Heut‘ hab ich …

26. Oktober 2017

… meinen letzten Ribiseln ihre Nachfolger vorgestellt!
Die Granatapfel- Saison hat begonnen!

Ich bin froh, dass die Natur mir da eine Entscheidung, die ich nie treffen könnte, abnimmt.
Beide Beeren sind einfach köstlich!
Ein Augen-, wie Gaumenschmaus!
Allein schon diese Farben! Herrlich!
Dieses ‚rudelhafte‘ Auftreten und Natur- Beispiel der Fülle! Wunderbar!
Diese prickelnden Geschmäcker! Sie berauschen mich förmlich.
Und auch diese entzückenden Kernchen im Inneren, die ich mit Hochgenuss zerbeiße. – Unvergleichlich!

Bei den Granatäpfeln das vorsichtige Öffnen und achtsame Herauskitzeln (den ganzen Granatapfel, wie es meist gemacht und vielfach gezeigt wird, durchzuschneiden und diese kleinen Schätzchen blutend herauszuschlagen, wäre mir unmöglich!) dieser wunderbaren Rubine. Jedesmal wieder ein Erlebnis!
Bei den Ribelseln das Suchen und Finden dieser herrlichen Miniträubchen zwischen ihren Blattverstecken ….
Ach, was werd‘ ich doch beschenkt!

 

 

 


Ganz schnell noch …

24. März 2015

… bevor das endgültig letzte Wunderäpfelchen (siehe ‚Meine Lust‚) aus den Geschäften verschwunden ist, ein schnelles rohköstliches Törtchen damit gezaubert 🙂

Granatapfeltorte

 

 

 


Meine Lust

9. Februar 2015

Sehe ich auf dem Markt oder in einem Geschäft so einen schönen großen, prallen Granatapfel, ist es um mich geschehen! Ich muss ihn haben!
Zu Hause bekommt er erstmal einen prominenten Platz um mich noch möglichst oft mit Vorfreude zu beglücken.
Irgendwann halt‘ ich’s einfach nimmer aus! Ich wiege ihn vorfreudig in meiner Hand, drehe ihn nochmal nach allen Seiten, guck mir das süße Krönchen nochmal an.
Da setze ich jetzt das Messer an. Ich ritze rundum zwei vertikale Äquatoren, steche das Blütchen entsprechend den Ritzungen etwas tiefer ein und breche die vier Viertel auseinander.
Die ersten rubinroten Edelsteinchen können es schon gar nicht erwarten, kullern bereits jetzt raus und bescheren mir unendliche Freude.
Das pralle Gedränge der restlichen Edelsteinchen ist ein Augenschmaus für sich. Teilweise noch mit elfenbeinfarbigem Häutchen bedeckt, teils nackt und glänzend, alle aber zusammengekuschelt in ihren Nestchen …
GranatapfelDas Umstülpen der einzelnen Viertel und damit das aufbrechen des ganzen Rubinstockes ist der nächste knackende und berstende Genuss!
Da kann ich schon nicht mehr umhin, erste Kernchen zu verkosten, gegen das Licht zu halten, oder meine, schon mit Bio- Rubinen volle Hand zu bewundern …

Das war nur die Kurzform! Tatsächlich verschwelge ich mich noch viel ausbiebiger … 😉

Nun zeigen einige Videos wie man einen Granatapfel rationeller öffnet. Ich beschreibe das hier gar nicht erst näher. Mir blutete schon beim Ansehen das Herz, wie da der wunderbare Saft in Strömen lief, wie da dieses Wunder an Schönheit mit Schlägen malträtiert wurde …
Dennoch, beim nächsten Granatapfel wollte ich es – zumindest auf eine softere Art – versuchen.
Ich mach’s kurz und gestehe: Es war schrecklich! Ich habe den Versuch abgebrochen! Mich bei der Frucht entschuldigt, mich Rohling geheißen und den Rest des Apfels mit einem traurigen und einem liebevoll, freudigem Auge auf die alte Methode, Kern für Kernchen genossen.

Wie bitte!? Du wolltest das gar nicht so genau wissen?
Schade!
Aber ich hab noch einen ‚Nachschlag‘ für Dich!

Ich wettere hier doch öfter als meinen Lesern lieb ist gegen die Zivilisation, nicht wahr!
Und immer mehr komme ich zu dem Schluss, dass alles, wirklich alles, was Menschen so tun und getan haben an Vereinfachungen, Rationalisierungen, Automatisierungen, Mechanisierungen, Blödsinn war.

Diese obige Granatapfel- Geschichte könnte vielleicht diese Sicht und Meinung untermauern und verdeutlichen!
grapfke Wir sollten nur tun, was uns wirkliche Freude macht, Lust bereitet und diese genießen.
grapfke Wenn wir soetwas Schönes vereinfachen und verkürzen sind wir blöd!
grapfke Wenn wir etwas tun, worauf wir gar keinen Bock haben, erklärt das zwar den Wunsch es von uns ‚auszulagern‘, aber dumm bleibt es dennoch! Denn Dinge und Handlungen die nicht wirklich Freude machen, sollten auf diesem Planeten und schon gar nicht in unserer Nähe Platz und Berechtigung haben. Oder?

Guck Dir all diesen Wahnsinn der uns umgibt einmal WIRKLICH an! Sozusagen mit ‚Lust- Augen‘!
Ist es Lust, macht das wirklich Freude, g’schwind ins Auto zu hüpfen, schnell einzukaufen, im Vorbeigehen nach dem Geschenk für die Oma zu gucken, die Kinder abzuholen … und, und, und?
Allein schon beispielhaft der letzte Punkt: Er bringt die Kinder um wunderbare Nachhausewege wie wir sie früher noch prallvoll mit Abenteuern, Spaß und endlosem Geblödel und Gelächter, genießen durften …

In diesem Sinne, ein Lust- pralles und
paradiesisches Leben !

 

 

 


Ein Wintergeschenk

15. Januar 2012

Granatäpfel, dieses Symbol Aphrotites, gehören für mich sowohl als Ästhet als auch als Feinschmecker zu den selten wunderbaren Naturgeschenken.
Im Winter, eventuell neben blühenden Barbarazweigen, ein Erlebnis!
Ich kann mich bei ihnen an der äußeren Form mit diesen süßen Krönchen genauso berauschen wie an der edlen Rotfärbung und faszinierenden Schalen- Textur.
Nach dem Öffnen aber, beginnt erst der ‚richtige Rausch‘!
Diese Farben, dieser Glanz dieser vielen, vielen ‚Edelsteinchen‘! Und wie sie alle zusammengeknuddelt in ihren ‚Bettchen‘ liegen, mit weißen Laken zugedeckt bis über die Nasenspitzen … 😉
Doch ich ‚Böser‘ kann da nicht umhin, sie dennoch herauszukitzeln, sie mir nochmal in ihrer auch solitären Pracht anzugucken. Dann aber doch meist – fast zu – schnell zwischen die Lippen zu stecken.
Selbst diese glatt samtige Oberfläche ist nochmal ein Genuss!
Das Zerbeißen oder Zerdrücken im Mund ist zwar bereits ein fast schmerzliches Ende dieser kleinen Wunderdingerchen, aber nichts desto Trotz ein selten geiles Erlebnis! Dieses Aufplatzen, Herumspritzen, dieser Geschmack! Süßlich, säuerlich, prickelnd, fallweise mit einem Hauch Roter Rüben, oft nur moussierend, wenn schon älter nur noch süß. Wunderbar!
Früher hab ich sie nur zwischen Zunge und Gaumen zerdrückt und die Kerne als Ganze geschluckt. Durch die grünen Müslis, die in den Wintermonaten auch fallweise mit Granatapfelkernen bereichert werden und die auch Knurpsiges, wie Buchweizen, Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Nüsse und Leinsamen enthalten, hab ich mir angewöhnt auch ihre Kerne noch zu zerbeißen. Sie sind angenehm breiig bis ölig und ich möchte ihren Geschmack nicht mehr missen. Zumal sie wertvolle, natürliche Vitalstoffe (Phytoöstrogene) und in ihrer Gamma-Linolensäure hochwertige Omega-6 Fettsäuren enthalten.

So ein Frühstück mit einem Granatapfel gehört zu meinen heißgeliebten Wintertagsritualen und erinnert mich immer wieder an die leider oft auch vergessene Essensmeditation, mit der man sich eigentlich jede Mahlzeit aufwerten sollte.
Ich wünsche auch Euch noch viele, viele wunderbare Granatapfel- ‚Orgien‘ 😉

PS: Wer schon das Glück hatte, auch die Granatapfel- Sträucher kennenzulernen, wird wohl auch von diesen bezaubert gewesen sein. Die wunderbaren Blüten, die zarten Blätter … Ein seltenes Geschenk, für uns Erdenkinder!