Mono (2)

15. März 2012

Vor einiger Zeit schon habe ich von der sehr empfehlenswerten Ernährungsart des Mono- Essens erzählt.
Beim Blättern in Gabriel Cousens ‚Ayurveda- Buch‘ fand ich heute eine, lang schon wieder vergessene Auflistung des indischen Yogis Paramahansa Yogananda.
Er fand konkrete Zusammenhänge zwischen einzelnen Lebensmitteln und deren spezifischer Wirkung auf Aspekte unserer Psyche.

Mich erinnerte diese Auflistung an Versuche, die ich als Jugendlicher machte. Ich verklebte jeweils für Wochen meine Fenster und Beleuchtungskörper mit einfärbigen Papieren um zu sehen, ob und welche Auswirkungen Farben auf die Psyche haben.
Ich nehme an, die Intensität der psychischen Farb- und Nahrungsmittel- Beeinflussung ist ähnlich gering, aber zweifellos vorhanden und sehr interessant. – Natürlich auch abhängig von unserer Sensibilität!

Zumindest Yogananda’s Zusammenhänge möchte ich Euch nicht vorenthalten. Vielleicht ermuntert das auch so manchen wieder, einen neuerlichen Mono- Anlauf zu nehmen:

    Mandeln fördern Selbstdisziplin und psychische Ausgeglichenheit
    Bananen steigern die Demut und Bescheidenheit
    Datteln fördern Verständnis und Empfindsamkeit und unterbinden damit eine zu kritische Sicht
    Brombeeren ermöglichen und fördern reinere Gedanken
    Himbeeren unterstützen unsere Gutmütigkeit und
    Orangen stimulieren unsere Gehirnaktivität und lindern melancholische Zustände.

Vielleicht fallen Dir ja bei Deinem nächsten Mono- Versuch weitere Zusammenhänge auf. Denn in großen Bereichen wie Gesundheit, Fitness und Lebenserwartung haben rohköstlich Lebende ja schon ausgiebigst den Spruch ‚Du bist, was Du isst‘ belegt. Warum sollte das nicht auch in den kleineren, feineren Lebensbereichen gelten?

Wähle eine Frucht, ein Gemüse, die/ das Dich zur Zeit besonders anspricht und leicht zu bekommen ist. Setz Dir einen Zeitrahmen und genieße es, nicht nachdenken zu müssen, was Du Dir morgen zubereitest … 😉

 


Vom Herman lernen …

30. August 2010

Wer das Glück eines freilaufenden Hasens, namens Herman oder auch eines anderen Tieres, eines Meerschweinchens o.Ä. hat, möge sich doch bitte einmal ansehen WIE genau diese Tiere ihre Nahrung auswählen, WIE genau sie ihre Fress- Mengen dimensionieren. Da werden von offensichtlich wohlschmeckenden Pflanzen nichtmal die ganzen Blätter genommen, sondern wird lieber weitergehoppelt.
Rohköstler tun sich ja schon mehr Gutes, als man annehmen möchte.
Instinktos (eine spezielle Art der Rohköstler) essen genau nach Gusto, nach Geruch, nach Geschmack, nach Instinkt und alles mono und unvermischt.
WIE genau, aber freilebende Tiere qualitativ und mengenmäßig essen, kann man sich nur von diesen abgucken!
Unsere ‚Teller- leer- ess’- Programmierungen, Vermischungs- Tendenzen, unsere Überfressungen und Essens- Halt- Ignorierungen sind gang und gäbe.
Versuch doch mal nur Dinge die Dich wirklich glücklich machen!
Verzichte im Zweifelsfall sogar auf das Essen.

Schlecht Schmeckendes spucke sofort aus!
Bei einem Abfall der Esslust sollte man sofort von dieser Speise ablassen!
Vom Hermann lernen! 🙂
Danach ev. das nächste Obst, Gemüse oder Wildkraut probieren!

Der wunderbare Omraam Mikhaël Aïvanhov hat in seinem Buch ‚Yoga der Ernährung’ sehr gut beschrieben, wie man aus dem Essen eine beglückende Zeremonie und Medidation machen kann.
Man sollte
a) nach o.g. Kriterien nur absolut Anziehendes essen
b) es nur solange genießen, solange es ‚himmlisch’ schmeckt
c) es so gut und lange kauen, bis es absolut flüssige Konsistenz hat
d) erst weiteressen, wenn der Mund absolut leer ist
e) bei jedem Bissen überlegen, ob weitergegessen werden soll
f) und ausschließlich positive Gedanken beim Essen haben.

Wenn Du all das berücksichtigst, wirst Du
a) merken, WIE gut Dir das tut und
b) um wie viel achtsamer auch wir noch immer essen könnten.


Was ist ‚mono’?

8. August 2010

Ja, ich weiß, ‚mono’ heißt einzig und ist griechisch.
Monogamie ist die exklusive Partnerschaft, Monozellen sind so dicke, einzelne Batterie- Zellen und der Monotheismus ist der Glaube an einen einzigen Gott.
Aber ‚mono’ gibt es auch in der Ernährung, gibt es auch bei ‚paradise your life’.
‚Mono’ meint, immer nur von jeweils einer Frucht-, von einer Gemüse-, von einer Wildkraut- Art zu essen.

Rohköstlich zu leben ist schon einmal ein wunderbarer Schritt weg von der zwar gängigen, aber dennoch schädigenden Denaturierungs- und Koch- Strategie. Doch selbst hier kann man immer noch mehr als genug falsch machen bzw. noch viel von der Natur und den Naturwesen lernen.
So wunderbar teilweise die ausgefeilten Rohkost- Gourmet- Rezepte, primär amerikanischer Rohköstler schmecken, und ich sie auch immer wieder gern probiere, befremden sie mich doch durch ihren denaturierten Charakter. Auf den div. Videos z.B. werden oft nur mehr verschiedene Pülver mit Wasser in den Mixer geschüttet. Die Zutaten sind zwar ‚nominal’ rohköstlich, d.h. nicht über 42°C erhitzt. Doch wirklich vital sind sie nicht mehr, ankeimen z.B. würden sie nicht mehr!

Blicken wir in die freie Natur, essen dort die Tiere zwar sehr erfolgreich alles roh. Doch zu einem Salat oder Müsli mischen sah sie m.E. bisher noch niemand 😉
Auch springen sie, nachdem sie eine leckere Feige gepflückt haben nicht zum nächsten oder überübernächsten Baum, um Abwechslung in ihren Speiseplan zu bringen.
Sie essen von einer – eben reifen – Fruchtart, bis

    a) keine mehr vorhanden ist oder
    b) bis sie ihnen nicht mehr schmeckt.

Genau so sollten wir es auch tun! Genau so sind unsere Körper es gewöhnt! Genau so sollten wir essen!
Eine Art von Obst oder eine Art von Gemüse, solange sie uns schmeckt. Danach sollte man sofort stoppen.
Die Instinktos, eine sehr ursprüngliche Rohkost- Richtung nennt soetwas ‚himmlische Phase’.
Es schmecken, wenn der Körper die enthaltenen Inhaltsstoffe braucht, einzelne Naturprodukte tatsächlich oft fantastisch gut.
Sehr interessant ist es, zu beobachten wie sehr der Geschmack ein und derselben Obst- oder Gemüse- Art sich während des Essens verändert. Sobald der Bedarf gestillt ist, weist diese Speise keinerlei Attraktivität mehr auf. Oft bzw. wenn man sensibel genug ist, tritt sogar die sogenannte ‚Sperre‘ ein. Sie sollte man unbedingt beachten und das Essen abbrechen.
Damit schult und verbessert man ganz automatisch seinen Instinkt.
– Und sooo schlecht ist das ja auch wieder nicht, nur das zu essen, was wirklich ‚himmlisch‘ schmeckt 😉
Man schwingt damit auch besser im Rhymus der Natur bzw. mit den Vegetationsperioden.
Mono- Kuren wie z.B. die bekannte Weintraubenkur sind sogar in der außer- rohköstlichen Heilerszene bekannt und beliebt.