Wissens- Inflation

30. Mai 2011

Obwohl ich selber Seminare anbiete könnte ich oft schwindlig werden, wenn ich mir ansehe, was am Markt so alles angeboten wird.
Einerseits: Ganz wunderbar, so viele Facetten und Nuancen des ohnehin immer gleichen Wissens. Denn viele Menschen noch, wollen dort abgeholt werden, wo sie im Moment stehen.
Andererseits: Diese Vielfalt ist oft zu verwirrend und spielt eine falsche Fülle vor.
Zudem haben viele Seminar- Anbieter bereits einen Zipfel der Leidens- Decke entdeckt und gelüftet. Doch anstatt sich der Wahrheit als Dienst an der Menschheit verpflichtet zu fühlen, wird diese in gerade noch verstehbare appetitliche Häppchen aufgeteilt, um sie in zahllosen Seminaren gut verkaufen zu können.
Ich behaupte, dass generell im spirituellen Supermarkt nur das gelehrt wird, was sich verkaufen lässt und dass Wahrheit kein lukratives Geschäft verspricht.

Einfach zusammengefasst möchte ich fast sagen, es gibt prinzipiell 3 Möglichkeiten aus den gängigen Lebensproblemen auszusteigen:

die Natur beobachten und selber Denken, oder
‚paradise your life‘- Seminare/ Bücher/ blog besuchen und oder lesen, oder
jahrelang von einem Seminarangebot zum nächsten pilgern

 


Kauf- Gestalten

27. Mai 2011

Wir alle sind Konsumenten, brauchen tagtäglich etwas von anderen, beziehen etwas vom großen Weltmarkt.
Dass wir das wählen und kaufen, was uns vordergründig Freude, Genuss, Befriedigung verspricht, ist klar.
Dass wir aber mit jedem Kauf auch eine Entscheidung treffen, die unsere Welt (mit)gestaltet ist nur sehr wenigen – fürchte ich – klar.
Einerseits was den Wert und die langfristigen Auswirkungen auf uns selber betrifft, andererseits kümmern uns noch weniger die Auswirkungen auf die Welt, auf unser Umfeld.
Dass uns die leckere Cremeschnitte vordergründig Genuss, bald aber auch schon Karies beschert, ist vielleicht gerade noch einsehbar. Dass unsere Entscheidung für konventionell gezogenes Agroindustrie- Gemüse unsere Umwelt zerstört, dass das Gerät aus Fernost unserer Region Arbeitsplätze kostet und den ohnehin schon unfassbaren Transport- Wahnsinn verstärkt, bedenken sicherlich nur wenige.
Doch WIR sind die Gestalter unserer Welt. Von unserem Genuss beginnend, über unsere Gesundheit, über unser Wohlbefinden, über unsere Umwelt bis zur globalen Harmonie.
Das alles liegt auch in DEINER Hand!
Selbst wenn man nicht glaubt, dass Bio- Produkte um soviel weniger Schadstoffe enthalten, sollte einem allein schon eine optisch intakte Mitwelt eine Pro- Bio- Entscheidung wert sein. Denn soooo schön sind die spanischen Planenmeere in z.B. Almeria auch wieder nicht 😉
Und auch, dass mittlerweile jährlich 800.000 Menschen an der Luftverschmutzung sterben, wollen wir ja nicht wirklich!

In diesem Sinne wünsche ich Dir ein freudvoll verantwortungsbewusstes Kauf- Gestalten!
Warum sollten wir uns NICHT tagtäglich für die Welt und Zukunft entscheiden die WIR WOLLEN!?

 
PS: Natürlich ist auch Kauf- Verzicht eine mögliche, ja sogar ganz wunderbare Entscheidung! 😉

 


Markttag in Äthiopien

3. Februar 2011

(Reisebericht Äthiopien)

Ich komm aus dem „Augenreiben“ kaum raus. Alles, was man bei uns für undenkbar hält, gibt es hier. Ja, ist sogar praktisch Alltag.
Dafür scheine ich etwas „Undenkbares“ bis Besonderes zu sein, so wie die Menschen gucken und die Kinder mich abtatschen 😉
Witzig auch, wie so jeder seine Programmierungen und Vorlieben hat. Reife, dunkelrote Tomaten werden in den offenen Kanal geworfen, während die Kunden beim Auswählen der unreifen, gelben bis grünen Tomaten auf kleinste – für mich völlig irrelevante – Pünktchen achten.
Ähnlich strange das Papaya- Einkaufen. Der Verkäufer spielt sich „endlos“ rum, die „richtige“ Frucht auszusuchen. Aber nicht vielleicht die – nach Kundenwunsch – reifste bzw. gelbste, sondern die, die genau 1 kg hat 🙂
Aber ich komm dennoch gut zurecht. Die Mangos sind herrlich, ein erster Zubereitungsversuch von geraffelten Roten Rüben mit Karotten und Orangen- und Limonensaft schmeckte ganz wunderbar und eine Schichte „Leinsamen- Pudding“ (aus Wasser, Leinsamen, Zwiebel, Tomaten und Salz) wartet bereits in der Äthiopischen Sonne, um zu Crackern zu werden.
Doch auch das einheimische Inschara – ist ein Riesenpfannkuchen aus Wasser und einem speziellen Getreide – „musste“ ich kosten. Es wird hier praktisch 3x am Tag gegessen, indem man sich ein Stück abreisst und damit eine der Beilagen(-Soßen) aufnimmt.
Soviel für heute! Bussi nach Hause!