Wie gewonnen, so zerronnen

26. Juli 2019

Wieder einmal ein Rohkost- Beitrag.
Leider, nachdem ich erst kürzlich über den Anthony William ‚hergezogen‘ bin, wieder ein eher kritischer. Aber mir ist es sehr wichtig die Benefits von zu betonen.

Also:
Ich musste mir vor mittlerweile fast 30 Jahren ‚meinen Rohkost- Weg‘ hart selber erarbeiten. Heute gibt es zahllose Bücher, Videos, Rezepte, Lehrer dazu.
Kürzlich bekam ich ein Kongresspaket eines Rohkost- summits vorbeigebracht.
Ich horchte etwas rein und quer.
Was soll ich sagen!?
Wunderbar, wieviele Angebote es heute gibt! Wieviele junge Leute heute dieses Thema bearbeiten und von vielen Seiten beleuchten. Soetwas hätte ich mir in meinen Anfängen gewünscht!

Oder doch nicht?!
Nein, ich bin mit meinem Weg sehr zufrieden. Er ist nämlich so schön unbeschwert, leicht, logisch, einfach …, einfach paradiesisch.
Während die heutigen Protagonisten schwer Medizin- und Chemie- lastig und damit auch verunsichernd und problembeladen daherkommen. Sie verlängern sozusagen diese unseligen Zeiten, in denen der Pfarrer und der Doktor die Leute in Angst und Unsicherheit hielt, um sie gefügig zu halten.
Da wird mit kompliziertesten Fachausdrücken, Laborwerten und ‚1000 Gefahren‘ herumgeschmissen, dass man sich fragt, wieso wir ohne diese kohlemachenden Coaches die Jahrmillionen unserer Evolution überhaupt schafften

Und auch eine ziemliche Verwässerung der wirklichen, im Sinne von naturrichtigen, artgerechten Rohernährung war für mich bei diesem Kongress zu beobachten. Da tönen kerngesunde ‚Jungspunde‘ groß rum, dass eines jeden Gelüste natürlich Vorrang haben, man sich zu nichts zwingen soll, alles, auch immer wieder Kochkost, doch ok seien, dass jeder seinen Weg gehen müssen, usw.
Ja, alles vielleicht richtig, – wenn man es sich erlauben kann. Doch als Fernziel sollte immer reine Paradieskost stehen!

Das Fehlen des ‚Drumherum‘, das ich in ‚Bewegung, Mentales und Soziales‘ gefasst habe, und das genauso wichtig ist wie gute Ernährung, mag dem Thema ‚Rohkost‘ geschuldet gewesen sein.

Fazit: Sehr schön, das Engagement so vieler Junger.
Weniger schön die Verkomplizierung, Verunsicherung, Verwässerung und Abzocke.

Somit bezieht sich der obige Titel auf heute Suchende.
Eine so wunderbar einfache, jedem mögliche und selten heilsame Lebensweise wurde (wieder)gefunden und gleich wieder auf das zuvor grassierende unheilvolle Medizin- und Entmündigungs- System verschrumpft bzw. aufgeblasen.

Deshalb:

 

 

 


Don’t panic!

22. Februar 2017

parasiten„Fast jeder Mensch hat Parasiten! Du auch? So wirst Du sie los!“
lautet der reißerische Titel, der eine Ex- Schülerin dazu brachte mich ganz aufgeregt anzurufen.
Ich ‚musste‘ mir unbedingt dieses Video ansehen. Das ist so schrecklich, was soll sie tun, ob sie auch Parasiten habe, vielleicht sogar im Hirn, was ich von Knoblauch- Einläufen halte, was ich gegen Parasiten tu … Fragen über Fragen, Ängste über Ängste!
Ok, ich hab es getan, obwohl diese youtube- Welt nicht so ganz meine ist.

Leute, solange wir nicht lernen der Natur zu vertrauen haben wir keine Chance auf ein wirklich entspanntes Leben. Und ohne Entspannung und Grundvertrauen, keine wirkliche Gesundheit!

Es ist doch hochwahrscheinlich kein Zufall, dass die beiden Protagonisten dieses Videos von ihrer Internetarbeit leben (wollen). Und dass ‚bad news‘, ‚good news‘ sind, also die Kasse klingeln lassen ist ja mittlerweile Allgemeingut.

Klar gibt es Parasiten. Klar werden auch wir Parasiten haben. Doch die gibt es schon ebensolange wie uns. Und wenn denen Jahrmillionen nicht gelungen ist uns auszurotten, warum sollten sie es dann heute schaffen!?    😉
Mit den angegebenen 80% menschlichem Parasitenbefalls verhält es sich vermutlich wie mit den empfohlenen Mittelwerten von Laborwerten: Sie stammen von Schlechtköstlern!

Ich bin der Letzte, der jemanden davon abhalten würde gegen seine Parasiten vorzugehen. Auch wird in dem Video sicher viel Wissenswertes gesagt. Doch ich würde das gern in einen realistischen Rahmen gerückt sehen. Denn was wissen wird denn schon!? Im Prinzip gar nichts! Was für einen Pasteur von gefährliche Keime waren fegen uns heute gute Immunsysteme weg. Was vor Jahren noch gefährliche Bakterien waren, nennt sich heute Mikrobiom und ist plötzlich lebenswichtig. Suppen die früher ’schlecht‘ geworden waren, sind heute als fermentiert wertvoll! Usw.

Ich halte mich da gerne und mit Überzeugung an die Salutogenese die das Urvertrauen als unseren wichtigsten Gesunderhalter festmachte.
Das heißt nicht, dass wir in unserer Entwicklung zu noch mehr Naturnähe und Artgerechtheit nicht weiterarbeiten sollten. Aber nicht ängstlich und schon gar nicht angstmachend!
Man kann Grapfruit- und Papayakerne auch, so wie ich es mache, essen, weil sie einfach geil schmecken und weil wir generell, auch viele der Rohköstler, weg müssen von unserer Süßwelt und Süßver-rücktheit hin zum Bitteren und Scharfen.
Damit tun wir uns was Gutes, da es nach einer gewissen Umgewöhnung einfach gut schmeckt und gut tut und gesund hält. Und tut den Parasiten etwas Gutes, denn die dürfen dann woanders spielen …    😉

In diesem Sinne
paradise for all!    😉