Effektive Ressourcen- Verschwendung

5. November 2019

Wir brauchen uns keine Gedanken mehr zu machen, wie wir am effektivsten unsere Ressourcen verschwenden könnten.
Es gibt bereits viele seeehr gute Modelle!

Doch was ist die größte Verschwendung unserer Rohstoffe, meinst Du?

Der Erdölverbrauch?
Ja, könnte hinkommen, da wir uns nehmen, was für zig der nächsten Generationen unwiderbringlich verloren ist.

Dass wir so viel verderben lassen/ wegwerfen?
Ja, könnte auch hinkommen, denn ca. ein Drittel der Produzierten Waren landen auf dem Müll.

Dass wir zuviel Fleisch essen?
Ja, auch da ist was drann, wenn man bedenkt, dass von der Energie, wie wir an Hühner verfüttern, nur die Hälfte bei uns am Teller landet. Bei Rindern oder Milch gar nur ein Siebentel(!).

Dass wir zuviel fahren/ pendeln/ fliegen?
Ja, auch das verbraucht völlig unnötig Ressourcen, da durch die Fortbewegung nichts geschaffen sondern nur verbraucht wird.

Dass wir wegen weniger Cents zuviel von fernab importieren, was auch leicht ‚um die Ecke‘ produziert werden könnte?
Ja, auch der weltweite Warentransport, ja sogar ‚Scheiße- Transport‘, frisst unnötig viele unserer Ressourcen!

Diese Reihe ließe sich noch weiter fortsetzen. Vieles davon ist bereits bekannt, an einigen Punkten wird bereits, wenn auch zu lasch, gearbeitet.
Woran allerdings praktisch niemand denkt und was ich für die größte und unnötigste, ja sogar schädlichste Energieverschwendung halte und was ‚das tägliche Brot‘ von ist, ist

das Kochen!

Ja! Es kostet nicht nur unvorstellbare Mengen an
unnötiger Energie und
Arbeitszeit, sondern uns auch unsere
Gesundheit und
Jahre unserer Lebenszeit!

Wir werden es, auch wenn wir 120 werden, nicht mehr erleben, dass das globales Allgemeingut wird. Doch es lässt sich locker für uns selber umsetzen!

Für unsere Gesundheit,
für die Mitwelt und
für ein herrlich paradiesisches,
genussvolles Leben!

In diesem Sinne:

 

 

 


Earthing

25. Juli 2018

Erinnerst Du Dich noch an Deinen letzten Urlaub am Meer?
Du hast Dich dabei doch sicher ganz wunderbar geerdet und eins mit der Natur gefühlt …
Lag das nun an den Wellen, dem Salzgehalt des Wassers, am Möwengeschrei …?

Zu einem Gutteil lag es an Deiner Erdung, heute weltweit wiederentdeckt und ‚Earthing‘ oder ‚Grounding‘ genannt.

Die positiven Wirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden sind wirklich erstaunlich und mittlerweile auch wissenschaftlich bestens erklärt und belegt.

Begriffe wie ‚freie Radikale‘ und Antioxidantien sind in aller Munde. Doch primär im Zusammenhang mit unserer Ernährung.
Im Prinzip geht es bei ersteren um reaktionsfreudige bis aggressive Sauerstoffmoleküle. Zweitere wirken als Fänger eben dieser Radikalen und schützen uns vor dem Elektronenraub der Radikalen.

Du siehst schon: Wir brauchen (unsere) Elektronen!
Und was tun wir? Wir kochen und erhitzen praktisch all unsere Nahrung, erhöhen so das Energiepotenzial der Nahrungs- Atome, die damit abheben, wie wir uns vielleicht noch dunkel aus dem Physikunterricht erinnern. Soetwas hebt die Elektronen auf die nächst höheren Energiebahnen, – und weg sind sie!
Im Prinzip enthält all der über heißem Essen sichtbare Dampf und Dunst die Elektronen die wir für unsere ‚funktionierende Körperchemie‘ bräuchten.

Doch damit nicht Schluss!
Wir sind auch die elektrisch isolierteste Generation, die je lebte.
Unsere Schuhsohlen, Betten, Sessel, Autos, Häuser … Alles Isolatoren, die uns von der Erde – im Prinzip ein großer Kondensator und Elektronenspeicher – trennen.

Es wäre erstaunlich wenn es NICHT bereits jede Menge an Geräten gäbe, die imstande sind unsere Elektronendefizite wieder aufzufüllen.

Der, aber einfachste Weg ist, barfuß im Freien zu gehen, zu stehen. – Na so eine Überraschung aber auch! Alle Naturwesen tun das immer schon völlig naturrichtig

Immer dasselbe: Alles für uns Wichtige und Gesunde wäre da, wenn wir es nicht ruinieren oder verweigern würden …

 

 

 


Die Unschuld des Essens

9. Juli 2018

Wir alle essen, müssen essen, essen für unser Leben gern.

Wir schlemmen, genießen, stürzen uns von einer Kulinar- Sensation ins nächste neue Brigitte- Rezept. Wir probieren die Küchen aller Länder, die Ideen aller Spitzenköche. Wir lassen uns erst von der Mama füttern, später von der Oma, noch später vom Mäcky ‚verwöhnen‘. Wir durchstreifen Märkte, Supermärkte, Spezialitäten- Läden auf der Suche nach immer neuen Gaumen- Kicks oder huldigen der gewohnt guten Hausmannskost; von bösen Zungen Mama- Happahappa genannt..

Doch wir haben auch so unsere Probleme, mit unserer Art zu essen. Irgendwann passt die Hose nimmer, hängt da etwas, wird dort etwas schlapp, schwabbelt es mehr als noch voriges Jahr …
Und immer wissen wir tief drinnen: Ich müsste …

Ach! Und erst diese ewigen Warner, Gesundheitsapostel und Ernährungswissenschafter! Ginge es nach ihnen dürften wir ohne E- Nummernschlüssel gar nimmer einkaufen gehen! Viele unserer Erkrankungen wären sogar angeblich angegessen, meinen die ganz Extremen. Doch auch der Doktor blickt fallweise den Kopf wiegend an uns runter. Die Stammtischrunde johlt auf, wenn wir aus dem Urlaub etwas Körperfett mitbringen. Der Freundinnenrunde fallen zum etwas mehr an Hüftgold immer ganz originelle Bemerkungen ein.

Und dann noch diese Vegetarier oder gar Veganer! Also was die an schlechtem Gewissen verbreiten sollte ja eigentlich unter Strafe gestellt werden! Neben solch einem Gandhi kann man ja nichtmal mehr sein Schnitzel genießen!

Dabei essen wir doch ohnehin praktisch nur Nutztiere! Wozu Nutztiere wenn wir sie nicht nutzen!?

Alles in allem aber gehts uns gut mit unserer Ernährungssituation! Ok, es ist erwiesen, dass uns unser Gekoche und Gebrate einige Lebensjahre kostet und uns mehr Krankheiten einbringt als einem Affen in seinem Dschungel. Aber was soll’s!? Wir sind eben nun einmal zivilisiert!

EINEN Punkt aber vergessen wir alle! Zu weit zurück in unserer Vergangenheit und Evolution liegt bereits das ‚unschuldige Essen‘.
Wir haben, das kann man drehen und argumentieren wie man will, die Unschuld unseres Essens längst verloren.

99,999% aller Wesen dieses Planeten brauchen nichts und niemanden, brauchen keinerlei Aufwändungen um sich zu ernähren. Sie alle lassen sich beschenken von der Natur, die freigiebig sich ‚verströmt‘. Kein Apfelbaum, kein Wildkraut braucht Pestizide, gutes Zureden, Arbeitseinsätze … sie wachsen einfach, fruchten, säen sich selber aus, düngen sich und andere von dem was übrigbleibt, völlig ohne Zutun irgendjemandes. Und die Wesen des ehemaligen Paradieses streifen heute noch durch unsere Restnaturen und genießen, was angeboten wird.

Wie sieht das bei uns Menschen aus!?

Wir essen nichteinmal mehr die Dinge die bereits genussfertig für uns wachsen, unverarbeitet! Hinter jedem unserer Bissen steht Tierleid, stehen Minderentlohnte, stehen Gifte, Verarbeitungsenergien, Transportwege, Flugstunden, steht das Leid Ausgebeuteter.

Alles, alles muss von der ‚Krone der Schöpfung‘ verarbeitet, denaturiert, entwertet, gewürzt, homogenisiert, pasteurisiert, aromatisiert, gefriergetrocknet, gedörrt, gekocht, gebraten, gegrillt, gepresst, püriert, gemahlen, und, und, und … werden. Man hat den Eindruck, egal was, es muss einfach verändert werden.

Ok, auch das wäre noch ok, wenn man davon ausgeht, dass Zivilisation einfach ‚Sich-von-der-Schöpfung-abzuheben‘ bedeutet. Doch, und jetzt kommt echt DER Hammer!

Warum sitzt unsere Nase ausgerechnet überm Mund, befindet sich unser Geschmacksinn ausgerechnet direkt am Nahrungseingang?

Weil es die Natur ausgesprochen gut mit uns meinte!

Tier streift einfach umher, guckt sich um, chillt sozusagen durch die Landschaft. Kaum dringt ein verlockender Duft in seine Nase, sucht es die Duftquelle auf und beißt dort mal kurz hinein. Duftet es nicht nur gut, sondern schmeckt auch noch ist das unter Garantie genau das, was sein Körper im Moment braucht!

Ja! Unser Geruchs- und Geschmacksinn ändern sich mit den Körperbedürfnissen! Was wir am dringendsten brauchen, duftet und schmeckt am betörendsten.

Detto funktioniert dieses System, wenn für den Körper bereits genug ‚eingefüllt‘ wurde: Das eben noch Lukullische schmeckt nicht mehr, das Tier wendet sich ab und setzt sein walking chilling fort.

Wie präzise diese Instinkte arbeiten kann man an freilebenden Tieren, wenn es sich nicht eben um ‚Vielfresser‘ handelt, gut beobachten. Kein Hase z.B. frisst ein Kräutl für das er sich eben entschieden hat restlos auf!

Und wie sieht das bei uns Zivilisationsmenschen aus?

Unsere Sinne würden immer noch genauso funktionieren, werden aber durch Würzen, Verarbeiten und Aromatisieren nach Strich und Faden betrogen. Wir essen zwar auch noch immer nach Gusto. Doch körper bekommt durch diese Küchenkniffe praktisch nie mehr was er bräuchte.

Ein letztes verzweifeltes Aufbäumen der Natur kann man noch bei Schwangeren beobachten. Zum einen kotzen sie häufig um vom neuen Leben all den vorhandenen Müll fernzuhalten. Zum Anderen sind die ‚verrückten‘ Gustos Schwangerer bekannt. Das sind verzweifelte Versuche des Körpers doch noch ‚das Richtige‘ zu kriegen. Doch da hat er sich geschnitten! Wir sind schließlich zivilisiert und nichts mehr enthält das wonach es riecht oder schmeckt!

Man könnte also all den leidverursachenden und sich selbst ruinierenden Essern nicht ‚Alles Gute‘ oder ein ‚Wohl bekomm’s‘, sondern eine neue ‚Unschuld des Essens‘ wünschen …

 

 

 


Köstlichkeiten entkochen

4. September 2014

Stell Dir vor, es gibt Menschen und Tiere die Du nur aus ihrer menschlichen Verwendung, Gefangenschaft, Nutzung, etc. kennst. Also Schweine vielleicht nur schmutzig im Stall oder als Braten auf dem Teller. Oder Schwarze nur als Dealer, Straßenkehrer oder Prostituierte.
Dann hättest Du kein Bild von der Reinlichkeit, Quicklebendigkeit, Schlauheit und dem Familiensinn von freilebenden Schweinen. Du könntest Dir keine Königreiche, Kulturen oder geniale Stammesstrukturen von Schwarzen vorstellen.

Denselben Effekt gibt es auch bei Naturprodukten und Nahrungsmitteln.
Welches heutige Kind weiß schon noch woher die Milch kommt, woraus Mehl ist, woher Schokolade kommt?
Doch selbst kulinarisch Aufgeschlossene sind immer noch ‚gefangen‘ in den ‚menschlichen Verfahrens- Fesseln‘. Kaum jemand weiß, wie rohe Rote Rüben schmecken, wissen, dass man Pilze auch roh genießen kann, können sich vorstellen Ungewürztes zu genießen.
Dabei ist es so, dass erst das Kochen, Braten, Backen, also Erhitzen den Zutaten ihren Geschmack genommen und das Würzen ‚erzwungen‘ hat.
Praktisch alle Naturprodukte haben ihren eigenen, oft wunderbaren Geschmack. Diesen mittels Hitze auszutreiben, die Produkte damit zu entschmacken, um sie danach wieder zu würzen, ist doch mehr als verrückt, oder?
Noch dazu mit Geschmäckern zu würzen, die mit dem vorherigen Geschmackseindruck nichts mehr zu tun haben!

entkochenWas also ist zu tun?
Wir haben unsere Naturprodukte zu ‚entkochen‘, zu befreien von diesen unsinnigen Veränderungen und massiven Vergewaltigungen.
Wir wollen schmecken, was die Natur sich für uns ‚ausgedacht‘ hat!
Denn, warum wohl haben sich gewisse Geschmäcker in den einzelnen Pflanzen und Früchten im Laufe der Zeit gebildet? Warum haben gerade diese Pflanzen und Früchte mit genau diesem Geschmack und Geruch überlebt. Während viele andere, von denen wir gar nichts mehr wissen, ausgestorben sind?

Ich kann es Dir sagen! Sie haben überlebt, WEIL sie SO rochen und schmeckten und es ausreichend Tiere und Menschen gab, denen sie so schmeckten, die sie in denau dieser Form anzogen.
Und wenn diese Wesen nach derem Genuss nun verstorben wären? Wenn sie vergiftet sofort tot umgefallen wären? Wenn sie sich nur mehr geschwächt, erblindet oder kotzend weiterbewegen hätten können?
Dann wären diese giftigen oder schädlichen Pflanzen mit ihren Nutzern ausgestorben! Denn es hätte niemanden mehr gegeben, der diesen Pflanzen geholfen hätte sich (über die Samen) weiter auszubreiten. Zudem hätten vermutlich auch unbeteiligte Beobachter dieser Szene diese Pflanzen oder Früchte gemieden bis vernichtet.

Was wollen uns diese Überlegungen sagen?
Diese Geschichte erzählt uns von dem wunderbaren Geschenk, das die Natur uns beschert. Wir haben es heute fast ausschließlich mit Pflanzen, Früchten, samen und Nüssen zu tun, die für uns Jahrmillionen lang optimiert wurden.
Optimiert in dem Sinne, dass sie umso besser für uns sind, je besser sie für uns duften oder schmecken!
Unbehandelt natürlich!

Warum also ‚muss‘ es dann Menschen geben, die Ananas nur hemmungslos überzuckert aus Dosen, Spinat nur hoffnungslos zerkocht und püriert aus der Tiefkühlpackung und Dinkel nur entkeimt, vermahlen, gebleicht, verteigt, gewürzt und gebacken, also völlig tot, vom Brot oder den Teigwaren her, kennen?
Und warum muss es in unserer angeblich so aufgeklärten Zeit noch Menschen geben, die nicht wissen, dass Wildkräuter genießbar, ja wunderbar wohlschmackend sind?

Also entkocht, entdost, entzuckert, entsalzt, entbackt, entbratet, entwürzt, entpasteurisiert, entfriert, entmust, entpüriert, entteigt … und vor allem enttötet Eure Nahrungsmittel. Und macht sie damit wieder zu Lebens- Mitteln!
Und genießt damit dieses unendliche Geschenk der Natur!

 

 

 


Koch- Logik

25. November 2012

Gekocht wird Ungenießbares um es – vermeintlich – genießbar zu machen, wie z.B. Kartoffel und grüne Bohnen, obwohl es ohnehin hunderte von Natur aus genießbare Früchte, Gemüse, Nüsse, Samen und Kräuter gibt.

Doch auch die Genießbaren werden erhitzt und damit entwertet bis ‚gesundheitstechnisch‘ unbrauchbar gemacht …

Pointiert könnte man sagen: Ungenießbares wird erhitzt um es genießbar zu machen und Genießbares wird erhitzt um es unbrauchbar zu machen 😉

 


KOCHMOBIL

27. August 2012

Schuetzer der ErdeMan fasst es nicht!
Es gibt offensichtlich nichts was es nicht gibt!
Vor allem nichts Dümmeres, als man für möglich hält.

Da bietet doch tatsächlich ein Verein, der die Erde schützen und den Klimawandel abwenden will, ein KOCHMOBIL an!
Vielleicht bin ich ja völlig verwirrt und hab nichts vom Klimawandel verstanden, aber ich denke mir, weder KOCHEN noch ein MOBIL verhindert doch bitte einen Klimawandel! Ganz im Gegenteil! – Oder?

Ich hab diesem dubiosen Verein relativ harmlos geschrieben:

Liebe Leute,
Euer Engagement in Ehren, aber für mich als u.a. autolosen und veganen Rohköstler ist KOCHMOBIL im Zusammenhang mit Klimaschutz oder gar ‚Schützer der Erde’ ein schlechter Scherz!

Weder Kochen noch ein Mobil ist gut für’s Klima!

Esst erstmal ‚ordentlich’! Dann werden sich Eure Sinne soweit verbessern, dass Ihr selber merkt, was für einen Unsinn Ihr da abzieht und dass Missionieren, Warnen und Erziehen gestern waren.

Heute ist: Vorleben, statt predigen!

Aber, alles für gut, gell!

… und eine seeeehr witzige Antwort erhalten:

… in unserem nächsten Projekt wird es bestimmt um Lichtnahrung gehen (siehe: http://www.amanfangwardaslicht.at/). Wir suchen dafür noch einen Protagonisten, der dies vorlebt statt predigt. Dieser sollte natürlich kleiderlos und wohnungslos in freier Natur leben und selbstverständlich nur zu Fuß gehen. Das wäre dann eine noch konsequentere Variante des Klima- und Umweltschutzes. Wir hoffen, Du bist bald so weit, uns dafür als Protagonist zur Verfügung zu stehen …

Hoffe, Ihr habt auch so gelacht!
Wenn nicht, bedenkt bitte, dass solche Leute gegen ordentlich viel Geld Kinder und Erwachsene ‚A U S B I L D E N‘! … 😉

 

PS: Ich hatte diesen Artikel vor einiger Zeit online gestellt, dann aber wieder weggenommen, da er mir doch zu läppisch erschien.
David hat ihn aber zufällig gesehen und mir geschrieben. Daraufhin habe ich ihn jetzt doch noch auch Euch anderen zu hoffentlich gutem Gemüte gebracht. – Inklusive Davids süßen und absolut richtigen ‚Erdöl- Ausführungen‘:

Lieber Wilhelm,

dein Artikel über das KOCHMOBIL war ja superklasse!
Ich glaub, er ist nicht mehr auf deiner Homepage, wahrscheinlich haben die sich zu sehr auf den Schlips getreten gefühlt.
Deine Energie kann man nur bewundern, dass du solche Vereine sogar anschreibst.
Früher war ich auch mal so, aber irgendwie habe ich die Kraft nicht mehr, solche Misstände anzuprangern.
Aber was für eine Frechheit die da geantwortet haben… unglaublich!
Da gibt’s doch den Spruch: „Getroffene Hunde bellen“.
Also du hast sie definitiv getroffen.

Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert über die Show, die da abgezogen wurde.

Jedenfalls ist es absolut verrückt, wie die Gesellschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz funktioniert! Eigentlich müssten wir uns längst übergeben… was da alles an Rohstoffen verbraten wird, an Erdöl, an Bodenschätzen, an Holz, Wasser etc. – und nicht zu vergessen: Luft.

Komisch – es ist noch nicht allzu lange her, da kamen die Deutschen, Österreicher und Schweizer noch sehr gut ohne Erdöl aus! Sie hatten Gemüsegärten, Streuobstwiesen, sammelten Beeren in Wäldern und auf den Feldern, und noch ein bisschen früher ganz sicher auch grüne Blätter. Die Leute gingen riesige Strecken zu Fuß! Meine Ur-Oma war Hebamme in meinem Heimat-Ort Oberstdorf. Sie ging zu jeder Geburt zu Fuß in sämtliche Täler! Zu Fuß ins Oytal, Trettachtal, Stillachtal, und in die angrenzenden Dörfer Rubi, Reichenbach, Schöllang und Tiefenbach!
Mein Opa kaufte sich nach dem Krieg ein Fahrrad, das er sein ganzes Leben lang hatte. Ein unglaublich stabiler „Draht-Esel“, auf dem er vorn auf dem Lenker und hintendrauf zwei Kinder transportierte, wenn er zum Heu machen auf die Wiesen radelte. Der Heuwagen mit Holzrädern wurde von einer KUH gezogen! Diese Kuh war also vor einen Wagen gespannt und zog das Futter heim.

Aber noch besser ist ja, dass vor der Milchwirtschaft in Oberstdorf der Flachs angebaut wurde. Da aßen die Leute keine Molkereiprodukte, sondern es gab weitaus mehr Gemüse und Leinsamen etc.
Die Milchwirtschaft war ja der Anfang vom Ende.
Aber die Leute haben ganz vergessen, dass man vor der Milchwirtschaft auch schon gelebt hat.
Sogar vor dem flächenmäßigen Flachs-Anbau hat man im Allgäu schon gelebt!

Tolle Bauernhäuser aus Massivholz geben davon Zeugnis ab. Man wusch sich draußen vor dem Haus! Licht- und Luftbäder garantiert! Erdöl? Strom? Es ging ohne! Und von solchen Menschen stammen wir ab! Wir kennen die Namen dieser Menschen! Unsere direkten Vorfahren!

Ach ja. Es ist alles so unglaublich. Kochmobil. Ich lach mich tot. Insulinspritze. Ist das alles krass.
Man muss sich mal Schulklassen von 1950 anschauen. Die Kinder waren alle schlank und sahen ohne Brille scharf! Und jetzt geh mal auf den Schulhof und guck dir die Kinder an! Ein großer Prozentsatz dick und fehlsichtig!

Liebe Grüße von David

Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht. Aber ich bin tief berührt von den einfachen aber punktgenauen Schilderungen Davids.
Danke, lieber David!
Du bist ein selten heller Strahl in meinem Leben! …

 


‚Die sind noch nicht!‘ …

19. Mai 2012

… meinte die kochende Hausfrau, die soeben die, schon einige Zeit vor sich hin köchelnden Pilze, die für ihre Kartoffelsuppe mit Pilzen gedacht waren, gekostet hatte.

‚Was bitte, kann an Pilzen ’noch nicht sein‘?‘ musste ich sie verwundert fragen.

‚Na sie sind einfach noch zu … zu intensiv, zu fest, … naja, sie sind einfach noch nicht richtig!‘ klärte sie mich auf und ließ sie weiterköcheln …

Und so durfte ich also wieder einmal schaudernd einen der vielen Kochgeheimnis- Abgründe erblicken 😉
Denn just am Vortag hatte ich mir einen rohköstlichen Pilze- Auflauf zubereitet der recht schnell und unkompliziert ‚richtig war‘ und der ganz wunderbar mundete.

Für die paar Verwegenen, die es wagen wollen, hier das Rezept:

Pilze putzen,
in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden.
Halb soviele gehackte Nüsse dazumischen.
Etwas Salz und
etwas Öl einmassierend dazumischen,
eine Handvoll gehackter Wildkräuter untermischen und
einige Stunden zugedeckt in die Sonne bzw. warm stellen.
Fertig!

Rohköstliches Schmausen!

– Vielleicht will einE ‚NachahmerIn‘ uns ja berichten ob die Pilze ’schon waren‘ 😉

 


Die Entdeckung des Louis Camille Maillard

12. März 2012

Warum eigentlich rät dieser pöse, pöse payoli so sehr vom Kochen, Braten und Backen ab? Wo damit doch alles soooo gut schmeckt …
Und warum schmeckt uns derart Verarbeitetes?
a) Da wir von klein an daran gewöhnt wurden und
b) weil es anders schmeckt als Rohes.

Und warum schmeckt es anders?
a) Durch das Erhitzen wird vieles weicher.
b) Durch das Erhitzen bilden sich neue Inhaltsstoffe mit neuen Geschmäckern und
c) es wird heftig gemischt und gewürzt um unsere Sinne maximal zu umschmeicheln, aber auch zu betrügen (siehe ‚Der Würzbetrug‘).

Was passiert beim Erhitzen?
Das ist physikalisch sehr genau erklärbar. Alle festen, flüssigen und gasförmigen Stoffe bestehen aus winzigen Teilchen, den Atomen und Molekülen, die in ständiger Bewegung sind. Die Geschwindigkeit dieser Teilchen wird mit steigender Temperatur höher.
Versetzt man sich gedanklich selber in ein so winziges Umfeld, kann man die Ereignisse wenn etwas gekocht (über 100°C) oder gebraten (über 150°C) wird kaum ermessen. Jeder uns bekannte Tsunami, Vulkanausbruch, jedes Erdbeben sind harmlose Langweiler gegen die Bewegungen und (Molekül-)Zerfetzungen die beim Erhitzen passieren. Da bleibt kein Stei…., äh Molekül auf dem anderen.
Von außen sieht das weniger spektakulär aus. Da stellen wir bloß fest, dass Gegartes nun weicher ist und Angebratenes eine Kruste hat.

Anfang des vorigen Jahrhunderts hat sich der französische Physiker und Chemiker Louis Camille Maillard genau mit dieser Thematik befasst. Er konnte zahllose neue chemische Verbindungen nachweisen, die erst durch Erhitzung entstehen. Eine Kartoffel z.B. hat gewisse Inhaltsstoffe, eine gewisse zellulare und molekulare Struktur. Von dieser bleibt kaum etwas übrig, wenn wir sie kochen oder braten. Alle Zellen werden zerstört! Ein Großteil der Moleküle wird zerrissen, hunderte neue Stoffe entstehen.

Nun begeben wir uns nochmals in unseren kleinen Winz- Bereich. Denn der Körper, unser Verdauungssystem guckt sich ja nicht die ganze Kartoffel an und sagt sich: ‚Aha eine Kartoffel. Holt mal das Kartoffel- Tranchier- Werkzeug!‘
Er operiert ebenfalls im molekularen Bereich und zerlegt da die Nahrung in brauchbare Bestandteile.
Das ist ein seit ‚Ewigkeiten‘ eingelernter und optimierter Prozess, der effizientest abläuft und kaum Energie kostet, sondern Energie aus der Nahrung gewinnt.

Nun ‚tanzen‘ aber plötzlich neue, für den ‚alten Körper‘ völlig unbekannte Moleküle an! Moleküle die eben erst beim Braten entstanden sind, die das ‚alte‘ Verdauungssystem noch nie gesehen hat.
Probleme! Probleme für das Verdauungssystem! Es wird aus ‚dem Schema F‘ geworfen, braucht einige Versuche mehr, neue Schadstoffe fallen an, die Verdauung dauert länger, ist mühsamer. Das kostet Energie (die anderswo fehlt), dabei bleiben Stoffe übrig, die keine Verwendung finden, die aufwändig ausgeschieden oder deponiert werden müssen.

Obst, Gemüse, Greens, Nüsse, Samen essen wir seit Jahrmillionen. Ihre Verarbeitung bereitet Null Probleme und spendet uns fast ausschließlich Energie. Zum einen, weil diese Lebensmittel die für die Verdauung benötigten Enzyme schon mitliefern. Zum Anderen, weil unser Verdauungssystem es mit ‚Altbekannten‘ zu tun hat, für die schon alle ‚Werkzeuge bereitliegen‘.

Erhitzen zerstört also nicht nur für uns wichtige Vitalstoffe, wie Vitamine, zerstört die für eine reibungslose Verdauung notwendigen Enzyme und kostet unnötig Energie, sondern erzeugt auch noch Stoffe an denen wir noch lange ‚zu knabbern‘ haben indem wir sie in Form von Schleim, Gestank und diversen anderen Körperausscheidungen ausgescheiden, oder in Körperfett, Schuppen und Pigmentflecken, immer häufiger sogar in Tumoren, deponieren müssen.

Kochen ist also summa summarum Schwachsinn pur!

Und seit wann ist all das bekannt?
Seit ca. 100 Jahren!!!
Seit den Entdeckungen von Louis Camille Maillard!

Aber die Menschen sind dennoch davon überzeugt, dass div. Behörden und Kontrollstellen dafür sorgen, dass nur für uns Bestes angeboten und verkauft wird!
Eine Lachnummer … 😉

Vor wenigen Jahren erst wurde dann plötzlich ein Sturm im Wasserglas veranstaltet indem großartig auf das ev. krebserregende Acrylamid hingewiesen und das Pommesbraten genauer definiert und vorgeschrieben wurde. Dabei ist Acrylamid bloß EIN Stoff unter den hunderten, die beim Erhitzen entstehen und die Maillard entdeckte und Maillard- Moleküle nannte!

Die Maillard- Moleküle sind allerdings nur EIN schädlicher Aspekt der Kochkost! Es gibt aber noch viele weitere! Demnächst mehr darüber …

In diesem Sinne:

 


Was noche ich im Winter?

28. Januar 2012

Nach langer Zeit wieder einmal etwas aus der Rohkost- Küche!
Wer es schon vergessen hat: Hier wird nicht gekocht, gedünstet, gebraten, geschmort, gebacken, nichts wird hier erhitzt! Nur so bleiben alle Inhalts- und Vitalstoffe erhalten und bleiben, was auch wir lange bleiben wollen: lebendig! 😉

Tja, und nicht kochen, nenne ich eben nochen

So! Was gibts bei mir im Winter?
Heute 3 unterschiedliche, aber sehr, sehr leckere Dinge:

Das einmalig sensationelle payoli- Sauerkraut bzw. milchsauer eingelegtes Gemüse
der fulminat sämige Schmeichel- Roh- Kakao a la payoli und der
einzigartige wunderbare Salat Helmut

Milchsauer einlegen hatte ich früher angesichts dieser teuren Gärtöpfe und angebotener Einsäuer- Seminare immer für sehr kompliziert gehalten.
Das ist es absolut nicht! Im Gegenteil, winzigste Heinzelwesen nehmen einem dabei fast die ganze Arbeit ab und es wirkt wie Zauberei. Es entsteht ohne Zutun ein Produkt, dass mit dem Hineingegebenen nichts mehr zu tun hat, sondern nur mehr grenzgenial schmeckt!
Ich verwende Sauerkraut oder eingesäuertes Gemüse immer wieder auch gerne als Geschmack- Geber in Salaten, statt Marinaden oder Dressings.
Prinzipiell: Sauerkraut IST milchsauer eingelegtes Gemüse. Es hat bloß einen eigenen Namen bekommen bzw. ist damit bekannt.
Ich sag auch gleich wie Ihr zu bestem Sauerkraut kommt. Ihr könnt aber dasselbe mit jedem anderen Gemüse (Kohl, Wirsing, Rot-, Weißkraut, Karotten, Zucchini, Kohlrabi, Radi, Broccoli, Karfiol, Kürbis, etc.) mit jeder beliebigen Gemüsemischung auch machen. Auch Gemüsereste wie Strünke und harte Außenblätter eignen sich hervorragend zum Einsäuern.

Also:
– 1 Kopf Weißkraut in feine Streifen hobeln, mit
– Salz durchmischen (auf 1kg Kraut ca. 10g Salz, es geht auch mit weniger, dann muss aber mehr gestampft und gequetscht werden), mit
– Kümmel oder Wacholderbeeren, Lorbeerblättern o.Ä. würzen
– Einige Stunden bei Zimmertemperatur zugedeckt stehen lassen; immer wieder durchmischen
– Schichtweise in Einsiedeglas geben und jeweils fest andrücken.
– Ist das Glas voll, nocheinmal fest zusammenpressen
– Nun sollte der entstandene Saft das Kraut bedecken
– Mit kleiner Untertasse oder schönen Halbedelsteinen beschweren
– Glas verschließen und 2- 3 Tage bei Zimmertemperatur dunkel stellen (ev. auf Teller, da es überschäumen könnte)
– Danach für einige Wochen kühl (unter 15°C) und dunkel stellen.
Fertig!
Herrlich!

 

 
An kalten Winterabenden liebe ich diese Getränk – naja oft mach‘ ich ihn mir so dick, dass er schon fast einem Dessert ähnelt – über alles. Ich hoffe, auch Du hast viel Freude dran:

– 1 kleine Handvoll Cashew- Nüsse oder Mandeln im Mixer mit
– einigen Kakaobohnen fein mixen. Mit
– 3- 5 entkernten Datteln und
– etwas warmem Wasser nocheinmal bis zur glatten Konsistenz durchmixen.
– Mixbecher (300 ml) mit warmem Wasser auffüllen und
– nochmal kurz aufmixen.
Fertig!
Herrlich!
Nett auch mit einer Messerspitze Zimt dazu!

 

 
Den Helmut Salat den M. Zeilfelder kreiert und Helmut Wandmaker gewidmet hat bringe ich hier, weil ich so vielen Leuten schon davon erzählt hab, dass nun endlich auch das Rezept dazu folgen sollte.
Bei meinen Kindern und Besuchern war dieser Salat schon vor ca. 20 Jahren höchst gefürchtet. Ich war nämlich so verrückt danach, dass ich vielleicht etwas übertrieben und ihn zu oft serviert habe.
Ich hoffe, das ist Euch genug Ansporn, ihn sofort auszuprobieren!

– 1/2 Blumenkohl und
– 1 Brokkoliröschen in kleine Stücke teilen.
– 2 weiche Avokado schälen, entkernen und in kleine Stückchen zerkleinern.
– 2 Paprika, rot und gelb würfelig schneiden,
– 2- 3 Bananen in Scheiben schneiden.
– 1 große Handvoll Rosinen
– 1/2 Handvoll Kürbiskerne oder Piniensamen
– 1 Bund Petersilie oder Schnittlauch fein hacken.
– 1 Messerspitze weißen Pfeffer
– 1/2 Bund Frühlingszwiebel klein schneiden.
– 1 cm Meerrettich schälen und reiben
– 1 Zitrone und
– 2 Orange auspressen.
– Alle Zutaten kräftig durchmischen
Fertig!
Herrlich!
Lass ihn Dir gut schmecken!

 


Kochen verboten

5. August 2011

Viele unserer Koch- und Erhitzungspraktiken würden, wenn sie nicht altes ‚Kultur’gut wären, wegen ihrer gesundheitlichen Bedenklichkeit, heute keine Neuzulassung mehr bekommen.
Das Erhitzen über 42°C macht aus biologisch lebendigen Lebensmitteln tote, und damit nicht nur relativ wertlose, Nahrungsmittel, sondern belastende und schädigende Substanzen.
Da die moderne Ernährungsweise bereits für viele unserer Zivilisationserkrankungen verantwortlich gemacht wird, wechseln immer mehr Menschen zu einer rohköstlichen Ernährungsart. Dabei werden Früchte, Gemüse, Nüsse, Samen, Wildkräuter und Trockenfrüchte gegessen.
Die rohköstliche Zubereitungs- Bandbreite ist ähnlich breit und vielfältig wie die der Koch- Gastronomie.
Der Bogen spannt sich von frugaler Einfachheit alles möglichst so zu essen wie es für uns wächst bis zur rohköstlichen Spitzenkulinarik, die höchst originell ist und teilweise auch aus der Kochkost Bekanntes verblüffend ähnlich nachgestaltet.
Die Art und weise des unerhitzenden Zubereitens nenne ich nochen, von n(icht k)ochen.
In diesem blog finden sich immer wieder Noch- Rezepte.
Mit dem entsprechenden know-how und einigen Küchenhilfen ist nochen weitaus einfacher und weniger arbeitsaufwändig wie die gängige Koch- und Küchenarbeit. – Gesünder ist es sowieso!
Demnächst findest Du hier die rohköstlichen Küchenhelfer und Geräte.