Ovid aktuell

3. Januar 2019

 

„Das Zeitalter welches wir das Goldene benannt haben, war gesegnet mit den Früchten der Bäume und mit den Kräutern, welche die Erde hervorbringt, und der Mund der Menschen wurde nicht mit Blut befleckt.
Damals bewegten die Vögel ihre Schwingen sicher in den Lüften, und der Hase durchstreifte das freie Feld ohne Furcht. Damals wurde der Fisch nicht das arglose Opfer des Menschen. Jeder Ort war ohne Verrat; keine Ungerechtigkeit herrschte – alles war von Friede erfüllt.
In späteren Zeitaltern schmähte und verachtete ein Unheilstifter diese reine einfache Nahrung und versenkte in seinen gefräßigen Wanst Speisen, die von Leichnamen herrühren. Damit öffnete er zugleich der Schlechtigkeit den Weg.“

Ovid (43 v. Chr. – 17 n. Chr.)

 

 

 


Herrlich, dieses Grün!

27. April 2016

Nicht das, des Nachbarnautos, nicht das, der neuen Hose, nicht das politische. Besser gesagt, schon gar nicht das parteipolitische oder Van der Bellen’sche- Grün. Beide sind durch Mittelmäßigkeits- Grau und Oportunismus- Beige schon erschreckend entfärbt, entleuchtet.

Doch das Naturgrün, das ist jetzt im Frühling ganz wunderbar! Diese vitalitätspralle, saftige Farbe! FrühlingDiese Blütenfarben, diese Düfte …
Aus einer Duftwolke in die nächste zu radeln, – einfach paradiesisch!
Ach, wie leb ich gern …

Da! Jetzt geht’s wieder los! Die Autokolonnen der Eltern, die ihren Kindern den Frühling rauben, sie zur Schule karren! Was waren unsere Schulwege doch für wunderbare Abenteuer! Kein Tag ohne einem schönen Blatt, einer Nuss, einem interessanten Stein oder einem Frosch der via Hosentasche in den langweiligen Unterricht mitkam.
Ähnlich die damals alten Leute. Sie saßen noch vor ihren Häusern, oft in Gruppen zusammen oder mit dem Hund. Sie atmeten noch Frühling, spürten noch die Sommer, waren noch betört von der Buntheit der Herbst- Himmel und Blätterfarben …
Heute starren sie in Senioren- ‚Residenzen'(!) Löcher in die Langeweile …
Ich kann nur wandern und radeln bis ich tot bin. Zu schön ist die Natur, zu wertvoll jede Freiluft- Sekunde!

Auch die Vögel spüren dieses Aufbrechen der Natur. Bereichern sie doch diese Duft- und Farbenpracht um herrlich beschwingtes, kunstvolles Gezwitscher, Getriller und Gesinge.
Ach … ich liebe den Frühling!
Zu keiner Jahreszeit ist der Wildkräuter- Smoothie grüner und aromatischer. Zu keiner anderen Zeit geht es sich barfuß so gut durch die Wiese. Zu keiner Zeit ist der Himmel mit seinen ziehenden Wolken schöner.
Die Pflanzen explodieren förmlich vor Lebensenergie, süße Vögelchen sind emsig am Nestbauen, manche schon am Brüten und Füttern. Es krabbelt, kriecht, summt und flattert.
Manche Schmetterlinge wollen es ganz genau wissen und tanzen sehr lange neben den Radelnden. In all dieser Rad- und Fahrer- Buntheit könnte ja eventuell ein Schmetterlings- Mädchen versteckt sein …
Ja und die Liebe! Die Menschen strahlen, lachen, reden wieder mehr miteinander! Sie sitzen auf Parkbänken, in Wiesen, lassen ihre Hunde herumtollen. Kinder entdecken die ersten Pusteblumen.
Kurz und nebenher auch immer wieder das Erstaunen wieviele Jahre ich ähnliche Frühlinge drinnen versaß. So viele, viel zu viele Menschen hasten, rasen, atmen Büro- oder Fabriksluft während hier heraußen jeder Atemzug förmlich alle Zellen sprengt! Doch wie das Leben so spielt, wie jeder meint sein Glück schmieden zu müssen …
Dem Frühling, der Natur, diesem paradiesischen Zustand ist das egal. Sie alle sind da und warten … sind bereit, die Menschen, wie alle anderen Wesen auch, förmlich zu baden in ihrer Fülle.

Oh Gott! Da gibt es Menschen die jetzt! Jetzt in diesem Wunder an Vielfalt und geschenktem Reichtum flüchten! Flüchten müssen! Glauben, flüchten zu müssen!
Da glauben jetzt in dieser Sekunde, in der mich die morgens noch rot überlaufenenen, bald strahlend weißen Gänseblümchenblüten verzücken, Millionen Menschen, kämpfen, sich durchsetzen, recht haben, arbeiten, Grenzen ziehen und einhalten , erziehen … zu müssen!
Herrlich der Geschmack solch eines süßen Blütchens!
Da! Gleich daneben der wunderbare Gundermann! Ich kann nicht anders: Schon ist dieses einigartige tiefblau seiner Blütchen samt dem ganz eigenen, fast schon braun-, Grün in meinem Mund verschwunden. Diese Würze … ein Sinnesrausch!
Ich nasche mich durch vitalpralle, saftig würzige Wiesen, komme keinen Tag ohne prallvollem Sackerl mit Blättern, Kräutern, Brennesseln, Blüten … nach Hause …
Ach, ich liebe diese Jahreszeit einfach! Sie wäre für alle da, ist aber, könnte ich mir vorstellen nur für die gemacht, die sie in so dankbar vollen Zügen genießen können … 🙂
Vor vielen Jahren schon beschloss ich ein Gedicht mit:


Doch, selbst wenn unser Leben ganz entartet,
eins ist sicher, das Paradies ist da und wartet …

 

 

 


Gegen alles ist ein Kraut gewachsen

14. August 2014

Das ist einer jener dummen Sprüche, die gedankenlos von Generation zu Generation wertergegeben werden.
All diese vermeintlichen ‚Weisheiten‘ kommen so selbstverständlich daher, dass sie die grottenfalsche Voraussetzung von der sie ausgehen, in perfider Weise völlig verdecken.
KräuterZum Beispiel wird gerne dieser unsäglich NS- Spruch ‚Was mich nicht umbringt, macht mich nur härter‘ nachgeplappert. Aber wer bitte, frage ich Dich, will tatsächlich so dämlich gepanzert und im unachtsamen, alles zertrampelnden Stechschritt durchs Leben trampeln!? Wer bitte braucht seelische Verhärtung, oder Panzerung, wie Wilhelm Reich diese massiven Probleme nannte?
Genau diese Fehlverhalten, samt Folgen, wärmt dieser dumme Spruch immer wieder auf und manifestiert es!
Dabei wollen wir doch erlebnisfähig und damit offen und weich bleiben. Für uns und eine liebevollere Welt!

Doch kommen wir zur Eingangs- ‚Weisheit‘ zurück: Wir Menschen haben, alle Schöpfungsgeschenke und Naturgesetze missachtend, uns auf einen Zivilisations- Holz-, in diesem Fall Krankheitsweg gemacht. Als dementsprechende Probleme auftraten probierten wir mit viel Mühe, Zeitaufwand und Energie herum, wie dieses Leid eventuell wieder gemildert oder gar geheilt werden könnte.
Neben der vielen pharmakologischen Irrwege der Symptomunterdrückung stieß man dabei natürlich auch auf hilfreiche Kräuter.
Da unsere Irrungen unendlich sind, gibt es mittlerweile dementsprechend viele diagnostizierbare Erkrankungen. Die Lösungssuche ist also in Summe ein nahezu unvorstellbarer Aufwand.
Klar ist es erfreulich, wenn man irgendwann sagen kann ‚Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen‘.

Doch gleich schöpfungskonform zu leben, sich aller Naturgeschenke erfreuen bzw. sich täglich querfeldein zu naschen und gar nicht erst zu erkranken wäre bedeutend einfacher! – Und genussvoller! 😉

Es sollte also anstatt
Gegen alles ist ein Kraut gewachsen‚ heißen

Für unsere dauergesunden Leben wurden wir mit vielen wunderbaren Kräutern beschenkt.

 

 

 


Entdeckungen

26. Oktober 2012

Seit alters schon wird unentwegt
Auf Wunden heilend Kraut gelegt.
Jedoch die reine Wissenschaft
Glaubt nicht an solche Wunderkraft,
Eh sie erprobt ihr Medizinchen
Exakt an Mäusen und Kaninchen.
Dann wird, was längst schon kräuterweiblich,
Auf einmal wichtig unbeschreiblich
Und durch die Welt gehts mit Gebrüll:
Heilkraft entdeckt im Chlorophyll!

Eugen Roth

 


Kräuter- Wissen

17. August 2012

Schon die chemische Pharmazie stand mit ihren Medikamenten von Anfang an unter keinem heilsamen Stern, da sie
bloß Symptome unterdrückte,
auf einzelne isolierte Wirkstoffe setzte und
sich auf Diagnosen bzw. die ‚Behandlung‘ einzelner Erscheinungen stützte.

Der medizinische Einsatz von Kräutern ist da schon ein wenig ganzheitlicher. Da allein schon praktisch immer das ganze Kraut und damit ein ganzes, gut abgestimmtes Wirkstoff- Bouquet Verwendung findet.
Dass auch hier wieder von den Pharmas und der Wissenschaft – oder sind diese beiden eh schon gar nicht mehr trennbar? 😉
Also, dass auch hier wieder die Wissenschaft einzelne Wirkstoffe aus naturrichtigen Mischungen extrahiert, untersucht und ev. verwendet führt zu der bekannten aber absurden Situation, dass nun zum Beispiel allerorten vor dem Beinwell, von dem es in jedem Jahrhundert fast hymische Empfehlungen bis Wundergeschichten gab, gewarnt wird. Bloß weil er Pyrrolizidinalkaloide enthält die isoliert und in großen Mengen Probleme machen können.

Also, Kräuter sind schon besser als Medikamente.
Aber ein Haken ist auch bei der Kräuterverwendung immer noch dabei:
Der Mensch kann und kann offensichtlich nicht einsehen, dass er nicht die Krone der Schöpfung ist, dass ihm die Natur/ Schöpfung immer noch über ist. Er will immer be-handeln, diagnostizieren, retten, helfen, sich wichtig machen.
Sieht man sich die zahllosen Uralt- Rezepte vom Parazelsus, der Bingener Hildegard oder anderer Kräuterkundiger, oder sogar die der neuen, wie hier in Österreich den Kräuterpfarrer Weidinger an, ist die Absurdität kaum zu überbieten.
Da wird völlig unbegründet ‚am Tage zweye‘, ‚alle 3 Stunden 7 Tropfen‘ und ähnlicher Unsinn, der wohl nur das Ego des Behandlers fütterte, verzapft …
– Als hätte da je einer untersucht was bei 6 oder 8, statt 7 Tropfen passiert …

Auch das gezielte Einsetzen bestimmer Kräuter gegen bestimmte Gesundheitsprobleme, wie ‚Rosmarin stärkt das Herz‘, Brennessel entwässert‘ ist vom Prinzip her Unsinn. Es zeigt zwar, dass die Menschen sehr wohl beobachten können. Doch wird m.E. viel zu schnell verallgemeinert.
Und vor allem, es wird stillschweigend impliziert, dass bei Problemen der Mensch, am Besten ein (Kräuter-)Kundiger eingreifen muss.

Dabei – und das ist das wunderbare Geschenk der Natur an uns! – tut die Natur ohnehin sofort, bereitwilligst und am effizientesten. – Wenn wir sie nur lassen!

Wir brauchen also weder gezielt das Kräutl suchen dass gegen unser Leiden gewachsen ist, noch einen Kräuterkundigen. Wir brauchen uns bloß ‚artgerecht‘ und wildkräuterreich zu ernähren. Dann – und hier hatte Parazelsus Recht – wird unsere Nahrung auch unsere Medizin sein.
Entweder sorgen wir bei dieser Methode für eine möglichst große Vielfalt in unserer Ernährung. Oder wir vertrauen auf unseren Instinkt, der uns mit unseren Gustos und Verlangen sehr genau zeigt, was wir brauchen.
Mit solch einer ‚richtigen Fülle‘ hat unser Körper genug um das für ihn Richtige richtig anzuwenden.
Und er tut das besser als jeder Arzt oder Kräuterkundige!

Tja, so einfach ist ein Paradies- Leben! 😉

 


Tag der Erde

21. April 2012

Zum morgigen Tag der Erde passend:

Es ist jetzt in dieser Jahreszeit so herrlich in der Natur draußen!
Dieses zarte Grün!
Diese vielen Blütchen!
Diese Duftwolken!
Dieses Gesumme und Gekrabbel!
Dieses Gezwitscher!
Diese Sonnenwärme!
Diese herrlich frischen Kräuterchern …
Raus, raus, raus! 😉

 


Der Salat schlägt zurück

9. Februar 2012

In der sehr empfehlenswerten Ö1- Sendung ‚Vom Leben der Natur‘ sprach kürzlich Prof Dr. Fritz Pittner über die Verderblichkeit von Lebensmitteln.
Einiges davon war für mich eher entbehrlich, da dieser Biochemiker offensichtlich noch nichts über Rohernährung gehört haben dürfte. Zumindest vergaß er auf die nicht unerheblichen Verderb- Unterschiede zwischen rohen und gekochten Nahrungsmitteln hinzuweisen und verbreiterte sich im Warnen vor Aflatoxinen in Marmeladen.
Soll sein. Ist ja nicht eben unwichtig.
Was ich allerdings nicht wusste und sehr interessant fand war, dass Pfanzen sich vor Fressfeinden – wie uns 😉
schützen.
Aber horch selber:

Also ist schon was dran, an der ‚hohen Schule‘ der Rohköstlichkeit, die die Tiere pflegen und die ihre Nahrung eher erwandert und ganz frisch verzehrt, als sie zu ‚kulinarisieren‘.
Also im Zweifelsfall, schneller zubeißen, als diese süßen Grünlinge auch nur gucken können … 😉
und Dich gleich wieder entsinnen des

              Rezeptes der Rezepte