Deutschland hat gar nicht gewählt

25. September 2017

Abstimmungen von Saturierten, die an diversen Versorgungsschläuchen hängen oder von Unbeweglichen die sich ihre vertrauten Gewohnheiten möbliert haben und das geringere Übel zulassen, kann man nicht als ‚Wählen‘ bezeichnen! Das Weiterlaufenlassen wie bisher ist kein Wählen! Sich mit dümmlichen Parteien- Slogans zufrieden zu geben, ist kein Wählen! Keine Visionen mehr zu haben ist kein Wählen! Seinen Löffel aus dem immer selben Eintopf zu füllen, ist nicht wählen!
Nur gegen etwas, gegen lebendige Veränderungen zu sein, ist kein Wählen!
Ich seh so ein Mittelding zwischen gestrandetem Wal, der es sich unter seiner feucht gehaltenen Plane auf Dauer eingerichtet hat, einer Termitenkönigin, der das Betütteln Ihrer Arbeiterinnen das Fehlen jeglicher Bewegung und jeglichen Erlebens ersetzt und dem Bild der satten Max und Moritze.
Dieser vermeintliche Entscheidungs- Aufwand, alle paar Jahre ein ganzes Kreuzchen zu malen, ist an Leistung vergleichbar mit der Wahl dieses Seltsamtieres, das sozusagen immer wieder sein Nochnichtsterben zulässt …

Wirkliches Wählen wäre feurig neue Abenteuer suchen, wären funkelnde Augen jemandem mit anderer Meinung gegenüber, wäre, sich für das mühselige Heimschleppen eines schönen Steines, Holzstückes, … zu entscheiden.

Wirkliches Wählen wäre eigeninitiativ, offen und begeistert für etwas einzutreten!

Wirkliches Wählen wäre leidenschaftliches Verteidigen geliebter Menschen, Plätze oder Gewohnheiten.

Wirkliches Wählen wäre jedesmal 20km in den BIO- Laden zu radeln, anstatt mit dem Auto in den Supermarkt zu rollen.

Wirkliches Wählen wäre die Lehrerin des Kindes empathisch von der Wichtigkeit einer Schullebendigkeit und Schulempathie zu überzeugen.

Wirkliches Wählen wäre in einem Lokal mit ausschließlich Fleischspeisen laut zu werden. Wirkliches Wählen wäre leidenschaftlich gegen den Impfarzt aufzustehen!

Wirkliches Wählen wäre gegen das berufliche Sitzen aufzustehen, leidenschaftlich wie Dein Hund zu laufen, rotwangiger als Deine Kinder zu toben …

Wirkliches Wählen wäre, täglich hunderte Visionen zu haben, sie zu kommunizieren und sich über ebensoviele anderer freuen.

Wirkliches Wählen wäre, Menschen mit eigenen Ideen empathisch zu umarmen, mit passenden Parteien Ringelreihen zu tanzen, sich mit visionären Politikern auf der Wiese zu wälzen, neue Programme zu singen …

Ach, was könnten wir doch an lustvollen Orgien feiern! Was könnten wir in dieser Welt noch so alles bewegen!
Das alles wären Wahlen für’s Leben!
Doch wir wählen – sicher nicht zufällig – für die Urnen

Und in Österreich, das demnächst wählt!?
Genauso, wenn nicht noch schlimmer! Tot! Alle tot! Tote die geschehen lassen bis Tote die das Weiterlaufenlassen ‚wählen‘ und Tote die Stellvertreter fürs Ablehnen, Stellvertreter fürs Beibehalten wählen.
Wo sind die Zeiten visionärer, elektrisierend neuer Politik!? Wo sind die Kreiskys, bei denen sich die Welt traf, die Weltpolitik machten?
Heute gibts Mittelmeerrouten- Schließer und Staatsbürgerschaft- Kontrollierer, Kleingeister und Konservierer … Doch auch sie werden mangels Alternativen gewählt werden. Selbst der mit Abstand Originellste, Roland Düringer, beschränkt sich auf’s Sammeln von sonst ungültigen Stimmen …

Doch ich bin dennoch zuversichtlich! Wirkliche Wahlen passieren weder verordnet noch an den Urnen. Wirkliches Wählen passiert tagtäglich, beim Nichteinkaufen, beim Lächeln, beim Plaudern, Äpfel zusammenklauben, Nüsse knacken, Wildkräuter sammeln, beim mit den Kindern spielen, beim Radeln … im richtigen Leben!

 

 

 


Am Affenberg

8. Dezember 2014

Kürzlich hatte ich das Vergnügen die letzte Führung vor der Winterschließung des Affenberges bei Landskron in Kärnten mitmachen zu können.
Ca. 150 Japanmakaken tummeln sich da in freier Natur und Besucher kann sich barrierefrei neben und zwischen ihnen bewegen. – Und staunen!

afferlJa Staunen!
Selbst ich, der ich mich seit 20 Jahren mit Verhaltensforschung, mit Primaten, mit den Menschen- Primaten- Gemeinsamkeiten befasse, war wiederum erstaunt WIEVIEL wir durch unsere Zivilisation verloren haben.

Klar, wir haben auch etwas gewonnen. Das brauche ich hier nicht anzuführen. Jeder kennt die Vorteile von beheizten Häüsern, Autos, Maschinen, Flugzeugen …
Jeder ist sich sicher, dass all das Errungenschaften und Vorteile sind. Ich sage: ‚Vermeintliche Vorteile‘!
Denn was hat uns unsere Bequemlichkeit AUCH genommen!?
Genau das, was uns so wildlebende Affen zeigen!
Was ich hier nur sehr ungenügend beschreiben kann. Was man life gesehen haben muss!

ball_red Erstaunliche Lebendigkeit,
ball_red ständige Aufmerksamkeit und
ball_red Gegenwärtigkeit,
ball_red ‚unendliche‘ Energie und Kraft und
ball_red fast unglaubliche Entspanntheit

Schau Dir Tier- Dokus an, besuche Tierparks und Freigehege! Und beobachte genau, ob Du nicht auch Verhaltensweisen siehst, die Du gerne wieder hättest!
Ich behaupte, charismatische Menschen sind die, die sich zumindest noch Reste dieses ‚Tierseins‘ bewahrt haben.
Vergiss unsere Überheblichkeit den ’niederen‘ Tieren gegenüber!
ball_green Wiedererlerne die fantastische Entspanntheit schlafender Jungtiere.
ball_green Wiedererlerne die kraftvollen Bewegungen, Reaktionen und Starts von Wildtieren.
ball_green Wiedererlerne das stets aufmerksame und wache Beobachten/ ‚im Auge behalten‘ Deiner Umwelt.
ball_green Wiedererlerne das nichtwertende, offen interessierte Achten auf Dein Gegenüber.
ball_green Wiedererlerne diese wunderbare Lebendigkeit der Tiere!

Denn nur lebendiges Leben ist wirklich l e b e n !

 

 

 


Liebst Du Dich schon?

16. Mai 2012

Oder wirst Du noch gelebt?

‚Was ’sich lieben‘ mit ‚gelebt werden‘ zu tun haben soll?‘ fragst Du?

Sich lieben bedeutet den Wert seines Lebens, dieses wunderbare Geschenk so hochschätzen zu können, dass man achtsam damit umgeht. Selbst bestimmt, wie man es lenken, genießen, verwöhnen will.
Und nicht sich achtlos von anderen lenken, leben, bestimmen lässt oder sich so sehr an unsinnige Gesellschaftszwänge und Ordungen anpasst, dass die Freiheit des Lebens dabei verbogen oder unterdrückt wird.
Solch ein Leben hat dann kaum mehr etwas mit ‚wirklichem, lebendigem Leben‘ zu tun.

WIRKLICHES LEBEN kannst Du erst genießen, wenn Du Dich wirklich LIEBST.

Oder anders gesagt: Die wichtigsten Dinge in jedem Leben, auch in Deinem Leben, sind

dass Du Dich wirklich und aus ganzem Herzen liebst und
dass Du das Leben wirklich und aus ganzem Herzen liebst.

Denn eines ist ohne das andere nicht möglich.

Solange Du Dich nicht annimmst, so wie Du bist und liebst, ist es kein wirklich lebendiges Leben, was Du lebst.

Und solange Du nicht wirklich lebst, nicht wirklich lebendig bist, nicht wirklich all Deine Möglichkeiten ausschöpfst, sondern Dich leben lässt, kannst Du Dich und Deine Göttlichkeit nicht wirklich lieben!

So kurz heute! Aber m.E. selten gewichtig und inhaltsvoll! 🙂

 
PS: Ich mache leider viel zu oft die Beobachtung, dass mittlerweile auch dieser blog mehr ‚konsumiert‘ wird, als er Lebenshilfe, Veränderungsanstoß ist.
Doch allein schon dieser heutige Beitrag könnte Dein Leben ab dieser Sekunde nachhaltig und grundlegend verändern. Du würdest Dich bald fassungslos fragen, wie Du bloß jahrzehntelang so ‚tot vegetieren‘ konntest ohne es zu merken …

Nimm diese Chance heute wahr!
Jetzt! 😉

 


Gefühl in den News

13. November 2011

Heute ist etwas Seltsames passiert! Ich höre im Radio Nachrichten. Der Sprecher beginnt von einem tödlichen Familiendrama zu berichten. Seine Stimme wird immer belegter und belegter. Ich denke: ‚Wahnsinn, der kann das nachempfinden, der beginnt gleich zu weinen!’.
Doch bald ist klar, es war bloß der Schleim vom Frühstücksbrötchen. Er räuspert sich, entschuldigt sich und spricht mit der gewohnt emotionslos, unbeteiligten News- Stimme weiter.
Gefühlskäl…., äh, Seriosität, Du hast uns wieder! 😉

Da lob’ ich mir eine mir unbekannte Künstlerin, die kürzlich meinte, ihr Lied über den Verlust ihrer Familie habe ihr sehr bei der Aufarbeitung geholfen. Sie konnte es aber nie aufführen, da es durch den Tränen- Stau nie möglich war, es zu Ende zu singen.

Auch ich hab so meine Lieder, bei denen ab dem 2., 3. Takt einfach die Tränen rinnen …
– und ein Märchen, das ich den Kindern nie zu Ende vorlesen konnte.
Aber ich mag auch diese unendliche Trauer, diese Tränen … Das ist Leben und Lebendigkeit!


Veraltete Ernährungslehre

18. Juni 2011

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts dauert der Siegeszug der Chemie an, dem leider auch die Ernährungslehre ‚zum Opfer’ fiel. Sie erschöpft sich leider in Kalorienzählen und rein quantitativen Empfehlungen.
Jedes Kind weiß, dass zum Bau eines simplen Hauses nicht nur Material sondern sehr wohl intelligentes Planen und Vorgehen erforderlich ist.
Bloß für den weitaus komplexeren Körper wird unsinniger Weise und mechanistisch gedacht, es würde reichen, all das erforderliche Material, das die Chemie bisher entdeckt hat, einfach reinzukippen!
Was früher und in anderen Kulturen mit Äther, Chi oder Prana benannt wurde und wird, ist die bildende, organisierende Lebensenergie, die aktuell Biophotonen- Kommunikation genannt wird.
Niemand kann noch sagen wie diese Bildekräfte aussehen, wie diese Körper- interne Kommunikation, wie genau dieses Netzwerken all unserer Zellen funktioniert, ob irgendwann Sheldrakes morphogenetische Felder oder F.A. Popp’s Biophotonen die Nase vorne haben werden.
Doch das brauchen wir aber auch nicht zu wissen!
Uns reicht: Da gibt es eine Intelligenz!
Da gibt es eine natürliche Kraft und Lebendigkeit!
Da gibt es ein Wachsen und Werden!
Doch nur in den natürlichen, und nicht in den denaturierten/ toten Wesen, Pflanzen und Stoffen!
Popp kann bereits an der Biophotonenstrahlung den Unterschied zwischen konventionell und biologisch gezogenem Gemüse erkennen!
Doch auch hier brauchen wir nicht high- tech! Eine ehrliche Lebensmittel- Quelle, ein verlässlicher Geschmackssinn oder ein ‚unverdorbenes’ Meerschweinchen oder Kaninchen als Vorkoster bzw. Entscheider reichen auch! 😉

 


Für immer jung

25. Mai 2011


Forever young

Schon 1974 hat Bob Dylan in seinem forever young- song ganz wunderbare Dinge aufgelistet, die wir tun könnten, mit denen wir Leben und Welt bereichern könnten, wenn wir für immer jung blieben. Hier in der Übersetzung:

Möge Gott dich segnen und beschützen,
Mögen deine Wünsche alle in Erfüllung gehen,
Mögest du immer für andere da sein
Und die andere für dich dasein.
Mögest du eine Leiter zu den Sternen bauen
Und jede Stufe hinaufsteigen,
Mögest du für immer jung bleiben,
für immer jung, für immer jung,
Mögest du für immer jung bleiben.

Mögest du wachsen um immer gerecht zu sein,
Mögest du wachsen, um immer wahr zu sein.
Mögest du immer wissen, was die Wahrheit ist
Und immer von Licht umgeben sein.
Mögest du immer mutig sein,
aufrecht stehen und stark sein,
Mögest du für immer jung bleiben,
für immer jung, für immer jung,
Mögest du für immer jung bleiben.

Mögen deine Hände immer beschäftigt sein,
Mögen deine Füße immer schnell sein,
Mögest du ein starkes Fundament haben
Wenn der Wind der Veränderungen sich dreht.
Möge dein Herz immer fröhlich sein,
und dein Lied immer gesungen sein,
Mögest du für immer jung bleiben,
für immer jung, für immer jung,
Mögest du für immer jung bleiben.

Das alles tu mir aber ja niemand als bloßen Song- Text ab!
Mit einfachster ‚Kinderlogik’ schon lässt sich zeigen, dass wir tatsächlich forever young sein könnten!
Wir vermasseln uns das bloß durch unsere Lebensweise bzw. wird uns vermasselt durch die Gehirnwäsche, der uns Gesellschaft, Eltern und Schulen unterzogen. Wir finden es so selbstverständlich und normal, dass Alter Mühsal bedeutet, dass wir mit 70, 80 ganz selten mal mit 90 ‚den Löffel abgeben‘, dass man sich nur wundern kann.
Nicht nur von Säugetier- Lebensaltern weiß man, dass die menschliche Lebenserwartungen trotz aller angeblicher Fortschritte erbärmlich gering ist. Auch in der Zellforschung werden schon Lebensalter von 120- 140 Jahre für möglich, von vielen sogar für wahrscheinlich, gehalten.
Doch auch unsere Lebendigkeit innerhalb unseres kurzen Lebens ist doch nicht wirklich sichtbar; von sprühend gar nicht erst zu reden!
Guck Dir mal Kinder oder Jugendliche …. Naja, funktioniert heute leider auch nicht mehr so wirklich … 😉
Also, guck Dir mal Kinder und Jugendliche am Land, oder noch besser in ‚rückständigen’ Ländern an! Wie dynamisch, lebendig und vital die sind!
Und warum verschwindet diese faszinierende Lebendigkeit?
Weil wir uns – und jetzt kommen wir wieder mal zu den 4 paradise your life- Säulen. Sie verschwindet, weil wir uns durch

grottenfalsche Ernährung verstopfen und belasten,
durch Rationalisierungen und Faulheit unserer natürlichen Bewegungen berauben,
durch grundsätzlich falsches Denken nicht mehr das Wunder der Lebendigkeit erkennen und schätzen,
durch eklatanten Beziehungs-, Berührungs- und Liebes- Mangel verhärten.

Dass all unsere Zellen sich ständig erneuern, ist gesichertes Wissen und Allgemeingut. Bei Schleimhäuten z.B. dauert das bloß einen Tag, bei unseren Darmwänden wenige Tage. Das heißt, Du hast z.B. heute Deinen Mund, Deinen Darm aus Zellen aufgebaut, die es vorige Woche noch gar nicht gab.
Bei dichterem Gewebe dauert der Zellen- Austausch natürlich länger. Doch selbst das dauert nur wenige Jahre. – Siehst Du darin dieses ungeheure Heilungs- Potenzial?!

Es gibt also genau besehen kein Alter!

Wieso sind wir dann nicht mehr so lebendig wie die Kinder!?
Die Begründung steht oben.
Die Biologie aber zeigt, dass es nicht so sein müsste.

Wir sind heute die, die wir die letzten Jahre gestaltet haben!
Und wir sind jetzt und die nächsten Monate dabei, die zu gestalten, die wir in Jahren sein wollen und werden.

DAS lass Dir mal auf der Zunge zergehen! … Nein, vielleicht doch nicht auf der Zunge! Denn die ist ja bald schon wieder eine Neue! 😉

WIR gestalten uns! Sonst niemand!

 


Tod oder lebendig

21. Oktober 2010

Nur EINE Frage, die sehr erhellend sein kann.
Schau Dir mal genau an was Du tagtäglich tust, isst, wie Du denkst, wie Du Sozialkontakte pflegst und überprüfe es auf Lebendigkeit.
So absurd es auch klingen mag, der überwiegende Teil der heute Lebenden ist näher beim Tod, beim Un- Lebendigen als voll im Leben.

Zum Beispiel tagtäglich zur selben Zeit aufzustehen, dieselbe Strecke zu fahren und dann mehr oder weniger dieselbe Arbeit zu verrichten ist nicht lebendig. Das ist Routine, Gewohnheit, vielleicht (vermeintliche) Notwendigkeit. Aber sicher nicht lebendig!
Zum Frühstück ein Brötchen mit Butter und Marmelade zu essen ist genauso wenig lebendig. Einerseits, weil es ebenfalls Routine ist, andererseits weil es sich um völlig totes, weil denaturiertes, erhitztes Essen handelt.
Auch das Denken, das uns zu diesem Verhalten führte ist nicht lebendig! Lebendiges Denken ist kreativ, sucht Herausforderungen, will Abwechslung, will lebendig, vielleicht spontan, vielleicht sogar ver- rückt sein.
Detto unsere Sozialkontakte. Es ist schön alte Kontakte zu pflegen, aber es ist krankmachend tagtäglich an hunderten Fremden vorbeizulaufen, keine Beziehung zu ihnen zu haben, sie zu ignorieren, keinen von ihnen anzusehen, zu berühren.

Leben, im Sinne von lebendig, ist bunt, herzlich, natürlich, ‚artgerecht’ und glücklich.
Natürlich kann das alles auch Routinen oder eine der oben angeführten Verhalten beinhalten, aber nur als Ausnahme bzw. nicht ausschließlich.

Vielleicht ist es ein bisschen viel, gleich alle Deine Handlungen auf Lebendigkeit abzuklopfen. Es ist schon sehr erhellend wenn Du Dir bloß mal einen dieser Ernährungs-, Bewegungs-, Denk- oder Sozial- Bereiche vorknöpfst.
Für den stellst Du Dir dann vor, wie Tiere, vielleicht, weil sie uns am ähnlichsten sind, Primaten diesen Bereich leben und dann checkst Du jeden Bissen, jede Bewegung, jeden Gedanken oder jeden Sozialkontakt darauf ab, wie ‚artgerecht’ er ist.
Du wirst staunen wie wenig Lebendigkeit wir für normal halten bzw. wieviel lebendiger, im Sinne von abwechslungsreicher, bunter wir noch werden könnten! 😉

 


Ja, ich will!

17. Mai 2010

Wunderschön, wenn zwei Menschen bedingungslos ‚Ja’ zueinander sagen; eine bewusste Entscheidung, nach reiflicher Überlegung und übervollem Herzen, die beide bestätigt und erfreut und einen gemeinsamen Weg ebnet und erleichtert.
Doch ist unser Leben, unsere Lebendigkeit ein nicht ebenso wichtiger lebenslanger Partner?
In der Regel werden wir in das Leben ‚geworfen’, lassen es geschehen und beginnen, lassen uns von anderen lenken bis manipulieren und übernehmen relativ kritiklos alles von der Mimik, über die Laute, die Worte, die Regeln, … praktisch unser ganzes Verhalten. Wir werden in eine Welt hineinsozialisiert, die nicht unsere ist. Uns wird als selbstverständlich anerzogen, nicht weil es unseren Bedürfnissen entspricht, sondern weil es Generationen zuvor, aus heute unerfindlichen Gründen, als Regel aufgestellt wurde. Wir gewöhnen uns von klein an an schlimmste Lebensführungsfehler, bloß weil wir nichts anderes sehen/ kennen. Kaum jemals machen wir uns Gedanken, was wir wirklich bräuchten, wonach wir uns zutiefst in uns sehnen.
Wir können sozusagen unser Zukunfts-, unser Lebens- Bild nur mit den Farben malen, die uns unsere Eltern und Lehrer auf unsere Palette gepatzt haben.

Nie sagen wir bewusst ‚Ja!’ zu diesem Wunder ‚Leben‘, das uns geschenkt wurde.
Das wäre doch aber auch schön, wenn wir unser Sein, unser Leben bewusst und bedingungslos annehmen könnten wie unsere Liebsten, oder?
Bevor wir dies tun, sollten wir aber vielleicht zuerst mal genau hingucken, ob wir im ‚richtigen’ Leben sind, ob es dieses Leben ist, in das wir geführt wurden, das wir bejahen können.
Ich sag’s hier jetzt in Extremkurzform, da ja ohnehin der ganze blog um dieses Thema kreist:
Unser Zivilisationsleben ist wunderschön, doch bezahlen wir in ihm für jedes Vergnügen mit Geld, Leib und Leben. Noch viel wunderbarer ist ein naturrichtiges Paradiesleben, in dem selbstlos aus der unendlichen Fülle geschenkt wird.
Falls Du diese Art von Leben schon kennst, schon ein wenig mitgelesen hast hier im blog und langsam Appetit darauf bekommst, würde es mich freuen und Dir zweifellos einen ‚positiven Schub’ geben, wenn Du – vielleicht in einer kleinen Zerimonie – bewusst und bedingungslos ‚Ja’ sagen würdest zu Deinem Paradiesleben.
Es ist ein ‚Ja’ zum Leben, zur Lebendigkeit, zur lebenslangen Dauergesundheit, ein ‚Ja’ zu allen Mitwesen, zur Mitwelt, zum Planeten, ein ‚Ja’ zur Liebe, zur Selbstlosigkeit und letztendlich zu Dir.
Lass Dich nicht mehr von Modetrends und Werbespots auf Shoppingmeilen und in Geschäfte hetzen. Lass Dich nicht mehr von Panik- headlines zur Apotheke oder zu Banken scheuchen. Lass Dich nicht mehr von Ärzten und Vorsorge- Geschwätz im Kreis überweisen, bis alle ihre Taschen voll haben. Lass Dich von Empfehlungen nicht mehr in neueste In- Schuppen, in Trend- Resaurants lenken.
Vergiss all diese Hast, all dieses Gesuche und Gegiere im Außen. Da liegt nicht das Glück. Da findest Du keine Zufriedenheit. Beides findest Du nur in Dir!

Ganz besonders wichtig und weitreichend wäre solch eine Entscheidung, solch ein ‚Ja‘, wenn Du es mit jemandem gemeinsam treffen, oder gar eine Familie gründen, möchtest.
Gerade Kinderleben nehmen in ‚artgerechter’ Weise einen so wunderbar anderen Verlauf, dass mir hier der Platz fehlt mich wegzuschwärmen 🙂
Ja, liebeR MitleserIn, sag ‚Ja’! Sag ja zum Leben! Sag ‚Ja’ zu Dir!

Nachsatz: Bei einer von der gesellschaftlichen Norm abweichenden Lebensführung, sollte man nicht den Druck des Gegenwinds der einem entgegenschlägt unterschätzen. So sehr wir im ‚Normalleben’ unbewusst von Werbung, Erzählungen, Artikeln, Berichten, etc. beeinflusst werden, so sollten wir uns tools zurechtlegen, die uns zu Beginn unseres neuen Lebens ‚auf Linie’ halten. Es gibt sehr gute Bücher zu dem Thema, unzählige websites und blogs. Wenn man sich mit solchen Häppchen täglich eine Freude macht, flutscht auch das neue Leben viel leichter.
In diesem Sinne:
paradise your life!

– Oder: Ja! Ich will! Ich (re)paradiese mein Leben!

 


Überlebenshilfe Fernsehen

30. März 2010

Ich war erschüttert, als ich kürzlich aus erster Quelle erfuhr, dass zwei sehr bekannte und angesehene Promis ihr ‚Leben’ hauptsächlich vor der Glotze verbringen.

Aber, genau besehen, was sonst bleibt einem Primaten, der wir genetisch und damit Urbedüfnis- mäßig noch immer sind, schon anderes übrig?

Wir sind von Natur aus, Evolutions- Jahrmillionen- lang auf, einerseits externe Highpower- Abenteuer und andererseits, innerhalb der Sippe, auf maximale ‚Kuschel- Harmonie’ programmiert.

Aber wo bitte, sollten diese Urbedürfnisse in der heutigen Gesellschaft noch befriedigt werden können?
Die Abenteuer wurden uns durch ein selten enges Rechts- Korsett verunmöglicht und Gruppen- Harmonie gibt es durch Zerschlagung erst der Groß-, bald darauf der Familien, nun auch schon der Partnerschaften ebenfalls nicht mehr.
Was in meiner Jugend noch als augenbezwinkerter Jugendstreich durchging, ruft bei meinen Kindern heute die Polizei auf den Plan.
Was früher eine Geschichte von der Oma war, ist heute ein Videoclip. Was einst das Herumtollen und Knuddeln mit Tieren am Bauernhof war, ist heute das vereinsamte Meerschweinchen im Käfig und die minutengenau getimte Reitstunde.
Heute erleben nur mehr die allerwenigsten Kinder mit, wie Eltern lieb zueinander und zu ihren Eltern sind …

All diese entgangenen Verhalten besorgen, nachdem der Spielraum eines jeden von uns immer enger (gemacht) wurde, nun Schauspieler, die stellvertretend für uns leben.
So sitzen Millionen vor einem Roman, im Kino oder vor dem TV- Schirm und erleben diese Stellvertreter- Leben als ihre eigenen.
Die einen heulen sich die Augen aus dem Kopf, wegen des Herzensbrechers, der in ihr Büro niemals kommen würde. Die anderen bespringen im Geist die Schönheit, die nie mit ihnen Überstunden machen würde.

Aber mit TV und ein bisserl Fantasie ist das Leben doch ganz wunderbar, gell

Eigentlich bedarf es bloß einer kleinen Neudefinition für ‚Leben’ bzw. ‚Lebendigkeit’:
Alles was atmet, sich noch (in Spuren) bewegt und tut (was der Chef oder die Modegazette sagt) ist lebendig.
Voila! That’s life! 😉