Pawlow- Effekt neu

29. September 2021

Das Ergebnis der Pawlow’schen Hundeversuche kennt wohl jeder: Kombiniert man das Füttern mit einem Klingelton werden die Versuchshunde soweit konditioniert, dass bald nach Weglassen des Futters, allein schon beim Klingelton der Speichelfluss der Tiere einsetzt.

Längst hat sich dieses Wissen in die Politik, die mediale Berichterstattung und die Werbeindustrie eingenistet und wird gegen uns angewandt.

Was nur wenige wissen, ist, dass Pawlow auch noch entdeckte, dass dieser konditionierte Reflex, also diese Manipulation, besonders gut in Isolation und mit regelmäßigen Widerholungen funktioniert.
Die ‚Richtigen‘, nämlich die uns Lenkenden wissen auch das! Oder meinst Du dass unsere geregelten Tagesabläufe, mit Uhrzeit, fixen Essenszeiten, immer gleichen Abläufen, etc. Zufall sind!? Diese Hamsterräder sind perfekt rund!      

Der Niederländische Psychoanalytiker Joost Meerloo setzte dem Ganzen noch eines drauf, um nicht zu sagen, gab unseren Marionettenspielern ein weiteres Instrument in die Hand. Er entdeckte, dass Schrecken, Schocks, Terror ihre Wirkung besonders durch wiederkehrende Schübe entfalten, da nach einer Verschnaufpause die Menschen vom vorhergehenden Schock noch immer verstört sind. Mit jedem Aufregungs- Beruhigungs- Zyklus wird die Moral der Menschen geringer und die Wirkung jeder neuen Propaganda- Welle stärker, da sie auf immer geschwächtere Menschen trifft.

Diese ständigen, allgegenwärtigen Panik- Schübe sind mittlerweile unser Alltag und dementsprechend, in Form immer lascherer und ‚ferngesteuerterer‘ Menschen deutlich sichtbar. Das unwürdige Herdenverhalten dieser heutigen Zeit ist also nicht wirklich ein Zufall!      

Tja, so laufen heute schiere Unglaublichkeiten ‚unter normal‘, während vor wenigen Generationen noch lebendiges, selbstbestimmtes und eigenverantwortlich erfülltes Leben die Regel war     

Den paar Sehenden kann man nur Václav Havel’s bewährte Strategie der Parallelstruktur ans Herz legen, die den Lesern dieses blogs ja nicht unbekannt sind. Man kann dieser Wahnwelt nur Alternativen, hier eben die des naturnahen Lebens, so lange entgegensetzen bzw. nebenstellen, bis daraus eine Alternativgesellschaft wird!

Passives Jammern oder herdenmäßiges Mitlaufen kann nur durch aktives Tun überwunden werden. Doch es ist ja auch ein absolut befriedigender und lohnender Lebensinhalt, an einer neuen Welt aktiv mitzuarbeiten


 
 
 


Wir konditionieren … tra ri ralala

14. Oktober 2013

pissWohl viele werden den Effekt kennen, dass beim Hören von plätscherndem Wasser Harndrang einsetzt.
Das ist eine Konditionierung die entstanden ist, weil wir es immer beim Pinkeln Plätschern hören. Dabei werden zwei Ereignisse unbewusst zusammengekoppelt, sodass beim Auftreten von einem davon auch das andere erinnert wird.

Das passiert aber nicht nur beim Wasserlassen bzw. Plätschern- Hören sondern tagtäglich.
Die schlechte Nachricht: Wir können uns, wenn wir nicht achtgeben recht unangenehme Konditionierungen aneignen oder sogar anderen, besonders Kindern damit schaden.
Die gute Nachricht: Wir können uns ‚frei programmieren‘!

So gibt es Menschen, die sich öfter schnäuzen als notwendig, die öfter aufs Klo gehen als erforderlich, die schneller essen als gut ist. Es gibt Konditionierungen, die bereits knapp an Tics heranreichen, wie zum Beispiel an keinem Spiegel vorbeigehen können ohne hineinzusehen, sich öfter kratzen als es juckt, ständig an der Kleidung herumzuzupfen, sich in die Haare greifen und viele, viele unnötige Bewegungen und Gewohnheiten.

Wir sollten uns klar darüber sein, dass Konditionierungen darin bestehen, dass alle Wiederholungen sich irgendwann verselbständigen.
– Und z.B. aufhören zu räuspern wenn die Verkühlung/ Verschleimung vorbei ist.

Besonders wichtig ist, Kindern keine schlechten oder unnötigen Gewohnheiten anzutrainieren. Alles Einschmieren, Kämmen, ständige Trinken, schnelle Essen, übertriebenes Poputzen, Rücken geraderichten, Füße geradestellen, etc. wird nur all zu oft zur Manie.

Jeder, der heute noch vorm Weggehen aufs WC muss, seinen Teller aufessen muss, zu fixen Zeiten oder im Sitzen essen muss, hatte eine Mutter, die sich ihr Leben vereinfachen wollte. Doch all diese und viele Dinge mehr haben heute keinen Sinn mehr! Es sind bloß alte Konditionierungen, die über Bord geworfen gehören.
Oder auch die Restaurants sind nur deshalb immer voll, weil wir von klein an daran gewöhnt wurden, das Essen serviert zu bekommen.
Stell Dir eine Familie vor, die immer gemeinsam und mit viel Spaß sich das Essen sucht oder zubereitet. In solch einer Umgebung aufgewachsenen Menschen wäre es ein Gräuel in einem Lokal still sitzen zu müssen bis endlich eine seltsam verkleidete Person erscheint, wissen will was man essen möchte, wieder verschwindet und nach noch längerer, langweiligerer Zeit Essen, das man noch nie gesehen hat, vor einen hinstellt! 😉

Doch auch als Erwachsene sollten wir immer wieder unsere Gewohnheiten auf Unsinniges abklopfen. Vielleicht ist die knappe Mittagspause längst Geschichte und wir essen immer noch zu schnell. Vielleicht sind die Zeiten des Stress und des Hasten- Müssens längst vorbei und wir sehen immer noch ständig auf die Uhr, gehen zu schnell, springen morgens auf …
Vielleicht verlangt unsere Haut längst nicht mehr nach Cremen und wir schmieren immer noch. Vielleicht fetten unsere Haare längst nicht mehr wie früher und wir waschen sie dennoch noch immer alle paar Tage. Vielleicht durchwühlen wir immer noch die Angebots- Kisten obwohl unser Kasten bereits aus allen Fugen platzt. Vielleicht bestellen wir in Restaurants immer noch automatisch ein Getränk, auch wenn wir nicht durstig sind. Vielleicht …