Der Taferlklassler- Effekt

20. November 2019

Ich muss leider schon wieder einen Begriff, ein Wort, erfinden, da es nichts Treffendes gibt, was beschreiben würde, was mir ständig widerfährt.

Zum Beispiel folgte ich kürzlich dem Vortrag eines Jungvaters, der alle 30 Minuten eine Pause einlegen ‚musste‘ um hastigst eine Zigarette zu rauchen.
Seine Frau saß, den ‚Frischling‘ stillend hinten im Saal.
Nachdem ich ihr Baby bewundert hatte, erzählte ich, dass ich bis vor kurzem Seminare für werdende Eltern angeboten hatte, in denen diese lernten, sich auf das neue Leben psychisch, wie physisch bestens vorzubereiten.
‚Jaja, das haben wir auch gemacht‘, antwortete die Jungmutter wie aus der Pistole geschossen, obwohl sie inmitten einer ‚halben Apotheke‘ saß, die sie offensichtlich für sich und das Kleine für unentbehrlich hielt, – und während der Kindesvater qualmte.
Das alles war für sie das maximale an Vorbereitung, während es für mich ein Verbrechen an diesem neuen Leben war.

Ich könnte jetzt unzählige solcher Beispiele aufzählen. In praktisch jedem meiner Vorträge saßen 90% ‚Nicker‘, die überzeugt waren, alles zu verstehen, ohnehin genau das Gehörte zu leben, aber dennoch nichts erreichten bzw. verstanden.

Das möchte ich gern den ‚Taferlklassler- Effekt‘ nennen.

Ein Schüler kann nicht erkennen, was er alles nicht weiß, während ein Lehrer sehr wohl beurteilen kann wer wieviel weiß.
Das ist ein völlig selbstverständlicher, auch Erwachsene betreffender Effekt.

Oder nocheinmal anders ausgedrückt: Vom Berg runter sieht man sehr gut und klar alles, wer wo wandert, wie gut er unterwegs ist, während die Raufwandernden noch kein Bild vom weiteren Verlauf ihrer Tour haben.

Oder: Betritt ein Tapezierer eine Wohnung, wird er Anderes wahrnehmen als ein Installateur oder eine Schneiderin.

Mensch kann einfach nur erkennen was er kennt!
Mensch kann nicht sehen, was er nicht weiß/ kennt.
Und wir können auf unserer (Lebens-) Farb- Palette einfach nur die Farben vorfinden und damit gestalten, die wir davor schon raufgetan haben.
Wir können nur malen, was wir schon kennen. Wir können nur Farben verwenden die uns zur Verfügung stehen.
Was wir nicht haben, nicht sehen, nicht erkennen, ist außerhalb unserer Welt.

Das ist Fakt!

Deshalb sind bereichsübergreifende bzw. Stammtisch- Kommentare häufig auch so dumm.
Deshalb werden schlechte Noten von Schülern gern mit Lehrer- Antipathien erklärt.
Deshalb machen die Menschen, trotz aller bestens belegten Studien weiter wie bisher.
Deshalb haben wir noch immer nicht das, für alle mögliche, Glück.
Deshalb haben wir noch immer nicht, die für alle mögliche, lebenslange Gesundheit.
Deshalb leben wir noch immer nicht das Paradiesleben, das uns zustünde, auf das wir ein Geburtsrecht hätten!

In diesem Sinne:
Hütet Euch vor dem Taferlklassler- Effekt,
seid Euch Eurer Göttlichkeit und Macht bewusst und
erschafft Paradies um Paradies …

 

 

 


Dumme Buben

19. Februar 2018

 

 

 


Herr Lehrer Glyphosat

5. Dezember 2017

Schon 8 Beiträge über diesen unsäglichen Chemie- Mist gibt es bereits auf diesem blog, sagte mir eben die Suchmaschine.
Dennoch fehlt noch ein nahezu unglaublicher Aspekt.
Ein Aspekt der zeigt, WIE wahnwitzig egozentriert und zivilisationsverdummt wir bereits sind.
Das heißt, auch für Glyphosat gilt, was für alle Ereignisse, Vorkommen und Eindrücke gilt:
Sie könnten und sollten unsere Lehrer sein!
Denn alles von uns Erschaffene, trägt unsere Handschrift, unsere Einstellung, unsere Gedanken. Keines unserer Produkte konnte entstehen ohne unser Zutun.
Tun wir aus kranken Gedanken heraus Unsinniges oder Schädigendes, ist es UNSER Werk und will uns zeigen, was bei UNS schief hängt.

So geht es bei der aktuellen Glyphosat- Diskussion und Berichterstattung praktisch ausschließlich darum, ob dieses Zeugs (bei uns) nun Krebs verursacht oder nicht.
Doch es geht nicht nur um uns!
Da werden Mitwesen plattgemacht, die auch gerne leben! Mitwesen die schon länger diesen Planeten bevölkern als wir. Mitwesen, die wichtig sind für ein gesundes Gleichgewicht in der Natur. Mitwesen die uns erfreuen könnten und sollten! Mitwesen die unsere Lehrer sein könnten. Denn sie kommen ohne Kriege, Morde und Gift- Attacken wunderbar durch’s Leben.

Wir hingegen vernichten, nur weil wir uns einbilden, minderwertiges Gewächs ‚produzieren‘ und essen zu müssen, alle anderen Kräuter!
Das ist soooo unglaublich …
Einfach zum Schreien …
Weizen z.B. ist eines der ‚leersten‘ Nahrungsmittel, während viele der sogenannten Unkräuter nur so strotzen vor Inhalts- und Vitalstoffen!
Unglaublich! Wir nutzen unser Großhirn und Jahrtausende an Zivilisation, um das Minderwertige zu schätzen und das Wertvolle zu vernichten!
Doch selbst wenn es umgekehrt wäre, hätten wir dennoch nicht das geringste Recht, andere und anderes zu vernichten!

All das will uns das Glyphosat zeigen!
Wir könnten durch das, vom Glyphosat uns Gespiegelte z.B. auch lernen, dass wir
auf das falsche Ernährungspferd gesetzt haben,
die Fauna verarmen,
die Flora verarmen und
penetrant bescheuklappte, herzlose Egomannen sind

Aber nein! Alle, alle ‚maßgeblichen‘ – vermutlich bezahlten oder kurzsichtigen – Institute halten es für ’nicht Krebs- erregend‘ und somit machen wir weiter, dumm, wie bisher.
Die Menschen sind noch immer viel zu ‚verschlafen‘, die EU hat entschieden, Lobbyisten und Profiteure reiben sich die Hände, der Bauernbund freut sich und Schmetterlinge, Bienen, Heilpflanzen, natürliche Abwechslung und Vielfalt, und Menschen sterben, sterben, sterben …

 
PS: Vom Inhalt des heutigen Adventkalender- Fensterchens können wir auch etwas lernen!

 

 

 


Lehrerstreik? – Ja bitte!!!

16. November 2013

LehrerstreikIn Österreich ‚droht‘ die Lehrergewerkschaft mit Streik, weil die Bundesregierung nach 35(!) erfolglosen Verhandlungsrunden nun endlich eine Bildungsreform durchziehen will.

Eine Lachnummer!
redball Warum sollte es eine Drohung sein, wenn eine Berufsgruppe die 35 Runden lang beweist wie unfähig und kompromissunfähig sie ist, mit der Einstellung ihrer Arbeit droht!?
redball Warum sollte es eine Drohung sein, wenn eine Berufsgruppe, die mehr auf ihre Vergünstigungen und Vorteile schielt und dafür bereit ist zu streiken, die nicht wegen ihrer armen Schützlinge streikt, mit der Einstellung ihrer Arbeit droht?
redball Warum sollte es eine Drohung sein, wenn die Berufsgruppe, die seit Kaiserzeiten kleine Menschen unterdrückt, klein macht, erst fürs Militär, jetzt für die Wirtschaft gefügig macht, mit der Einstellung ihrer Arbeit droht?

Ja! Streikt bitte!
Streikt möglichst lange! Streikt für immer!
Lasst endlich unsere Kinder sich entwickeln!
Es gibt genug hochinteressante Menschen von denen die Kleinen sich genug für ein lebenstüchtiges Wissen und Verhalten abgucken können.

Problematisch wird das bloß für die Eltern werden, die die Schule als Abgabestelle missverstehen, um ganztägig ihrem Hamsterrad, das ihnen ihr erbärmliches Konsumleben ermöglicht, nachzukommen.

Die Situation könnte nicht absurder sein!
Eine Berufsgruppe die absolut kontraproduktiv arbeitet und Kinder ruiniert, schafft es, den Menschen einzureden, dass ihre Arbeit so wichtig wäre, dass sie mit der Einstellung ihrer Tätigkeit drohen können!
Ähnliches gibt es nur im ‚Gesundheitswesen‘, in dem auch alle gerade vor denen ‚am Bauch liegen‘, die sie ruinieren. Doch von historischen Ärztestreiks wissen wir, dass sich damit immer die Gesundheit und Lebenserwartung der Menschen verbesserte.
Selbst der zweifellos nicht undumme Einstein führte sein Lebensglück und seine Genialität auf seine kindliche Sprachlosigkeit zurück, die fälschlich als Dummheit ausgelegt wurde und ihm bis zum 9. Lebensjahr die Schule ersparte.

Und warum das alles in ‚paradise your life‘?
Weil wir keine Bildungsreform brauchen!
Weil wir keine Verbesserung der Bildungs- Situation brauchen!
Weil wir keine Bildung brauchen!
Weil wir etwas völlig Neues, für unsere Kinder etwas völlig Anderes brauchen!

Sieh Dir die Natur, sieh Dir die Tiere, an! Gibt es da auch nur eine Pflanze, ein Tier, dass seine Kleinen/ Jungen erstmal runtermacht (‚Was willst Du denn WERDEN?‘!) um dann diese Bewegungsbegeisterten zum Stillsitzen, um ihnen Sinnloses ins Hirn, zu zwingen, anstatt ihnen vorzuleben, wie man gesund, frohgemut und konsumlos, also kurz gesagt unabhängig, glücklich und paradiesisch lebt?

Und das Ergebnis unseres Bildungs- Irrtums! Kaum ein Kind ist heute nach der Schule selbständig überlebensfähig! Alle sind sie Konsum- Zombies, die maximal nach dem nächsten Arzt oder Shop fragen, zwei (Preis-)Zahlen vergleichen und eventuell bei sinnentleerten Millionen- oder anderen Wissens- Shows glänzen, können.
Während jedes dieser ‚dummen‘, ohne Schule und erhobenem Zeigefinger herangewachsenen Tierchen wunderbar und völlig selbständig sein Leben meistert.

JA! Bitte, bitte, bitte, liebe Ärzte und Lehrer streikt was das Zeug hält! Wir wollen endlich lebenslang dauergesund sein und vom Leben und von gelungenen Vorbildern lernen! 🙂

Zudem werdet vielleicht auch Ihr dann nochmal wach und seht, dass Ihr, unser Geld braucht, nicht wir, Euch! Dann findet selbst Ihr vielleicht noch heim ins Paradies … 😉

 

 

 


So erschaffst Du Dein Schicksal

26. Januar 2013

nichtgenügendSchon in der Schule fokussieren wir bzw. die Lehrer und Eltern ausschließlich auf das was wir NICHT können!
Das ist grottenfalsch! Denn wir sind die Schöpfer unserer Zukunft indem wir diese denken, formulieren oder planen. Und negative Gedanken schaffen Negatives.
So weit, so klar, so einfach, so göttlich!

Dennoch behalten wir diesen Negativ- Fokus, häufig sogar ein Leben lang, bei.
Wir ärgern uns über Missgeschicke, Irrtümer, etc. freuen uns aber nicht bzw. ignorieren die vielen erfolgreichen, schönen, gelungenen Aktionen und Situationen. Wir schenken den Pannen und Überraschungen Aufmerksamkeit und merken nichts vom tagtäglich Gelungenen.

Mach Schluss damit!
Ärgere Dich nicht über Hinuntergefallenes, Verpatztes, Misslungenes.
Freu Dich über’s Ankommen, Dasein, Heilsein, freu Dich über all das ‚In-Ordnung-Gegangene‘! Freu Dich über jeden Menschen, über jedes Wesen, über jeden Ton, Lichteinfall, Geschmack, Duft. Freu Dich über Deine Haut, Deine Muskeln, Dein Denkvermögen!
Aber nicht bloß UM dadurch eine bessere Zukunft zu erschaffen. Sondern all das IST tatsächlich wunderbar, ein WUNDER! 🙂

 


Ich bin Ich

21. September 2012

Vermutlich kennst Du dieses ‚Ich bin Ich‘ nicht nur vom Mira Lobe- Klassiker, sondern hast diesen ‚Ich-bin-Ich‘- Impuls auch persönlich schon verspürt.
Diese unbewusste bis selbstbewusste Abwehr, wenn jemand Dich ändern will. Diesen Stolz so und nicht anders zu sein …

Natürlich ist das gut, dass wir so unterschiedlich, so individuell sind. Natürlich ist Selbstbewusstsein gesund. Natürlich lernen und erleben und bereichern wir uns durch unser So- und durch der Anderen Anders- Sein.

Doch wer genau ist dieses Ich!?
Wer hat es gestaltet?
Waren das wir? Oder wurden wir geformt?
Warum sind wir so stolz auf das was andere geschaffen haben, dessen Grundstein von anderen gelegt wurde; – als wir noch unbewusst waren?

Warum halten wir unser Ich für so unabänderlich, obwohl es jederzeit modifiziert werden könnte und von außen auch immer wieder wird?

Ist es nicht sogar lächerlich, sein So- Sein sosehr zu ‚kultivieren‘, darauf so stolz zu sein?
Wir alle werden doch ständig manipuliert, beeinflusst und verändert.
Selbst der polternste Stammtischbruder hatte die Einstellung auf die er nun pocht vor Jahren noch nicht und wird sie vermutlich in Jahren nicht mehr haben …

Warum sehen wir uns nicht als (im) Fluss?
Ähneln wir einem solchen nicht mehr als einem ‚fertigen‘ Ich-bin-Ich?

Oder noch besser: Warum sehen wir uns nicht als unsere Schöpfer, die sich jederzeit und unabhängig von anderen, von Modeströmungen und Trends, selbst gestalten können?
Wann nehmen wir die Fäden unserer Marionettenfigur selber in die Hand.
Unsere Eltern meinten es zweifellos gut mit uns, als sie unsere Fäden nach ihren Vorstellungen zogen. zweifellos auch unsere Lehrer, Politiker und Chefs.
Doch irgendwann könnte man doch diese Zügel kappen! Oder?

Ich hab so ver-rückte Fälle von Ich-bin-Ich schon erlebt, wo Lungenkrebspatienten sagten ‚Solange es mir jemand abgewöhnen will rauche ich weiter. Das müßte aus mir selber kommen, sonst klappt das nicht‘ – und verstarben …
Sozusagen tödliche, selbstzerstörende ‚Ich-bin-Ich’s.
Auch in Streitfällen kann das, oder früher bei den unsäglichen Duellen konnte beharrliches, Ich-bin-Ich tödlich enden.

Was aber ist das für ein Ich, dass seine Auslöschung über eine Veränderung, über ein Dazulernen, über eine elegante Biegung setzt?!

Auch mir als Gesundheits- Protagonist bläst oft dieser starre Schubladisierungs- Wind entgegen. Da wird akribisch eingeteilt in vegetarisch, vegan, wird versucht für mich eine Lade zu finden, wird jede neue Erfahrung, jede Abweichung als schlimmer Ich- Bruch gesehen bis verteufelt.

Aber was, wenn man sein Ich als nicht starres, sondern weiches, neugieriges, flexibles, lernwilliges Ich definiert? Wenn man sein Ich experimentell immer wieder anderen anpasst, zu anderen Ichs macht?

Ist ein solch wandelbares Chamäleon- Ich weniger Ich, als ein festzementiertes Ich?

Bringt es uns eigentlich einen Vorteil, so ‚gefestigt‘, so verlässlich zu sein? Oder profitieren nicht vielmehr andere davon? Sind wir nicht leichter steuer- und führbar, wenn wir so sehr auf unserem Ich, auf unseren Meinungen und Weltbildern beharren?

Wären wir nicht freier und icher, wenn wir unser Ich als ungreifbares Ich, als ‚Was immer ich will‘- Ich definieren und leben würden? …

 


Wie erbärmlich klein …

26. April 2012

… haben wir Götter uns doch machen lassen!
Wir glauben einen ‚Arbeit- Geber'(!) zu brauchen!
Wir glauben Ärzte zu brauchen, die uns sagen, ob und wie krank wir sind!
Wir glauben Schulen zu brauchen, die erst, uns zu Erwachsenen, zu Wissenden, zu Gebildeten, zu Lebenstüchtigen machen!
Wir glauben unsere Kinder oder manche Menschen müssten erst ‚etwas werden‘!
Wir glauben, wir bräuchten Gurus, Vorträge, Seminare, Bücher um noch etwas zu lernen!
Wir glauben, wir müssten noch üben, trainieren, meditieren um uns weiterzuentwickeln!
Wir glauben, wir bräuchten Ernährungsberater, Fitness- und Bewegungstrainer!

Doch wir sind und haben bereits alles!
Wir brauchen uns bloß daran zu erinnern!

Wunderbare Erinnerungshilfen und ‚Lehrer‘ sind unser Körper und die Natur.
Wir müssten sie bloß wahrnehmen!
Wir sollten keines unserer Körpersignale missachten, nichts in der Natur als belanglos ansehen bzw. ‚übersehen‘ oder nicht ‚ernst nehmen‘.
Keinen Pickel einfach ausdrücken, keinen Furz missachten. Kein Löffeldrehen eines Hasen, keinen Windhauch, keinen noch so kleinen Grashalm ‚übersehen‘.

Alles sollte uns an unsere Göttlichkeit erinnern …