Corona- Zeit ist …

5. Oktober 2021

auch eine Holzengpass- Zeit     


susisu’s Frage …

26. April 2019

… ‚Dein „aus dem Kopf, wieder zurück ins Herz kommen“ klingt so einfach. Aber wie genau tut man da?‘, zu meinem Oster- Beitrag haben sich vielleicht auch andere gestellt. Deshalb hier 4 kleine Beispiele als Antwort/ Anregung:

Alles, was den ‚Kopf abschaltet‘, was die Gedanken beruhigt bis ’stilllegt‘, bringt uns automatisch in unser Zentrum, ins Fühlen, ins Herz. Also alle Formen von Meditation sind dazu hilfreich.

Du kannst aber auch Mitgefühl/ Empathie üben. Überlege Dir, was Dich gefühlsmäßig besonders berührt. Das kann ein flauschiges Küken, eine schlafende Katze, ein Baby, eine Erinnerung, ein Lichtstrahl aus der Wolkendecke, der schlafende Liebste, ein händchenhaltendes altes Paar oder 1000 andere Dinge sein, einfach irgendetwas, wobei Du nicht denken musst, sondern ein starkes ‚warmes‘ Gefühl verspürst. Das ruf Dir immer wieder herbei und versuche es ‚auszudehnen‘! Auszuweiten, auch auf andere Situationen, andere Bilder, andere Menschen.

Oder Du versuchst Kopf und Herz zu koppeln. Egal, ob Du daraus eine Konzentrationsübung machst, bei der Du Herz und Kopf gedanklich und gefühlsmäßig immer wieder in eine gemeinsame ‚Blase’/ ‚Wolke‘ bringst. Oder ob Du Dein Augen- Sehen immer wieder und immer mehr zu einem ‚Sehen mit dem Herzen‘ machst. Das heißt, jedem, einem Blick/ Bild folgenden Gedanken a la ‚Die ist fesch‘, ‚Der fährt wie ein Verrückter‘, etc., ein Gefühl wie ‚Wie mag es der gehen?‘, ‚Was bewegt den?‘, etc. folgen lassen. Das wird im Laufe des Übens zu selbstverständlichem und ‚automatischem‘ gut Sehen mit dem Herzen.

Doch auch das Segnen ist eine wunderbare Herzensübung (siehe ‚Ich segne Dich, Du segnest mich‘)

Möge die Übung gelingen!     

 

 

 


Die Bauch- Kopf- Pumpe

16. September 2013

Stell Dir vor, Du hast keine Ahnung von Musiknoten, Akkorden, Terzen, etc. und hörst Mozart.
Er wird Dir gefallen oder auch nicht. Du wirst damit ‚abheben‘, Gänsehaut bekommen, Gefühlsaufwallungen haben oder nicht.

Was meinst Du, würdest Du empfinden, wenn Du ein Musiker wärst, der alle Feinheiten der Musiktheorie, der Notation und Kontrapunktion kennt und dasselbe Stück hört?
Würdest Du dasselbe – mit dem Bauch – erleben? Oder würdest Du Dich in Feinheiten der Interpretation, Theorie, ev. Fehleraufspürungen, etc. verzetteln und über die Beurteilung mit – dem Kopf – das ‚Baucherleben‘ versäumen/ überdecken?

Dieselbe Frage stellt sich in allen Disziplinen, egal ob Musik oder Bildende Kunst, Literatur oder Sex, Elektrotechnik oder Laufen.
Solange wir ‚bloß‘ konsumieren oder dilettieren und dabei Freude haben ist alles wunderbar. Wir wissen nichts von weiteren ‚Entwicklungsstufen‘ oder gar ‚lichten Höhen‘ und werden vermutlich damit zufrieden sein.

Anders, wenn wir etwas davon produzieren oder reproduzieren wollen. Dann werden wir schnell erkennen, dass wir mit unserem ‚Laienzustand‘ nicht weit kommen. Ausnahmen bestätigen natürlich auch da die Regel. Ein Heine, Picasso oder Leonardo da Vinci haben nicht studiert und dennoch Epochales geleistet.
In der Regel jedoch müssen wir uns für das Weitergeben oder Generieren auf den professionellen Weg begeben und uns auf ihm weiterentwickeln.

Blöd nur, dass wir damit sicher etwas verlieren, nämlich das ‚unschuldige Erst- und Bauchempfinden‘. Aber vielleicht nur, etwas Neues dazugewinnen!

Wie Das!?
bauch-kopf-pumpeIch drück es einmal so aus: Für eine Weiterentwicklung müssen wir uns das Unbewusste aus dem Bauch in den Kopf ‚holen‘ und da weiterbearbeiten, sozusagen das Bauchgefühl ‚verkopfen‘ bzw. bewusst machen.
Damit kannst Du kein Musikstück mehr unbeleckt hören, sondern wirst lernen, einzelne Instrumente, Tonhöhen, Akkorde, etc. zu unterscheiden, zu beurteilen, wahrzunehmen.
Kaum beginnt der Kopf beim nächsten Musikstück zu rattern und zu analysieren, ist es vorbei mit dem einfachen sich Hingeben an das Lauschen …, mit dem daraus aufsteigenden Bauchgefühl.

Doch die gute Nachricht ist, dass (Bauch-)Gefühle u.a. aus oftmals wiederholten Gedankenabläufen entstehen.
Das heißt, je öfter wir etwas denken, desto eher wird es ‚automatisiert‘, verselbständigt sich und wird irgendwann zum selbstverständlichen (Bauch-)Gefühl!

Ja! Wiederhole Dir das nocheinmal! Es ist fast ein Geheimnis:

Unsere Gefühle bestehen aus oftmals wiederholten Gedanken!

Deshalb ist es enorm wichtig immer ‚gut‘ zu denken!

Dieses ’neue Bauchgefühl‘, dieses ‚Vollenden des (Weiterentwicklungs-)Kreises‘ ist dann jedoch nicht auf derselber Ebene angesiedelt, auf der wir erstmals unser Musikstück hörten sondern ‚ein Stockwerk‘, eine ‚Spiraldrehung‘ höher.

So ‚pumpen‘ wir uns durch Bauch -> Kopf- und Kopf -> Bauch- Übergaben immer höher, erleben, erfühlen, erfahren immer mehr, immer feinere Bereiche und machen unser Leben reicher und reicher …