Wir Kinder dieser Welt

16. Juli 2015

Nein, nicht über die wirklichen Kinder, die sind mir auch sehr wichtig und bekommen demnächst eine eigene Serie. Über die ‚großen Kinder‘, fälschlich auch ‚Erwachsene‘ genannt möchte ich heute etwas sagen.
Höfliche Menschen, angeblich besonders Chinesen, achten darauf andere nicht bloßzustellen. VerkäuferInnen in meist Bekleidungsläden haben es zur Perfektion gebracht, den KundInnen nach dem Mund zu reden oder überhaupt nahezu in deren Körperöffnungen zu verschwinden.
Die Werbung arbeitet großteils damit aus den ‚großen Kindern‘ Erwachsene zu machen. Das resultiert dann in Produktnamen wie ‚Gewusst wie‘, ‚Denk mit‘, bei denen sich dieses vorgebliche Wissen und Denken aber auf das bloße Kaufen reduziert. Aber mensch fühlt sich eben gut, wenn er das Gefühl hat so richtig erwachsen gewusst oder gedacht zu haben 😉

Oder ein Beispiel aus meinem Bereich: Kaum hab ich irgendwo den Satz ‚95% all unserer Erkrankungen sind Zivilisationserkrankungen und damit selbstverursacht bzw. vermeidbar‘ gesagt, erregt sich auch schon irgendjemand im Sinne von ‚Waaas!? Iiich soll Schuld sein?‘.
Menschen wollen also immer gut und schön und fehlerfrei dastehen bzw. gesehen werden.

Oder wie würdest Du reagieren, sagte Dir jemand ‚Du siehst aus wie eine alte Schlampe‘ oder ‚Du arbeitest wie der erste Mensch‘? Wohl verärgert, abgelehnt, gedemütigt. Oder?

IdentifizierungUnd das ist kindisch!
Oder besser gesagt kindlich. Denn Kinder identifizieren sich vollkommen mit ihrem Teddy, ihrem Spielzeugauto, ihrer Mama. Für sie sind sie damit eins.

Erwachsene sollten schon etwas weiter sein!
Ein Mensch ist ein Mensch! So perfekt oder unperfekt – obwohl es das ja genaugenommen gar nicht gibt! – wie er eben ist. Alles andere, seine Meinungen, seine Äußerungen, seine Kleidung, etc. ist doch nicht er!
All das stellt maximal seine Rolle die er primär spielt dar. Doch selbst das ist nicht er!
Es sollte doch jedermensch möglich sein in Adenauer’scher Größe zu sagen ‚Was schert mich der Unsinn den ich gestern gesagt habe‘ oder ‚Für mich ist grün rot‘.

Was soll das für ein ICH sein, das an der aktuellen Modefarbe haftet und mit der nächsten zerbricht!? Oder ein ICH das nichts dazulernen kann und darf um das geliebte ICH zu bleiben!
Oder was soll das für ein ICH sein, das beleidigt ist über Kritik oder Zweifel an seiner Kleidung, an seiner Meinung, an seinem Auto!? DAs alles ist nicht es! Das ist nicht das ICH!
Ein erwachsenes ICH kann unterscheiden zwischen seinem ICH und Diskussionsthemen, Kritik, Änderungen und Meinungen anderer.

Doch unser ganzes System ist aufgebaut auf dieser kindlichen Sicht! Menschen werden gekündigt, weil sie nicht entsprechen. Dabei hatten sie bloß so gearbeitet wie sie es gelernt oder sich in der vorigen Firma abgeschaut hatten. Sie hätten das jederzeit auch ändern können. Doch sie werden als Ganzes gesehen und abqualifiziert.
Detto in den Schulen. ‚Das ganze Kind‘ wird versetzt, muss das Jahr wiederholen, bekommt ein Ungenügend. Obwohl es vielleicht nur irgendwo eine Schwäche, so wie ein anderes ein rotes T-shirt, hat.
‚Wir haben uns auseinandergelebt‘ ist die Essenz dieses Kinderdenkens und der wohl häufigste heutige Satz. Jaja und der/ die x- beliebig Nächste wird immer genau passen! Soetwas ist Unreife pur!
Da alle so empfindlich, um nicht wieder ‚kindlich‘ zu sagen, ticken ist es auch erforderlich und auch gang und gäbe diplomatisch und taktisch zu agieren, was nichts anderes heißt als verlogen zu sein.
Dabei müsste es doch das Einfachste der Welt sein zu jemandem – hier vielleicht zur Verdeutlichung etwas formalhaft – zu sagen: ‚Ich schätze Dich als ebenfalls bemühtem und mir ähnlichem, in vielem sogar weit überlegenem Mitmenschen unendlich. Aber in dieser Sache verhältst Du Dich ungeschickt‘
Und da man vereinfachend auch sagt: ‚Richtig ist …‘ oder ‚… ist doch viel schöner‘ anstatt ‚Meiner Meinung nach ist … richtig‘ und ‚Ich denke … ist schöner‘ müsste man auch die einleitende Lobhudelei, da sie ohnehin klar und Allgemeingut sein sollte, auch weglassen können.
Doch das Problem in dieser Gesellschaft ist eben die Verpersönlichung allen Tuns und das anerzogene Jeder-gegen-Jeden- Einzelkämpfertum. Deshalb fehlt die, oben formelhaft dargestellte Wertschätzung und jede ehrliche und direkte Kritik wirkt verletzend.

Eine heilsame und wirklich lustige Übung ist, öfter einmal etwas völlig anderes zu sagen oder zu tun als das Gewohnte.
Du wirst damit plötzlich Verhalten an anderen wahrnehmen, die wirklich absurd sind. Du wirst beobachten, dass vieles absolut nicht verstanden, sondern nur auf Reizworte und mit Floskeln reagiert, wird.
Ähnlich absurd, wie sehr sich Menschen oft mit irgendwelchen peanuts die ihnen zufällig zugefallen sind identifizieren und sie nicht von sich unterscheiden können.
Ich denk mir ein wirklich erwachsenes ICH muss nicht immer der/die Beste sein, lernt gerne, ist interessiert an anderen Meinungen, will sich weiterentwickeln und klammert sich nicht an einmal Gewähltes, Entschiedenes.

 

 

 


ICH (3)

21. Mai 2015

Die Beiträge ICH und ICH (2) haben sehr viele Reaktionen hervorgerufen. Deshalb reiche ich heute noch ein Wissenschaftliches Argument nach.

Benjamin LibetSeit den 1980er- Jahren ist das Libet-Experiment, des US- amerikanischen Physiologen Benjamin Libet, bekannt und wurde bis heute immer wieder wiederholt und überprüft.
Es zeigt in einer Mess- und Versuchsanordnung, dass (200ms) VOR Entscheidungen, die die Versuchspersonen frei zu treffen meinen, bereits die Entscheidung im Gehirn getroffen wurde und nachweisbar ist.
Das heißt, es gibt nicht nur dieses ICH nicht, sondern auch nicht seinen so hochgelobten ‚freien Willen‘!
Denn die Erklärung des Libet-Experiments ist, dass unsere Entscheidungen aus einer Summe von Außenimpulsen und ‚Altdaten‘ getroffen WIRD.
Wir sind sozusagen bloß das Fass in dem alles zusammenläuft und das irgendwann überläuft, egal ob durch einen letzten Tropfen oder ob ein Vogel drinnen badet, egal ob das Fass dicht oder löchrig ist.

Das ist also übrig geblieben von unserem ICH und unserem Freien Willen: Nichts!

Doch das sollte uns nicht enttäuschen. – Obwohl, im Wort- Sinne, sollte es uns sehr wohl ent- täuschen! Denn das ICH ist eine Täuschung und alle Wesen außer dem Menschen leben bestens mit ihrer ICH- Losigkeit.
Oder was meinst Du, wer die besseren Karten hat: Das Blatt oder Holzstück das auf den Wellen treibt? Oder der Schwimmer der immer rudern muss und immer wieder Angst vorm Ertrinken hat?
Der Baum, der von dem lebt was ihn umgibt oder ein Mensch mit seinem Raffen und seinen Existenzängsten?
Eine Krähe die sich grenzenlos die Welt ansehen kann oder Zivilisationsmenschen die sich ihren Flug monatelang erarbeiten und die Formalitäten und Kontrollen ertragen müssen?       😉

 

 

 


ICH (2)

16. März 2015

In ‚ICH‘ habe ich dargestellt wie mensch nicht nur dieses künstliche und einmalige Gebilde ‚ICH‘ geschaffen hat, sondern dass das auch völlig irrealer Unsinn ist. Und dennoch sind wir von seiner Existenz so zutiefst überzeugt, dass wir auch nicht erkennen, dass diese eine Idee der Anfang all unserer Probleme war.

So harmonisch es in der Ich- losen Natur zugeht, so schnell hat sich unter Menschen der ICH- Virus verbreitet. Plötzlich taten wir Dinge die zuvor undenkbar gewesen wären, nun aber allen anderen schaden. Tja, Pech gehabt! Aber schließlich ziehen doch WIR einen Vorteil daraus! Alles andere interessiert uns nicht mehr.
Der Egoismus und mit ihm die Planetenzerstörung, unendliches Leid für unsere Mitwesen und all unsere eigenen Probleme waren geboren!

Keiner sieht mehr, dass

    a) andere dafür bezahlen, was wir gewinnen und
    b) dass wir selber nur vorgebliche Vorteile daraus ziehen, tatsächlich aber auch darunter leiden …

ICHWir sind in unser ICH- Sein so verliebt, dass ihm alles andere untergeordnet wird.
Da wird beispielsweise die Intelligenz von Kindern oder Tieren dadurch ‚gemessen‘, dass man ihnen ein Zeichen auf die Stirn malt und sie in einen Spiegel sehen lässt!
Das ist ähnlich blöd, als würde ein Alkoholiker sein Kind erst dann für reif erachten, wenn es auch Hochprozentigen runterkippt.

Doch sehen wir mal genau hin! Wie weit sind wir mit unserem ICH- Wahn gekommen!?
Wir bilden uns in unserer Blindheit und Präpotenz tatsächlich ein, jemand besserer zu sein, über anderen Wesen zu stehen!
redball Dabei sitzen WIR in Fabrikshallen um Schlachtabfälle für unsere Haustiere einzudosen.
redball Machen WIR das Katzenklo sauber!
redball Füttern die stolzen Bauern und Milch- Produzenten(!) die ‚dummen‘ Kühe und schaufeln deren Scheiße weg!
redball Wir Krone der Schöpfung brauchen Ärzte und Krankenhäuser weil wir denken etwas Besseres zu sein, kultiviert zu sein und uns dementsprechend falsch benehmen, ernähren, bewegen …
redball Wir ICH- Zerfressenen sind die einzigen Wesen des ganzen Planeten, die zutiefst davon überzeugt sind, ihre Kinder erziehen und ausbilden zu müssen! Jedes ‚dumme‘ Tier ist in kürzester Zeit lebensfähig OHNE Schule. Menschenkinder sind nach 9, 10 …14 Jahren Ausbildung NICHT lebensfähig!
redball Jedes ‚dumme‘ Wesen geht auf diesem Planeten wohin es ihn lust. Wir ICH- Clowns ‚müssen‘ uns abgrenzen von ‚den Anderen‘, ‚müssen‘ Grenzen ziehen, uns gegenseitig das Leben schwer machen!
redball Natürlich müssen Egoisten auch Vorschriften und Gesetze erlassen. Schließlich sind wir doch nicht wie andere. Geschweige denn können wir akzeptieren, dass die Anderen sind wie sie sind!
redball Diese unendliche ICH- Dummheit geht sogar so weit, dass wir nicht merken, dass das Liebste das wir haben, dass unsere Kinder, von uns systematisch ruiniert werden. Wo gibt es heute noch unbeschwert aufwachsende Kinder? Kleinste schon werden (siehe auch ‚Wenn Ihr nicht werdet wie die Kinder …‘) in Terminpläne und Verhaltenskonventionen gepresst, beurteilt, verunsichert und geängstigt!

Liebe Leute seht unser Denken, unser Denksystem als das was es ist: Ein fataler Irrtum, eine Entwicklungs- Sackgasse, ein Unglücklichmach- Werkzeug!
Lernt von der Natur! Legt ab die menschliche Überheblichkeit. Lernt wieder Teil des Ganzen zu sein! Lernt von den Tieren. Ja sogar von den Planzen!
Da gibts viiiiiel, seeeehr viel zu lernen! So ein Baum z.B. hat alles was er braucht ohne auch nur im Geringsten anderen in die Suppe zu spucken … 🙂

 

 

 


ICH

12. März 2015

So ein kurzes Wörtchen! Im angloamerikanischen Raum überhaupt nur ein Buchstabe. Aber der hat es in sich!

Wie kürzlich versprochen, heute ein besonderes Dummheits- Zuckerl der Zivilisationsgemeinschaft:

Als Einzeller – unser aller erste Vorfahren lebten einst als Einzeller! – lebten wir noch die Einheit, lebten wir noch in ungeteilter Harmonie. Auch wir selber, im Mutterbauch kannten noch keine Getrenntheit, erlebten ungeteilte Ein-heit.
Die Dualität, die Getrenntheit wird uns ANERZOGEN!
Wir könnten immer noch in Harmonie leben, könnten uns mit allem verbunden fühlen. Tun wir aber nicht!
Wir haben das absurdeste Konstrukt aller Zeiten geschaffen, das ICH!

Wir sehen uns als getrennt von allen anderen, als ‚Einzelkämpfer‘. Wir hegen und pflegen unseren Egoismus, unsere Egomanie und wundern und ärgern uns über die tausende daraus entstehenden Gegensätze, Feindschaften und Probleme.

Ich fürchte, ich werde mich bei diesem Thema nur sehr wenigen verständlich machen können. Zu tief haben wir diese Weltsicht in uns verankert. Zu viele werden sich keine andere Sicht vorstellen können.
Ich habe einmal von einem einzigen Stamm gelesen, in dessen Sprache es angeblich kein Wort für ‚Ich‘ gibt. Ich hab es nie überprüft und weiß nicht ob das stimmt. Aber ich weiß, dass ein Ich- loses Leben sehr wohl möglich ist. Beobachte einmal freilebende Tiere!

Die Absurdität unserer Ich- Konstruktion macht genau betrachtet wirklich lachen!
redball Wir sind aus ‚Material‘ das uns nie gehörte, das vor uns andere Wesen, Planeten, Pflanzen, etc. bildete und nach uns wieder anderes bilden wird.
redball Wir sind nach Schwingungsmustern aufgebaut, die uns nie gehörten, die wir bis heute nicht verstehen.
redball Wir wurden von Menschen gezeugt und geboren die uns nie gehörten, die wir nicht beauftragten.
redball Wir bekamen Gestalt und Gene die uns nie gehörten, die wir weder auswählten noch mitformten.
redball Wir können und wissen ausschließlich Dinge, wie Laute, Gesten, Worte, Bewegungen, Fertigkeiten, etc., die von anderen stammen, die wir uns nicht ausgesucht haben, die uns ‚eingepflanzt‘ wurden.
redball Uns wurden in Schulen völlig fremde Lerninhalte vermittelt und eingepflanzt.
redball Uns wurden fremde Gesellschaftsregeln nahezu mit der Muttermilch schon gegeflößt.
redball Wir bewegen uns in einer Welt, die andere geschaffen haben, auf deren Ausgestaltung wir Null Einfluss genommen haben.
redball Wir verhalten uns nach Gesetzen die nicht wir festgeschrieben haben.

Und dennoch sind wir zutiefst davon überzeugt, dass WIR, WIR sind! Dass wir eigenständige Wesen, getrennt von allem anderen, sind!
Jetzt sag mal ehrlich: Gehts bitte noch absurder!? 😉

Ja, es ist sogar noch ’schlimmer‘! Wir befinden uns ja nur zu einem Teil im Wachbewusstsein. Daneben gibt es auch den fast ebenso langen Tiefschlaf, in dem wir keinerlei Bewusstsein von uns, von unserem Ich haben.
Und es gibt das Traumerleben in dem wir uns in völlig anderen Sphären aufhalten.
Das alles blenden wir ebenso aus!
Einzig unser Tagesbewusstsein halten wir für unser ICH!
Da schafft oft selbst der Hinweis, dass unser Unterbewusstsein, unser Unbewusstes mächtiger als der Denkanteil ist, keine ‚Heilung‘ von diesem Ich- Wahn.

So weit, so gut, so witzig.
Bloß, dieses ICH, diese Trennung von der Allheit, vom Ganzen, schafft uns Probleme!
Jeder Streit, jeder Krieg, jedes belastende ranking, jede Unzufriedenheit, jede Angst, alles Habenwollen … fußt auf diesem Ich- Konstrukt.

Im Zuge unserer ‚Ich- Werdung‘ haben wir unseren Willen entwickelt, ‘kultiviert’ und bis zur Egomanie und Zerstörungssucht überspannt.
Wir sind stolz auf unseren Willen unsere Durchsetzungskraft. Doch was erreichen wir damit!?
Wir befriedigen unser Ego damit, verlieren aber das größte Geschenk das uns das Leben, die Welt macht:

Die Ganzheit!
Die Fülle der Ganzheit.

Warum sonst glaubst Du, dass selbst Menschen die praktisch alles schon erreicht haben, dennoch unglücklich sind, nie genug kriegen?
Weil Egomanie nie erfüllend sein kann! Weil wir unbewusst sehr genau wissen, was unsere Heimat ist, dass die Fülle, dass das Eins- Sein unsere ureigendste Heimat, unser Ur- Bedürfnis, ist.

DAS lass Dir mal auf der Zunge zergehen!
Wir erfinden nicht nur etwas völlig Absurdes, eigentlich Irreales und halten selbst nach einer ‚Aufklärung‘ daran fest, sondern lassen auch nicht davon, wenn wir erkennen, dass alle unsere Probleme auf dieser Getrenntheit beruhen.
DAS ist Menschsein heute! 😉

Doch das ist noch nicht alles! Die Erfindung dieses Konstruktes ICH war erst der Anfang unseres Leidensweges. Doch davon ein andermal mehr.

 

 

 


Eins- Sein (3)

30. Juli 2014

Unser Denkkonstrukt ‚Ich‘ und damit unsere eingebildete Trennung vom Rest der Welt beschränkt sich aber nicht nur auf unsere Person!
Nein! Wir haben unsere Trennungs- Wahsinne, möchte ich fast sagen, bis in alle Details vorgetrieben.
Und damit machen wir uns unsere Leben völlig unnötig schwer.
Wir glauben alles von allem getrennt sehen zu müssen.
Damit stürzen wir uns vom ersten Augenöffnen morgens bist zum Einschlafen, in eine fast unendliche Kette von Beur- Teilungen und Be-Wertungen.
Damit trennen wir nicht nur, sondern teilen die Welt, die Menschen, die Gefühle … einfach alles, noch und nöcher, in immer kleinere Fitzel.
Wir teilen so lange, bis nichts mehr für uns übrig ist. Und wir merken gar nicht wie sehr wir uns damit schaden, wie sehr damit unser Leben verarmt.
Einzig das Ego fühlt sich als Richter und Beurteiler wohl!
Wir teilen und teilen und teilen, bis diese wunderbare Fülle und Einheit ‚endlich‘ zerstört ist.
Egal ob Du Freundinnen zuhörst die über ihren neuen Schwarm oder Männer die über einen neuen Job reden. Es wird so lange nach immer weiteren Eigenschaften nachgefragt und alles beurteilt, bis der Traumprinz ein erbärmlicher Komplexler und der Traumjob miese Ausbeuterei ist 😉

LebensmobileDoch selbst in uns betreiben wir diesen Trennungswahnsinn!
Obwohl wir genau wissen, dass wir aus EINER Zelle entstanden sind, dass jede Zelle dieselben Gene in sich trägt, das wir EIN Wesen, von EINEM Elternpaar sind, obwohl wir wissen müssten, dass jeder Körperteil(!) von demselben Blut, von demselben Herz versorgt wird, von demselben Gehirn gesteuert wird, ist eine ganzheitliche Sicht auf den Körper für unsere Gesellschaft das Allerneueste, das bei Weitem noch lange nicht allgemein Anerkannte und die bereits existierenden ersten ‚Fragmente‘ sind erst erbärmliche ‚Geringfügig-Weniger-Teilungen‘, noch längst keine wirkliche Ganzheitlichkeit!
Es wird diagnostiziert, es werden einzelne Organe behandelt, es wird zu Spezialisten geschickt, es werden Einzelsymptome bekämpft … Doch es wird nie der ganze Mensch, geschweige denn auch noch in seiner ganzheitlichen Einbettung, gesehen.
Es wird nicht gesehen, dass jede Zeit sich ihre ureigenen Probleme macht, dass wir der Spiegel unserer Zeit sind.
Es wird nicht gesehen, dass jede Kultur ihre spezifischen Erkrankungen hat, dass jedermensch der Spiegel seiner Kultur ist.

Kurz gesagt: Es wird nicht die Fülle gesehen, die wir uns alle versagen.
Es wird nicht gesehen, dass DAS allein die Ursache ALLER unserer Probleme ist!

Mach Dir ab jetzt andere Gedanken!
Das Leben ist schön!
Das Leben ist wie es ist.
Die Menschen sind schön!
Die Menschen sind wie sie sind.
Die Natur ist schön!
Die Natur ist wie sie ist.
Wir alle sind eins.
Wir lassen uns beschenken und überraschen, anstatt zu wollen und zu gieren.

Oder wenn Du ein visueller Typ bist: Stell Dir alles im Leben als Element eines gigantischen Mobiles vor. Du kannst kein Element verändern/ bewegen, ohne nicht alle anderen mitzuverändern. Und umgekehrt! Es gibt keine Veränderung in dieser Welt, die nicht Dich mitbewegen würde!

 

 

 


Eins- Sein die Zweite

28. Juli 2014

Durch unser Trennen der Welt, durch unseren Irrglauben, durch unsere Programmierung, alles getrennt zu sehen, ahnen gar wir nicht, wie wir selber mit unserem Geist gerade diese Getrenntheit immer wieder neu schaffen. Mit jeder vermeintlichen Beobachtung derselben verstärken und manifestieren wir, was gar nicht ist: Getrenntheit.

Herz statt m8Zwei Beispiele:
Pfeil Nur ‚ordentliche‘ Menschen können Ordnung oder Unordnung bei anderen wahrnehmen. Mit jeder Beobachtung verstärken sie ihren Ordnungssinn und meinen irgendwann, Ordnung wäre unverzichtbar. Dabei ist z.B. ein erholsamer (Ur-)Wald völlig unordentlich 😉
Pfeil Nur ein musikalischer Mensch wird Töne oder Tonfolgen beachten und beurteilen. Damit fühlen sich solche Menschen aber oft von anderen Tonalitäten (Avantgarde, Musik fremder Ethnien) vor den Kopf gestoßen. Unmusikalische dagegen sind offen für jede Art von ‚Getöne‘.

Unser Dualismus trennt natürlich auch uns selber von den anderen, vom ‚Rest‘ der Welt.
Das ist die Ursache dafür, weswegen wir unseren Willen entwickelt, ‚kultiviert‘ und bis zur Egomanie und Zerstörungssucht überspannt haben.

Wir sind stoz auf unseren Willen, auf unsere Durchsetzungskraft. Doch was erreichen wir damit!? Wir befriedigen unser Ego damit, verlieren aber das größte Geschenk das uns das Leben, die Welt, macht: Die Ganzheit! Die Fülle der Ganzheit.

Warum glaubst Du, dass selbst Menschen die praktisch alles schon erreicht haben, dennoch unglücklich sind, nie genug kriegen?
Weil Egomanie nie erfüllend sein kann! Weil wir unbewusst sehr genau wissen, was unsere Heimat ist, dass die Fülle, dass das Eins- Sein mit allem, unsere ureigendste Heimat, unsere Ur- Sehnsucht ist.

Jedes Trennen erzeugt zwar Macht, macht aber auch egomanisch und einsam.

 

 

 


Komm ins Eins- Sein!

24. Juli 2014

Alte ‚payoli- Hasen‘ wissen ja bestens, dass wir uns heutzutage nicht nur falsch ernähren und bewegen. Wir missachten auch unsere sozialen Urbedürfnisse und verkomplizieren uns unser Leben durch das Denken.

redball Einer unserer größten Denkfehler ist die Getrenntheit, unser ‚Ich‘.
redball Wir glauben von klein an, an unsere Getrenntheit von der Mitwelt.
redball Das aber ist eine bloße Annahme, eine Konstruktion unseres Geistes.
redball Alle Wesen fühlen sich in der Einheit, fühlen sich als Teil des Ganzen, eins mit dem Umfeld.
redball Sie leben in der Harmonie, in der Einheit.
redball Nur wir Menschen leben in einer künstlichen, in einer selbst geschaffenen Getrenntheit.

Mit dem Denken aber kommen wir nicht aus dem Denken!
Schon gar nicht aus diesem falschen Getrenntheits- Denken.
Wir müssen wieder lernen, uns in der Einheit zu fühlen.

Hier eine nette Übung dazu:
Nimm Dir ein paar Minuten Zeit, schließ die Augen und spüre Deinen Atem
spüre das Heben und Senken Deines Zwerchfells
spüre Deinen Bauch, Deinen Brustkorb
spüre Deinen Körper
spüre Deine Sitzfläche
spüre Dein Umfeld
spüre den Raum in dem Du sitzt
nimm das ganze Haus wahr, in dem Du Dich befindest
nimm das Umfeld, die ganze Gegend wahr, in der Du Dich aufhältst
sieh Dich in diesem Riesenmeer an Luft
nimm wahr Deinen atmenden Austausch mit der Erden- Atmosphäre
spür die Erde unter Dir, die auch alle anderen Wesen trägt
nimm den Planeten wahr, wie er sich, mit Dir auf ihm, dreht und durch das All fliegt
nimm wahr Dein Sein, Kommen und Vergehen
nimm wahr die Vielzahl an Formen, Farben, Geräusche, Töne und Situationen, die erst in Dir werden
fühl‘ die Geborgenheit die Dich schon bisher getragen hat
atme sie ein
atme sie aus …
Du bist in der Einheit.
Du bist das Ganze!