Kauf- Empfehlung

19. Dezember 2017

 

 

 


Geld distanziert

31. August 2012

Des öfteren habe ich hier schon vom ‚pösen Geld‘ geschrieben.
Ein weiterer Aspekt, warum und wie Geld unser Tun und Denken ungünstig beeinflusst, ist die Distanz die es schafft.

Kaum jemand würde es bei Selbstgestricktem, Selbstgebautem, Selbstgezogenem auf diese irrwitzigen Wegwerf- Raten bringen, die wir bei unseren Konsumprodukten erreichen …

Kaum jemand würde es übers Herz bringen jemandem den man kennt einen Hungerlohn zu bezahlen. Schon gar nicht, wenn man auch noch seine Kinder vor Hunger weinen sieht …
Geld schafft hier ‚wunderbar beruhigende‘ Distanzen. Wir können völlig entspannt auf Schnäppchenjagd gehen ohne auch nur einen Gedanken an die Herkunft und die Herstellungsumstände der Produkte verschwenden zu müssen.

Damit verrohen wir ohne es zu merken.
Damit stürzen wir die Welt in Abgründe von denen wir nichts wissen (wollen).
Damit werden vermeintliche Unschuldslämmer und Hochmoralische zu Tätern wider Willen, wider besseren Wissens.

Natürlich ist nicht wirklich das Geld, dieses, in diesem Fall anonymisierende Hilfsmittel der Täter. Natürlich sind wir selber es. Natürlich sind es einige wenige, die sich solch schlaue Verschleierungs- Strategien ausdenken.
Doch das Gro der Menschen kauft tatsächlich gutgläubig ’schlimmste Dinge‘.

Damit ist nun Schluss!
Muss Schluss sein!
Sieh Dir jedes Konsumgut zwei-, dreimal gut an, bevor Du es kaufst. ‚Überschlafe‘ selbst kleine Anschaffungen nochmal. Sei lästig in den Geschäften, frage nach Herkunft, Inhaltsstoffen, Arbeitsbedingungen. Die Geschäftsleute sollen wissen, dass die Kunden Interesse an fairen Produkten haben.

UND kaufe möglichst wenig!
Denn selbst fair trade- Produkte verändern die Welt zu unser aller Nachteil!
Je mehr fair trade- Produkte wir kaufen desto mehr Menschen zwingen wir an Arbeitsplätze, desto stärker wird dort rationalisiert. Es wird also den Menschen des Südens unser ehemaliger Weg, den wir nun langsam zurückzurudern haben, aufgezwungen.

Sei nicht länger ‚comfortably numb‘, wie es Pink Floyd nannten.
Mach Dir wieder mehr selber.
Kauf wieder vermehrt bei Bekannten.
Kauf weniger.
Mit einem Satz:
paradise your life!

In diesem Fall ist das Gegenteil von Distanziertheit, Dankbarkeit. Je näher Du der Natur, je näher Du den Menschen, mit denen Du (Dich aus)tauschst kommst, desto weiter wird eine unendliche Verbunden- und Dankbarkeit in Dir wachsen und Dein Glück mehren …

 


Warum ich meine Nüsse …

11. Oktober 2011

… lieber klaube als kaufe:

Ich bin dadurch in der Natur und muss mir die Nüsse nicht im Büro, einem Laden, Lokal oder Betrieb erarbeiten
Jede gefundene Nuss ist eine absolute Freude und vermittelt das Gefühl des Beschenkt- Werdens, während Kaufen bloß ein Tausch gegen meine Vorleistung ist, – plus Profit- Aufschlag!
Ich komme dadurch immer wieder bei naschbaren Kräutern vorbei
Ich kann immer wieder einzelne Nüsse kosten und lerne viel über den Zusammenhang zwischen Aussehen und Geschmack
Da ich barfuß klaube, lernen meine Füße gut ’sehen‘
Jede betretene Nuss ist eine Gratis- Fußreflexzonen- Massage 😉
Das freudige Dahin- und Dorthin- Stürzen und Bücken verschafft viel natürliche Bewegung
Es ist ein sinn- und freudvolles Bewegen im Gegensatz zum oft eher stupiden Laufen oder anderen ‚Muss- outdoors‘
Ich gehe immer mit 2 Kübeln; einen für die guten, einen für die schlechten. Zähle ich die gesammelten Nüsse und lasse im Kopf je einen Zähler für die guten und die schlechten mitlaufen ist das eine nette Konzentrationsübung.
Oft zähle ich auch parallel die Nüsse, die die Füße, die, die die Hände, und die, die die Augen finden; das ist dann noch etwas schwieriger 😉
Das Rascheln und der Duft des Nusslaubes ist ganz wunderbar!
Da es Nüsse nur 1x im Jahr gibt, besteht nicht die Gefahr, dass das Klauben zur eintönigen Dauerpflicht wird, wie es mit Jobs oft passiert.
Das unabhängige Sammeln mit beiden Händen ist eine gute Koordinationsübung für das Gehirn.
Ich erspare mir Geld
Ich erspare mir Supermarktkassen- Schlangen
Ich fülle damit mein Lager bis zum nächsten Jahr
Ich kann mit den Überschüssen Menschen beschenken
Ich paradise damit mein Leben
Und ich hab danach die schmutzigsten Füße in der ganzen Gasse, was ja schlimme Buben bekanntlich mit Stolz erfüllt 🙂 🙂 🙂