Und was, wenn …

22. September 2021

… Rilkes wunderbares Herbst- Gedicht gar nicht den Übergang von Sommer auf den Hebst, sondern gesellschaftliche Veränderungen meinte?

Oder gar visionär die heutige Wendezeit vorwegnahm?

Kann alles sein, kann auch nicht sein. Selten wunderbar bleibt dieses dreistrophige Gedicht allemal:

     Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.
 
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
 
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Ganz in diesem Rilke- Sinne: Genießt Eure Häuser und sonnenprallen Früchte, aber auch im Sinne der Natur und


 
 
 


Ein Häuschen als Geschenk

16. April 2012

Ich schreibe hier ja immer wieder gerne von der Reichhaltigkeit, Freigiebigkeit und Fülle der Natur.
Dass sich das nicht nur auf die Luft, das Wasser, den Boden, die Mitwesen, die Nahrung, und, und, und bezieht, sondern dass die Natur auch nette Häuschen für uns bereithält – natürlich mit etwas von unserem Grips dazu! – zeigen nicht nur zahllose Strohballen- Lehm- Häuser, Jurten, Blockhäuser, etc., sondern in besonders gelungenem Maß auch der Waliser Fotograf Simon Dale.

Gemeinsam mit seinem Schwiegervater errichtete er das Haus in Handarbeit – ohne Vorkenntnisse. Benutzt wurden nur eine Kettensäge, ein Hammer und ein Meißel. Nach vier Monaten war es einzugsfertig. Kosten für das Haus: knapp 4000 Euro. Verwendet wurden natürliche Materialien und Baustoffe aus Abrissen und von Schrottplätzen.
Das Haus ist in einen Hang gebaut, was eine perfekte Isolierung darstellt, die durch Strohballen im Boden und den Wänden ergänzt wird. Das Dach besteht aus einer Spirale aus Baumstämmen, die Wände sind aus Steinen und Lehm und wurden mit Kalk verputzt. Das Ofenrohr des Holzofens wird vor dem Austritt durch Lehm geführt, um die Wärme maximal zu speichern. Der Kühlschrank wird über Kaltluft betrieben, die durch das Erdreich geführt wird, Solarpanels erzeugen Strom für Licht, Musik und Laptops und eine Komposttoilette spart Wasser.
Umgeben ist das Haus von einem Permakultur-Garten, welcher der Familie einen Teil der Nahrungsmittel liefert.

Wer Appetit bekommen hat, bekommt auf Simon’s website sogar noch eine Bauanleitung ‚mitgeliefert‘ …

 
PS: Bin ich sehr bös‘, wenn ich tippe, dass das größte Problem beim Bau eines solchen Hauses die Auflagen der Behörden wären? 😉

 


Die Macht der Gedanken

28. Juli 2011

bzw.
Innere Bilder formen die Materie

‚Wie denn das?’
‚Ach geh! Komm mir doch nicht mit so dämlicher Esoterik!’

Wie, wodurch, meinst Du entstand unsere Welt, so wie wir sie heute vorfinden?
Meinst Du tatsächlich ein Schöpfer hätte sie so, und vor allem so unabänderlich und fix erschaffen?
Ist unser Leben, ist unsere Welt nicht in ständigem Wandel begriffen?
Wodurch sollte so etwas passieren, wenn nicht durch unsere Entwicklung, unser Denken, unser So- Sein.

Unsere Häuser heute sind uns selbstverständlich.
Woher kommen sie?
An deren Ursprung standen Gedanken/ Fantasien.
Um ein Haus zu bauen, muss man ersteinmal die Fantasie des Hauses, den Wunsch nach Überdachung in sich tragen, muss erst einmal diesen Gedanken immer detailierter ausformen und planen, bevor ein Hausbau möglich wird.
Auf diese Art wurde alles heute Vorhandene geschaffen, von der Sprache, über unser Verhalten, unsere Werkzeuge, Häuser, Städte, Verkehrsverbindungen, Gegenstände, etc.

Gedanken schaffen also Formen, die wir dann mit ‚Realität, mit Materie füllen’.
Selbst in unserem Körper passiert nichts anderes!
Sieht man sich unsere feinstoffliche Hülle an oder fragt einen Hellsichtigen, wird klar, dass unser ‚Gedanken- und Vorstellungs- Körper’ den Raum schafft, den der physische Körper dann ausfüllt.
Kein Dicker ist zufällig dick! Kein ängstliches Kind ist zufällig ängstlich! Kein Unfall passiert zufällig und ohne vorhergehende Unsicherheit oder Angst! Keine Krankheit entsteht aus Jux und Tollerei!

Oder ein Beispiel aus der Natur: An Stränden findet man immer wieder Skelette von Krabben, Seeigeln, etc.
Sie sind m.E. ein schönes Beispiel dafür wie der Geist aus der umgebenden Materien, aus den Mineralien Formen aufbaut, die nach seinem Austreten noch erhalten bleiben.
Auch unsere Skelette sind nichts anderes als Materie- gewordene Pläne des Geistes!

WIR sind die Gestalter unserer Welt!
– Durch unsere Gedanken!

Und nocheinmal möchte ich darauf hinweisen, WIE wichtig eine gute Gedanken- Hygiene ist bzw. wie wahr folgende Weisheit ist:

Achte auf Deine Gedanken,
denn sie werden Deine Worte.
Achte auf Deine Worte,
denn sie werden Deine Taten.
Achte auf Deine Taten,
denn sie werden Deine Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten,
denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter,
denn er wird Dein Schicksal.

 


So einfach entsteht ein Haus

7. Februar 2011

(Reisebericht Äthiopien)

Ich hab immer wieder bei meinen Vorträgen und Seminaren den Menschen Strohballen- Lehm- Häuser ans Herz gelegt, die kaum Geld kosten und auch optimal ökologisch bzw. wärmedämmend sind. Meines Wissens hat noch niemand meiner Gäste davon Gebrauch gemacht.

Hier wird das, zwar nicht mit Strohballen, aber doch, gelebt.
Erst werden Stöcke in den Boden gesteckt, darauf ein umlaufender Dachkranz genagelt, der das Dach trägt.


Dieses Holzgerüst wird mit der Erde vor Ort, mit Wasser und Stroh vermischt,

 

 

 

 

 
zugeschmiert (rechts) und in manchen Fällen dann noch Kalk- verputzt (links).

Manche kombinieren das auch recht pfiffig …



 

 

 

 

 

 
Besonders süß sehen für unsere Augen die strohgedeckten Rundhütten aus, die es noch vereinzelt gibt. Diese hier war besonders interessant, da sie vollgestopft war mit hochkompliziertesten Mathematik- und anderen Fachbüchern. – Ein Student bewohnt sie.