Systemische Therapie

18. Juni 2014

Seit Jahrzehnten schon gibt es in Psychologie, Sozialarbeit, Organisation, Therapie, etc. den systemischen Ansatz. Das heißt nichts anderes als: Kein Mensch lebt, verhält, reagiert, ist für sich alleine so wie er ist. Wir alle stehen in ständigem Austausch mit unserer Mitwelt, beeinflussen uns gegenseitig, bilden Systeme.
Betrachtet man nicht nur den Einzelnen, den ‚Problemträger‘ sondern sein ganzes System, spricht man von einem systemischen Ansatz.

So weit, so wunderbar!
Nur so wirkliche, ganzheitliche Rundum- Erfolge werden damit dennoch nie erzielt werden können. Denn, und jetzt komme ich zum ‚paradise your life‘- Thema. Denn zur wirklichen Befreiung, echten Heilung und restlosen Befriedigung des Menschen, fehlt im System, fehlt in der ganzen Gesellschaft, fehlt ein ganz entscheidender Teil!

Trotz systemischem Ansatz köcheln diese Menschen dennoch immer nur ‚in ihrem eigenen Saft‘. Ohne diesen wichtigen Teil, ohne diesen Input und neuen Ansatz, ohne ’neues Gewürz‘, ohne der Tür in den nächsten Raum, wird die Sauce immer denselben Durchschnittsgeschmack haben, werden sich alle ‚Systemiker‘ immer nur im selben Raum bewegen.
Konkret übersetzt auf diese (Problem-) Gesellschaft:

Pfeil Was bleibt den Systemikern anderes übrig, als im Krankheitsfall einen Doc aufzusuchen? Bei dessen Versagen zum nächsten, der allerdings aus derselben ‚Schmiede‘ kommt und auch keinen wirklich anderen Ansatz verspricht, zu laufen?
Pfeil Wie sollte oder könnte jemand sehen, in welcher Bescheuklappung er steckt, wenn doch alle dasselbe tun, dasselbe Verhalten zeigen, dieselben Denmuster, Krankheiten und Probleme haben?
Pfeil Wohin sollte sich jemand mit einem bestimmten Bedürfnis wenden, als an eine der bekannten Firmen, Geschäfte, Institutionen, die aber allesamt Teil dieses krankmachenden Systems sind und deshalb wieder keine Lösung werden anbieten können?
Pfeil Wie könnte ein Systemischer Therapeut jemandem helfen, solange er selber noch in diesen gesellschaftlichen Denk- und Gefühlsmustern, in diesem System, steckt!?
Pfeil

systemmobileDeshalb brauchen wir einen völlig neuen, und zwar einen Evolutions- systemischen Ansatz!

Die Leser dieses blogs wissen, dass dieser neue Ansatz zugleich der allerälteste, weil verlässlichste, bewährteste und erprobteste ist.
Wie Einstein schon erkannte kann aus dem System, das Probleme verursacht, nicht die Lösung derselben kommen. Wir müssen uns lösen aus dieser Gesellschaft, aus unseren Denkmustern! Aber nicht irgendwohin, sondern in die Richtung, für die wir genetisch, bedürfnisorientiert angelegt sind.

Wir alle verleugnen tagtäglich unsere Ur- Bedürfnisse, die wir am Besten noch im Verhalten von freilebenden Primaten beobachten und auch tief in uns nachspüren können.
Auf diese Inputs, auf dieses Verhalten haben wir ein Anrecht, ein Geburtsrecht! Nur dieses Ur- Verhalten kann unsere Ur- Bedürfnisse befriedigen.

Unser Geist ist bekanntlich Überlichtgeschwindigkeits- schnell, doch unser Körper hat noch dieselben Bedürfnisse wie vor Millionen Jahren! Unsere Zellen sogar die Bedürfnisse wie vor hunderten Millionen Jahren!
Wir sind in diesen Ur- Zeiten entstanden, haben uns in diesen Zeiten in die damaligen Gegebenheiten perfekt hineinentwickelt und angepasst.
Die genetische, die Körper- Evolution ist aber NICHT gedankenschnell, sondern Körper-, Generationen- und Jahrmillionen- langsam.

Jedes Neugeborene zeigt noch die Reflexe und Bedürfnisse die auch bei den Menschenaffen zu beobachten sind. Wir haben unsere Kleinen nicht allein in Betten zu legen! Sie brauchen den Körperkontakt! Wir haben ihnen nicht hochmoderne Fertignahrung einzufüllen, die ihr ‚alter‘ Körper als Fremdstoff sieht! Sie brauchen Muttermilch und unverarbeitete Naturprodukte! Mensch braucht nicht klimatisierte Büros, Fabrikshallen, Explusivpartnersvchaften, Fitnesscenter, und, und, und! Mensch braucht zu seinem Glück einfaches Sein in einer vertrauten Umgebung und Gruppe in freier Natur!

Die Liste unserer Zivilisations- ‚Fehler‘, unserer unbewussten Selbstverletzungen, ließe sich hier endlos weiterführen. Manchmal denke ich sogar, es gibt nichts, was wir NICHT falsch machen 😉
Wir sind nahezu besessen vom Gedanken uns alles ‚untertan‘ machen zu müssen.
Es wird Zeit zu erkennen, dass wir damit immer an den Ästen gesägt haben, auf denen wir saßen.

In solch einer Situation kann auch die bestgemeinte Systemische Therapie nicht helfen.
Wir brauchen dringendst den Evolutions- systematischen Ansatz!

So wunderbar die Erweiterung von punktfokussierten Methoden auf die Sicht des Gesamtsystems war, so heilsam wird die weitere Erweiterung auf den Evolutions- systemischen Ansatz sein!
Und keine Panik, gell! Sooooo neu ist dieser Ansatz auch wieder nicht. Er ist sozusagen ‚bloß‘ die sytemische Erweiterung auf unsere Geschichte, auf unsere Urzeiten und (genetisch angelegten) Urbedürfnisse.

Also, in diesem Sinne:
Auf die Plätze, fertig, los!
paradise your life ! 😉

 

 

 


Medienlügen

3. Mai 2014

Oder sollte ich lieber sagen: ‚Medien- Bescheuklappung‘?
Immer wieder bin ich fassungslos, wie sehr Menschen via Medien verdummt werden. Dabei meide ich Formate, die z.B. voll mit Werbung – der unverschämtesten Form der Menschenverdummung – sind, ohnehin. Doch selbst in seriösen Medien, in Wissenschaftsnachrichten, in Leserbriefecken, die, wie man doch meinen möchte doch wohl von kompetenten Fachleuten betreut werden würden, grassiert viel zu häufig ‚alter Irrglaube‘.

Mit ‚altem Irrglauben‘ meine ich längst widerlegte Irrtümer die aber ‚in der breiten Masse‘ noch jahrzehntelang weiterwesen …
Dieses gesellschaftliche Beharrungsvermögen fusst natürlich nicht nur auf Unwissenheit oder Veränderungs- Faulheit, sondern auch auf massiven Geschäftsinteressen.
Die Medizin ist dafür ein tragisches Beispiel. Da wird z.B. immer noch von ‚Abnützungserscheinungen‘ schwadroniert, obwohl jeder Medizinstudent im ersten Semester schon all die Zellerneuerungs- Themen durch hat.
Dennoch getraut sich kaum ein Journalist, zumindest abschließend, NICHT einen Mediziner mit einzubinden, der dann Kompetenz vorgibt, obwohl sich häufig ‚die Balken biegen‘. Diesen Wahnsinn kann man aber nur mit kindlichen Augen a la ‚Des Kaisers neue Kleider‘ beobachten.

Wie sehr ich manchmal ‚Opfer‘ dieser Usance werde, zeigt folgendes mail, das ich kürzlich zu meiner Abreaktion ‚unbedingt‘ versenden ‚musste‘ 😉
Du kannst mich dafür gerne für bescheuert halten. Du könntest daran aber auch sehen, wie sehr bei uns vieles, und leider unwidersprochen, schief hängt bzw. wie sehr mich solche Ungerechtigkeiten und Unverschämtheiten, auch wenn’s manchmal vielleicht ’nur‘ Gedankenlosigkeiten sind, berühren:


Liebe Frau Sabrina Adlbrecht!
Obwohl Wissenschaftssendung, also nicht eben emotionell: Ich hätte schreien können!
Kennen Sie diese (Albtraum-)Situationen, in denen man sieht wie anderen Schlimmes passiert und sie nicht warnen, ihnen nicht helfen, sich ihnen nicht verständlich machen, kann?
So ist es mir bei Ihrer o.g. Sendung ergangen.
25 Minuten labern Leute die nichts wissen (wie sie selber zugeben) und jammern Betroffene von ihren unvorstellbar tragischen Leben und ich weiß wie’s geht und sitze daheim und schreib Ihnen jetzt ein mail, das sicher auch nichts bewirken wird. Sind Sie doch Wissenschafts- Journalistin und was sonst, außer – vorgeblich – gesichertem Wissenschafts- Wissen, sollte in einem ORF Beachtung finden, könnte von den jahrzehntelang gehirngewaschenen Menschen geglaubt werden!?
Morbus Crohn und Colitis sind, wie man mittels globaler Gesundheits- Statistikdaten leicht überprüfen kann, Zivilisationserkrankungen.
Und wie bitte sollte – mal die Wissenschafts- Bescheuklappung beiseite lassend – der Körper noch deutlicher zeigen, dass er diese Art von Essen schleunigst aus sich draußen haben will, als mit CEDs?
Dazu kommt, dass es seit ca. 100 Jahren Literatur, beste Belege und Arbeiten gibt, die zeigen, dass Entzündungen nur in übersäuerten (Kochkost-)Körpern vorkommen bzw. nach einer Ernährungsumstellung innerhalb kürzester Zeit verschwinden.

Aber Sie lassen dennoch lieber ‚Ihre‘, nichts wissenden Wissenschafter und Ärzte ‚endlos‘ fabulieren über eventuelle Möglichkeiten, ‚kriminelle‘ Darmentfernungen, Hypothesen, fehlende wissenschaftliche Untersuchungen und ähnlichem Blabla, und weitere – ich will gar nicht wissen wieviele! – Patienten in dieser unsäglichen Situation.
Als Tupfen auf dem i auch noch die Unglaublichkeit im Programm zu schreiben: ‚Die Sendung informiert über …‘. Worüber bitte!? Dass es nichts gibt außer einer Verstümmelung und einem weiterhin ruinierten Leben?!

Bitte, da soll man NICHT schreien!? 😉

So, liebe Frau Adlbrecht! Sie brauchen nicht zu antworten. Sie können weitermachen wie bisher.
Ich wollte mich nur abreagieren 😉
Aber sagen Sie mal nicht, sie hätten es nicht gewusst, gell! 🙂

Liebe Grüße
W. Lackner

PS: Ah ja, hier hab ich mich schon mal ähnlich über eine Ihrer KollegInnen aufgeregt. Aber Ihr hab ich gar nicht erst geschrieben, denn die erschien mir soetwas von offensichtlich ‚gekauft‘ …

https://payoli.wordpress.com/2013/04/04/meine-lieblings-erkrankung/

Tja, irgendwie fast peinlich, denke ich mir jetzt beim Wiederlesen …
Aber dennoch war’s notwendig!!! 🙂

 

 

 


Jahresvorsatz ‚Liebe‘

14. Januar 2013

payolis 2013Liebe! Ein Wort, eine Aufforderung.
Ein vielgebrauchtes, oft auch missbrauchtes Wort. In vielen Fällen durchaus besitzergreifend bis egoistisch gebraucht und gemeint.
Viele Bücher wurden über die Liebe geschrieben, unzählige Briefe, Gedichte und Lieder preisen sie hymnisch. Und tatsächlich, die Liebe ist ein seltenes Geschenk!
Ohne Liebe ist kein Leben möglich.
Ohne Liebe ist kein Leben lebenswert.
Was also mehr könnten wir brauchen als Liebe!?

Doch ist sie auch ein zartes Pflänzchen, das gehegt und gepflegt werden will.
Um Liebespaare brauchen wir uns, denke ich, nicht allzuviele Gedanken machen. Sie werden von der ‚Natur- Liebe‘ großzügig bevorschusst.
Vielleicht ist es ja so, dass uns solch rare Einsichten in den Liebeshimmel einen Eindruck davon vermitteln wollen, wie schön diese Welt, wie liebevoll jeder Augenblick unseres Lebens sein könnte. – Auch ohne ‚Hormon- Unterstützung‘!
Denn gerade im Alltag wird die Liebe häufig von vielen anderen Impulsen überlagert. Da erscheinen uns Nebenthemen, Zielstrebigkeit, Konsequenz, Effizienz, Erfolg, ja sogar Egoismus, Hass, Neid … oft wichtiger.

Legen wir uns 2013 eine Latte! Diese aber vielleicht nicht allzu hoch! Versuchen wir heuer doch einmal, bloß
redball genau(er) hinzuhorchen und
redball uns liebevoll(er) und positiv(er) auszudrücken!

Es wimmelt in unserem Vokabular von ehemals militärischen und noch schlimmeren Worten. Wir verwenden gedankenlos immer noch viele grauenvolle Begriffe der Nazizeit, wir beurteilen andere oft viel zu schnell und heftig!

Seien wir uns bewusst, dass jedes gesprochene, jedes gehörte, jedes geschriebene, jedes gelesene Wort etwas in uns bewirkt. – Meist unbewusst!
Wer weiß wie unser Gehirn arbeitet (siehe hier) wird sich noch achtsamer verhalten.

Ja, es ist sogar noch ‚diffiziler‘!
Jeder Gedanke schafft neue Wirklichkeiten!
Man kann sich das bildlich vorstellen wie der wunderbare Heiler Daskalos es darstellte: Jeder Gedanke ist ein lebendiges Elemental, das nach seiner Erschaffung – durch unser Denken – beginnt, ein selbständiges Leben zu führen …
Ja! Es klingt unglaublich, doch das ist sogar leicht nachweisbar: Guck Dir z.B. unsere heutigen Gesellschafts- oder Sexualkonventionen bzw. -Tabus an! Sie bestimmen unser aller Leben, den Markt und werden sogar von Menschen eingehalten und gelebt, die mit Religion absolut nichts am Hut haben. Dennoch leiten sie sich aus einzelnen Sätzen und Geboten der Bibel ab.
Solche Worte werden im Laufe der Zeit immer ‚dichter‘ und machtvoller und können irgendwann sogar ganze Gesellschaften bestimmen und lenken …

Allerdings beinhalten diese Überlegungen und Zusammenhänge auch viel Positives und Hoffnungsvolles. Denn genauso können wir Positives ‚verdichten‘ und erschaffen!

WIR schaffen durch UNSERE Gedanken UNSERE Zukunft!

Selbst dichtestes Feststoffliches wie ein Haus oder Flugzeug war irgendwann einmal bloß ein flüchtiger Gedanke!

Aufmerksames Hören und Lesen schult unsere Sensibilität.
Liebevolles Sprechen und Schreiben verschönt uns und anderen die Welt und das Leben.

Was kann es Schöneres geben!?

Hilfreich dazu vielleicht auch der ‚Uralt- Artikel‘ von den drei Sieben.

 


Wieder mal …

1. November 2012

… haben wir ALLER- HEILIGEN
und denken dennoch eher heute als morgen, an ALLER- SEELEN, an unsere Verstorbenen.
Vielleicht weil wir SIE für HEILIGE halten?
Vielleicht weil wir überfordert sind mit der Unterscheidung zwischen SEELEN und HEILIGEN?
Gibt es überhaupt Heilige?
Was sind Heilige?
Jetzt, da der Vatikan die Heiligen- Inflation ausgerufen hat, gar nicht so einfach zu beantworten!
Ist es mit Heiligen nicht genauso wie mit den (Kriegs-)Siegern? Wer nachträglich gesehen, gewonnen hat ist heilig?
Wären wir heute moslemisch, 1000jährig oder germanisch, gäbe es wohl kaum diese Heiligen.
Wir feiern – oder auch nicht – also Leute die unserem (Ideal-)Bild entsprechen.
Das ist so ähnlich, wie wenn alle Ökos Öko-, alle Techniker Technik- und alle Mediziner ausschließlich Medizin- Zeitschriften lesen …
Man wird in seinem So- Sein bestätigt, köchelt aber im eigenen Saft …

Ganz anders die Seelen! Unter ihnen finden sich Filous und Treue, Schüchterne und Draufgänger, Heimchen und Vamps, ‚Männermordende‘ und Liebende. Da gibt es Verhasste und Geliebte, Unvergessliche und längst Vergessene, Bedeutende und Unbedeutende, Nützliche und Schädliche, Angepasste und Nonkonformisten, Führer und Geführte …
Sie alle sollten wir lieben. Sie alle haben unsere wunderbare Welt so gestaltet, wie wir sie heute vorfinden und erleben dürfen.

Doch halt! Könnten wir aus dieser Überlegung nicht etwas lernen?
Vielleicht ist alles, was unsere Mitmenschen auch heute tun gut für die Zukunft, gut für die Vielfalt!?
Vielleicht sollten wir niemanden verurteilen, ob seines heutigen Tuns …
Vielleicht birgt gerade sein So- Sein den Keim für neues, zukunftsträchtiges (Weiter-)Sein?

So steh ich an einem Grab, im Geiste an vielen, vielen Gräbern, bin fast umgeworfen von dieser Fülle und Vielzahl an Sein, an Leben, an Erfahrungen, an Leistungen, an Bemühungen, an Liebe, an Tun, an ‚Fehlern‘ …
Ich knie mich nieder vor all diesen wunderbaren Wesen vor mir. Ich knie mich gerne nieder vor all meinen wunderbaren Vorfahren und Vorwesen. Erst durch sie durfte ich werden wer und was ich bin. Erst durch sie darf ich diese wunderbare Welt und Gesellschaft erleben und genießen.

Ich danke Euch allen und will versuchen beim nächsten Hader mit dieser Zeit und dieser Gesellschaft an Euch alle zu denken …

 


Das SYSTEM

7. Oktober 2012

Viele haben den Eindruck, dass in unserer Gesellschaft einiges falsch läuft.
Manche machen dafür Einzelne verantwortlich. Andere wieder halten sich an Verschwörungstheorien.

Ich denke es liegt am ‚System‘!

Vielleicht hast Du auch schon mal Probleme mit einer Behörde, mit einer Firma, mit der Gemeinde, etc. gehabt und festgestellt, dass man kaum je einen ‚Schuldigen‘ oder Zuständigen findet. Jeder tut nur in sehr begrenztem Rahmen seine Arbeit und kann sich über Vorschriften, Regeln und Gegebenheiten nicht hinwegsetzen.
Wenn man nun glaubt es gäbe bei diesem Rädchen- Getriebe irgendwo einen Motor, der für alle Bewegungen verantwortlich wäre, der irrt.
All diese ‚Räder bilden einen geschlossenen Kreis in dem jeder für ein wenig Bewegung, für ein klein wenig Energie sorgt.
Auch wenn Politiker oder Wirtschaftsbosse gerne als die ‚Bösen‘ oder ‚Täter‘ angesehen werden: Auch sie gehorchen Sachzwängen. Und sei es nur ihre Familie die das Ereichte nicht mehr aufgeben will.

Zudem steht jedem Paradigmenwechsel, jeder Veränderung eine große Macht entgegen: Die Gewohnheit gepaart mit der Überzeugung es bisher richtig gemacht zu haben.
Ist ja auch klar! Ein Bankdirektor, Firmenboss oder Primar, die bisher hofiert und um Rat gefragt wurden, die mit ihrem So- Sein Karriere gemacht haben, können doch nicht glauben, dass das alles falsch gewesen sein soll! Natürlich sind die von der Richtigkeit ihres (bisherigen) Tuns überzeugt und wollen und werden so weitermachen wie bisher. Wer gibt schon gern Fehler zu?! Wer gibt schon gern etwas vom Erreichten her?!
Natürlich gehört da auch dazu, Neues nicht zu verstehen, in ihm einen Feind, eine Bedrohung, einen Unsinn zu sehen.

Das alles nenne ich SYSTEM und es erweist sich immer wieder als unglaublich stabil, um nicht zu sagen beharrlich.

Von diesem System brauchst Du Dir also keine großartigen Veränderungen zu erwarten.
Da kann man sich nur selber schlau machen und einmal ein paar Meter eigenverantwortlich und selbstbewusst gegen den Strom schwimmen …

Ist aber auch kein Problem, wie alteingelesene payolis wissen. Sind wir doch alle Götter, die sich ihre Welt gestalten … 🙂

In diesem Sinne:
paradise your life !

 


John Lame Deer

13. September 2012

Die Logik des Sioux John Lame Deer ist bestechend:

Bevor unsere weißen Brüder kamen, um zivilisierte Menschen aus uns zu machen, hatten wir keine Gefängnisse. Aus diesem Grunde hatten wir auch keine Verbrecher. Ohne ein Gefängnis kann es keine Verbrecher geben. Wir hatten weder Schlösser noch Schlüssel, und deshalb gab es bei uns keine Diebe. Wenn jemand so arm war, dass er kein Pferd, kein Zelt oder keine Decke besaß, so bekam er all dies geschenkt. Wir waren viel zu unzivilisiert, um großen Wert auf persönlichen Besitz zu legen. Wir strebten Besitz nur an, um ihn weitergeben zu können. Wir kannten kein Geld, und daher wurde der Wert eines Menschen nicht nach seinem Reichtum gemessen. Wir hatten keine schriftlich niedergelegten Gesetze, keine Rechtsanwälte und keine Politiker, daher konnten wir einander nicht betrügen.

Es stand wirklich schlecht um uns, bevor die Weißen kamen und ich kann es mir nicht erklären, wie wir ohne die grundlegenden Dinge auskommen konnten, die – wie man sagt – für eine zivilisierte Gesellschaft notwendig sind.

 


Nur mal so gefragt …

23. August 2012

Bist Du verantwortlich für das, was Deine Äußerungen oder Taten bei anderen auslösen oder nicht?

Oder genauer gesagt:
Jeder ist mal besser oder schlechter drauf. Wenn nun Dein Reden, Dein Tun bei jemand anderem der Tropfen ist, der sein Fass zum Überlaufen bringt, der ihn in Depressionen stürzt, der ihn andere anschreien, tätlich angreifen lässt. Oder gar noch Schlimmeres …
Bis Du dann Mitverursacher oder nicht?


Was ist gut am Sex?

1. August 2012

Sehr viel könnte ich jetzt dazu aufzählen! 🙂
Besser aber ist es, es einfach zu spüren …
Und da sind wir auch schon beim Thema: Eine der wunderbaren Eigenschaften unserer Sexualität ist, dass sie ohne viel Nachdenken funktioniert, dass jedermensch einfach das(selbe) Bedürfnis hat, dass nicht viel ausdiskutiert, nachgedacht, geplant oder konzipiert werden muss.
Es ist einfach in uns angelegt, drängt nach Umsetzung – und macht glücklich!

Doch es gäbe auch viele andere, sehr ähnliche Glücklichmacher.
Doch die haben sie uns, haben wir uns, bereits gründlich ausgetrieben.
Viele der ‚automatischen‘, der ’nicht darüber nachdenken müssen‘- Glücksmacher sind durch’s Denken, durch Gier, durch Zwänge verdrängt, wenn nicht sogar vernichtet worden …

Wie schön wäre es, morgens barfuß durchs nasse Gras zu schlendern und vielleicht sogar die Wildkräuter für den smoothie zu sammeln!? Doch wir waren zu lange auf, das Büro, die Termine warten!

Wie schön wäre es, sich täglich nach dem – rohköstlichen – Essen vitalisierter zu fühlen als zuvor!? Doch Restaurants bieten nur Müdemacher an, Geschäftsessen wollen eingehalten werden, das Mikrowellen- Fertigmenü war wieder mal sooooo günstig …

Wie schön wäre es, ohne Geldsorgen leben zu können!? Doch Banken, die Wirtschaft und Werbung, unsere Gier sorgen für unser stetiges Strampeln und Hampeln …

Wie schön wäre es den Kleinen aufwachsen zusehen zu können!? Doch da stehen Karriere und der Druck der Firma, des Chefs vor!

Wie schön wäre es, einfach SEIN zu können!? Doch die Gesellschaft sorgt mit ihren Regeln und Zwängen dafür, dass wir uns ständig verbiegen, ‚wohlverhalten‘, uns einschränken bis unterdrücken …

Wie schön wäre es, mit der Liebsten, mit dem Liebsten einfach nur in die untergehende Sonne zu gucken!? Doch da müssen noch Überstunden geschoben, da muss noch zum Shopping gehetzt werden …

‚Wie schön wäre es …‘ denkst Du?

Es IST schön!
Du brauchst Dir all das und noch viel mehr bloß zu nehmen! Es ist da!
Du brauchst bloß einige der unnötigsten Kunst- Bedüfnisse zu streichen. Und schon hast Du Platz für Deine wirklichen, für Deine Ur- Bedürfnisse!
Nur deren Befriedigung lässt Dich wirklich zufrieden sein.
Die Befriedigung der Kunst- Bedürfnisse ist immer hohl bzw. nur kurzfristig.

Also! Worauf wartest Du?
Wer soll etwas ändern, wenn nicht DU?
Wann solltest Du etwas ändern, wenn nicht JETZT?

 


Mist!

27. Juni 2012

Jetzt hab ich meine Ernährung auf die gesunde Rohkost umgestellt und nun ist das Essen, was zuvor absolut kein Thema war plötzlich Hauptthema und tägliche Mühe.‘ hörte ich kürzlich von einer Freundin.

Ja, das ist leider und glücklicher Weise so.

‚Leider‘, weil unsere Wirtschaft uns ‚das Sündigen‘, uns unsere Schädigung bis Zerstörung, leichter macht als unsere genussvolle Gesunderhaltung.

‚Glücklicher Weise‘, weil es schön ist, bewusst zu leben, bewusst zu genießen, sein Leben bewusst zu lenken und zu gestalten.

Klar, ist es wunderbar, keinen Gedanken an so Selbstverständliches wie Essen verschwenden zu müssen. Klar genießen wir soetwas. Klar sehnen wir uns danach.
Das sind uralte Erinnerungen an unsere Paradieszeiten, in denen wir alles Vorhandene bedenkenlos essen konnten und jederzeit alles Erforderliche vorfanden.

Vielleicht gelingt es uns ja noch einmal, uns unsere Wirt- und Gesellschaft wieder soweit und dahingehend umzugestalten …
Bis dahin ist allerdings etwas Planen, Mitdenken, Selbsterziehen und etwas Kreativität und Flexibilität gefordert …

 


Dr. Dolittles Stoßmich-Ziehdich

25. Juni 2012

Da kürzlich mein Text zu einer ökologischen Weiterentwicklung vielfach falsch oder nicht verstanden wurde, hier nochmal ein Versuch:

Wir alle sind es gewohnt, Dinge zu tun oder nicht zu tun, weil es gefordert ist, gewünscht wird, gesetzlich vorgeschrieben ist, der Chef, Lehrer, Partner es will, etc. Vieles machen, oder machen wir nicht, aus Pflichtbewusstsein, schlechtem Gewissen, des Ansehens wegen, usw.

Selten aber nur tun wir etwas oder tun es nicht, weil wir Freude daran haben, überzeugt davon sind oder es ganz einfach und begründungslos wollen.
Doch gerade das sollte die Regel, sollte das ‚Normale‘, der häufigste Antrieb sein.

Nur solch eine Motivation ist nachhaltig, macht Freude und ist ein dauerhafter und freier, im Sinn von psychisch unbelasteter, Schritt.

Alles Aufgezwungene – egal ob von Außen oder durch uns selber – belastet uns unterbewusst, schwächt unser Immunsystem.

Deshalb ist es günstiger z.B. Lebensstil- Veränderungen aus Lust, Überzeugung, Freude, etc. anzugehen, als aus schlechtem Gewissen (der Umwelt gegenüber) oder aus Angst (vor ev. Erkrankungen).

Natürlich lässt sich jeder Schritt nach vorne noch verstärken, indem wir nicht nur freudvoll in neue Welten ausschreiten, sondern auch gerne das Alte verlassen; vom Schlechteren ins Bessere gehen.

Doch die einzige Motivation sollte das Flüchten vom, als ungünstig Erkannten, nicht sein. Dabei würde das Neue, würde die Veränderung schon vorbelastet werden durch negative Energie, durch unbewusste negative Gedanken.

Es mag vielleicht schon für viele fremd oder ungewöhlich klingen, doch es sollte und muss wieder zur ‚Normalität‘ werden, dass wir ausschließlich aus Freude, Liebe und Lust handeln!
Deswegen sind wir hier!
Dafür leben wir!
Das ist unsere Bestimmung!
Das ist unser Erbe und Urbedürfnis aus Paradieszeiten! Dass unsere heutige Profitgesellschaft uns das verunmöglicht, dass Eltern mit ihren Kindern an bunten, Gesundheits- zerstörenden Süßigkeiten vorbei müssen, dass Plakate, Werbespots und Angebote in Spätschäden locken und viele spontane Freuden langfristig gesehen verunmöglichen, ist ‚Errungenschaft‘ unserer Kultur.

Nicht zuletzt deshalb heißt es hier nicht ‚Du sollst …‘ oder ‚Du darfst nicht …‘, sondern paradise your life ! 😉