Clean Eating

1. September 2016

Manchmal könnte man fast meinen es gibt ‚Böses‘ das irgendwo versteckt sitzt und ständig vorgeblich gesundes oder nützliches Neues erfindet und in Umlauf bringt, um die Menschen zu ruinieren 😉
Einer der letzten dieser Sinnlos- Würfe scheint mir das ‚Clean Eating‘ zu sein.
Klar könnte man es auch positiv sehen und sich über das Revival von Omas Küche freuen.
Jeder der durch Clean Eating von der Mikrowelle oder dem fast food weggeholt wird, ist natürlich ein Gewinn.
Doch die Vielfalt all dieser vorgeblich gesunden Richtungen macht uns nur wirr im Kopf! Es gibt einfach nur EIN ‚Richtig‘, da es nur EINE Natur gibt. Auch unsere Organe, unser Körperbau, unser Immunsystem kann und will sich nicht jedes Jahr um- switchen auf eine neue hippe Ernährungsform. Unsere Körper haben sich an naturrichtige Naturprodukte angepasst und mit ihnen funktionieren sie am allerbesten.

paradise- cleanDoch nur ‚EIN Richtig‘ ist für diese schnelllebige und geldorientierte Welt einfach zu fad und zu wenig gewinnbringend. Da müssen täglich zahllose neue Bücher, neue Titel und Journale raus, damit die Kohle stimmt!

Außerdem: Das ‚clean‘ im ‚Clean Eating‘ ist eine schlichte Lüge! Denn bei dieser neuen, hippen Form des Essens wird gekocht auf Teufel komm raus. Und wer sich schon mal mit Physik und Mikrobiologie befasst hat wird wissen was all dieses Erhitzen an Verheerungen und ‚Zerfetzungen‘ in den Nahrungsmitteln zurücklässt. Louis Maillard hat das schon vor 100 Jahren entdeckt und diese Molekül- ‚Fetzen‘ Maillard- Moleküle genannt. Neben Krebs erregend, können diese foods alles sein, aber sicher nicht ‚clean‘!
Schon gar nicht, wenn man bedenkt, dass da auch Fleisch, Fisch, Eier und Milch verwendet und gegessen werden!
Bitte, was soll an einer Tötung, unschuldigen Inhaftierung oder Kindesentführung ‚clean‘ sein!?

Wieder mal ein eklatantes Beispiel an Wortverdrehung und Begriffsverbiegung par excellence!

Wirkliches ‚clean eating‘ ist durch Garten oder Wiese zu streifen und sich an den – jetzt eben z.B. – Ribiseln, Pfirsichen, Zwetschken, Wildkräutern, Haselnüssen … zu erfreuen. – Natürlich ohne Kochen, Braten, Backen, Erhitzen, Denaturieren!
So bleibt die Mitwelt clean, unser body clean und es bleibt uns viiiiel Zeit und Energie für wirklich cleane Dinge, wie Helfen, Lieben, Entfalten, Genießen … zwink

 

 

 


Glycotoxine in Lebensmitteln

18. September 2010

Findet sich doch auf einer Seite der Uni Giessen folgender abstract aus einer COST- Gesamt- EU- Arbeit zum Thema ‚Thermally processed foods: possible health implications‘ (Mögliche gesundheitliche Konsequenzen durch erhitzte Nahrung):

    Die Carbonylverbindungen Glyoxal und Methylglyoxal sind sehr reaktiv und führen an Proteinen im Rahmen der Maillard Reaktion zu nicht-enzymatischen Glykierungen. Im weiteren Verlauf dieser Reaktionen werden u.a. stabile advanced glycation endproducts (AGEs) gebildet. Wir konnten zeigen, dass sowohl die Carbonylverbindungen Glyoxal und Methylglyoxal, als auch in vitro hergestellte AGEs die Sekretion proinflammatorischer Cytokine in intestinalen Zellen steigern. AGEs beeinflussen die zelluläre Signaltransduktion u.a. über Interaktion mit dem Rezeptor für AGEs (RAGE). Wir konnten mittels Westernblot-Analyse und Reverse-Transkriptase PCR bestätigen, dass Caco-2 Zellen RAGE exprimieren. Eine Interaktion von AGEs aus Lebensmitteln mit RAGE im Dünndarm ist folglich wahrscheinlich. Derzeit werden weitere mögliche Effekte und zugrunde liegende Signaltransduktionsmechanismen untersucht
    Eine Humanstudie zur Untersuchung der Bioverfügbarkeit und Metabolisierung von AGEs ist in Vorbereitung.

Das heißt auf ‚gut deutsch’: Es wird noch immer daran rumgeforscht, was L.C. Maillard schon vor bald 100 Jahren entdeckte und jedermensch sofort und jederzeit ausprobieren kann: Dass das Erhitzen von Lebensmitteln gesundheitsschädigend ist 😉