Aller Heiligen?

1. November 2021

Man könnte den heutigen Feiertag auch einmal für einen etwas kritischeren Blick auf diese, unsere Kultur so mitprägenden Heiligen nutzen.

So sehr, tief und bewundernd ich schon in die Weisheiten Weiser und Spiritueller eintauchen durfte, so suspekt sind mir viele der christlich- katholischen Heiligen.

Ich sehe in ihnen wenig an Vorbildlichkeit, – nichts für uns zu lernen. Es ist schlicht und einfach nicht erstrebenswert, sich für ein paar zu wörtlich genommene Passagen aus einem Buch, das angeblich das ‚der Bücher‘ ist, auf Folterräder flechten oder X- förmig kreuzigen zu lassen.

Getragen ist diese ganze Heiligenverehrung und deren Verhalten nur all zu oft von einer geistigen Enge und Bevormundung, die unserer Kultur – siehe Kreuzzüge, Höllengedanken, Hexenverbrennungen – nicht wirklich förderlich war und an der viele heute noch laborieren.

Auch sogenannte Wunderheilungen zeugen für mich, trotz aller vatikanischer Kommissionen, bloß von ungenügendem Verständnis der Erkrankungsursachen, – die in übergroßem Maße gerade von dieser Fraktion mitverursacht werden!
Ich hörte einst Vorlesung um Vorlesung in Psychologie und es wurde in mir immer klarer. Irgendwann – bei einem oder mehreren Bieren – fragte ich meinen Professor: ‚Könnte es nicht sein, dass wir ohne Religionen gar keine psychischen Probleme hätten?‘ Er, mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung, meinte, dass man es nicht kürzer und treffender ausdrücken könnte.

Soviel auch einmal zwinkernd, zu diesem heutigen Feiertag …


 
 
 


Zu ‚Allerheiligen‘ …

1. November 2015

… weiß Wikipedia, dass es ein Feiertag ist ‚zu dem aller Heiligen gedacht wird – auch solcher, die nicht heiliggesprochen wurden − sowie der vielen Heiligen, um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott‘.

Da mir das Denken der Menschen immer schon etwas ‚zu kurz‘ war, möchte ich auch heute an diese letzte, völlig unbeachtete und für ‚Gläubige‘ vermutlich sogar als Ungläubige eingestufte Gruppe erinnern. An die, ‚um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott‘!

Ganz zu Beginn dieses blogs hab ich einmal von der ‚Wannenkurve‘ geschrieben.
Sie zeigt, wie Menschen ‚ticken‘: Erst machen sie in ihrem Eifer alles zu verbessern, zu rationalisieren, alles kaputt. Danach treten sie dann als große Reformatoren, Retter, Rückbauer und auch Heilige auf.

Vom heiligen Martin z.B., zu dessen Feier demnächst wieder tausende wunderschöne unschuldige Gänse ermordet werden ‚müssen‘, wird ehrfürchtig berichtet, dass er seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Davon, dass er aber aus ‚bestem Hause‘ stammend zuvor anderen soviel weggenommen hatte, dass es Bettler überhaupt erst gab, spricht niemand.
Das ist ein Beispiel der Wannenkurve, der Zivilisation. Erst sündigen, dann beichten. Erst ruinieren, dann aufbauen. Erst sich krank essen/ leben, dann zum Doc rennen. Erst Streit vom Zaun brechen, dann es bedauern. Erst Kriege erklären, dann die Gefallenen beweinen …

Hl. RehDas Gute: Die Wesen die sich so blöd verhalten machen global ohnehin nichtmal 0,01% aus! Es sind die Menschen, – mit all ihren Heiligen! 😉

Die, die erst gar nix kaputt machen, die ihr Leben so leben wie Gott/ wie die Evolution es für sie vorgesehen hat, kommen in unserer Denkwelt kaum vor. Es sind aber genau die Heiligen ‚von deren Heiligkeit nur Gott weiß‘.
Es sind all die Tiere und Pflanzen und die fast schon gänzlich ausgerotteten, missionierten, zivilisierten ‚einfach lebenden Ethnien‘.

An sie und daran WIE einfach, unkompliziert und paradiesisch auch unsere Leben sein könnten, möchte vielleicht heute, zu Allerheilige‘ die/ der eine oder andere denken …

 

 

 


Wieder mal …

1. November 2012

… haben wir ALLER- HEILIGEN
und denken dennoch eher heute als morgen, an ALLER- SEELEN, an unsere Verstorbenen.
Vielleicht weil wir SIE für HEILIGE halten?
Vielleicht weil wir überfordert sind mit der Unterscheidung zwischen SEELEN und HEILIGEN?
Gibt es überhaupt Heilige?
Was sind Heilige?
Jetzt, da der Vatikan die Heiligen- Inflation ausgerufen hat, gar nicht so einfach zu beantworten!
Ist es mit Heiligen nicht genauso wie mit den (Kriegs-)Siegern? Wer nachträglich gesehen, gewonnen hat ist heilig?
Wären wir heute moslemisch, 1000jährig oder germanisch, gäbe es wohl kaum diese Heiligen.
Wir feiern – oder auch nicht – also Leute die unserem (Ideal-)Bild entsprechen.
Das ist so ähnlich, wie wenn alle Ökos Öko-, alle Techniker Technik- und alle Mediziner ausschließlich Medizin- Zeitschriften lesen …
Man wird in seinem So- Sein bestätigt, köchelt aber im eigenen Saft …

Ganz anders die Seelen! Unter ihnen finden sich Filous und Treue, Schüchterne und Draufgänger, Heimchen und Vamps, ‚Männermordende‘ und Liebende. Da gibt es Verhasste und Geliebte, Unvergessliche und längst Vergessene, Bedeutende und Unbedeutende, Nützliche und Schädliche, Angepasste und Nonkonformisten, Führer und Geführte …
Sie alle sollten wir lieben. Sie alle haben unsere wunderbare Welt so gestaltet, wie wir sie heute vorfinden und erleben dürfen.

Doch halt! Könnten wir aus dieser Überlegung nicht etwas lernen?
Vielleicht ist alles, was unsere Mitmenschen auch heute tun gut für die Zukunft, gut für die Vielfalt!?
Vielleicht sollten wir niemanden verurteilen, ob seines heutigen Tuns …
Vielleicht birgt gerade sein So- Sein den Keim für neues, zukunftsträchtiges (Weiter-)Sein?

So steh ich an einem Grab, im Geiste an vielen, vielen Gräbern, bin fast umgeworfen von dieser Fülle und Vielzahl an Sein, an Leben, an Erfahrungen, an Leistungen, an Bemühungen, an Liebe, an Tun, an ‚Fehlern‘ …
Ich knie mich nieder vor all diesen wunderbaren Wesen vor mir. Ich knie mich gerne nieder vor all meinen wunderbaren Vorfahren und Vorwesen. Erst durch sie durfte ich werden wer und was ich bin. Erst durch sie darf ich diese wunderbare Welt und Gesellschaft erleben und genießen.

Ich danke Euch allen und will versuchen beim nächsten Hader mit dieser Zeit und dieser Gesellschaft an Euch alle zu denken …

 


Wie man richtig liebt

1. Februar 2011

Der Australische Journalist, Autor und sprirituelle Lehrer Barry Long hat ein wunderbares Buch über die Liebe geschrieben, dessen Kurzfassung Du Dir hier downloaden kannst.
Er schreibt unter Anderem:

„Ursprünglich waren die Körper von Mann und Frau ständig von einem prächtigen goldenen Ring oder Schein umgeben. Dieser strahlte aus dem Solarplexus, erstreckte sich sichtbar weit über den Kopf, in den Boden hinein, und seitlich jenseits der Reichweite der ausgestreckten Arme….“

„Ihre körperliche Liebe war ekstatisch. Die göttliche Energie, die dabei erzeugt wurde, war so kraftvoll, dass ihre Körper oder Auren nach dem Lieben mit unglaublicher Pracht leuchteten. Diese selbsterleuchtende Ausstrahlung oder Geist der Liebe, der in ihnen durch die körperliche Vereinigung erzeugt wurde, war die Offenbarung ihres Gottseins auf Erden. Mann und Frau am Anfang der Zeit waren Gott….“

„Einige tausend Jahre später hatten die meisten Männer und Frauen vergessen, wie man Liebe ist und Liebe macht; obwohl sie anscheinend den gleichen körperlichen Akt ausführten, waren sie nicht in der Lage, die göttliche Energie freizugeben oder zu erzeugen, und sich selbst als der lebendige Geist oder die Gegenwart der Liebe zu personifizieren, als das Zeitlose. Die Körper von Mann und Frau waren nicht mehr in der Liebe ausgerichtet, sondern in Zeit und Emotion.
Anstatt reine Liebe zu machen, machten sie emotionale fordernde Liebe. Und anstatt spirituell erleuchtete Kinder hervorzubringen, erzeugten sie emotional abhängige….“

„Hat ein Heiliger dir jemals gesagt, wie man richtig körperlich liebt, was die Quelle aller Liebe auf der Erde, sogar der Liebe Gottes, ist? …“

„Die Heiligen sagen, wir sollen Gott lieben, – was niemand auf der Erde durch einen Beschluss seines oder ihres Willens tun kann.
Wie kannst du lieben, wenn du nicht liebst? Was ist das für eine Überheblichkeit? Was würdest du sagen, wenn ich sage: ‚Sei hungrig’, wenn du nicht hungrig bist. Oder vielleicht wurde dir gesagt, du sollst jeden lieben. Wie kannst du jeden lieben? Liebst du jeden? Wirklich? Kannst du das tatsächlich tun? Ist jeder so liebenswert? Liebst du wirklich deine Feinde? Hast du heute zu deinem Kind gesagt – nicht letzte Weihnachten – dass es die Person lieben soll, von der es geschlagen oder geboxt wird? Wenn dir heute zufällig jemand begegnet, schau, ob du ihn liebst. Lasst uns klar sein. Lasst uns zu uns selbst ehrlich sein. Wir würden es alle lieben, jeden zu lieben. Aber könnten wir bitte einfach mit unserem Partner anfangen? …“

„Du musst lernen, auf richtige Weise zu lieben. Ohne Zügellosigkeit, ohne nach emotionaler Befriedigung und Selbsterfüllung zu suchen. Wenn du gelernt hast, wahre körperliche Liebe zu machen und begonnen hast, deine goldene Aura wiederherzustellen, wird dir klarwerden, dass du entdeckt hast, wie du deinen Mitmenschen lieben kannst, wie du deine Feinde lieben kannst, wie du Gott lieben kannst. Und dich selbst….“

„Der 0rgasmus ist ein Ende, ein emotionales Ende. Liebemachen hat kein Ende. Wirklich Liebende machen weiter und weiter, bis schließlich – vielleicht Stunden später – der Körper des Mannes auf natürliche und bewusste Weise ejakuliert; oder das Paar geht auseinander und liebt sich Stunden später weiter, oder am nächsten Tag, und an nächsten und an nächsten, ohne dass der Mann notwendigerweise kommen muss. Der 0rgasmus ist ein Teil der körperlichen Liebe, aber er ist wirklich und wahrhaftig unterhalb ihrer Schönheit und ihres Zwecks. Und es wird für beide auf richtige Art geschehen, und ohne, dass es später emotionale Traumata hervorbringt, wenn die beiden präsent genug sind, um sich nur mit dem Lieben zu befassen….“

Barry Long’s teils spirituelle, teils direkte Ausdrucksweise mag vielleicht nicht jedermenschs Geschmack sein. Das Thema Liebe ist aber ein so wichtiges und in unserer Zeit falsch verstandenes und vernachlässigtes, dass mir jeder Zugang Recht ist, der mehr Liebe in die Welt bringt. Deshalb kannst Du Dir hier kostenlos das ganze Büchlein downloaden und sehen und hoffentlich nachempfinden und lernen, wie sich Barry Long das vorstellt.