Positiv Denken

6. November 2014

sei_positivFür viele die zweifellos schwierigste der ‚paradise your life‘- Lebensveränderungen ist die mentale.
Das rohköstliche Essen, die naturnähere Bewegung, das soziale (Affen- ;-)Umfeld sind oft schon einigermaßen zufriedenstellend umgesetzt, stecken die Menschen immer noch im Denken fest.
Und damit werden meine Artikel oft als Anleitungen zum ‚Positiv Denken‘ missgedeutet.
Ja, zugegeben, das Positive Denken war vor einigen Jahren eine richtige Bewegung, die in vielen Büchern, Vorträgen und Kursen vermittelt und propagiert und schließlich zum Schlagwort wurde.
Positiv Denken ist zweifellos auch besser als negativ Denken. Aber es ist eben noch immer ein Denken!
Und genau DAS ist das Problem! 😉
Kein Tier ‚denkt‘. Keine Pflanze, kein Baum ‚denkt‘.
Nichtmal die über alle Maßen ‚intelligente‘ Natur bzw. Evolution ‚denkt‘!
Das ist ja gerade das Geniale an der Natur!
Es wird intelligent gehandelt, es wird eindeutig Intelligenz generiert. Aber ohne zu denken, im menschlichen Sinn!
Das hat noch nichtmal die Wissenschaft begriffen.

Kürzlich hörte ich eine Wissenschafts- Sendung über die Fähigkeiten von Pflanzen zu kommunizieren und sich vor Fressfeinden zu schützen. Da waren die Wissenschafter völlig ratlos. Einerseits können die allermeisten Pflanzen sowohl kommunizieren, als auch Feinde abwehren, sich also intelligent verhalten. Andererseits wollte niemand einer Pflanze ein bewusstes Denken, wie wir es tun, zubilligen.
kopfweltAuf die Idee, dass unser Denken uns bloß schneller und bewusster ERSCHEINT, für unsere (Gehirn-)Zellen aber ebenfalls evolutionär, also über Generationen verläuft, kam niemand.
Wenn ein ‚lerning-by-doing‘ in der Natur über Generationen verläuft ist es für die Leute plötzlich kein Denken mehr, ist es keine Intelligenz mehr. Dann ist es das mehr oder weniger ‚zufällige‘ Ergebnis der Evolution!
Das ist so ähnlich, wie wenn man das Lied ‚Hänschen klein‘ nicht mehr erkennt, wenn sein Notenverlauf auf ein paar Stunden oder Tage ausgedehnt wird. Dabei ist es dann dennoch noch immer die Melodie/ Tonfolge von ‚Hänschen klein‘! 😉

Doch um zum Positiven Denken zurückzukommen bzw. dazu, wie man es besser macht:
Der große Unterschied (wie er uns erscheint) zwischen zielgerichtetem Denken und ‚Entstehen lassen’/ ‚Göttlichem Schöpfen‘ ist, dass Denken schnell, zu schnell und damit mit geringer Bandbreite/ Voraussicht, passiert.
Während das Generieren/ Schöpfen/ Erschaffen von guter Zukunft/ gutem Schicksal auf GEFÜHLEN beruht!
Und Gefühle sind sozusagen die ‚Quersumme‘, der ‚Mittelwert‘ vieler unserer Gedanken!
Gefühle sind langsamer in ihren Veränderungen, dafür aber stabiler und sicherer, da ‚erfahrener‘. Letzteres bedeutet sogar, dass es über Generationen geht. Denn viele Gefühle werden genetisch und über das Verhalten anderer unbewusst weitergegeben.

Die ‚unendlichen‘ Zwischenräume in unseren Atommodellen wurden früher mit ’nichts‘ und ‚Leere‘ erklärt. Heute neigen immer mehr Denker und Forscher dazu, dass gerade dieses Nichts das eigentlich Formende ist bzw. beinhaltet.
Kann sein, kann nicht sein. Egal!
Zumindest für unser Leben ist es egal!

Was nicht egal ist, ist, wie wir uns eine gute Zukunft, eine schöne Welt, ein günstiges Schicksal erschaffen.
herzensweltDas kann sowohl über Gedanken, als auch über Gefühle geschehen.
Unsere Gedankengebäude sind schnell, spannend und fehleranfällig.
Unsere Gefühlsbilder sind unspektakulär aber evolutions- sicher.

Mensch könnte darin auch die Polarität von männlich und weiblich, von Kopf und Herz, sehen.
Natur und Evolution sind weiblich, Technik, Logik und kleinere Hickhacks sind männlich 😉

Wichtig: Wir haben beides im Werkzeugkasten! Wir brauchen in der jeweiligen Situation bloß zum richtigen Umsetzungs- Werkzeug zu greifen … 🙂

 

 

 


Glücklich ohne Denken

23. Januar 2014

Dieser Titel ist natürlich scherzhaft gemeint, enthält aber ein Körnchen Wahrheit über das ich heute erzählen möchte.
Ich versuch sozusagen nochmal die Quadratur des Kreises. Ich versuche mit (logischem) Denken für’s Nichtdenken zu werben 😉

Wer ‚Katastrophen in Folge‘ nicht gelesen hat oder es noch immer nicht glauben kann: Wir sollten uns mit unserer Fähigkeit zu Denken nicht privilegiert, sondern fast schon gestraft fühlen. Denn kaum eine Erfindung, eine Idee, eine Errungenschaft hielt dauerhaft, was wir uns von ihr erwartet hatten.
Ganz im Gegenteil! All diese Errungenschaften wurden zu Selbstschüssen, die bloß viele noch immer nicht als solche erkennen.
Deshalb postuliere ich:
Je weniger wir denken, desto mehr SIND wir, und desto besser ist das für uns, – und die Mitwelt!
Das kannst Du vermutlich nicht sofort so annehmen, denke ich.

Ich geb Dir zwei Beispiele:
Du kennst doch sicherlich auch den Effekt, dass einem oft ein Begriff, ein Wort, ein Name nicht und nicht einfallen will. Wir zermartern uns das Hirn, durchforsten es, denken und denken. Aber es will uns partout nicht einfallen.
Dann gehen wir aufs Klo oder befassen uns mit etwas anderem und – zack! – das Wort ist da!
Es ließ sich also durch Denken nicht hervorholen, war aber durch Nicht(daran)denken sofort da. Ist nun das Denken gut oder das Nichtdenken zielführender!?

urzeitbierZweites Beispiel:
In inserer ganzen Jahrmillionen langen Evolutionsgeschichte wurde nie geplant, gedacht. Kein Einzeller wünschte sich je mit anderen Einzellern zusammen ein höheres Wesen zu bilden oder an Land zu gehen. Dennoch passierte es!
Kein Saurier dachte je: ‚Es müsste schön sein, sich zu einem süßen, fiederflauschigen Zwitscher- Vogerl zu entwickeln‘. Dennoch passierte es!
Kein mausähnliches Säugetier dachte je ‚Wie nur, kann ich zu einem Primaten oder gar zur ‚Krone der Schöpfung‘ werden?‘. Dennoch passierte es!
Und frag alle Wissenschafter, einigermaßen Denkenden und Sehenden! Sie alle werden Dir bestätigen, dass es nichts besseres, effizienteres und genialeres als die so entstandene Natur gibt.
War nun das Denken der Antrieb für all diese größten Naturwunder dfie wir kennen oder das Nichtdenken!?

Oder die alte Weisheit eine Entscheidung ‚zu überschlafen‘! Denken oder Nichtdenken?
Oder all die erfolgreichen (Geist-)Heiler, die sich nicht zufällig als Kanal einer höheren Kraft fühlen! Sie alle wissen: Je mehr sie sich zurücknehmen, je weniger sie denken, je weniger sie sich vorstellen, sich wünschen, um so besser funktionieren die ‚Höheren Mächte‘.

Demnächst verrat‘ ich Dir einen weiteren seeeehr wichtigen Grund, warum wir nicht denken sollten.

 

 

 


Grooooßhirn

11. April 2013

Es gibt Fehlinformationen, an denen Mensch sehr hängt.
Erst wurden sie ihm ‚eingepflanzt‘ und dann behält er sie freiwillig gerne bei, da sie ihm schmeicheln. Oft sogar machen sie ihm als kleine Notlügen oder Rechtfertigungen das Leben angenehmer.

Zu diesen ‚Nicht-umzubringenden-Lügen‘ gehören zum Beispiel die vielen schicksalhaften oder von bösen Erregern verursachten Erkrankungen. Niemand will hören, dass er selber durch seine Art zu Leben Erkrankungen (mit)verursacht hat! Das ist einfach unbequem, bezichtigt, macht schuldig, ist unangenehm. Jeder will doch fehlerfrei, und wenn schon, dann doch lieber das unschuldige Opfer und nicht Täter sein.
So weit, so bekannt für Leser dieses blogs.

Eine weitere, gerne abgewimmelte Tatsache ist, dass wir NICHT die Krone der Schöpfung sind. Dass wir uns nicht so grundlegend von den Tieren unterscheiden, dass wir biologisch gesehen sogar Primaten sind.
In diesem Punkt merke ich bei Vorträgen oder in Gesprächen immer wieder wie sich schnell Widerstand oder Ablehnung aufbauen.
Dennoch ist es so!
Klar fühlt es sich für Menschen – die noch dazu im Mangel leben – gut an, wenn sie sich als etwas ganz Besonderes sehen können.
Klar ist in irgendeiner Form jedes Wesen einzigartig. Aber jedes WESEN! Nicht nur jeder Mensch!
Aus dem Erkennen des Eigenen und Nichterkennen des Anderen gleich ein allgemeines ‚Höher-entwicklt-Sein‘ zu konstruieren ist lächerlich. Denn mensch darf sich auch in Sackgassen, Irrtümer, Fehler hineinentwickeln, wie die Geschichte schon vielfach zeigte. Und Tier darf auch ein wunderbares Leben ohne Zivilisation haben. Es ist nicht so, dass alles, was wir nicht sehen, wozu wir keinen Zugang haben, nicht existiert! 😉
Wer die wissenschaftlichen Erfolge der Biologie und Verhaltensforschung verfolgt, wird sehen, dass mit jeder neuen Erkenntnis uns die Tiere immer nur ’näher-, nie wegrücken‘.
Zudem, jedermensch der schon meditiert hat, wird wissen, dass dieser ‚gedankenlose‘ Zustand erhellender und befriedigender ist, als alles logische, rationale, zielgerichtete ‚Räderlaufen im Kopf‘.
Jeder Kreative, viele Komponisten, Erfinder, Denker wissen, dass wirklich neue Einfälle aus dem Nichts, aus der Stille, aus den ‚Zwischenräumen‘ kommen.

großhirnKürzlich schrieb ich über uns ‚Zweihirner‘ und prompt brandeten mir wiederum Ablehnung, Belehrungen, Entgegnungen entgegen.
Das ist schon ok. Jedermensch darf und soll sich natürlich freuen über sein Großhirn, das ja wirklich eine wunderbare Sache ist.

Doch heute möchte ich einmal vier Punkte aufzählen, die das Resultat unseres oft überbordenden, um nicht zu sagen, des uns missbrauchenden Großhirns sind:

redball Nahezu alle Erkrankungen gäbe es ohne unser ‚zivilisiertes‘, ‚hochentwickeltes‘ Denken, also ohne Großhirn nicht!
Bitte lass Dir das langsam auf dem Großhirn zergehen! Keine Ärzte, keine Krankenhäuser, keine Medikamente, keine Kranken, kein Leid! Ausschließlich, so wie in der Welt der freilebeneden Tier beobachtbar, glückliche, entspannte topgesunde Wesen …

redball Nahezu alle (unbegründeten) Ängste gäbe es ohne unser sich ständig verselbständigendes Großhirn nicht!
Stell Dir das vor! All die Ängste die Dich als Kind quälten, all die Geister, Mörder und Katastrophen die tagtäglich Millionen von Menschen Angst einjagen gäbe es nicht.
Und damit

redball Nahezu alle psychischen Störungen (früher Geisteskrankheiten) gäbe es ohne unser Denken, ohne unsere gesellschaftlichen und religiösen Konventionen nicht!
Stell Dir das vor! Keine Psychiater, keine Psychologen, keine Psychotherapeuten, keine Psychopharmaka, keine unglücklichen Patienten und Angehörigen!

Klar gäbe es auch Mozarts und Beethovens Musik, Rembrands und Picassos Bilder, Gaudis Sagrada Família- Katedrale und viele, viele andere Dinge ohne unser Großhirn, ohne unser Denken nicht.
Es gäbe aber auch nicht unsere bestialischen Kriege mit Millionen und Abermillionen Toden und Verwundeten, unsere himmelschreienden Umwelt- Katastrophen und unser globalisiertes Unterdrückungsleid.

Doch diese Wahl ‚Großhirn ja/ nein‘ haben wir ja ohnehin nicht mehr. Unser Gehirn hat sich entwickelt, wie es sich entwickelt hat.
Die Frage ist nur mehr WIE wir es verwenden!

Schalte ich es ein, wenn ich es mal brauche?
Oder lasse ich mich von diesem ‚Rennen im Kopf‘ herumtreiben, ängstigen, rastlos machen, bös‘ denken, Unsinn denken …?

Oder – und das ist mein letztes Negativ- Beispiel zu diesem Thema – verwende ich mein Großhirn dazu, zu verdrängen!?
Verdrängen zählt zu den psychischen Problemen und ist eine so schlimme ‚Seuche‘, dass praktisch jedermensch darunter leidet ohne es zu wissen.

redball Verdrängen ist ein Kind unseres Denkens und damit Großhirns …
Verdrängen ist ein Begriff aus der Psychoanalyse und meint das Unterdrücken von Unangenehmem.
Was so harmlos klingt, ist schlicht und einfach eine Katastrophe!
Dieses Unterdrücken kostet unendlich viel Energie, verspannt uns unsere Muskeln, was wiederum Energie kostet und engt uns unser Leben, unseren Horizont immer mehr ein, versteift den Körper und macht krank.
Dennoch handelt es sich um einen Vorgang, der tagtäglich in praktisch jedem von uns passiert!
Eine wahrlich ‚tolle‘ Leistung unseres Großhirns, das so viele so gern verteidigen … 😉

Um positiv zu enden: Unser Gehirn ist wunderbar!
Das Großhirn sogar schon so unfassbar wunderbar, dass wir gut daran tun, es gut zu ‚bewachen‘ und zu ‚führen‘! 😉

 


Hühnerarsch, sei wachsam …

24. März 2012

… Denn paßt du nicht richtig auf,
springt dir hint‘ ein Gickerl drauf‘ singt Georg Ringsgwandl.

Dieses Lied fällt mir ein, wenn ich die Anfälligkeit der Menschen für neue Erkenntnisse, Therapien, Geräte, Lehren, etc. beobachte.
Auch das neugierig hoffende Hirn sollte immer wachsam sein!
Zuviele raffinierte Einflüsterer, Trickser, Wissenschafter, Verkäufer, Ärzte und andere Glücksritter gibt es, die ihr Zeugs anpreisen.
Es klingt alles sehr überzeugend, oft auch kompliziert. Aber dadurch um so beeindruckender. Wurden wir doch so verblöd…. äh, sozialisiert, dass die ‚Obergescheiten‘ erst recht bewundert und nachgeahmt werden sollten.

Nimm jeden neuen Artikel voller Versprechungen, jedes Angebot voller Hoffnungen, jede neue epochale Erkenntnis, jede neue Lehre, etc. als bloße Erinnerung, dass wir bereits alles haben, schon alles sind, längst alles wissen!
Wir brauchen bloß 2 Dinge!
Wir brauchen bloß

auf unseren Körper und dessen Signale, auf selbst kleinste Signale zu achten und
uns die Natur genau ansehen.

Das reicht!
Das ist alles, was wir brauchen für ein wunderbar gesundes, glückliches Paradies- Leben.

Alles, was kompliziert klingt, irgendwelcher chemischer Erklärungen bedarf, irgendwelcher Lehrer, Produkte, Bücher, Tabellen, etc. bedarf sollte Dir schon verdächtig erscheinen. Alles Menschengemachte, Menschenerdachte ist meistens fehlerbehaftet, klingt anfangs gut, hat aber praktisch noch nie längerfristig Bestand gehabt …

In diesem, auch wörtlichen Sinn: paradise your life!