Wir konditionieren … tra ri ralala

14. Oktober 2013

pissWohl viele werden den Effekt kennen, dass beim Hören von plätscherndem Wasser Harndrang einsetzt.
Das ist eine Konditionierung die entstanden ist, weil wir es immer beim Pinkeln Plätschern hören. Dabei werden zwei Ereignisse unbewusst zusammengekoppelt, sodass beim Auftreten von einem davon auch das andere erinnert wird.

Das passiert aber nicht nur beim Wasserlassen bzw. Plätschern- Hören sondern tagtäglich.
Die schlechte Nachricht: Wir können uns, wenn wir nicht achtgeben recht unangenehme Konditionierungen aneignen oder sogar anderen, besonders Kindern damit schaden.
Die gute Nachricht: Wir können uns ‚frei programmieren‘!

So gibt es Menschen, die sich öfter schnäuzen als notwendig, die öfter aufs Klo gehen als erforderlich, die schneller essen als gut ist. Es gibt Konditionierungen, die bereits knapp an Tics heranreichen, wie zum Beispiel an keinem Spiegel vorbeigehen können ohne hineinzusehen, sich öfter kratzen als es juckt, ständig an der Kleidung herumzuzupfen, sich in die Haare greifen und viele, viele unnötige Bewegungen und Gewohnheiten.

Wir sollten uns klar darüber sein, dass Konditionierungen darin bestehen, dass alle Wiederholungen sich irgendwann verselbständigen.
– Und z.B. aufhören zu räuspern wenn die Verkühlung/ Verschleimung vorbei ist.

Besonders wichtig ist, Kindern keine schlechten oder unnötigen Gewohnheiten anzutrainieren. Alles Einschmieren, Kämmen, ständige Trinken, schnelle Essen, übertriebenes Poputzen, Rücken geraderichten, Füße geradestellen, etc. wird nur all zu oft zur Manie.

Jeder, der heute noch vorm Weggehen aufs WC muss, seinen Teller aufessen muss, zu fixen Zeiten oder im Sitzen essen muss, hatte eine Mutter, die sich ihr Leben vereinfachen wollte. Doch all diese und viele Dinge mehr haben heute keinen Sinn mehr! Es sind bloß alte Konditionierungen, die über Bord geworfen gehören.
Oder auch die Restaurants sind nur deshalb immer voll, weil wir von klein an daran gewöhnt wurden, das Essen serviert zu bekommen.
Stell Dir eine Familie vor, die immer gemeinsam und mit viel Spaß sich das Essen sucht oder zubereitet. In solch einer Umgebung aufgewachsenen Menschen wäre es ein Gräuel in einem Lokal still sitzen zu müssen bis endlich eine seltsam verkleidete Person erscheint, wissen will was man essen möchte, wieder verschwindet und nach noch längerer, langweiligerer Zeit Essen, das man noch nie gesehen hat, vor einen hinstellt! 😉

Doch auch als Erwachsene sollten wir immer wieder unsere Gewohnheiten auf Unsinniges abklopfen. Vielleicht ist die knappe Mittagspause längst Geschichte und wir essen immer noch zu schnell. Vielleicht sind die Zeiten des Stress und des Hasten- Müssens längst vorbei und wir sehen immer noch ständig auf die Uhr, gehen zu schnell, springen morgens auf …
Vielleicht verlangt unsere Haut längst nicht mehr nach Cremen und wir schmieren immer noch. Vielleicht fetten unsere Haare längst nicht mehr wie früher und wir waschen sie dennoch noch immer alle paar Tage. Vielleicht durchwühlen wir immer noch die Angebots- Kisten obwohl unser Kasten bereits aus allen Fugen platzt. Vielleicht bestellen wir in Restaurants immer noch automatisch ein Getränk, auch wenn wir nicht durstig sind. Vielleicht …

 


food design

7. November 2012

So ’neuzeitlich verrückt‘ food design auch ist, verdanken wir ihm sehr interessante Erkenntnisse.
food designer haben von Geschmäckern, Konsistenzen über Gerüche, Symbolik, food- Akustik bis zu optischen und olfaktorischen Komponenten so ziemlich alle Größen des Essens(- Genusses) erforscht.
Man weiß, wie Knuspriges krachen muss, um bei Menschen gut anzukommen. Man weiß wie fein oder bröselig einzelne Nahrungsmittel sein müssen um vom Kunden angenommen zu werden. Man weiß, in welchen Farben neue Nahrungsmittel ‚erstrahlen‘ müssen um den Zugriff des Konsumenten zu sichern. Man weiß, wonach und wie etwas duften muss, um angenommen zu werden. Man weiß welche Textur gemocht wird.

Das alles aber brauchen wir nicht zu wissen. Uns reicht die Essenz all diese Forschens:
Wir lieben, was wir gewohnt sind!
So einfach is(s)t der Mensch!

So wurden z.B. lange Zeit ‚Öko- Ketchups‘ abgelehnt, weil sie Tomatenstückchen enthielten, die den Menschen von den ersten und frühen Ketchups her unbekannt waren und sie nun eher irritierten bis ekelten.

Die braunen Smarties wurden mittlerweile eingestellt, da deren Farbe am wenigsten von allen angenommen wurde.

Dafür enthalten Gummibärchen- Packungen doppelt so viele rote Bären wie andersfarbige, weil wir rot mit Süße assoziieren …

Was lernen wir daraus?

Wir müssen neue Gerichte erst ‚lernen‘.

Design Dir Deine neue rohköstliche Ernährung nach gesundheitlichen, evolutionsrichtigen Gesichtspunkten und gewöhn‘ Dich daran bzw. gib Dir Zeit, Dich daran zu gewöhnen.

 


‚Gaumenkitzel‘

2. Februar 2012

Wir wurden von der Evolution, oder wenn Du willst, von der Schöpfung mit einer ganz wunderbaren Funktion ausgestattet:

Das, was uns am besten schmeckt,
ist auch (in diesem Moment) das absolut Beste für uns

Damit brauchen wir weder Ernährungsratgeber noch Ärzte. Diese geniale Zusammenarbeit von Geruchs- und Geschmacksinn mit den Bedürfnissen unseres Körpers brachte uns bestens durch Millionen von Evolutionsjahren. Ein gesünderes, einfacheres und genussvolleres Leben gibt es nicht!
Man isst einfach immer das, worauf man Lust hat bzw. was einem am besten schmeckt. – Und tut sich damit etwas Gutes!

So weit, so wunderbar!
ABER leider haben wir uns dieses Geschenk, das neben lebenslangem Genuss auch zu ebenso langer Dauergesundheit führte, ganz gehörig versaut. Wir haben zwar mit viel Raffinesse aber auch mit viel Kurzsicht begonnen, unsere Speisen zu verarbeiten, zu mischen, zu würzen (siehe auch ‚Der Würzbetrug‘).
Damit wird unser Körper um die Speisen und Inhaltsstoffe gebracht, die er für seine einwandfreie Funktion bräuchte. Stattdessen wird ihm Nichtbenötigtes reingewürgt, das er erst wieder mühsam entsorgen muss.
Fatalerweise schmeckt uns aber dieses ‚Mogel- Essen‘!
Wir sind es von klein an gewohnt und wollen häufig nicht davon lassen.
Und ebenso fatalerweise funktioniert diese obige, einfache Gesetzmäßigkeit mit unseren heute gewohnten, verarbeiteten Nahrungsmitteln nicht mehr.
„Mein Körper verlangt nach Schokolade/ Bier“ ist schlicht und einfach Unsinn bzw. Selbstbetrug oder gar die Bemäntelung einer gefährlichen Sucht.

Doch die guten Nachrichten sind:

a) WIR sind die Chefs in uns! – Nicht unser Geschmack!
WIR können bestimmen, WAS wir essen. Wir sind nicht der Sklave unserer Gewohnheiten und Sozialisationen.
Und die nicht minder wichtige ‚gute Nachricht‘:

b) Uns schmeckt, was wir gewohnt sind!

Oder anders gesagt: Wir essen nicht was uns schmeckt, sondern uns schmeckt, was wir (lange genug) essen.
Ein Aborigine schwärmt genauso von seinen gegarten Engerlingen, wie ein Wiener von seinem Schnitzel oder ein Amerikaner von seinen Marshmallows.

Was also ist die Konsequenz aus diesen Fakten?
Du brauchst bloß für einige Zeit wieder dem ‚Chef‘ in Dir die Führung überlassen und artgerechte Nahrung, also unverarbeitete Früchte, Gemüse, Nüsse und Samen essen und Du wirst Dich an diese feinen Geschmäcker gewöhnen und sie bald nicht mehr missen wollen.
Ja, es ist sogar so, dass Du dann nicht mehr verstehen wirst können, wie Dir je all dieses fadgekochte, verbrannte, übersüßte, versalzene und überwürzte Zeugs schmecken konnte.

Diesen Geschmacks- und Zufriedenheits- ‚Rausch‘ würde ich mir an Deiner Stelle nicht entgehen lassen … 😉

 


Eine Übung

30. Dezember 2011

Das kürzlich hier empfohlene ‚im Alltag ständig in Bewegung zu bleiben‘ ist hoffentlich noch nicht vergessen, vielleicht sogar bereits Teil Deines Lebens.

Eine ebenfalls nette Übung ist, alles was wir gewohnheitsmäßig immer wieder gleich asymmetrisch tun, einmal umzukehren.
Also nicht mit der gewohnten, sondern der anderen Hand zur Türklinke greifen, mit dem anderen Fuß aufstehen, von der anderen Seite aufs Fahrrad steigen, mit der anderen Hand Zähne putzen, das Haar kämmen, etc.

 

 
PS: Ich wünsche Euch ein wunderbares 2012!!!
Wer noch immer meint, wir wären von ‚fremden Mächten‘ abhängig oder das Ende des Maya- Kalenders wird uns ein ganz schreckliches Jahr bescheren, der sei erinnert an und klicke auf:

 
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Die Macht der Gedanken

28. Juli 2011

bzw.
Innere Bilder formen die Materie

‚Wie denn das?’
‚Ach geh! Komm mir doch nicht mit so dämlicher Esoterik!’

Wie, wodurch, meinst Du entstand unsere Welt, so wie wir sie heute vorfinden?
Meinst Du tatsächlich ein Schöpfer hätte sie so, und vor allem so unabänderlich und fix erschaffen?
Ist unser Leben, ist unsere Welt nicht in ständigem Wandel begriffen?
Wodurch sollte so etwas passieren, wenn nicht durch unsere Entwicklung, unser Denken, unser So- Sein.

Unsere Häuser heute sind uns selbstverständlich.
Woher kommen sie?
An deren Ursprung standen Gedanken/ Fantasien.
Um ein Haus zu bauen, muss man ersteinmal die Fantasie des Hauses, den Wunsch nach Überdachung in sich tragen, muss erst einmal diesen Gedanken immer detailierter ausformen und planen, bevor ein Hausbau möglich wird.
Auf diese Art wurde alles heute Vorhandene geschaffen, von der Sprache, über unser Verhalten, unsere Werkzeuge, Häuser, Städte, Verkehrsverbindungen, Gegenstände, etc.

Gedanken schaffen also Formen, die wir dann mit ‚Realität, mit Materie füllen’.
Selbst in unserem Körper passiert nichts anderes!
Sieht man sich unsere feinstoffliche Hülle an oder fragt einen Hellsichtigen, wird klar, dass unser ‚Gedanken- und Vorstellungs- Körper’ den Raum schafft, den der physische Körper dann ausfüllt.
Kein Dicker ist zufällig dick! Kein ängstliches Kind ist zufällig ängstlich! Kein Unfall passiert zufällig und ohne vorhergehende Unsicherheit oder Angst! Keine Krankheit entsteht aus Jux und Tollerei!

Oder ein Beispiel aus der Natur: An Stränden findet man immer wieder Skelette von Krabben, Seeigeln, etc.
Sie sind m.E. ein schönes Beispiel dafür wie der Geist aus der umgebenden Materien, aus den Mineralien Formen aufbaut, die nach seinem Austreten noch erhalten bleiben.
Auch unsere Skelette sind nichts anderes als Materie- gewordene Pläne des Geistes!

WIR sind die Gestalter unserer Welt!
– Durch unsere Gedanken!

Und nocheinmal möchte ich darauf hinweisen, WIE wichtig eine gute Gedanken- Hygiene ist bzw. wie wahr folgende Weisheit ist:

Achte auf Deine Gedanken,
denn sie werden Deine Worte.
Achte auf Deine Worte,
denn sie werden Deine Taten.
Achte auf Deine Taten,
denn sie werden Deine Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten,
denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter,
denn er wird Dein Schicksal.

 


Du weißt vermutlich nicht …

8. Mai 2011

was Du Dir tagtäglich antust, wenn Du Dich ‚normal(köstlerisch)’ ernährst und nie die Probe aufs Exempel machst.
Ich will damit sagen, dass Du eventuell nicht merkst, WAS Du Dir antust, wenn Du immer dasselbe, und das, woran Du gewöhnt bist, isst.
Erinnere Dich bloß daran, dass fast jedem Kind von der ersten Zigarette schlecht wird, kein Kind den ersten Schluck Alkohol gut findet, kein Kind schwarzen, ungezuckerten Kaffee mag, ja ganz kleine Kinder erbrechen sich sogar, wenn sie eine zu kräftige Fleischsuppe bekommen!
Wir gewöhnen uns ganz langsam an unsere ‚Genüsse’ und irgendwann schmecken sie uns und wir haben vergessen, dass das eigentlich schreckliches Zeugs ist.
Doch unser Körper ‚weiß‘ es und ist ständig mit der Unschädlichmachung dieses Mülls befasst bis ausgelastet.
Wenn Du das nicht glaubst, mach die Probe! Iss einige Monate lang ausschließlich vegane, in Maßen gewürzte, Rohkost.
Wenn Du dann ‚normal’ Essen gehst – ich garantier’s Dir! – fasst Du es nicht, was das für ein Mistzeugs ist!
Normalkost ist für naturrichtige Geschmäcker völlig überwürzt bzw. versalzen, Alkohol brennt beim Urinieren, Brot schmeckt verbrannt und klebt eklig an den Zähnen, Eier machen Pickel, Mehlspeisen und Süßigkeiten sind unerträglich übersüßt, und, und, und.
Versuch es! Mach den Test!