Schrei und tobe!

17. Februar 2012

Wir nennen uns nicht nur Zivilisationsgesellschaft, wir verhalten uns auch sehr zivilisiert. Genau betrachtet, heißt das, wir verhalten uns gehemmt.
Uns wurden im Laufe unserer Kindheit, unseres Lebens so viele Regeln und Verbote auferlegt, dass wir es meist gar nicht mehr bemerken WIE OFT und WIE VIELE Spontanimpulse wir unterdrücken.
Natürlich profitieren wir auch alle von diesem ‚zurückhaltenden‘ Verhalten der Anderen.
Aber immer nur angepasst, immer nur gefasst und ruhig sein ist nicht ok für Dich.
Obwohl es bei unseren Mitwesen im Dschungel, bei den Menschenaffen keine so starken Reglementatiirungen gibt, kann man an ihnen dennoch immer wieder beobachten, dass sich einer einen Ast abreißt und damit durch die Gruppe tobt oder sich gegen die Brust trommelnd auf ‚wilden Mann‘ macht.
Genau das, solltest auch Du immer wieder mal tun! 😉
– Aber vielleicht in einer anderen Form! 🙂
Schrei, tobe, trommle, schüttle Dich!
Reagiere Dich ab, schüttle Dich und Bäume, – aber nicht Kinder!
Schrei im Wald, unter der Eisenbahnüberführung, im Badezimmer, – aber nicht mit Deinen Mitmenschen!
Trommle gegen Wände, auf den Boden, – aber nicht im Restaurant auf den Tisch!

Wenn Du’s nicht ganz so wild magst, kannst Du auch mit dem bekannten OM- Laut, alle Selbstlaute durchsingend, Deinen ganzen Körper ‚durchmassieren‘.
Oder im Badezimmer laut singen!

Du musst von Zeit zu Zeit auch laut sein dürfen und können. Gib und nimm Dir diese Freiheit!

Falls ich’s Dir vielleicht wieder mal zu arg treibe mit dem ganzen Unsinn, den ich hier schreibe, kannst Du Dich auch gern vor den PC setzen und mich aus Herzenslust anbrüllen … 😉
Aber nachher haben wir uns wieder lieb, gell! 🙂

 

 
PS: Sich von oben bis unten, von links nach rechts, Körperteil für Körperteil durchzuschütteln ist eine ganz wunderbare Entgiftungs-, als auch Meditations- und Konditions- Übung, die bereits Wilhelm Reich, Osho und viele andere empfohlen und praktiziert haben. Probiers!

 


nüchtern/ beschwippst

26. April 2011

Warum weiß oder glaubt jedermensch, dass er/ sie unter Alkoholeinfluss lockerer und entspannter ist?
Was verkrampft/ verspannt uns?
Warum verkrampfen/ verspannen wir uns überhaupt, um dann wieder den Alkohol zu brauchen um diesen Missstand zu beseitigen?
Woher kommen unsere ‚Alltags- Hemmungen‘?

Die Antwort: Gesellschaftliche (=zivilisatorische) Einschränkungen und Konventionen und Macht- Gefälle, machen uns Stress, machen uns klein und kaputt!

Wir haben im Laufe unserer Geschichte und Zivilisierung derartig viele gesellschaftliche Regeln aufgestellt, die uns einschränken und unterdrücken, dass ich nur dieses zwar plakative aber treffende Bild bemühen kann:
Jeder tritt seinen Vordermensch in den Arsch ohne zu merken wie sehr wir selber getreten werden und alle einen Kreis bilden …. 😉

Auch (männliche) Hierarchien und Machtstrukturen tun in dieser Gesellschaft ein Übriges um uns Stress und Unterdrückung zu machen, dem viele nur durch Alkohol glauben, entkommen zu können.

Jedermensch ist aufgerufen den, zwar langen aber doch gangbaren, Weg zurück zu einem freien, unbeschwerten und liebevollen Miteinander zu gehen …