Wie kann es sein …

17. August 2020

… dass sich in alten Medizinbüchern soviel Unsinn findet. Selbst die heutigen Hildegard von Bingen- und andere ‚Reanimierer‘ nehmen sich davor nicht aus!
Wenn zum Beispiel ein Hippokrates die Mistel gegen Fallsucht, eine Hildegard von Bingen dieselbe Mistel gegen Leberleiden und ein Pfarrer Kneipp nocheinmal dieselbe als Kreislaufmittel empfiehlt und verwendet, so biegen sich doch die evidenzbasierten, wie Hausverstands- Balken!
Erst gar nicht zu reden von noch weiteren Quellen, wie dem ‚Kreütterbuch‘ des hochverehrten Doktor Hieronymus Bock, in denen die Mistel hochgelobt wird gegen Zauberei und Gespenster, wenn man sie nur ja den Kindern um den Hals hänge!
‚Naja, das war früher. Die Medizin machte doch Fortschritte!‘, könntest Du zu bedenken geben.
Doch

Die damalige Medizin und Wissenschaft war damals genauso angesehen, vorgeblich ‚richtig‘ und schlüssig und auf ‚Stand des Wissens‘ wie die heutige heute.
Daran erkennt man, wie unsinnig jedes Diagnostizieren, damals wie heute, ist. Der Mensch als Ganzes ist gesund oder krank …
Die Menschen ernähren sich so mangelhaft, dass praktisch jeder Schritt in Richtung Natur hilfreich ist!
Warum gräbt dann ausgerechnet ein ‚Schulmediziner‘ den alten Hildegard- Schmonzes wieder aus, lässt sich als Wiederentdecker feiern und casht damit als Autor ordentlich ab?
Warum verdienen sich dann heutige Ärzte mit Schröpfungen, Aderlässen und anderem Uralt- Unsinn ein stattliches ‚Körberlgeld‘ dazu?
Und wie konnte der wunderbare Franz Konz nachweisen, dass ‚erst‘ 100 Jahre alte Medizinversprechens- Schlagzeilen bis heute nicht umgesetzt wurden, wenn nicht auch aktuelle Medizin, Scharlatanerie wäre?
Praktisch jede profitable Intervention/ Empfehlung ist Unsinn, wie das Beispiel eines Medizinbuches aus 1573 mehr als augenfällig macht, das bei Depressionen empfiehlt, sich ein aufgeschlitztes Huhn auf den Kopf zu setzen.
Und nicht zu vergessen und unzählige Male persönlich erlebt: Die auf Faulheit gründende Leicht- bis Gerngläubigkeit der Menschen! Sie wollen einfach nicht selber denken und nichts selber tun. Das macht natürlich anfällig für all diese Profiteure die alles anpreisen und versprechen wenn es nur einträglich ist.
Das war zu allen Zeiten so und daran wird sich auch nicht so bald etwas ändern.

Da bleibt bloß der Rat an die paar eigenverantwortlich Selbstbewussten:

 

 

 


Altes Heilkräuterwissen

17. August 2015

HeilkräuterKürzlich hab ich nach vielen Anläufen endlich einige Bücher des wunderbaren Wolf- Dieter Storl ‚geschafft‘. So sehr ich ihn ob seines Wissens und seiner lockeren Schreibart bewundere, ergeht es mir mit ihm wie mit vielen Hochintelligenten, egal ob Wissenschafter, Mediziner, Techniker, Homöopathen …
Sie wissen alle enorm viel! – Aber nur in einem winzigen Segment!
Und damit entwerten sie m.E. all ihr Wissen völlig. Denn, dass die heutigen neuesten Erkenntnisse die peanuts, wenn nicht sogar Irrtümer von morgen sind, ist mittlerweile eine Binsenweisheit.

Selbst Leute, wie z.B. Storl, die Jahrhunderte ‚zurückgeforscht‘ haben, verirren sich eher in Mythen, als dass sie wirklich Nützliches fänden.

Es gibt ganze Bibliotheken an Heilkräuterwissen. Abermillionen von Beobachtungs-, Forschungs-, Erprobungs-, Niederschrift- Stunden wurden allein schon für Heilungsmöglichkeiten ‚verschwendet‘!
‚Verschwendet‘ deshalb, weil sich niemand je Gedanken darüber machte wie und warum wir überhaupt unheil wurden!
Die Antwort: Eine einzige kleine ‚Gedankenlosigkeit‘!: Die Abkehr vom natürlichen, vom naturrichtigen Leben!
Und schon türmen wir Theorie- und Mystik- Gebäude über Heilkräuter-, Gestirn- oder Geistwesen- Gebäude um wieder heil zu werden!
Vergeblich! – Oder zumindest unnötig kompliziert.
Denn, sicher werden einige der Heilkräuter wirken. Sicher werden sie bestimmte Wirkungen zeigen.
Aber nur als erfolgreiche Auffüller von Defiziten!
Würden wir uns immer ‚quer durch die Botanik naschen‘ käme es gar nicht erst zu Mängeln und damit zu Problemen und damit zu Heilkräuter- oder anderen therapeutischen Bedarfen.

Detto in der nicht sichtbaren Welt!
Eine typische Storl- Geschichte ist, er trifft einen Kollegen der meint ‚Hier halte ich keinen Vortrag mehr! Der Hörsaal ist voll mit Geistern und die Stimmung schlecht‘. Storl besichtigt den Saal und ’sieht‘ alle Zuhörer von Geistwesen besetzt. Er lässt vor seinem Vortrag mit bestimmten Kräutern ausräuchern. Und – so ein Zufall aber auch! – die Geistwesen sind weg!
Ich bezweifle in keinster Weise die Sicht bzw. das Gesehene des Herrn Storl. Bloß, das ist seine Welt, die er sich durch seine Studien geschaffen hat. Durch seine zu – historisch – kurz geratenen Studien!
Hildegard von Bingen, Kelten, Römer, Germanen, selbst Steinzeitkulturen greifen zu kurz!
Das alles ist bereits ‚Zivilisation‘. Damit ist man schon im Irrtum.

Hätte sich Herr Storl mit vorziviliastorischen Zeiten, mit ‚payoli- Wissen‘ befasst, wüsste er, dass WIR unsere Welten erschaffen.
Wenn jemand Geistwesen sehen will bzw. erwartet, wird er sie sehen. – Und braucht dann Beifuß und Wacholder als Räucherwerk.
Ist man sich bewusst, dass das geschenen wird, was wir Schöpfer erschaffen, braucht man nichts dergleichen. Bzw. hat durch das Querdurch- ‚Grasen‘ in der Natur soviel Beifuß und Wacholder intus, dass die Geister schon von vornherein einen grooooooßen Bogen um uns machen …       😉

 

 

 


Kräuter- Wissen

17. August 2012

Schon die chemische Pharmazie stand mit ihren Medikamenten von Anfang an unter keinem heilsamen Stern, da sie
bloß Symptome unterdrückte,
auf einzelne isolierte Wirkstoffe setzte und
sich auf Diagnosen bzw. die ‚Behandlung‘ einzelner Erscheinungen stützte.

Der medizinische Einsatz von Kräutern ist da schon ein wenig ganzheitlicher. Da allein schon praktisch immer das ganze Kraut und damit ein ganzes, gut abgestimmtes Wirkstoff- Bouquet Verwendung findet.
Dass auch hier wieder von den Pharmas und der Wissenschaft – oder sind diese beiden eh schon gar nicht mehr trennbar? 😉
Also, dass auch hier wieder die Wissenschaft einzelne Wirkstoffe aus naturrichtigen Mischungen extrahiert, untersucht und ev. verwendet führt zu der bekannten aber absurden Situation, dass nun zum Beispiel allerorten vor dem Beinwell, von dem es in jedem Jahrhundert fast hymische Empfehlungen bis Wundergeschichten gab, gewarnt wird. Bloß weil er Pyrrolizidinalkaloide enthält die isoliert und in großen Mengen Probleme machen können.

Also, Kräuter sind schon besser als Medikamente.
Aber ein Haken ist auch bei der Kräuterverwendung immer noch dabei:
Der Mensch kann und kann offensichtlich nicht einsehen, dass er nicht die Krone der Schöpfung ist, dass ihm die Natur/ Schöpfung immer noch über ist. Er will immer be-handeln, diagnostizieren, retten, helfen, sich wichtig machen.
Sieht man sich die zahllosen Uralt- Rezepte vom Parazelsus, der Bingener Hildegard oder anderer Kräuterkundiger, oder sogar die der neuen, wie hier in Österreich den Kräuterpfarrer Weidinger an, ist die Absurdität kaum zu überbieten.
Da wird völlig unbegründet ‚am Tage zweye‘, ‚alle 3 Stunden 7 Tropfen‘ und ähnlicher Unsinn, der wohl nur das Ego des Behandlers fütterte, verzapft …
– Als hätte da je einer untersucht was bei 6 oder 8, statt 7 Tropfen passiert …

Auch das gezielte Einsetzen bestimmer Kräuter gegen bestimmte Gesundheitsprobleme, wie ‚Rosmarin stärkt das Herz‘, Brennessel entwässert‘ ist vom Prinzip her Unsinn. Es zeigt zwar, dass die Menschen sehr wohl beobachten können. Doch wird m.E. viel zu schnell verallgemeinert.
Und vor allem, es wird stillschweigend impliziert, dass bei Problemen der Mensch, am Besten ein (Kräuter-)Kundiger eingreifen muss.

Dabei – und das ist das wunderbare Geschenk der Natur an uns! – tut die Natur ohnehin sofort, bereitwilligst und am effizientesten. – Wenn wir sie nur lassen!

Wir brauchen also weder gezielt das Kräutl suchen dass gegen unser Leiden gewachsen ist, noch einen Kräuterkundigen. Wir brauchen uns bloß ‚artgerecht‘ und wildkräuterreich zu ernähren. Dann – und hier hatte Parazelsus Recht – wird unsere Nahrung auch unsere Medizin sein.
Entweder sorgen wir bei dieser Methode für eine möglichst große Vielfalt in unserer Ernährung. Oder wir vertrauen auf unseren Instinkt, der uns mit unseren Gustos und Verlangen sehr genau zeigt, was wir brauchen.
Mit solch einer ‚richtigen Fülle‘ hat unser Körper genug um das für ihn Richtige richtig anzuwenden.
Und er tut das besser als jeder Arzt oder Kräuterkundige!

Tja, so einfach ist ein Paradies- Leben! 😉