Menschenaffen – Affenmenschen

13. Januar 2022

bonoFür mich war es vor vielen, vielen Jahren ein Leichtes, mithilfe des Primaten- Vorbildes in andere Lebensformen einzudringen und damit meine über 20-jährige Krankengeschichte einfachst und nachhaltig zu beenden.
Viele Menschen dürften allerdings völlig anders ticken. Ob sie sich für etwas Besseres halten, von anerzogenen Tierekeln geplagt werden oder am 7 Tage- Schöpfungsmythos hängen, weiß ich nicht. – Ist auch egal.
Es hat mir in meiner Aktivzeit bloß sehr oft sehr leid getan, dass allein deswegen viele diese Hilfe der Natur nicht annehmen konnten. Da nützten auch die vielen Zeugnisse von Naturforschern nichts, die sehr wohl sahen, wie ähnlich wir diesen Wesen, die uns sozusagen unsere eigene Vergangenheit bis heute ‚konservierten‘, sind.
Dennoch freute ich mich sehr, auch kürzlich wieder, diesmal vom preisgekrönten Fotojournalisten Christian Ziegler, der immer wieder Monate in Kongo’s Regenwäldern verbringt und es damit wissen müsste, zu lesen:

‚Es ist immer wieder erstaunlich, wie intelligent Bonobos sind.
Sie sind wie Menschen ohne menschliche Sprache‘

Das Bestechende am ‚Vorbild‘ Menschenaffen ist für mich, dass man sich endlos lange to do- Listen für den Alltag, zahllose wissenschaftliche Belege, meist irreführende ‚gut gemeinte Ratschläge‘, Ärzte- Verschreibungen, politische Ideologien, und, und, und sparen kann. Es braucht bloß das Hinsehen, wie diese Naturwesen, die absolut keines unserer zahllosen Zivilisationsprobleme haben, ihre Leben leben und alles für uns Machbare daraus zu lernen.

Und schon öffnen sich wie von Zauberhand Tore in völlig neue Leben a la


 
 
 


Diametrale Geschwister

25. Mai 2012

In der heutigen Republik Kongo leben zwei Stämme von Menschenaffen, die einst durch den Fluss Kongo getrennt wurden. Heute noch sind sie genetisch praktisch ident, könnten in ihrem jeweiligen Sozialverhalten aber unterschiedlicher nicht sein: Die Gemeinen Schimpansen und die Bonobos oder Zwergschimpansen.

Schimpansen haben das Patriachat, die Alpha- Männchen ‚terrorisieren‘ die Weibchen ihres Clans so lange, bis sie ihnen unterwürfig das Hinterteil anbieten. Es gibt ständige Machtkämpfe unter den Männchen, Junge von fremden Männchen werden getötet. Schimpansen sind aggressiv, jagen auch und fressen Fleisch.

Völlig anders die Geschwister am anderen Ufer. Bonobos leben das Matriachat, haben den ganzen Tag Sex und Zärtlichkeiten, – sozusagen jeder mit jedem in allen Varianten, gesteuert von den Weibchen.
Dadurch wachsen die Jungen weitaus liebevoller auf. Niemand weiß, von welchem Männchen sie sind und genießen deshalb die Zuwendungen aller, sind ‚everybodys darling‘.
Es gibt keine männlichen Machtkämpfe, da ohnehin die Weibchen ‚das Sagen‘ haben. Bonobos sind überaus friedfertig, jagen nicht und leben vegetarisch.

So massive soziale Auswirkungen können kleine Unterschiede haben … 😉

… Fiel mir bloß ein, weil ich den Dalai Lama gestern sagen hörte, dass das menschliche Patriachat als Folge unserer Sesshaftwerdung entstand, für die Kraft und Verteidigungsbereitschaft gefragt war, heute aber nicht mehr notwendig wäre …

Wir könnten also auch jederzeit Bonobo spielen, wenn wir Männer über unseren Schatten springen könnten …
Oder haben wir unsere Kriege, unser ‚Sagen‘, unseren Stress und unsere Burn outs schon zu lieb gewonnen? 😉