Rund um den Smoothie

3. Juni 2015

Wieder einmal, obwohl hier schon vielfach thematisiert (letztens hier), obwohl ich die vielen Ernährungsprotokolle im Netz schon eher für eine Plage halte, aber da immer noch die häufigste Frage an mich ‚Was tu ich in meinen Smoothie?‘ ist:

Diesmal vielleicht in einer Erlebens- Variante:

Einige junge Löwenzahnblätter die mich bereits anlachten als ich vor die Tür trat,
ein kleines Büschel Schafgarbe, das wunderbar zartgrün und duftig danebensteht und angeblich sensationelle Heilwirkungen hat,
ein paar Gänseblümchen, weil sie mir so freundlich zunicken,
Da! Herrlichster junger Giersch auf einer kürzlich gemähten Wiese; er duftet einfach wunderbar und greift sich so schön weich und ‚gummig‘ an!
Viele, viele Brennesselspitzen; sie haben ein vielfaches an Vitamin C von Orangen.
Besonders freute ich mich heute über die zarte Vogelmiere, da ich sie schon lange nicht hatte und sie gerade so schön blüht,
zwei ganz junge und fette Bärentatzentriebe die in ihrer ‚Buschigkeit‘ jedesmal wieder eine Freude sind,
ein kleines Klettenblatt, auf dessen ganz eigene Bitterkeit ich mich schon vorfreue,
eine Handvoll der wohl für heuer letzten, da schon etwas kratzigen aber immer noch herrlich harzig duftenden Maiwipfel,
gleich daneben das wunderbare Schönheits- und Hautkraut, das herrlich filigrane Zinnkraut, das noch dazu angeblich eines der wenigen Aluminium- Ausleiter sein soll,
da ein paar zarte Brombeertriebe,
dort ein paar Blätter und Triebe vom Wilden Wein,
viiiiiele zartgrüne Lindenblätter von der in Überfülle nachproduzierenden Linde neben dem Friedhof; wunderbar auch dieses Nebeneinander von Tod und diesem zartgrünen, gebündelten Lebensgrün,
zwei, drei blühende Thymian– Zweigerl die mich beim Vorbeiradeln anlachten,
wenige Meter daneben herrlich duftender Wiesenkerbel
Zu Hause noch ein paar Gänsefingerkraut– Blättchen, die auch immer so schön frisch austreiben und mich anleuchten,
ein paar Triebspitzen der herrlich nach Bittermandeln schmeckenden Kirschentriebe
und ein paar junge Spitzwegerichblätter.

Zur Menge: Ich bin mit dem kleinen Vitamix- Mixbecher (also ca. 1l) unterwegs und muss immer aufpassen, auch noch fürs Obst etwas Platz zu lassen     🙂
Heute kam eine Grapefruit ohne Schale, mit Kernen rein,
ein Apfel mit allem,
eine Scheibe Zitrone mit Schale und Kernen und
eine halbe Banane.

Da ich gerne etwas zu kauen und knurpsen habe, ‚müssen‘ nach dem Mixen fast immer
meine heißgeliebten Mandeln rein und
die wunderbar knurpsigen Buchweizen, die wie kleine Herzchen aussehen und mir das Herz hüpfen lassen.
Heute hatte ich noch einige Heidelbeeren und
Weintrauben mit drinnen.
Für mehr Achtsamkeit beim Essen schmeiß ich dann noch ganz wenige aber abgezählte Rosinen rein.
Voilà! Fertig!
Er schmeckte t r a u m h a f t !!! Und ich war, wie jeden Tag, überzeugt diesmal die allerbeste Mischung erwischt zu haben!     😉

Erlebniswandern, Naturbewundern, Dankbar- Sein plus Bewegung ergibt einen wunderbaren Gourmet- Smoothie!    🙂

 

 

 


Ein Gourmet- Leben

23. Mai 2014

Heute hätte Christoph Wagner seinen 60 Geburtstag feiern und weitere wunderbare 60 Jahre vor sich haben können. Doch er schaffte nichteinmal die erste Hälfte.
Eine kleine Weichenstellung in Richtung ‚barocker Völlerei‘ und schon war alles anders, schon fuhr sein Lebenszug am Paradies vorbei, geradewegs ins Schlaraffenland …

gourmet„Erst wollte er, inspiriert vom barocken Dorfpfarrer und den Erzählungen des Vaters von den italienischen „bicchieri di vino“, Papst in Rom werden. Später dann Kulturmanager. Tatsächlich wurde er Österreichs vielleicht bekanntester Gourmetkritiker, Gastrosoph und Kochbuchautor. Am 23. Mai wäre Christoph Wagner 60 Jahre alt geworden. Er starb 2010 an „unknown cancer“, nicht näher identifiziertem Krebs.“ schreibt Teresa Schaur-Wünsch in der Presse und fasst damit alles Unparadiesische in Wagners Leben kurz zusammen.
Es fehlt nur noch eine Vokabel und die liefert er selber in seinem letzten Buch nach: „Ich war ein Bewohner des Schlaraffenlandes“ und seine Ehefrau ergänzt: „Dass er dabei ungesund gelebt hat, schwer übergewichtig war, das hat er gewusst. Und es war ihm egal. Die Länge des Lebens war ihm nicht wichtig“.

So sehr ich jedermenschs Lebensentwurf und -art respektiere, kann ich mich nur wundern, dass man dieses selten wunderbare Geschenk ‚Leben‘ so wenig wertschätzen und so leichtfertig, bzw. wegen solch läppischer Gaumenkitzel, derartig missachten und ruinieren kann.
In diesem Fall sogar auch noch von einem lebenslang falsc…, äh, hochgläubigen Menschen!

Auch er hatte von seinem Gott alles mitbekommen um ein fröhliches, genussvolles, glückliches, gesundes und langes Leben zu führen …
Aber der menschlichen, um nicht zu sagen satanischen, Versuchungen, Irrlehren und Fallstricke sind gar viele … 😉

In diesem Sinne:
paradise your life


Jede Wette …

9. April 2014

… dass kein Juwelenladen so funkelt wie meine taunasse Wiese in der Morgensonne auf der ich täglich meine Wildkräuter sammle.

… dass kein Energiedrink oder Cocktail so herrlich neongrün leuchtet wie mein Grassaft.

… dass keine Speise so schnell hergesstellt oder serviert ist wie meine rohköstlichen Gourmet- Gerichte.

… dass kein Büroalltag, kein Chefetagenleben es in puncto Lebensqualität mit meinem Paradiesleben aufnehmen könnte.

… dass kein Kind, kein denkender Mensch freiwillig in dieser Arbeits- und Konsumwelt leben würde.

… dass kein Kino spannender ist als das Leben.

… dass keine Beziehung oder Ehe wahrer Liebe ‚das Wasser reichen‘ kann.

… dass keines der unzähligen toten Nahrungsmittel diese Frische, Vitalität, Gesundheit, dieses Wohlbefinden erzeugen kann wie Rohköstliches.

Ach! Ich liebe einfach mein
paradise your life 😉

 

 

 


Warum kochen wir?

18. September 2012

Grundsätzlich, weil wir es gewohnt sind. Weil es alle tun. Weil alle Gekochtes essen.
Historisch, weil es früher einmal not- wendig war. Weil es ein lebensrettendes Notprogramm war.

Wie das?
Wir lebten einstmals im Paradies, d.h. wir lebten in Klimazonen, in denen uns die, genau für uns passenden, Nahrungsmittel praktisch in den Mund wuchsen. – Das war in Afrika. Das war Paradies!

Ich weiß nicht warum, ich weiß nicht genau wann, ich weiß schon gar nicht wie. Aber unsere frühen Vorfahren verließen dieses Paradies – sonst wären wir ja nicht da, wo wir heute sind.
Dieser frühe Mensch stieß in Klimazonen vor, die keine essfertigen Bananen und Mangos bereitwillig beistellten.
In dieser Not mussten die Menschen sich Ersatznahrung suchen um nicht zu verhungern. Sie begannen zu jagen und zu braten.
Das war der Beginn unserer Zivilisation!
Ein Notprogramm, das Unverdauliches verdaulich und Giftiges verträglich machte.
Später kamen noch diverse Würz- Tricks dazu mit denen wir uns sogar Ungenießbares reinwürgen konnten.

Soweit so gut, könnte man meinen.
ABER! Wir hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Das heißt wir hatten uns über Gottes Schöpfung, die uns alles für ein gutes Leben erforderliche, bereitwillig anbot, hinweggesetzt.
Die ‚Rechnung’ dauert zwar lange, aber sie wurde nach Generationen präsentiert. Wir wurden immer kränker und kränker.
Und zwar wehrte sich unser Körper mit – vermeintlichen – Krankheiten, die es bis dahin nie gegeben hatte.
Heute halten wir bei einem Prozentsatz von 90- 95% an Zivilisationserkrankungen. Das heißt 90- 95% all unserer Erkrankungen verursachen wir selber!

Unter anderem deswegen, weil wir an einem Uralt- Notprogramm festhalten, obwohl mittlerweile praktisch alle der damaligen Paradies- Produkte auch in unseren Breiten erhältlich sind.

Absurder Weise schaffen wir uns durch diese unsere Art der Essenszubereitung nicht nur unnötige Arbeit sondern auch jede Menge an Erkrankungen und Unpässlichkeiten.

Wir ziehen sozusagen durch unser gewohnheitsmäßiges Anhaften an Altem eine minderqualitative Ernährung dem Paradies- Genuss vor.

Minderwertige Noternährung und paradiesische Gourmet- Ernährung.
Beides ist möglich!
Du hast die Wahl!

 


Wer immer noch glaubt …

21. September 2010

Wer immer noch glaubt, Rohkost wäre ein simples Kaninchenfutter, dem seien diese Kreationen einer Rohkostklasse unter die Augäpfelchen gehalten … 😉