups her unbekannt waren und sie nun eher irritierten bis ekelten.

Die braunen Smarties wurden mittlerweile eingestellt, da deren Farbe am wenigsten von allen angenommen wurde.

Dafür enthalten Gummibärchen- Packungen doppelt so viele rote Bären wie andersfarbige, weil wir rot mit Süße assoziieren …

Was lernen wir daraus?

Wir müssen neue Gerichte erst ‚lernen‘.

Design Dir Deine neue rohköstliche Ernährung nach gesundheitlichen, evolutionsrichtigen Gesichtspunkten und gewöhn‘ Dich daran bzw. gib Dir Zeit, Dich daran zu gewöhnen.

 


Omas wunderbarer Apfelkuchen

3. November 2012

Der einmalige Rindereintopf ‚meiner Frau‘.
Franz Antels fantastisches Krautfleisch.
Peters unvergessliche Mitternachts- Suppe.
usw.

Was es nicht so alles an kulinarischen Herrlichkeiten gibt …
Wer kennt nicht solche Schwärmereien?

Und weißt Du was Omas Kuchen so gut macht?
Die Gewohnheit!
Wir haben uns von klein an, an Omas Kuchen, noch dazu mit ihrer liebevollen Zuwendung, gewöhnt.
Uns schmeckt primär das, was wir gewohnt sind, was uns vertraut ist.
Wir sind, aus evolutionär durchaus sinnvollen Gründen, ‚Gewohnheitstiere‘.
Auch viel ‚Pomp und Trara‘ lassen uns manche Speisen als ‚besonders gut‘ einspeichern.

DAS sollten wir bedenken, wenn wir uns in neue – aber bitte sinnvolle! – Bereiche wagen.

Auch an naturrichtiges Essen müssen wir uns erst (wieder) gewöhnen. Ein besonderer Rahmen, liebevolle Zuwendungen, gute Gefühle und oftmalige Wiederholungen unterstützen die ‚Festsetzung‘ und Annahme in uns.

 


Unsere Zukunft

5. Mai 2012

In was oder wem sollte unsere Zukunft sonst liegen als in unseren Kindern?

Um so trauriger oder bedenklicher, wenn man sich den Artikel in der neuesten INWIEN ansieht. Hier wird berichtet, dass Australische Volksschüler glauben, dass Joghurt auf Bäumen wächst und Nudeln ein Fleischprodukt sind …
Naja, bei uns glauben sie wenigstens’nur‘,dass Kühe lila sind 😉

Ein eben Vater gewordener Starkoch wollte diese Horrormeldungen nicht glauben und lud kurzerhand vier Kinder zur Vergleichsverkostung von Fertigprodukten und von ihm selber Zubereitetem.

Ein Honig-gesüßtes Naturjoghurt mit frischen Erdbeeren wurde von allen Vieren abgelehnt. Als er die Kiddies dennoch von der Frischequalität überzeugen wollte indem er mit dem Löffel eine Erdbeere rausfischte prallten diese entsetzt zurück und riefen: ‚Igiiiitt! Was ist denn das?‘
Erst nachdem er seine Kreation ‚zugezuckert‘ hatte wurde sie zumindest von 2 Kindern doch noch angenommen.

Ähnlich verlief der Vergleich zwischen frisch zubereiteter Gemüse- und einer fertigen Packerl- Suppe. Die Kids befanden, dass die vermutlich – wie üblich – übersalzene Fertigsuppe ‚würziger‘ und damit besser schmeckte.
Kein Wunder! Bei der Frage nach ihren Lieblingsspeisen scholls wie aus einem Mund: Grillhenderl und Pizza!

Selbst Jamie Olivers ‚Kampf‘ gegen die Fertig- Schuljause in England soll bereits mehr oder weniger verloren sein. Zu viele Eltern geben ihren Kindern demonstrativ Burger mit um zu zeigen, dass sie sich in puncto Kinderernährung nicht bevormunden lassen wollen …

Gute Nacht, Abendland!

 


Mütter vernichten Kinder- Leben …

31. März 2012

… oder retten sie!

Es ist mittlerweile wissenschaftlich ‚wasserdicht’ und erwiesen, dass das Geschmacksempfinden von Kindern und den späteren Erwachsenen im Mutterleib, beim Stillen und durch die frühe Babynahrung geprägt wird.
Was die Mutter verzehrt findet sich sowohl im Fruchtwasser als auch in der Muttermilch.
Selbst wenn Kleinkinder anderes Essen bekommen, als ihre Eltern reichen die Gerüche um spätere Dispositionen für das Elternessen zu manifestieren.
Später dann werden die Ernährungsgewohnheiten der Eltern ‚ abgeschaut’, – Buben die der Väter, Mädchen die der Mütter.

Wenn man sich die enormen Gesundheits- und Lebenserwartungs- Unterschiede zwischen Normalessern und Artgerecht- Essern ansieht, ist es eigentlich unverantwortlich, Müttern so gedankenlos ihren meist grottenfalschen Ernährungs- Wahnsinn an die nächste Generation weitergeben zu lassen…

– Aber Hauptsache wir haben für den Geografie- und Geschichts- Unterricht eine Schulpflicht und brauchen für dämliches Lenkraddrehen einen Führerschein! 😉
Oder anders gefragt: Warum ist es Körperverletzung jemandem eine Ohrfeige zu geben? Nicht aber, wenn eine Mutter ihrem Kind Karies, Adipositas oder Allergien anfüttert?
Angestellte haben längst ein Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz! Kleinkinder nicht!

Wie wenig wert dem Staat, den Politikern, den Menschen die Gesundheit der nächsten Generation ist, zeigt allein schon, dass schlimmste fast food- und Naschzeugs- Ketten ungeniert Werbung machen, schon Kleinste an sich ziehen und in Schulen rumquirln dürfen.

Ärzte die als fast Einzige Zugang zu all diesen Studien haben, halten natürlich still, da diese bald kranke Generation ihnen ihr fettes Einkommen sichern wird!
Die nächsten Mitwisser, die Medien, die Journalisten wiederum, stehen im Sold dieser mächtigen Firmen und werden sich hüten aufklärerisch zu wirken.
Also wieder mal das Geld, das die Welt regiert und unsere Kinder ruiniert!

 


‚Gaumenkitzel‘

2. Februar 2012

Wir wurden von der Evolution, oder wenn Du willst, von der Schöpfung mit einer ganz wunderbaren Funktion ausgestattet:

Das, was uns am besten schmeckt,
ist auch (in diesem Moment) das absolut Beste für uns

Damit brauchen wir weder Ernährungsratgeber noch Ärzte. Diese geniale Zusammenarbeit von Geruchs- und Geschmacksinn mit den Bedürfnissen unseres Körpers brachte uns bestens durch Millionen von Evolutionsjahren. Ein gesünderes, einfacheres und genussvolleres Leben gibt es nicht!
Man isst einfach immer das, worauf man Lust hat bzw. was einem am besten schmeckt. – Und tut sich damit etwas Gutes!

So weit, so wunderbar!
ABER leider haben wir uns dieses Geschenk, das neben lebenslangem Genuss auch zu ebenso langer Dauergesundheit führte, ganz gehörig versaut. Wir haben zwar mit viel Raffinesse aber auch mit viel Kurzsicht begonnen, unsere Speisen zu verarbeiten, zu mischen, zu würzen (siehe auch ‚Der Würzbetrug‘).
Damit wird unser Körper um die Speisen und Inhaltsstoffe gebracht, die er für seine einwandfreie Funktion bräuchte. Stattdessen wird ihm Nichtbenötigtes reingewürgt, das er erst wieder mühsam entsorgen muss.
Fatalerweise schmeckt uns aber dieses ‚Mogel- Essen‘!
Wir sind es von klein an gewohnt und wollen häufig nicht davon lassen.
Und ebenso fatalerweise funktioniert diese obige, einfache Gesetzmäßigkeit mit unseren heute gewohnten, verarbeiteten Nahrungsmitteln nicht mehr.
„Mein Körper verlangt nach Schokolade/ Bier“ ist schlicht und einfach Unsinn bzw. Selbstbetrug oder gar die Bemäntelung einer gefährlichen Sucht.

Doch die guten Nachrichten sind:

a) WIR sind die Chefs in uns! – Nicht unser Geschmack!
WIR können bestimmen, WAS wir essen. Wir sind nicht der Sklave unserer Gewohnheiten und Sozialisationen.
Und die nicht minder wichtige ‚gute Nachricht‘:

b) Uns schmeckt, was wir gewohnt sind!

Oder anders gesagt: Wir essen nicht was uns schmeckt, sondern uns schmeckt, was wir (lange genug) essen.
Ein Aborigine schwärmt genauso von seinen gegarten Engerlingen, wie ein Wiener von seinem Schnitzel oder ein Amerikaner von seinen Marshmallows.

Was also ist die Konsequenz aus diesen Fakten?
Du brauchst bloß für einige Zeit wieder dem ‚Chef‘ in Dir die Führung überlassen und artgerechte Nahrung, also unverarbeitete Früchte, Gemüse, Nüsse und Samen essen und Du wirst Dich an diese feinen Geschmäcker gewöhnen und sie bald nicht mehr missen wollen.
Ja, es ist sogar so, dass Du dann nicht mehr verstehen wirst können, wie Dir je all dieses fadgekochte, verbrannte, übersüßte, versalzene und überwürzte Zeugs schmecken konnte.

Diesen Geschmacks- und Zufriedenheits- ‚Rausch‘ würde ich mir an Deiner Stelle nicht entgehen lassen … 😉

 


F.S.S.S.

23. Mai 2011

Die rohköstliche Küche ist ähnlich breit und abwechslungsreich wie die Koch- Kulinarik.
Die Palette reicht von frugaler Monokost bis zur Gourmet- Rohkost.
In Büchern, Internet und Seminaren sind zahlreiche Rezepte dazu zufinden.
Für mich ist der Vorteil von Rohköstlichem, dass man sehr gut ohne Rezepte auskommt, da nur Zutaten verwendet werden, die für sich schon gut schmecken, was man von Mehl oder rohem Fleisch nicht eben behaupten kann.
Von Russell James hab ich ein Sytem gelernt, wie man wirklich jede Mischung und Kombination rund hinkriegt, wenn sie es einmal nicht auf Anhieb tun sollte.
Ein Tisch hat 4 Beine, gleich lange, wenn er gut stehen soll. Ähnlich sollte ein Gericht nach 4 Richtungen ausgewogen sein:
Fett, Säure, Salziges und Süßes

Fett
Da wir Butter und Margarine nicht und Öle kaum verwenden, zählen hier primär Avocados, Oliven und Nüsse/ Nussmuse zu den Fetten.
Fette

  • schmeicheln der Zunge und tragen den Geschmack zu den Geschmacksknospen
  • mischen alle Geschmäcker und
  • sättigen
  • Säuren

  • sind die Gegenspieler der Süße und
  • mildern Erdiges
  • Salziges

  • welkt an und erweicht besonders Kreuzblütler
  • Bricht Zellen auf, und ermöglicht den Fetten den Geschmack- Austausch
  • Süßes

  • bricht/ vermindert Bitteres und Saures und
  • kann herzhafte Gerichte entscheidend heben
  • Ist man sich über die Stimmigkeit eines Gerichts nicht sicher, hilft es, gezielt auf je eine dieser Richtungen zu achten.
    Oft reicht es aber auch schon, wenn man einem anfangs ungewöhnlichen Gericht bloß eine längere Einschmeichel- Phase zugesteht … 😉

    Ein m.E. ebenfalls wichtiges Kriterium ist die Konsistenz. Es ist oft verblüffend wie unterschiedlich etwas als Saft, fein vermust, geraffelt, gestiftelt, gewürfelt oder in Scheiben/ Stücken schmecken kann.
    Für feinere Konsistenz kann ev. nachgemixt werden. Für mehr ‚Körnigkeit’/ Biss lassen sich immer noch div. Samen/ Nüsse mit reinmischen.