Wie soll’s weitergehen?

30. April 2015

SchrumpelweltOk, wir haben uns globalisiert. Haben nun Arbeitslosenraten wie schon 70 Jahre nicht mehr, haben Angst vor Überfremdung, alles wird stetig teurer und wir haben immer mehr zu rackern um den Lebensstandard nur auf demselben level zu halten.
Die politische Rechte gewinnt an Zulauf, die Politikverdrossenheit hat das höchste Hoch aller Zeiten.
Wir gehören zwar nominal noch immer zu den reichsten Ländern der Welt, hört man den Menschen zu, ist nichts von Wohlstandszufriedenheit zu hören.
Jedes Kind ist schon ab der Geburt mit 30.000€ verschuldet. Der Staat hat Schulden die wohl nie mehr zurückgezahlt werden können …

Der Ideen und politischen Forderungen gibt es viele! Der rührige Bernd Senf mit seiner Zinsenkritik, Greenpeace, die grünen Wächter, Franz Hörmann ‚Aufdecker des Hütchenspiels‘, die Occupy-Bewegung, Andreas Popp mit seinem Plan B, attac mit ihren neuen Modellen, EU- Austritts- Parteien, Rico Albrecht mit seinem Steuerboykott, und, und, und …
Das ist alles sehr gut und interessant, bedarf aber größerer Bewegungen um es durchzusetzen.
So träge, wie die heutigen Staatsbürger sich mir in ihrem ‚Doch-noch-immer- Wohlstand‘ darstellen, wird es das aber nicht spielen in absehbarer Zeit.
Doch wir sollten diese ‚großen Ideen‘ und neuen Konzepte nicht aus den Augen verlieren! Irgendwann wird die Zeit reif sein für sie.

Doch bis es soweit ist, sollten wir leicht umsetzbare Sofortmaßnahmen durchziehen. Nicht im Großen, nicht mit einer neuen Partei, nicht mit Unterschriftenlisten und Bürgerinitiativen, nicht durch Massenbewegungen und Aufrufen. Nein, im Kleinen für uns ganz allein!
weltprallNiemand kann uns davon abhalten, uns möglichst weit aus dem bestehenden System herauszuziehen. Einen möglichst großen Bogen um Ärzte, Beamte und Banken/ Versicherungen zu machen, möglichst viel selber anbauen, herstellen, tauschen, möglichst wenig ‚Geld bewegen‘ und möglichst überhaupt kein Geld ‚brauchen‘.

Auch wenn vieles in dieser Welt im Argen liegt, dürfen wir all die Fülle, all die wunderbaren Geschenke primär der Natur, aber auch die viele Liebe die von Menschen und anderen Wesen verschenkt wird nicht übersehen.
Und vergessen wir nicht, dass das Allermeiste an Schlimmem, das in dieser Welt ist, aus Angst und mangelnder Liebe passiert, erschaffen und am Leben erhalten wurde und wird.
Geben wir Liebe! Bringen wir mehr Liebe in die Welt!

Das kostet nix und jedermensch kann es!        😉
Oder mit anderen Worten

paradise your life !     😉

 

 

 


fit 2 work

2. Januar 2015

f2wNa so ein Jubel aber auch!
Sozialminister Hundsdorfer freut sich über die ‚gute Bilanz‘ seines fit2work- Programmes.

Gabs da nicht schon mal ein ‚fit for life‘!? – Ja, vor 30 Jahren!
Aber gut leben ist in Globalisierungs- und Liberalisierungs- Zeiten längst kein Thema mehr!
Bitte, wer sollte schon Interesse daran haben, dass Menschen gut leben oder gar glücklich leben!
Heute wird geworked was das Zeug hält. Zwar zu Minilöhnen, die den Lebensunterhalt oft kaum decken. Aber wir sind eben eine so wunderbar liberale Gesellschaft … 😉

Liebe Leute!
Wer da mitspielen will in diesem Wahnsinn, dem wünsche ich viel Glück! – Er/ sie wird es brauchen!

Alle anderen, alle payolis HABEN viel Glück!
Sie sind fit for life! Denn sie nehmen ihr Leben selber in die Hand. Sie paradiesen ihr Leben!

 

 

 


Entwicklungshilfe …

17. April 2012

… ist ein Begriff, über den wir nicht mehr allzuviel nachdenken. So selbstverständlich er uns ist, so sehr hat er es aber ‚in sich‘.

Nicht nur, dass Österreich, als eines der weltweit reichsten Länder es nicht schafft, seine ohnehin schon peinliche Rate von 0,7% des Bruttonationalproduktes als Entwicklungshilfe abzuführen! Wir liegen bei skandalösen 0,34%!

Erst kürzlich wurde mir attestiert, bei vielen Themen eine sehr ungewöhliche Herangehensweise an den Tag zu legen. Ich strebe das nicht an, sondern wundere mich selber oft, wie anders andere denken.
So auch bei unserem heutigen Thema.

Also es kommt jetzt sozusagen noch dicker, als diese 0,34% 😉

Für mich sind alle Entwicklungshilfen

ein peinlicher Reinwasch- Versuch für unsere unverschämten Ausbeutungen, denn die beste und gerechteste Entwicklungshilfe wäre, unsere Ausbeutungen augenblicklich einzustellen, die von uns dort verursachten Schäden zu reparieren und diese Menschen in Ruhe zu lassen.
Auf einer Seite die Menschen des Südens wirtschaftlich auszubeuten und auf der anderen Seite vorgeblich ‚großzügige‘ Entwicklungshilfe- Almosen zu spenden ist peinlich verlogen.

ein absolut unzulässiger Übergriff. Denn wer bitte sind wir, dass wir uns anmaßen, andere Menschen ‚entwickeln‘ zu können/ müssen!? Wohin entwickeln? In unsere erbärmlich missratene Weltzerstörungs- Sackgasse!?

eine peinliche Bevormundung. Denn wir tun so als, wüssten wir besser, wie man gut lebt! Dabei handelt es sich durchwegs um Kulturen die vor der Kolonialisation, langfristig stabile Strategien lebten, während wir in kürzester Zeit den Globus ‚abgewirtschaftet‘ haben.

ein gedankenloser Selbstschuss. Denn anstatt – aus reinem Egoismus schon – die Welt kulturenbunt zu erhalten und das Lern- Revervoir möglichst groß und vielfältig zu halten, schalten wir nach und nach, Land um Land, alles mit unserer Einfalts- und Zerstörungs- Unkultur gleich.

Selbst das Gute, das unsere Gutmenschen zu tun glauben, wenn sie in Dritte Welt- Läden einkaufen, kann ich nicht sehen. Wir füttern damit die Produzenten mit unserem Geld und unserer Konsum- Glitzerwelt an und zwingen sie in unser Hamsterrad- System. Oder anders gesagt: Nur weil gelangweilte Society- Ladys ihren Reichtum mit Gut- Taten behübschen wollen indem sie exotische Folklore- Produkte kaufen, müssen Frauen des Südens von ihren Kindern, Ziegen und Häusern weg und an Fließbänder!

Da wär’s doch besser die Frau Bankdirektor oder der Herr Doktor würden mal in ein Land der Dritten Welt trampen und dort Hand anlegen, die Augen, Ohren und das Empfinden offenhalten und von diesen Menschen lernen und mit nach Hause bringen, wie man qualitätsvoll lebt, anstatt westlich herumzuprotzen.
Also: Im Prinzip, paradise your life !
Amen! 😉

 


Shoppen macht krank

6. November 2011

Die Doku ‚Schick, aber schädlich‘ auf 3sat ließ mir fast das Blut in den Adern gefrieren, obwohl ich schon seit 20 Jahren um der Gefahren der oft in Kleidung und Schuhen enthaltenen Giftstoffe weiß.
Wie sehr die Gift- Sauereien in letzter Zeit bzw. durch die Globalisierung noch gesteigert wurden, konnte man bei manchen Beiträgen fast nicht glauben.
Gibt’s in einem Land Probleme, in der Form, dass Grenzwerte vorgeschrieben werden oder einige Todesfälle passieren, wird einfach das Land, nicht aber das todbringende Verfahren, gewechselt.

Die schwachsinnige Zivilisations- Dekadenz auf teuer aber schäbig zu machen indem haarneue Jeans sandgestrahlt und damit zerstört werden, kostet jährlich hunderte Billigarbeiter, durch den eingeatmeten Sand, das Leben …

Mittlerweile wird mehr Bio- Baumwolle verkauft als produziert wird!!!

Ein Indischer Bio- T-shirt- Produzent bekam einen Lachanfall als er nach Bio- Baumwolle für Europa gefragt wurde, denn er färbt sie in seinem Betrieb mit genau den gleichen hochgiftigen Chemikalien wie all die anderen Billig- shirts auch.

Wie entkommt man diesem Wahnsinn?
a) Vielleicht, wirklich mit Betonung auf ‚vielleicht‘, bringt es etwas, teure Bio- Ware zu kaufen.
Mit Sicherheit aber bringt es etwas
b) nur helle, möglichst wenig gefärbte Kleidung
c) second hand- Ware und diese
d) möglichst lange (und ausgewaschen) zu tragen

Also wieder mal ein Beispiel für die Gerechtigkeit dieser Welt. Wer ständig neue Fummel shoppt und trägt, bekommt die volle Schadstoffladung ab.
In der Doku kamen sogar Container- Auspacker und Dekorateure vor, die allein durch diesen eher leichten Kontakt – aber mit Frischware – gesundheitlich geschädigt wurden.

Zu empfehlen also wäre der Christkind- Look. – In Lumpen gehüllt! 😉
Oder Treue zu seinen Lieblingsstücken …