Herrschen und Plündern

17. Juni 2021

Ich weiß es nicht, doch es geht die Mähr, dass Herrscher früherer Zeiten auch noch Verantwortung für ‚ihr Volk‘ wahrnahmen.
Ich hab zwar meinen Kindern schon von klein an bei jedem Märchen dazugesagt, was für eine unglaubliche Genialität, aber auch Unverschämtheit dazugehört, als bewunderter König, nie auch nur einen Handgriff zu arbeiten, ausschließlich von der Arbeit anderen zu leben und diese Ausgebeuteten auch noch dazu zu bringen einen zu bewundern und zu verehren.
Doch, ich könnte mir tatsächlich vorstellen dass sich so ein ‚Übervater‘ tatsächlich auch verantwortlich für die Menschen und sein Tun fühlte.

Doch heute!?
Bitte sieh Dir die heutige Generation von Politikern, von Regierungen, von Superreichen an!
Es ist absolut nicht zu fassen! – Die kriegen ihren Hals einfach nicht voll!

Ich alter Kracher kann mich noch gut an die Forderungen der Jungsozialisten in meiner Jugendzeit erinnern, dass die Einkommensspanne zwischen arm und reich nicht höher als maximal 1:7 sein dürfe.
Bitte sieh Dir heutige Superreiche an!

Kann jemand wirklich Millionen- mal tüchtiger sein als Du!?

Wir leben heute in einer völlig abgehoben kranken Welt, in der Reiche hemmungslos ausschließlich auf sich sehen, keinerlei Verantwortung für die, die ihnen ihr Geld zuschaufeln, übernehmen und die ‚dumme Masse‘ weder Arsch noch Wahlstimme hochkriegt um etwas an diesem Wahnsinn zu verändern.

Ich setz mich oft und gerne in die Natur, seh mir deren Wirken, Wesen und Weben an und frag mich, wieso gerade die ‚Krone der Schöpfung‘ so unglaublich einfaches und liebevolles nicht hinkriegt     


 
 
 


Der Wiener Opernball

13. Februar 2015

Als meine Kinder noch klein waren und nach Märchen von Königen und Prinzessinnen verlangten konnte ich nie umhin, ihnen auch zu erklären was so ein König ist:
Das ist ein Mensch, der so schlau ist, dass er viele, viele Menschen dazu bringt ihm mehr Prunk und Luxus zu erarbeiten als sie selber je haben werden und ihn dafür auch noch bewundern.
Oernball
Jedes Jahr wieder fällt mir dieser Vergleich ein, wenn ich die Medien- Berichterstattung vom Operball sehe. Was es, außer ihrer Schlau-, um nicht zu sagen Durchtriebenheit, ist, was die Opernballgäste für erwachsene Menschen so bewundernswert macht, hab ich noch nie verstanden.
Vermutlich zeigt dieses peinliche Verhalten bloß die tatsächliche Macht der Medien, die ja in Händen genau jener Menschen liegt, die sich alljährlich hier gegenseitig hochloben, feiern, zur Schau stellen und entspannt neue Kontakte knüpfen und Strategien durchsprechen wie man den Dummen da draußen vielleicht noch ein paar Cents mehr aus der Tasche ziehen könnte.

Ich war allerdings nie einer, der bei den Anti- Opernball- Demos mitmachte. Auch habe ich absolut nichts gegen reiche Menschen. Ich denke mir, die wären ja dumm nicht zu nehmen, was andere ihnen so bereitwillig ‚aufdrängen‘. Mich macht vielmehr diese so unerträglich langsame Entwicklung der ‚breiten Masse‘ traurig …
Doch gewisse Tüchtigkeits- Unterschiede sind nun einmal Fakt und man könnte es ja auch andersrum sehen. Die Unternehmer sind es, die ihren Arbeitern einen höheren Lebensstandard ermöglichen als diese selber schafften …
Alle ‚Normalos‘ stehen vor derselben Frage: Tu ich den Menschen der ‚3. Welt‘ etwas Gutes wenn ich mir möglichst viele von Kindern gefertigte Sportschuhe oder Shirts kaufe oder beute ich sie damit aus?

Wollen wir überhaupt ‚höheren Lebensstandard‘? Oder verunmöglicht uns Fabriks- oder Büro- Arbeit ein Paradiesleben?
Wollen Kinder der ‚3. Welt‘ mehr Geld oder mehr Lebensqualität? Bringen wir sie mit jedem Kauf unserer Sackgasse oder einem Paradiesleben näher?
Sind Unternehmer nun Wohltäter oder Unterdrücker?
Sind Zivilisationsverweigerer erste Anwärter auf ein Paradiesleben oder Asoziale und Versager?

Ach Fragen über Fragen! … Nur wegen dieses Opernballs!
Dabei haben wir noch gar nicht über die Rolle des Herrn Lugners gesprochen … 😉