Wozu all das Grün!?

30. Mai 2016

Klar müssen wir in einem Land der Schneider uns kein Kleidungsstück anfertigen lassen. Wir können einige Schneider zusammentrommeln, sie umschulen und uns dann von ihnen einen Tisch zimmern lassen.

Klar kann man im Exotenurlaub auf sein Wiener Schnitzel und das M*ggi in der Suppe bestehen.

Klar kann man sich mit seinen Uralt- Ansichten gegen Neues stemmen, wenn man sein Leben klein und arm halten will.

Klar müssen wir im Vegan- Restaurant in das die Tochter unbedingt wollte nichts essen, um uns dann auf dem Heimweg eine schnelle Leberkäs- Semmel reinzustopfen …

Klar müssen wir einer Blasmusik an dem wir zufällig vorüberkommen nicht zuhorchen, bloß weil wir doch ‚Klassiker‘ oder ‚Jazzer‘ sind …

Klar können wir Zugewanderten unsere Kultur nahebringen ohne uns für deren Art zu leben zu interessieren

Klar können wir mit Augenbinden durch Galerien gehen

Klar können wir uns ins Kino setzen um die Zeitung zu lesen …

Wir ignorieren ja auch das Grün dieser Erde, mähen es lieber aufwändig ab, karren es in Silos, schleppen es von dort zu den zwinkerinhaftierten Tieren, räumen diesen immer wieder einmal die Sch…. hinterm A…. weg, schlachten sie, verarbeiten sie und transportieren und erhitzen dieses ‚Produkt‘ energiereich um endlich essen und teuer kaufen zu können was keinerlei Vitalwert mehr hat, obwohl vitales Grün überall kostenlos wächst

 

 

 

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Und wieder ist es passiert!

7. Januar 2016

Ich sitze oft vor Menschen, vorm Radio, seltener vorm TV und denke mir: ‚Das gibts doch nicht, dass so kluge und gebildete Menschen das Allereinfachste nicht sehen, dass praktisch immer nur an der Oberfläche von Problemen herumpoliert wird‘.
Dann antworte oder schreibe ich solch intelligenten Menschen, leg all meine Energie, Bildung und Herzblut da rein.
Und was kommt zurück!? In 99% aller Fälle Unverständnis!

Genau das ist wieder einmal passiert.
Als notorischer ‚Fehler-zuersteinmal-bei-sich-Sucher‘ nehme ich einen weiteren Anlauf. Einen weiteren Versuch, etwas für die Menschen m.E. essenziell Wichtiges noch besser zu erklären.
Nach der Schaffung eines neuen Begriffes/ Wortes, nach dem In-die-Welt-Bringens der ‚Urur..sache‘ nun ein weiter wichtiger Begriff:

                  Der ‚Urgrand‘

Es braucht einfach neue Worte um klarer zu sehen, um Neues zu schaffen! Denn wie hier oft schon gepostet: Wir sind Götter und Schöpfer. Wir erschaffen tagtäglich, ja sekündlich unsere Realität, unser Schicksal.

Das neue Wort ‚Urgrand‘ ist eine Weiterführung der Urur..sache.
Gibt man sich mit dem Auffinden einer (Problem-)Ursache nicht zufrieden, sondern sucht dahinter weitere Ursachen, eben die Urur..sachen, stößt man in den allermeisten Fällen auf eine letztendlich noch änderbare Grundursache.

Ginge man noch weiter, gäbe es zwar weitere Ursachen. Doch die sind eher schon philosophischer Art und nicht mehr änderbar; – unsere Existenz z.B.. Klar wenn es uns erst gar nicht gäbe, wenn wir uns auslöschten, wäre auch der Schnupfen, der Krebs oder ein überbordend krimineller Sexualtrieb verschwunden. Aber wer will das!? Soetwas zähle ich nicht zu konstruktiven, schöpferischen Problemlösungen.

Also, nochmal einen Schritt zurück, zu den eben noch änder- und nachbesserbaren Urur..sachen, zurück zur allerletzten Urur..sache:

Das ist fast immer unsere gesellschaftliche/ zivilisatorische/ kulturelle Ausrichtung.
Sie nenne ich ‚Urgrand‚.

Das ‚a‘ des ‚Urgrundes‘ habe ich mir von französischen ‚grand‘ (groß) geborgt, da es um eine große (Fehl-)’Schwingung‘, um eine große (Fehl-)’Energie‘ geht. Sozusagen um die größte, die ursächlichste Ursache     😉

All die vielen Problemlösungen die an der Oberfläche bleiben sind natürlich wunderbar, aber was dann!?
redball Wunderbar, ein Schmerzmittel vom Doc. Aber was dann?
redball Wunderbar, eine Psychotherapie. Aber was wenn wir alle durch grundfalsche Erziehung im selben ‚Loch‘ stecken!?
redball Wunderbar, ein Kredit für einen Verschuldeten. Aber nur ein sinnloser Tropfen auf den Konsumstein solange er nicht einen völlig anderen Umgang mit Geld lernt!
redball Ein Eisenbahnzug rast auf einen Abgrund zu. Wunderbar, wenn jemend einen nach vorne Laufenden zum Umkehren bringt! Aufschieben ja, aber retten kann ihn das nicht!

Es kann doch nicht unsere Lebensaufgabe sein, bloß an der Oberfläche einer riesigen Irrtums- Kugel herumzukratzen! Lösungen, die nur kurzfristig wirken, sind weder nachhaltig, noch wirkliche Lösungen.
redball Medizinische Symptom- Unterdrückungen und Verschiebungen sind keine wirklichen Lösungen.
redball Immer weitere Kredite aufnehmen um alte Kreditlöcher zu stopfen ist keine Lösung.
redball Trauernde zu therapieren ohne zu sehen, dass der Schmerz in uns allen schon in frühester Kindheit angelegt wurde und wird, durch einen völlig nicht artgerechten Umgang mit unseren Kleinsten, ist keine Lösung.
redball Friedensverhandlungen, Waffenstillstände sind ganz wunderbar, aber völlig sinnlos wenn im Hintergrund die Waffenfabriken weiterbrummen und fetteste Gewinne abwerfen.
redball Politische Wahlen wunderbar! Aber die läppische Auswahl zwischen ausschließlich grundlegend Gleichfalschem: Eine Farce!
redball Immer neue Erfindungen: Wunderbar! Aber wenn sie alle auf einem Mehr, auf Energieverschwendung und Umweltzerstörung beruhen sind sie eine Katastrophe.

Diese Reihe ließe sich beliebig fortsetzen, da es der Menschen liebstes Ding zu sein scheint, völlig bescheuklappt alles verbesserschlechtern zu wollen!     😉

frequenzenVielleicht noch ein Beispiel aus der Physik. Mischt man zwei Frequenzen (rot und schwarz), entsteht ein Frequenzgemisch (grün). Dieses steht sehr vereinfacht für das Auf und Ab unseres Lebens, für unser Problemgemisch.
Da nützt es gar nichts das erste entdeckte Problem (schwarz) zu eliminieren und das Große (rot) nicht wahrzunehmen, nur weil es ‚alle haben‘ bzw. weil wir uns daran gewöhnt haben. Das Leben wird zwar nun anders geschüttelt, als zuvor (grün). Aber weiterhin (rot-)geschüttelt weitergehen, anstatt im harmonisch ruhigen Fluss zu sein (blau).
Auch einem zu Seekrankheit Neigenden nützt es nichts auf dem schaukelnden Schiff weniger herumzuhüpfen!    😉

Dieser beschriebene Urgrand überlagert praktisch unser ganzes Leben. Egal welches Thema wir uns ansehen, egal welches Problem wir angehen, es liegt immer ein ‚Abweichen von unserer Bestimmung‘ zuunterst.
Es scheint, als machten und wollten wir prinzipiell alles anders als die Natur/ Evolution für uns vorgesehen hat.
Wir stolpern sozusagen von einem Problem zum nächsten immer tiefer in einen Irrtumswald hinein und meinen tief drinnen, es würde reichen die nächsten paar (sichtbaren) Bäume zu fällen um wieder rauszukommen …

Aber es gibt einen Plan da raus! Er führt uns den begangenen Weg zurück. Bloß schneller als hinein! Dieser Plan heißt
paradise your life !     😉

 

 

 


Reif für’s Paradies

4. Januar 2016

inselImmer wieder erhalte ich mails, des Inhalts ‚Das ist doch kein Rohkost- blog mehr!‘ oder ‚Was hat das mit dem Paradies zu tun?‘.
Ja, stimmt alles!
– Und auch wieder nicht     😉
Rohköstliche Ernährung ist nur EIN Aspekt unter vielen, vielen, bei dem wir uns nicht mehr naturrichtig verhalten. Einfach nur – wie Medien, Verkäufer und Schulen es tun – zu sagen Rohkost ist besser, weil … ist mir zu wenig. Ich möchte die Menschen wieder-ermächtigen auf sich zu horchen, die (‚richtige‘) Natur zu beobachten, also unabhängig von an all den profitverblendeten Einflüsterern und ‚Fachleuten‘ zu guten Ergebnissen zu kommen.
Es geht mir um das Vermitteln weniger ganz einfacher Naturgesetzmäßigkeiten.
Diese sagen und schreiben sich recht einfach dahin, sind aber, bei unserem gesellschaftlichen Feststecken in unserer Sackgasse, meist nicht ganz so einfach zu leben …
Wie also sollte ich die, die diese paar Grundsätze bereits kennen mit Alltagsdetails versorgen ohne die BeginnerInnen zu verwirren!?
Wie sollte ich einfache Klarheiten für jedeN NeueinsteigerIn anbieten ohne die PraktikerInnen zu langweilen!?
Ich kann nur alle, die nicht auf Anhieb überzeugt sind von meinem Geschreibsel, bitten, doch etwas zurückzublättern im blog, interessierte Begriffe in das blog- Suchfenster einzugeben, einfach mehr hier mitzulesen …

Klar schreibe ich bei den Alltagsthemen auch immer wieder absolute No-go’s, patze sogenannte Gutmenschen an, ‚leiste‘ mir Frechheiten und Unverständlichkeiten … Aber nur vermeintlich!
Solches – denk ich mir – könnte ja auch zum Anlass genommen werden, unsere gesellschaftlichen/ kulturellen Gewohnheiten noch besser zu hinterfragen, noch kritischer zu betrachten.

Für mich sind die Absurditäten all unseres Tuns mittlerweile oft wirklich unglaublich.
Da brechen shitstorms wegen einer, an Zoo- Löwen verfütterten Giraffe los, obwohl diese Menschen vermutlich Fleischesser oder ‚Tierfreunde‘ sind, die ungeliebte Tiere dem geliebten Tier verfüttern …
Da fragen mich Menschen nach Vorträgen oder blog- Artikeln über die breite Inhaltsstoffpalette von Gras und Wildkräutern ernsthaft wo sie diese Inhaltsstoffe kaufen könnten und mähen und entsorgen ihre Wiese munter weiter …
Da erzählen mir PädagogInnen von ihren erbosten Beschwerdebriefen an Kliniken in denen sie sich als PatientInnen so ausgeliefert, schutzlos und entmündigt fühlten, ohne zu merken, dass sie ‚ihre‘ Kinder tagtäglich weitaus schlimmer entmündigen …
Ich vermittle den Wahnsinn medizinischer Diagnosen, die oft erst diese diagnostizierte Erkrankung manifestieren (durch den wissenschaftlich bestens untersucht Placebo-/ Nocebo- Effekt). Die Menschen nicken wissend, reagieren mit ‚Aha’s und ‚Ach so’s um mich danach zu fragen, wozu ich bei dieser oder jener Erkrankung raten würde …

Diese Reihe von völlig ausgeblendetem, weil so selbstverständlichem Alltagswahnsinn ließe sich beliebig fortsetzen.
Ich will mich mit dieser Aufzählung natürlich keineswegs erheben über dieser Menschen. Sie zeigt nur WIE selbstverständlich vieles für uns ist, WIE tief manches in uns verankert ist, WIE sehr wir in festgefahrenen Bahnen leben, WIE vieler Wiederholungen der ’neuen Muster‘ es noch bedarf …
Ich halte es für wichtig, den Menschen ihre Kritikfähigkeit zu schärfen. Nur so, nur aus diesem Erkennen, können sie die oft unfassbar umständlichen und sinnlos umwegigen – schädigenden sowieso – Zivilisations- Abläufe und Handlungen ermessen.

Also, liebe NeueinsteigerInnen, liebe PraktikantInnen, begnügt Euch nicht mit einem oder wenigen vermeintlich missglückten Texten. ‚Umkreist‘ das Thema, hinterfragt alles, seid offen, blättert im blog zurück …
Ich garantiere Euch, irgendwann seid auch Ihr reif für die Inse…. äh, für das Paradies!    😉

 

 

 


Jetzt weiß ich nicht genau …

12. November 2015

… ist DAS Kultur?

S1

 

 

 

 

 

 
Oder DAS Zivilisation? S2

 

 

 

 

 
Oder DAS erstrebenswert …
S3

 

 

 

 

 

 

 
Aber ich mag Alkohol! Er zeigt uns was wir sind, was unsere Probleme sind, was wir zu tun haben …
WENN wir h i n s e h e n !     😉

 

 

 


Trauer

6. November 2015

Wie wichtig meine Begriffe ‚Urur..sache‘ und der demnächst folgende ‚Urgrand‘ sind, wie wichtig meine Denkanstöße für die Menschen sind, zeigte sich mir erst kürzlich wieder, als der Journalist Johannes Kaup eine Radio- Reihe ‚Über das Trauern und den Umgang mit Verlusten‘ mit vielen Betroffenen, Trauernden und mit ‚hochkarätigen‘ Therapeuten, Sozialpädagogen, Begleitern, u.Ä. präsentierte.
Die Sendungen waren vollgestopft mit tragischen Verlusten und trieften förmlich vor Leid und Trauer. Nie und mit keinem Wort aber wurde erwähnt, dass JEDER all der vielen Tode

a) unnatürlich (viel zu) früh eintrat, – egal ob durch einen sinnlosen oder vermeidbaren Unfall, durch eine Zivilisationserkrankung oder durch den ’normalen Zivilisations- Frühtod‘, und dass
b) ALL unser Leiden und Trauern (‚bloß‘) kulturell konnotiert ist, dass immer und immer wieder ein völlig unnötig schmerzliches Gedankenkonstrukt von Generation zu Generation, von Mensch zu Mensch, weitergegeben wird.

Mit welchen Fehlprogrammierungen sich selbst hochintelligente Menschen ihr Leben ruinieren!
Was Kindern z.B. an Unsinn erzählt wird!
Was da an Zivilisations- und Kultur- geschaffenen Strukturen transportiert wird!
Alles nicht notwendig, alles entbehrlich.
Alles Kultur- ‚Leistungen‘ deren Sinn in längst zurückliegendem Dunkel liegt.
Diese vielen destruktiven Konstrukte gehörten längst hinterfragt, eliminiert und ersetzt, anstatt mit ihnen und läppischen Oberflächenpolituren weiterzuleben.
Dabei ist es egal ob es um ’normale‘ Ernährung geht, die krank und viel zu frühe Tode macht oder um ‚übliche‘ Trauer die bloß unsere zivilisationsbedingten Liebesdefizite spiegelt.

TränenVielleicht wird zumindest unser Trauer- Irrweg klarer, wenn wir dran denken, dass es Kulturen gibt, die lachen, feiern und fröhlich sind, wenn jemand die Daseinsebene wechselt.
Oder warum weint kein Tier!?
Ja, es ist sogar umgekehrt! Ich sah mal eine Doku, in der ‚weinende Elefanten‘ gezeigt wurden und prompt fanden die Menschen das rührend und schrieben diesen Tieren deshalb sofort ein Herz, eine Seele zu. – Bis sich rausstellte, bis gesagt wurde, dass das Drüsen sind, die unabhängig von Verlusten und Trauer tränenähnliche Flüssigkeiten absondern …     😉

Es gibt soviele schreckliche Dinge auf die wir uns dennoch freuen.
redball Bewegungs- und Freiheits- liebende Kinder freuen sich auf schulisches Stillsitzen, auf schulischen Zwang!
redball Menschen kaufen freiwillig, teuer und mit Begeisterung, sie krank- und kaputtmachende Substanzen.
redball Menschen sehen sich freiwillig Filme an die sie zum Fürchten und Weinen bringen.
redball Menschen zahlen für die Zufügung von Schmerz.
redball Menschen ziehen jubelnd in Kriege!
redball und, und, und …
Einzig, weil die Erwartungen darauf dementsprechend positiv konnotiert sind.
Der Tod aber, der eigentlich nichts besonderes ist, der allen gewiss ist, wird schmerzlich ‚gemacht‘!
Dabei: Wie bitte sähe es aus, wenn alle je Geborenen noch rumlaufen würden!?
Wie sähen unsere Entwicklungen und Fortschritte aus, wenn es keinen Tod gäbe!?

Ja klar, ist jeder Todesfall ein Verlust. Aber auch das ist doch hausgemacht, dass Verluste und Entbehrungen als schmerzlich empfunden werden. Durch unsere Mangel an Liebe (die wir durch nicht artgerechte Betreuung, von Kindesbeinen an, schon erleiden mussten) klammern wir uns lebenslang krankhaft an alles was uns guttut.
Ein völlig entspannter Mensch, der in sich und in der Liebe ruht, kann völlig entspannt durch die Welt und durch alle Zustände gehen. Für ihn ist jede Veränderung einfach eine Veränderung, eine Bereicherung; nicht mehr!

DAS alles müssten die Menschen m.E. erfahren!
Dass sie selber es sind, die (sich) das Leid machen!
Das förmliche Suhlen aber, in Trauer und Schmerz, wie es jetzt rund um Allerheiligen/ Allerseelen betrieben wird, treibt die Massen nur in die Arme der Beutelschneider und Seelenfänger. Das muss man schon auch so sehen!

Unglaublich auch, wenn man sich ansieht oder sogar misst WIEVIEL Energie, wertvollste Lebensenergie, uns dieses willkürliche Konstrukt kostet!
All dieses Leid, all diese Trauer, all dieser Energieverlust ist aber nur der fatale Endpunkt einer unseligen Zivilisations- Kette die mit unserem bzw. unserer Kinder völlig lieblosem und nicht artgerechtem Aufwachsen beginnt …

Jetzt aber genug mit diesem Thema!
Wie schön sind doch die jetzt gerade sterbenden, sich verfärbenden Blätter, die sich wandelnden Wälder und Wiesen. Wie herrlich ist doch das Verdecken der angenehm wärmenden Sommersonne durch märchenhafte Nebelschleier …    🙂

 
PS: Nachdem ich diesen Beitrag geschrieben hatte, radelte ich zu meiner ‚herzallerliebsten‘ Gärtnerei. Dort erzählte mir eine Dame, dass sie mit ’sozial ungewöhnlichen‘ Kindern, so gerne die Gärtnerei und die angeschlossenen Ställe besucht oder die Kinder mit ihrem Therapiehund besucht. Besonders die türkischstämmigen Kinder würden ganz wunderbar aufblühen durch den Natur- und besonders Tierkontakt. In deren Kultur sind Tiere unrein und absolute ‚Unterwesen‘. Um so mehr genießen diese Kinder das Knuddeln, Angreifen oder auch nur Zusammensein mit den Tieren …
‚Tja‘ denke ich mir, ‚Das passt sehr gut zu meinem Trauer- Text. So baut sich jede ‚Kultur‘ die Dinge, an denen sie dann leiden, die sie entbehren, ‚dürfen‘ …     😉

Da ist es doch besser, Du hältst es mit:
paradise your life!     🙂

 

 

 


Wie Kunst entsteht

17. September 2015

Ich bin vor Lachen fast vom Sessel gefallen als ich kürzlich Thomas Mann’s Annäherung an den – heute noch französisch ‚verschleierten‘ – Cunnilingus, als vermutlich erste in der deutschen Literatur, entdeckte:

lecken„Oh, Göttliche, laß mich den Duft atmen, den die Haut deiner Kniescheibe ausströmt, unter der eine sinnreiche Kapsel ihr geschmeidiges Öl absondert! Laß mich hingegeben mit meinem Mund die Arteria femoralis berühren, die am Ursprung deines Schenkels pulst und die sich abwärts in die beiden Arterien des Schienbeins ergießt!“

DAS ist Kunst!     😉

Ruf Dir dagegen vor Augen, wie unkompliziert und selbstverständlich und natürlich unverlogen Tiere sich beschnuffeln und belecken.

Verklemmtheit hin, Unappetitlichkeit her, künstliche Verknappung oder Luststeigerung, Primitivität oder einfache Klarheit. Ohne es bewerten zu wollen: Zwischen diesen beiden Polen verlief/ verläuft unsere Zivilisation. Von Natur zur Kultur …

Kultur entsteht also durch Abbau natürlicher Werte und dem Abwarten was dieser Mangel dann hervorbringt …     😉

 

 

 


Zwei Welten

23. Juli 2015

Frag mich nicht wann und warum, aber irgendwann haben wir Menschen die Welt geteilt!
Ja! Geteilt!
Wir haben unseren Planeten durchgeschnitten wie einen Apfel!
Fast möchte ich sagen aus Dummheit. Aber ich weiß es nicht genau. Vielleicht hatte es auch andere Gründe …
Jedenfalls wurde unsere Welt irgendwann in eine einfache, geradlinige, überschaubare, berechenbare … und in eine wilde, grausame, undurchschaubare, gefährliche Welt geteilt.
Die erstere hat etwas beruhigendes für uns. Wir meinen sie unter Kontrolle zu haben, sie durchschauen, kontrollieren zu können.
Die zweitere hat etwas bedrohliches, etwas undurchschaubares, etwas eigenständiges und damit nicht kontrollierbares.2 Welten
Die erstere Welt kommt unseren Ängsten sehr entgegen.
Die ‚Ur- Welt‘ dagegen ist nur etwas für Entspannte, Unerschrockene, für Wesen die annehmen können was ist.

Was ist nun der Vorteil der jeweiligen Welten?
Was sind die Nachteile?
Oder gibt es in ersterer Welt vielleicht gar keine Nachteile? Haben wir es etwa gar geschafft uns eine Welt zu kreieren, die perfekt zu uns passt?

Mitnichten!
Wir sind – durch unser völlig nicht artgerechtes Heranwachsen – unendlich verängstigt.
Das ist der Grund, warum wir alles kontrollieren wollen. Jede noch so läppische Eigenständigkeit der Mitwelt ängstigt uns, bedroht uns vermeintlich. Ob es Unkraut im Garten ist, ob es Fremde, Ameisen in der Küche oder Mäuse im Garten sind. Alles Gefahr, alles Bedrohung!
Dabei ist es echt eine Lachnummer wenn 70kg- Wesen sich von mg- Wesen bedroht fühlen! 😉
Aber so ist es!
Es gibt unzählige Produkte die Ameisen vergiften, Bakterien unterdrücken, Mäuse fangen, Maulwürfe vertreiben, etc. All diese Wesen sind winzig, haben völlig andere Interessen als wir und dennoch fühlen wir uns bedroht!
Bedroht, weil wir uns unsere Welt kleindenken und -machen. Weil wir nicht die Fülle, von der völlig problemlos auch alle anderen naschen könnten, sehen können.

Ich sags einmal ganz offen, ehrlich und ungeschönt: Wir sind zu dumm für diese Welt!
Wir brauchen in unserer Schlichtheit gerade Linien, rechte Winkel, einfachst Überschaubares. Schon der wunderbare Friedensreich Hundertwasser bezeichnete die gerade Linie als ‚gottlos‘.
Tatsächlich sind all unsere stark vereinfachten Denkmodelle und -Konstruktionen erbärmliche Reduktionen.
AbkürzungImmer wieder eine Lachnummer die Straßen- und Wege- Planungen! Alles im rechten Winkel. Obwohl noch nie irgend ein Wesen rechtwinkelig gegangen wäre und all diese Winkelwege und -Straßen in kürzester Zeit zeigen, dass alle sie abkürzen!

Die Natur ist Fülle. Schon die simplen Bewegungsmuster der Blätter in einem Baum würde jeden Rechner, der locker ganze Häuserblöcke dreidimmensional darstellen kann, hoffnungslos überfordern.
Syntesizer- und andere Musik- und Orchesterklänge mögen für uns noch so eingängig, mitreißend und melodiös sein, objektiv besehen sind sie gegenüber Naturklängen unendlich simpel.
Detto Gemälde und Skulpturen. Niemand wird bestreiten, dass wir bzw. unsere Künstler Wunderbares schon geschaffen haben. Aber nur deshalb wunderbar, weil wir Einfachgestrickten es gern einfach haben!
Gemessen an der Komplexität der Natur erscheinen selbst genialste Kunstwerke als läppische Kinderzeichnungen.
Tja, liebe Kulturmenschen oder Technik- Freaks, ob ihr das glauben wollt oder nicht, das alles ist nachweisbar und Fakt!

Und nun sehen wir uns einmal die Vorteile unserer Einfach- Welt an!
Was haben wir davon, an dieser Überschaubarkeit festzuhalten?
Arbeit, Arbeit, Arbeit! Mühe, Enttäuschungen und Arbeit, Arbeit, Arbeit!
Wir müssen planen, bauen, gestalten, vernichten, programmieren, unterdrücken …
Wir müssen Rasen mähen, backen, kochen, diagnostizieren, behandeln, erziehen, ackern, graben, mauern, isolieren, weben, schneidern, tischlern, schrauben, dichten, färben, konstruieren, lehren, psychiatrieren, beten, hoffen, sprechen, streiten, versöhnen, Kriege führen, dressieren, füttern, zeichnen, schreiben, Regeln befolgen, kontrollieren, strafen, amnestieren, verurteilen, inhaftieren, trainieren, abstimmen, regieren, wählen, diskutieren, Ordnung halten, schneiden, mixen, schlachten, abschmecken, heizen, turnen, meditieren, entgiften, düngen, umgraben/ pflügen, melken, buttern, pressen, konservieren, pasteurisieren, braten, anrichten, servieren, lesen, schreiben, fahren, kämpfen, Diätpläne erstellen, bestellen, operieren, pflegen, beerdigen, forschen, Wetter vorhersagen, Raketen abfeuern, Verkehr regeln, kontrollieren …
Diese Reihe an Menschen- Dummheiten könnte ich nahezu unendlich fortführen.

Ich sag aber bloß:
Teil‘ Dir nicht die Welt!
Lass Dir nicht Deinen Anteil, Deine ‚Ur- Welt‘ wegnehmen!
Leb die Welt der Natur. Genieße ihre Fülle. Lass Dich überraschen und beschenken!
Vergiss Deine Angst!
Sieh völlig klar, was all diese – völlig unnötigen – Ängste Dir an Energie und Zeit kosten!
Sei Dir der Absurdität unserer Situation klar:

Da, die Welt der Natur, eine Welt der Fülle ist, die sich verschenkt.
Dort eine Welt, in der für jeden Furz malocht werden muss!

Da, eine Welt der Großzügigkeit, eine Welt der Freiheit.
Dort eine Welt der Hamsteräder und der Reglementieungen.

Da die Welt der Geschenke.
Dort die Welt der Ängste, Finanzkrisen und Kriege …

Ich versteh‘ eben noch dass irgendwann diese Ziviliastions- Sackgasse gebaut und beschritten wurde.
Schon weniger, dass praktisch alle da reingelaufen sind.
Dass aber das Gro der Menschen auf ihren Laufbändern und mit ihren TV- Programmen nichtmal mehr die Realität sehen, ist eine völlig unverständliche  K U L T U R L E I S T U N G       😉