Augen zu für Rohköstler

12. März 2020

Heute habe ich ein Rezept mit nur 3 Zutaten, von denen 2 absolute no go’s für Rohköstler sind. Dennoch stell ich es gerne einmal vor.
Es geht um Oxymel.

Das ist eine Mischung aus Essig und Honig, die sich schon in Arzneibüchern der Renaissance findet.
Der Name leitet sich von ‚Oxy‘ für Säure/ sauer und ‚Mel‘ für Honig ab. Im Deutschen auch unter ‚Sauerhonig‘ bekannt.

Essig ist bei Rohköstlern nicht gern gesehen, da er nicht wirklich natürlich und häufig pasteurisiert ist. Man merkt es daran, dass er meist umgehend ausgeschwitzt wird. Für das ‚kleinere Übel‘ halte ich selbstgemachten Apfelessig.
Honig ist nicht vegan, da er den Bienen geklaut wird, zu zuckerlastig ist und während seines Herstellungsprozesses meistens erhitzt wurde.

Doch Oxymel ist
pur und löffelweise ein beliebtes Stärkungs- und Heilmittel in der Volksheilkunde,
mit Wasser verdünnt ein erfrischendes Getränk,
zur Mazeration von Kräutern, Blüten, Früchten, Wurzeln oder Gewürzen bestens geeignet und auch
als Küchenwürze recht interessant.

Als Basisrezept werden
3 Teile Honig und
1 Teil Essig
vermischt.

Lässt man im Oxymel Kräuter, Blüten, Früchte, Wurzeln oder Gewürze ziehen ist zu beachten, dass wegen Schimmelgefahr nichts über den Oxymelspiegel ragen darf und alle Luftbläschen herausgerührt sein müssen. Danach lässt man den Ansatz 3 bis 4 Wochen warm stehen, seiht ab und lagert es für maximal 1 Jahr kühl und dunkel.

Ich denk mir, zum Experimentieren ist dieses Rezept, trotz aller Bedenken, sehr interessant und in geringen Dosen ja auch nicht ’sooo giftig‘

Wohl bekomms!

 

 

 


Dagobert hat konvertiert!

3. März 2020

Ja! Ich konnte es selber nicht glauben!
Der Hero des Geldes, des Reichtums … ausgerechnet Dagobert!
Tja! Selbst er ist umgefallen!
Er tummelt sich mittlerweile weitaus lieber in Wäldern und Wiesen, als in seinem Geldspeicher.
Er soll sogar schon beim Wildkräutersammeln erwischt worden sein …
Naja, blöd war der ja nie! Jetzt scheint er auch noch die totale Erleuchtung erwischt zu haben …

Und ich hatte das Glück, davon sogar ein Foto schießen zu können.
– Echt! Gaaaaanz eeeehrlich!

 

 

 

 


Nicht nur in der Bibel …

2. März 2020

… bei Mose 1,29 steht’s geschrieben. Nein auch Pythagoras wusste schon vor ‚bloßen‘ 2600 Jahren:

    Ihr habt ja Getreide
    und Obst an den Zweigen
    und die saftigen Trauben am Weinstocke,
    habt wohlschmeckende Kräuter.
    Nicht mit Mord und blutiger Hand
    bereitet die Mahlzeiten.

 

 

 


Noch ein Geschichtchen!

1. Oktober 2019

Eine Heilkräuter- Sendereihe auf meinem Lieblingssender:
Zahllose Kräuterspezialisten reden und reden und reden …
Was wofür ist. Was wogegen ist. Was was bewirkt. Und klugscheiß, klugscheiß, klugscheiß …
Irgendwann ist klar:

Es ist kein Kraut zu finden, dass KEINE Wirkung auf uns hätte.
Und natürlich auch dieses ewig schon wiedergekäute ‚Für jeder Erkrankung ist ein Kräutl gewachsen‘ kommt natürlich vor. Sogar mit der Ergänzung, dass einige keinesfalls erhitzt werden sollten.

ABER warum wird nicht – nimmt man bloß diese beiden Punkte zusammen – erwähnt oder erkannt, dass wir doch gar nicht erst erkranken müssten, um dann das aufzufüllen, was uns offensichtlich fehlte!?

Leute! So dumm können diese Clowns doch nicht sein, um 1 und 1 nicht zusammenzählen zu können!

Doch die leben davon!
Die leben bestens davon, dass immer noch Menschen krank sind!
Und die blasen sich auch unglaublich auf, in und mit diesem, ihrem Spezialistentum. Sie machen sich sozusagen unentbehrlich, in und mit diesem völlig unnötig verkomplizierten System ‚Ich bin der Wissende und ich sage Dir, was wogegen wirkt‘.

Doch wir brauchen nicht diese ‚künstlich Wissenden‘!
Selbst ‚dumme‘ Hasen und Rehe – und auch ich – naschen sich einfach tagtäglich quer durch die Landschaft, erhalten damit alles erforderliche und erkranken dadurch nie mehr

So einfach ist Leben!
Doch Geld ist damit natürlich keines zu machen!
Braucht es aber auch nicht. Wir haben ja alles!
That’s it!

In diesem Sinne:

 

 

 


Ovid aktuell

3. Januar 2019

 

„Das Zeitalter welches wir das Goldene benannt haben, war gesegnet mit den Früchten der Bäume und mit den Kräutern, welche die Erde hervorbringt, und der Mund der Menschen wurde nicht mit Blut befleckt.
Damals bewegten die Vögel ihre Schwingen sicher in den Lüften, und der Hase durchstreifte das freie Feld ohne Furcht. Damals wurde der Fisch nicht das arglose Opfer des Menschen. Jeder Ort war ohne Verrat; keine Ungerechtigkeit herrschte – alles war von Friede erfüllt.
In späteren Zeitaltern schmähte und verachtete ein Unheilstifter diese reine einfache Nahrung und versenkte in seinen gefräßigen Wanst Speisen, die von Leichnamen herrühren. Damit öffnete er zugleich der Schlechtigkeit den Weg.“

Ovid (43 v. Chr. – 17 n. Chr.)

 

 

 


Herrlich, dieses Grün!

27. April 2016

Nicht das, des Nachbarnautos, nicht das, der neuen Hose, nicht das politische. Besser gesagt, schon gar nicht das parteipolitische oder Van der Bellen’sche- Grün. Beide sind durch Mittelmäßigkeits- Grau und Oportunismus- Beige schon erschreckend entfärbt, entleuchtet.

Doch das Naturgrün, das ist jetzt im Frühling ganz wunderbar! Diese vitalitätspralle, saftige Farbe! FrühlingDiese Blütenfarben, diese Düfte …
Aus einer Duftwolke in die nächste zu radeln, – einfach paradiesisch!
Ach, wie leb ich gern …

Da! Jetzt geht’s wieder los! Die Autokolonnen der Eltern, die ihren Kindern den Frühling rauben, sie zur Schule karren! Was waren unsere Schulwege doch für wunderbare Abenteuer! Kein Tag ohne einem schönen Blatt, einer Nuss, einem interessanten Stein oder einem Frosch der via Hosentasche in den langweiligen Unterricht mitkam.
Ähnlich die damals alten Leute. Sie saßen noch vor ihren Häusern, oft in Gruppen zusammen oder mit dem Hund. Sie atmeten noch Frühling, spürten noch die Sommer, waren noch betört von der Buntheit der Herbst- Himmel und Blätterfarben …
Heute starren sie in Senioren- ‚Residenzen'(!) Löcher in die Langeweile …
Ich kann nur wandern und radeln bis ich tot bin. Zu schön ist die Natur, zu wertvoll jede Freiluft- Sekunde!

Auch die Vögel spüren dieses Aufbrechen der Natur. Bereichern sie doch diese Duft- und Farbenpracht um herrlich beschwingtes, kunstvolles Gezwitscher, Getriller und Gesinge.
Ach … ich liebe den Frühling!
Zu keiner Jahreszeit ist der Wildkräuter- Smoothie grüner und aromatischer. Zu keiner anderen Zeit geht es sich barfuß so gut durch die Wiese. Zu keiner Zeit ist der Himmel mit seinen ziehenden Wolken schöner.
Die Pflanzen explodieren förmlich vor Lebensenergie, süße Vögelchen sind emsig am Nestbauen, manche schon am Brüten und Füttern. Es krabbelt, kriecht, summt und flattert.
Manche Schmetterlinge wollen es ganz genau wissen und tanzen sehr lange neben den Radelnden. In all dieser Rad- und Fahrer- Buntheit könnte ja eventuell ein Schmetterlings- Mädchen versteckt sein …
Ja und die Liebe! Die Menschen strahlen, lachen, reden wieder mehr miteinander! Sie sitzen auf Parkbänken, in Wiesen, lassen ihre Hunde herumtollen. Kinder entdecken die ersten Pusteblumen.
Kurz und nebenher auch immer wieder das Erstaunen wieviele Jahre ich ähnliche Frühlinge drinnen versaß. So viele, viel zu viele Menschen hasten, rasen, atmen Büro- oder Fabriksluft während hier heraußen jeder Atemzug förmlich alle Zellen sprengt! Doch wie das Leben so spielt, wie jeder meint sein Glück schmieden zu müssen …
Dem Frühling, der Natur, diesem paradiesischen Zustand ist das egal. Sie alle sind da und warten … sind bereit, die Menschen, wie alle anderen Wesen auch, förmlich zu baden in ihrer Fülle.

Oh Gott! Da gibt es Menschen die jetzt! Jetzt in diesem Wunder an Vielfalt und geschenktem Reichtum flüchten! Flüchten müssen! Glauben, flüchten zu müssen!
Da glauben jetzt in dieser Sekunde, in der mich die morgens noch rot überlaufenenen, bald strahlend weißen Gänseblümchenblüten verzücken, Millionen Menschen, kämpfen, sich durchsetzen, recht haben, arbeiten, Grenzen ziehen und einhalten , erziehen … zu müssen!
Herrlich der Geschmack solch eines süßen Blütchens!
Da! Gleich daneben der wunderbare Gundermann! Ich kann nicht anders: Schon ist dieses einigartige tiefblau seiner Blütchen samt dem ganz eigenen, fast schon braun-, Grün in meinem Mund verschwunden. Diese Würze … ein Sinnesrausch!
Ich nasche mich durch vitalpralle, saftig würzige Wiesen, komme keinen Tag ohne prallvollem Sackerl mit Blättern, Kräutern, Brennesseln, Blüten … nach Hause …
Ach, ich liebe diese Jahreszeit einfach! Sie wäre für alle da, ist aber, könnte ich mir vorstellen nur für die gemacht, die sie in so dankbar vollen Zügen genießen können … 🙂
Vor vielen Jahren schon beschloss ich ein Gedicht mit:


Doch, selbst wenn unser Leben ganz entartet,
eins ist sicher, das Paradies ist da und wartet …

 

 

 


Gegen alles ist ein Kraut gewachsen

14. August 2014

Das ist einer jener dummen Sprüche, die gedankenlos von Generation zu Generation wertergegeben werden.
All diese vermeintlichen ‚Weisheiten‘ kommen so selbstverständlich daher, dass sie die grottenfalsche Voraussetzung von der sie ausgehen, in perfider Weise völlig verdecken.
KräuterZum Beispiel wird gerne dieser unsäglich NS- Spruch ‚Was mich nicht umbringt, macht mich nur härter‘ nachgeplappert. Aber wer bitte, frage ich Dich, will tatsächlich so dämlich gepanzert und im unachtsamen, alles zertrampelnden Stechschritt durchs Leben trampeln!? Wer bitte braucht seelische Verhärtung, oder Panzerung, wie Wilhelm Reich diese massiven Probleme nannte?
Genau diese Fehlverhalten, samt Folgen, wärmt dieser dumme Spruch immer wieder auf und manifestiert es!
Dabei wollen wir doch erlebnisfähig und damit offen und weich bleiben. Für uns und eine liebevollere Welt!

Doch kommen wir zur Eingangs- ‚Weisheit‘ zurück: Wir Menschen haben, alle Schöpfungsgeschenke und Naturgesetze missachtend, uns auf einen Zivilisations- Holz-, in diesem Fall Krankheitsweg gemacht. Als dementsprechende Probleme auftraten probierten wir mit viel Mühe, Zeitaufwand und Energie herum, wie dieses Leid eventuell wieder gemildert oder gar geheilt werden könnte.
Neben der vielen pharmakologischen Irrwege der Symptomunterdrückung stieß man dabei natürlich auch auf hilfreiche Kräuter.
Da unsere Irrungen unendlich sind, gibt es mittlerweile dementsprechend viele diagnostizierbare Erkrankungen. Die Lösungssuche ist also in Summe ein nahezu unvorstellbarer Aufwand.
Klar ist es erfreulich, wenn man irgendwann sagen kann ‚Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen‘.

Doch gleich schöpfungskonform zu leben, sich aller Naturgeschenke erfreuen bzw. sich täglich querfeldein zu naschen und gar nicht erst zu erkranken wäre bedeutend einfacher! – Und genussvoller! 😉

Es sollte also anstatt
Gegen alles ist ein Kraut gewachsen‚ heißen

Für unsere dauergesunden Leben wurden wir mit vielen wunderbaren Kräutern beschenkt.