Ein Stich ins Herz

4. November 2013

Oder besser gesagt viele ‚Stiche ins Herz‘ erleben wir tagtäglich.
Und verrückter Weise von Menschen, die uns gar nichts Böses wollen!
Wie das?

Dass unser aller Kommunikation primär über Worte läuft, ist so selbstverständlich, dass wir uns nur wenige Gedanken darüber machen.
Unser Vokabular umfasst tausende bis zigtausende Worte.
Was davon aber, und wie, in unserem Inneren ankommt wissen oder bedenken nur wenige.

Stell Dir vor, wie wohl all diese vielen Worten entstanden sein mögen:
Je gebildeter wir wurden, je spezialisierter wir arbeiteten und kommunizierten, desto mehr Worte brauchten wir und entstanden.
Je historisch früher man den Sprachschatz erhoben hätte, desto weniger Begriffe hätte er umfasst.
Dieser ‚Wörter- Entwicklungsbaum‘ hat sicherlich irgendwann einmal mit einzelnen, damals wichtigen, Worten oder Lauten begonnen. Um sich in der Folge immer weiter zu verbreitern.
Genau genommen entspringt dieser Baum zwei ‚Kernen‘ bzw. Befindlichkeiten: ‚Es geht mir gut/ Ich fühle mich angenommen‘ und ‚Ich fühle mich schlecht/ nicht angenommen‘.

Nach der ‚paradise your life‘- Auffassung, die sich hier interessanterweise mit der modernen Hirnforschung deckt, wirkt das Gesagte weitaus einfacher und ursprünglicher auf uns, als wir gemeinhin denken.
Man könnte auch sagen, das Ur- Tier, die Urzelle steckt immer noch in jedem hochzivilisierten Menschen und reagiert dementsprechend (einfach).

Es ist also vollkommen egal, wie blumenreich oder ausführlich der Liebesschwur oder die Kündigung übermittelt wird. Unserem Befinden geht es ausschließlich darum, ob wir uns angenommen oder abgelehnt fühlen.
Wir nehmen also primär den ‚Ur- Wert‘ der jeweiligen Aussage – oder sogar der einzelnen Worte – wahr.

SynapsenDu kannst Dir das so vorstellen, dass jedes Kind, diese Sprachentwicklung der Menschheit im Kleinen nocheinmal durchläuft. Aus ersten Lauten, werden einzelne Worte, die wiederum um immer komplexere Begriffe erweitert werden.
Dabei sind die zuvor angelernten ‚Ur- Einteilungen‘ aber immer noch aktiv und ‚hängen‘ sozusagen an jedem neuen Begriff, an jedem neuen Wort dran.
Mit praktisch jedem Gedanken schwingt die Hirnzelle, die Synapsenverbindung für ‚Ich fühle mich angenommen‘ oder ‚Ich fühle mich abgelehnt‘ mit.

So wie beispielsweise für ein Kind ein Hund nach und nach erlebt, erschlossen und in neuen ‚Abschleck-‚, ‚Weich-‚, ‚Fell-‚, ‚rote Zunge-‚, Wau Wau-‚, etc. Gehirnzellen abgespeichert wird, so ’schwingen‘ bei jedem Erwachsenen immer noch beim Wort ‚Hund‘, beim Sehen eines Hundes, beim Hören eines Hundes, etc. all diese Eigenschafts- Nervenzellen mit.

Genauso wird bei jedem Wort eine der ursprünglichsten ‚Befindlichkeits- Zellen‘, also ‚Ich fühle mich angenommen‘ oder ‚Ich fühle mich abgelehnt‘, für eine zwar nur extrem kurze Zeit, aber dennoch anschwingen und das dazugehörige Gefühl aktiviert werden.

DAS sollte uns, die wir tagtäglich kommunizieren, bewusst sein!
Wir alle heben durch unsere Worte Menschen hoch oder stoßen sie emotional runter.
Jedes unserer Worte wirkt nachhaltig, macht etwas mit den Menschen.

Genauso unsere Gestik, Mimik, Körpersprache, Art der Tonformung …
Dies alles zusammengenommen, macht sogar mehr als der Wortanteil, nämlich ca. 80% unserer gesamten Kommunikation, aus.

Das heißt, jede Mimik, jede Geste, jede Bewegung macht etwas mit dem Gegenüber, nimmt ihn an oder lehnt ihn ab!

Ist man an einer angenehmen, wertschätzenden, menschlichen, herzlichen Kommunikation interessiert, kann man sich jedes Wort genau ansehen, wie es konnotiert ist und sich die negativ wirkenden abtrainieren bzw. durch positiv wirkende Begriffe ersetzen.
– Eine Mega- Aufgabe!
Auch könnte man sich vor den Spiegel oder Video- Monitor stellen und alle seine Gesten und Bewegungen auf ihre Ur- Wirkung hin untersuchen und sich die unangenehm wirkenden abtrainieren.
– Die nächste Mega- Aufgabe!

Aber was bliebe uns sonst anderes übrig!?
Weiterhin Menschen verletzen, obwohl wir das gar nicht wollen?
Nein! Den payoli- Baum der Erkenntnis nochmal durcharbeiten!
Damit lässt sich auch dieses Problem leicht lösen … 🙂

 


‚Ohne Worte‘- Therapie

2. März 2012

Worte sind böse! 😉
Nein, ich liste hier jetzt nicht alle 4-letter-words auf, ich weise bloß (wieder mal) darauf hin, dass unserer aller Probleme mit dem Verlassen der Harmonie begannen.
Erst durch das Benennen teilten und polarisierten wir unsere Ein-heit (Harmonie) und traten in die Welt der Zwei-heit (Dualität).
Nichts war nun mehr wie es war, sondern konnte nun gut oder schlecht, groß oder klein, hell oder dunkel, fremd oder vertraut, sympathisch oder unsympathisch, etc. sein.
Das hat natürlich auch seine Vorteile. Man kann z.B. besser etwas beschreiben.

Doch man fällt damit aus dem ‚Hier und Jetzt‘ und verliert sich in Beurteilungen, Vergangenheiten und Zukünften. Wir beginnen – sagen wir es, wie es ist – mit dem Hirnwixen!
Wir spinnen herum, fragen uns wieso dies und jenes gestern nicht anders lief. Wir spinnen herum und fragen uns, was wir eventuell morgen tun könnten.
ABER wir erleben damit nicht mehr den einzigen Zeitpunkt an dem man TATSÄCHLICH und WIRKLICH leben, entscheiden, fühlen und tun kann: JETZT!

Dieses Theorie- ‚Gewäsch‘ will Dir aber nicht Deine Zeit stehlen, sondern birgt auch verblüffende Lebenshilfen.
Es kann z.B. Beziehungen retten!
Mehr und andere Probleme wären damit zwar ebenfalls lösbar, sind es in dieser Gesellschaft aber leider (noch) nicht, zumindest nicht ohne in der Klapse zu landen … 😉

In der Intimität einer Partnerschaft aber, könntest Du es versuchen.
Also: Beobachte mal Deine Probleme mit Deinen Lieben genau bzw. memoriere die letzten Streits.
War letztlich nicht immer die Polarität die Ursache?
Streiten wir nicht immer mit Worten? – Oft sogar nur UM Worte?
Die Lösung: Stoppt ab einer gewissen ‚Streit- Heftigkeit‘ einfach jede Rede und verhaltet Euch wie Tiere. Begegnet Euch nur mehr mimisch, gestisch, körpersprachlich.
DAS ist die Sprache des wirklich Wichtigen! In ihr lassen sich all diese peanuts um die gestritten wird erst gar nicht ausdrücken. In ihr lassen sich nur Gefühle, Zustände, Zu- und Abneigungen zeigen. Sie ist unsere Ur- Sprache, unsere Harmonie- Sprache.
Und wichtig! Seht Euch zwischendurch immer wieder ausgiebig in die Augen! – Und spürt immer wieder nach, wie es Euch damit geht …

Jede Wette, der Streit löst sich in nichts auf! 🙂
Wenn Du etwas, das Dir wichtig war so nicht ‚rüberbringen‘ kannst, war es nicht wichtig! 😉

Teil‘ uns ruhig Deine Bedenken, Erfolge und Erfahrungen damit mit!

grrrrrrr [knurr], hmmmmmmmmhhhhh [abschleck] 😉

 


Deine Gewohnheiten werden Dich erhellen

18. Dezember 2011

In ‚Unsichtbare Gewohnheiten‘ haben wir uns kürzlich mit Gewohnheiten befasst, die primär unserem Körper schaden und umgekehrt, Signale des Körpers an uns waren.
Also zum Beispiel zu süßes Essen, das wir für normal halten, da wir damit sozialisiert wurden, das aber dennoch unserem Körper schadet.
Oder ein Beispiel für den umgekehrten Fall: Dass wir beispielsweise immer ein Taschentuch mit uns führen und Nasenschleim und Schnäuzen für völlig normal halten, da wir es nicht anders kennen und andere sich ähnlich verhalten und dabei übersehen, dass das bereits Warnzeichen eines überlasteten Körpers sind.

Ich hoffe, dass schon viele sich in dieser Disziplin der Selbstbeobachtung üben und bereits Erfolge erzielt haben.
Heute gehen wir einen Schritt weiter.

Auch unser Geist, unsere Gedanken und damit unser Sein drückt sich beständig über unseren Körper aus.
Hier könnte die Selbstbeobachtung aber etwas schwieriger werden. Denn zu selbstverständlich und ‚automatisch‘ sind hier unsere Reaktionen.
Ja nichtmal von relativ auffälligen, sogenannten Tics wissen oft die Betroffenen selber. Geräuschvolles Lufteinziehen, sich am Kopf kratzen, leidende Mimik ‚aufsetzen‘ wären drei Beispiele für eine Einstellung die wir haben und die sich über den Körper äußert.

Genau DAS, diese Äußerung, ist unsere große Chance, uns näherzukommen, uns besser kennenzulernen, unseren vielleicht einst sinnvollen, heute aber schon überflüssigen oder sogar störenden Gewohnheiten auf die Schliche zu kommen.

Als
ersten Schritt sollten wir derartige immer wieder verwendeten Reaktionen, Tics, Bewegungen, Gesten, ‚Gesichter‘, etc. entdecken. Entweder sind wir in der Lage seeeehr achtsam uns beobachten zu können oder wir bitten Außenstehende einmal sehr ehrlich zu sein.
Sehr erhellend können auch Fotos und Videos sein, die von uns aufgenommen wurden. Nicht fotogen zu sein ist bloß ein benennendes Darüber- Hinwegschwindeln und eine zu einfache Ausrede.

Als
zweiten Schritt müssen wir dahinterkommen, welches Denk- oder Reaktionsmuster hinter dieser Reaktion steht. Mir selber ist z.B. kürzlich aufgefallen, dass ich bei Missgeschicken ganz kurz ein ärgerliches Gesicht ‚ziehe‘, was völlig sinnlos und negativ ist.
Ich ersetze nun den Ärger in solchen Situationen durch ein wohlwollendes, fast schon mild belustigtes Betrachten der Situation.
Das ‚Programm‘ Missgeschicke als meine Fehler anzunehmen und an mir zu arbeiten habe ich mir schon vor längerer Zeit ‚eingebaut‘; das läuft schon ‚automatisch im Hintergrund‘. Die milde bis belustigte Betrachtung wird sich mit der Zeit und durch oftmaliges Wiederholen ebenso zu einem immer gegenwärtigen ‚Hintergrund-Programm‘ entwickeln.
Wichtig ist erstmal das Erkennen einer Gewohnheit. Der Rest läuft fast von alleine, wird aber durch einen

dritten Schritt sehr gefördert und beschleunigt. Wie in obigem Beispiel gezeigt, ist weder Ärger noch das Verdrängen einer entdeckten Gewohnheit angebracht. Sie will liebevoll angenommen und eventuell mit einem ‚neuen Bild‘ – das natürlich nach einiger Zeit auch nicht mehr entsprechen und nachgebessert werden könnte – ersetzt, überdeckt oder nebengestellt werden.

Ich wünsch Dir viel Freude und Erfolg bei Deiner Entdeckungsreise zu Dir …

 


Körperspannung

9. August 2011

Setz Dich mal an einen belebten Platz und beobachte die Menschen, sieh genau hin, wie ihre Körperhaltung ist bzw. auf welche Art sie gehen.
Da kommt man aus dem Staunen nicht heraus, wie vielfältig da Schicksale angelegt werden bzw. wie Schicksale die Menschen gebeugt oder aufgerichtet haben.
Mit diesem Wissen, dass ‚Schicksal‘ unseren Körper, unsere Haltung, unsere Mimik formt und umgekehrt unser Schicksal von unserer Einstellung, von unserer Haltung, unserer Mimik, unserer Art zu Gehen abhängig sind, lässt uns bereits ’so einiges‘ an unseren Zukunftschancen- Schräubchen einstellen.
Du kannst Dir die Wirk- Kette

Gedanken, Gefühle
Mimik, Haltung
Bewegungsart, Temperament
Gesundheit
Schicksal

wie das Knöpfen einer Weste vorstellen. Hast Du versetzt begonnen, ist alles versetzt. Übersiehst Du mittendrin einen Knopf oder ein Knopfloch ist die ganze Leiste ’schief‘.
Alles hängt mit allem zusammen!
Niemand, der negativ denkt wird langfristig gesund und glücklich sein, wird eine offene Körpersprache, ein strahlendes Gesicht haben.

Dazu kommt noch, dass unsere Körperäußerungen auch auf andere wirken. Jeder negative Gedanke, drückt sich in Körper und Gesicht aus, verstrahlt Negativenergie und zieht sozusagen die – zumindest unachtsamen – Mitmenschen energetisch runter.
Das wiederum nehmen dann viele wieder als Rechtfertigung für ihre miese Stimmung, die sie aber selber irgendwann mit ausgesandt haben.
Wir bilden sozusagen eine Vielzahl von geschlossenen Kreisläufen und wähnen uns darin unentrinnbar ‚gefangen‘.
Doch so ist es nicht!
Es ist sehr einfach disem Kreislauf zu entrinnen!
Denn wir sind schöpferische Wesen!
WIR gestalten unsere (Mit-)Welt (mit)!
WIR können jederzeit diese Kreise unterbrechen!
Wir können jederzeit über die ‚Dummheiten’/ Negativitäten anderer hinwegsehen.
Wir können jedermensch verzeihen.
Wir können alles nachsichtig und verständnisvoll sehen.
Wir können segnend und liebevoll durchs Leben gehen.
Wir können immer wieder unsere Körperhaltung unsere Mimik überprüfen und ’nachjustieren‘.

Ja richtig! Auch die Körper- Äußerungen optimieren! Denn es ‚funktioniert‘ auch andersrum!
Mach den Versuch! Wenn Dir bei Deiner Menschen- Beobachtung jemanden siehst der ganz besonders auffällig ist, mach seinen Gang, mach seine Haltung, ahme seine Mimik, Gestik, Kopfhaltung, etc. nach und beobachte die Auswirkung auf Dein Befinden!
Du wirst sehen, dass wir von beiden Seiten an eine Verbesserung unseres Befindens herangehen können:
Mit positiven Gedanken – die sich dann im Körper- Außen spiegeln – genauso, wie mit einer bestimmten Körperhaltung, Muskelspannung und Mimik – die zu anderen Gedanken und Gefühlen führt.

Viele Krankheiten und gesundheitliche Probleme lassen sich auf solche ‚ungünstigen Körperjustierungen‘ zurückführen. Niederer Blutdruck und Kopfschmerzen z.B. sind nur zwei häufige von zahllosen solcher Beispiele.

Auch hier können wieder Tierbeobachtungen von eminentem Nutzen sein; – natürlich nicht von Haustieren! An ihnen sehen wir, was in unserer Zivilisationsgesellschaft schon fast zur Ausnahme zählt: Die richtige Körperspannung!
Entspanntheit gepaart mit einer gewissen Körperspannung, ohne (dauer)verspannt zu sein.
In vielen Fällen müssen Verspannungen therapeutisch aufgelöst werden, da sie von schlimmen Erlebnissen stammen und ein Leben lang Energie kosten und uns in unserer freien Entfaltung einschränken.
Aber auch eine zu große Entspannt- bzw. Schlaffheit ist natürlich kontraproduktiv.

Doch – und da kommen wir wieder mal zur rohköstlich naturrichtigen Ernährung – braucht man für die richtige Körperspannung immer genug Energie- Reserven, die wir aus ebendieser schöpfen.

Also! Kopf hoch und dynamisch zuversichtlich ausgeschritten!
– Nach einem naturrichtigen Mahl! 😉