Sprich DU

4. August 2021

Ja! Sprich in wichtigen Momenten nicht deutsch, nicht englisch, nicht türkisch, was immer …
Sprich Deine Sprache! Deine ureigendste ‚Ursprache‘!
Sprich DU!

Wir müssen wissen, dass all unsere Sprachen von unseren Vorfahren entwickelt und übernommen wurden.
Es ist natürlich ganz wunderbar, dass wir dieses Erbe nutzen dürfen und die Vorteile davon, uns konkreter und präziser ausdrücken zu können, als mit einfacher, lautmalerischer, gestischer ‚Affensprache‘, schätzen dürfen.
Dennoch kommen aus uns selber oft tiefere Gefühle, Wahrheiten und Intuitionen, die sich mit Worten nicht ausdrücken lassen.

Wenn Du magst, versuch es einmal ganz für Dich allein. Denke an eine sehr gefühlvolle Situation und stell Dir vor, Du würdest sie nicht mit Worten sondern mit und in Deiner ‚Fantasiesprache‘ ausdrücken.
Das können Fantasielaute, Gesten, Blicke, Berührungen, Schreie, Gesumme,, Geächze, Gestöhne, Singen, Brummen, Wortaneinanderreihungen, Silben, Gerappe, Gehauche … sein.

Ja! Genier Dich nicht! Probier es!
Hauptsache ist, dass Du Dich dabei völlig ehrlich und unverstellt direkt ausdrückst.

Worte sind bereits sehr ‚kompliziert‘ und ‚weit vom Stamm‘ des ‚Kommunikationsbaumes‘ entfernt; sozusagen die feinen Ästchen, die nie ausdrücken können, was der Stamm meint …
Spür selber nach oder probier es für Dich aus, wie Du Dich am besten völlig ehrlich und ‚unzivilisiert‘ ausdrücken kannst.

Es ist auch eine wunderbare Partnerschafts- Übung sich eine Zeitlang nur gestisch/ animalisch/ körpersprachlich zu verständigen.
Ja! Es klingt unglaublich, doch jedes Stückchen weg von der Dualität, die nun einmal wortgebunden ist, ist eine Wohltat, ein Segen. Wir brauchen dazu bloß unsere alten Muster, Gewohnheiten und Hemmungen abzulegen.

Es ist zum Beispiel im ganzen Tierreich völlig normal und war es auch Jahrmillionen lang für unsere Vorfahren, Zuneigung und Nähe durch Ablecken und/ oder Streicheln auszudrücken.

Bedenke: All die Tiere weltweit sprechen keine Sprache in unserem Sinne und finden dennoch die richtigen Partner, leben erfolgreich ihre Leben, ‚erziehen‘ ihre Jungen zu lebenstüchtigen Wesen und haben keinerlei Probleme mit Drogen, Konflikten, Trennungen, Nöten …

Oder Kräuter und Bäume! Sie haben keinerlei Sprache in unserem Sinne und leben, vermehren und kommunizieren dennoch bestens und helfen vielen anderen Wesen. Einschließlich uns Menschen. – Sofern wir ihre Hilfe annehmen …


In diesem Sinne:


 
 
 


Ein Stich ins Herz

4. November 2013

Oder besser gesagt viele ‚Stiche ins Herz‘ erleben wir tagtäglich.
Und verrückter Weise von Menschen, die uns gar nichts Böses wollen!
Wie das?

Dass unser aller Kommunikation primär über Worte läuft, ist so selbstverständlich, dass wir uns nur wenige Gedanken darüber machen.
Unser Vokabular umfasst tausende bis zigtausende Worte.
Was davon aber, und wie, in unserem Inneren ankommt wissen oder bedenken nur wenige.

Stell Dir vor, wie wohl all diese vielen Worten entstanden sein mögen:
Je gebildeter wir wurden, je spezialisierter wir arbeiteten und kommunizierten, desto mehr Worte brauchten wir und entstanden.
Je historisch früher man den Sprachschatz erhoben hätte, desto weniger Begriffe hätte er umfasst.
Dieser ‚Wörter- Entwicklungsbaum‘ hat sicherlich irgendwann einmal mit einzelnen, damals wichtigen, Worten oder Lauten begonnen. Um sich in der Folge immer weiter zu verbreitern.
Genau genommen entspringt dieser Baum zwei ‚Kernen‘ bzw. Befindlichkeiten: ‚Es geht mir gut/ Ich fühle mich angenommen‘ und ‚Ich fühle mich schlecht/ nicht angenommen‘.

Nach der ‚paradise your life‘- Auffassung, die sich hier interessanterweise mit der modernen Hirnforschung deckt, wirkt das Gesagte weitaus einfacher und ursprünglicher auf uns, als wir gemeinhin denken.
Man könnte auch sagen, das Ur- Tier, die Urzelle steckt immer noch in jedem hochzivilisierten Menschen und reagiert dementsprechend (einfach).

Es ist also vollkommen egal, wie blumenreich oder ausführlich der Liebesschwur oder die Kündigung übermittelt wird. Unserem Befinden geht es ausschließlich darum, ob wir uns angenommen oder abgelehnt fühlen.
Wir nehmen also primär den ‚Ur- Wert‘ der jeweiligen Aussage – oder sogar der einzelnen Worte – wahr.

SynapsenDu kannst Dir das so vorstellen, dass jedes Kind, diese Sprachentwicklung der Menschheit im Kleinen nocheinmal durchläuft. Aus ersten Lauten, werden einzelne Worte, die wiederum um immer komplexere Begriffe erweitert werden.
Dabei sind die zuvor angelernten ‚Ur- Einteilungen‘ aber immer noch aktiv und ‚hängen‘ sozusagen an jedem neuen Begriff, an jedem neuen Wort dran.
Mit praktisch jedem Gedanken schwingt die Hirnzelle, die Synapsenverbindung für ‚Ich fühle mich angenommen‘ oder ‚Ich fühle mich abgelehnt‘ mit.

So wie beispielsweise für ein Kind ein Hund nach und nach erlebt, erschlossen und in neuen ‚Abschleck-‚, ‚Weich-‚, ‚Fell-‚, ‚rote Zunge-‚, Wau Wau-‚, etc. Gehirnzellen abgespeichert wird, so ’schwingen‘ bei jedem Erwachsenen immer noch beim Wort ‚Hund‘, beim Sehen eines Hundes, beim Hören eines Hundes, etc. all diese Eigenschafts- Nervenzellen mit.

Genauso wird bei jedem Wort eine der ursprünglichsten ‚Befindlichkeits- Zellen‘, also ‚Ich fühle mich angenommen‘ oder ‚Ich fühle mich abgelehnt‘, für eine zwar nur extrem kurze Zeit, aber dennoch anschwingen und das dazugehörige Gefühl aktiviert werden.

DAS sollte uns, die wir tagtäglich kommunizieren, bewusst sein!
Wir alle heben durch unsere Worte Menschen hoch oder stoßen sie emotional runter.
Jedes unserer Worte wirkt nachhaltig, macht etwas mit den Menschen.

Genauso unsere Gestik, Mimik, Körpersprache, Art der Tonformung …
Dies alles zusammengenommen, macht sogar mehr als der Wortanteil, nämlich ca. 80% unserer gesamten Kommunikation, aus.

Das heißt, jede Mimik, jede Geste, jede Bewegung macht etwas mit dem Gegenüber, nimmt ihn an oder lehnt ihn ab!

Ist man an einer angenehmen, wertschätzenden, menschlichen, herzlichen Kommunikation interessiert, kann man sich jedes Wort genau ansehen, wie es konnotiert ist und sich die negativ wirkenden abtrainieren bzw. durch positiv wirkende Begriffe ersetzen.
– Eine Mega- Aufgabe!
Auch könnte man sich vor den Spiegel oder Video- Monitor stellen und alle seine Gesten und Bewegungen auf ihre Ur- Wirkung hin untersuchen und sich die unangenehm wirkenden abtrainieren.
– Die nächste Mega- Aufgabe!

Aber was bliebe uns sonst anderes übrig!?
Weiterhin Menschen verletzen, obwohl wir das gar nicht wollen?
Nein! Den payoli- Baum der Erkenntnis nochmal durcharbeiten!
Damit lässt sich auch dieses Problem leicht lösen … 🙂

 


Deine Gewohnheiten werden Dich erhellen

18. Dezember 2011

In ‚Unsichtbare Gewohnheiten‘ haben wir uns kürzlich mit Gewohnheiten befasst, die primär unserem Körper schaden und umgekehrt, Signale des Körpers an uns waren.
Also zum Beispiel zu süßes Essen, das wir für normal halten, da wir damit sozialisiert wurden, das aber dennoch unserem Körper schadet.
Oder ein Beispiel für den umgekehrten Fall: Dass wir beispielsweise immer ein Taschentuch mit uns führen und Nasenschleim und Schnäuzen für völlig normal halten, da wir es nicht anders kennen und andere sich ähnlich verhalten und dabei übersehen, dass das bereits Warnzeichen eines überlasteten Körpers sind.

Ich hoffe, dass schon viele sich in dieser Disziplin der Selbstbeobachtung üben und bereits Erfolge erzielt haben.
Heute gehen wir einen Schritt weiter.

Auch unser Geist, unsere Gedanken und damit unser Sein drückt sich beständig über unseren Körper aus.
Hier könnte die Selbstbeobachtung aber etwas schwieriger werden. Denn zu selbstverständlich und ‚automatisch‘ sind hier unsere Reaktionen.
Ja nichtmal von relativ auffälligen, sogenannten Tics wissen oft die Betroffenen selber. Geräuschvolles Lufteinziehen, sich am Kopf kratzen, leidende Mimik ‚aufsetzen‘ wären drei Beispiele für eine Einstellung die wir haben und die sich über den Körper äußert.

Genau DAS, diese Äußerung, ist unsere große Chance, uns näherzukommen, uns besser kennenzulernen, unseren vielleicht einst sinnvollen, heute aber schon überflüssigen oder sogar störenden Gewohnheiten auf die Schliche zu kommen.

Als
ersten Schritt sollten wir derartige immer wieder verwendeten Reaktionen, Tics, Bewegungen, Gesten, ‚Gesichter‘, etc. entdecken. Entweder sind wir in der Lage seeeehr achtsam uns beobachten zu können oder wir bitten Außenstehende einmal sehr ehrlich zu sein.
Sehr erhellend können auch Fotos und Videos sein, die von uns aufgenommen wurden. Nicht fotogen zu sein ist bloß ein benennendes Darüber- Hinwegschwindeln und eine zu einfache Ausrede.

Als
zweiten Schritt müssen wir dahinterkommen, welches Denk- oder Reaktionsmuster hinter dieser Reaktion steht. Mir selber ist z.B. kürzlich aufgefallen, dass ich bei Missgeschicken ganz kurz ein ärgerliches Gesicht ‚ziehe‘, was völlig sinnlos und negativ ist.
Ich ersetze nun den Ärger in solchen Situationen durch ein wohlwollendes, fast schon mild belustigtes Betrachten der Situation.
Das ‚Programm‘ Missgeschicke als meine Fehler anzunehmen und an mir zu arbeiten habe ich mir schon vor längerer Zeit ‚eingebaut‘; das läuft schon ‚automatisch im Hintergrund‘. Die milde bis belustigte Betrachtung wird sich mit der Zeit und durch oftmaliges Wiederholen ebenso zu einem immer gegenwärtigen ‚Hintergrund-Programm‘ entwickeln.
Wichtig ist erstmal das Erkennen einer Gewohnheit. Der Rest läuft fast von alleine, wird aber durch einen

dritten Schritt sehr gefördert und beschleunigt. Wie in obigem Beispiel gezeigt, ist weder Ärger noch das Verdrängen einer entdeckten Gewohnheit angebracht. Sie will liebevoll angenommen und eventuell mit einem ‚neuen Bild‘ – das natürlich nach einiger Zeit auch nicht mehr entsprechen und nachgebessert werden könnte – ersetzt, überdeckt oder nebengestellt werden.

Ich wünsch Dir viel Freude und Erfolg bei Deiner Entdeckungsreise zu Dir …