Das Zivilisations- Dilemma

10. Januar 2019

‚Wir können jemanden in 4 Jahren vom Dasein im Urwald zum Jetpiloten ausbilden‘

stellte kürzlich der Philosoph Bazon Brock ganz richtig fest.

‚Jedoch ist in dieser Zeit kein Humanist, geschweige denn ökologisch Denkender oder wirklich Nächstenliebender zu schaffen‘

füge ich hinzu

 

 

 


Ich mag Kinofilme lieber …

16. Dezember 2013

… als TV- Sendungen.

Weil ich die langen Nachspanne so gerne habe, in denen von den Haupt- bis Nebendarstellern, über die Kameraleute, Musiker, Chaufeure und Pizza- Lieferanten alle, wirklich alle Mitwirkenden angeführt werden.

Das gibt so einen winzig kleinen Geschmack darauf, wie viele Wesen an dieser Welt basteln. Und das finde ich wunderbar, fantastisch, grandios.
Und da mittendrinn sein zu dürfen macht mich unendlich glücklich und dankbar.

Deshalb liebe ich laaaaaange Film- Nachspanne! 😉

 

 

 


Die Liebes- Spachtel

10. Juni 2011

Wer schon einmal eine Wand, ein Türblatt oder ähnliches verspachtelt hat, wird wissen, dass man sich nicht darum kümmern muss, wo genau ein Riss, ein Schaden, und wie tief er, ist. Es reicht mit der Spachtelmasse darüberzustreichen und das planfüllen der Spachtel zu überlassen.

Ähnlich entspannt könnte man auch unsere und unserer Mitmenschen Bedürfnisse und Unpässlichkeiten sehen.
Wenn wir bei einem Thema ein Problem haben, haben wir da (noch) einen Mangel, der aufgefüllt werden will. Das Leben sorgt dafür, dass wir auch genau für diesen Punkt plötzlich Interesse entwickeln, das so lange anhält bis diese ‚Vertiefung’ aufgefüllt ist.
Wenn uns jemand unangenehm auffällt durch asoziales Verhalten, hat er in diesem Punkt zweifellos einen Zuwendungs-, Wissens-, Gefühls-, Geld-, was immer, Bedarf, der erst aufgefüllt werden muss bzw. sich durch sein Interesse ohnehin auffüllt.
Man braucht eigentlich bloß warten können 😉
Maximal etwas Spachtelmasse anzubieten/ beizusteuern!
Und die beste Spachtelmasse ist die Liebe 🙂
Man braucht nicht gezielt auf die Risse und Vertiefungen loszugehen. Denn egal ob die Unebenheit Eifersucht, Gier, Unehrlichkeit, Faulheit oder sonstwie heißt, im Urgrund ist es immer ein Liebes- und Zuwendungs- Mangel. Es reicht mit der Liebesspachtel bzw. mit viel Liebes- Spachtelmasse drüberzuarbeiten 🙂

 


Mein Problem

19. März 2011

Ja natürlich, auch ich habe meine Probleme!
Eines davon quert schon so oft meinen Lebensweg, dass ich es hier einmal zur Diskussion stelle und neugierig auf Eure Meinung bin.

Wenn jemand mit seinem Leben ein Problem hat, hat er m.E. eine Lernaufgabe noch nicht gelöst, muss er noch diesbezügliche Erfahrungen machen, diesbezügliches Wissen erwerben.
Irgendwann wird das passieren, wird ihm jemand weiterhelfen, wird ihn jemand darauf aufmerksam machen, wird ihm ein Buch, Artikel, Bericht auffallen, der ihn neugierig macht/ weiter bringt und sein Problem wird sich lösen. – Bis die nächste Aufgabe auf der Matte steht.
So weit, so gut, so lebendig und eh bekannt.

Meine Frage:
Wem helfe ich? Wem helfe ich nicht?
Gelernt habe ich, dass nur um Hilfe Bittenden geholfen werden kann und darf.

    a) Man soll sich niemandem aufdrängen, niemanden missionieren
    b) Nicht nach Hilfe Fragende verstehen das Problem ohnehin noch nicht, – sonst hätten sie’s ja nimmer
    c) Es klingt ja auch sehr logisch und überzeugend, dass jedermensch ohnehin mehr als bewältigbar damit zu tun hat, sein eigenes Leben maximal auf die Reihe zu kriegen

Was also tun mit Menschen, die einem Leid tun, die sich so grottenfalsch verhalten und sich damit schaden, dass man sich nur gegen die Stirn hämmernd sagen kann: ‚Mensch! Es könnte soooo einfach sein!’?
Soll man sie einfach lassen? Soll man ihnen einen Wink geben (den sie aber meist eh nicht verstehen, denn …, – siehe oben)? Oder soll man sie mit Druck ‚missionieren’ (was meist eh nichts nützt)?

Oder anders gefragt: Sind wir ausschließlich für uns selber oder doch auch für andere verantwortlich? Sind wir nicht alle eins? Fällt nicht der achtlos am Wegrand Zurückgebliebene irgendwann auch auf uns zurück? Beeinflusst nicht jeder auch das Ganze?
Reicht es dem Kind nur 1x zu sagen ‚Pass auf im Straßenverkehr’? Machen wir uns nicht dennoch Vorwürfe, wenn etwas passiert? Hätten wir es nicht doch ein zweites, drittes, vielleicht hunderstes Mal sagen müssen?

Auch die Entwicklungshilfe spielt in diesen Bereich. Soll man tatsächlich dort Geld hinschaufeln? Auch wenn man den Eindruck hat, und auch bei uns schon tausende dumme Lottomillionäre, die bald weniger hatten als zuvor, gezeigt haben, dass für Geld auch eine gewisse Reife erforderlich ist.
Andererseits, kann man verantworten in der Fülle weiterzuleben, während jede Sekunde ein Kind verhungert?
Was tun, wenn man vor Armut steht, aber dennoch den Eindruck hat, dass diese Armen gar nicht ‚fischen lernen‘, sondern lieber ‚Fisch- Geschenke‘ bekommen, wollen?

Also, wie sehr Ihr diese Thema?
Ist jeder nur für sich verantwortlich oder auch für seinen Nächsten, für die Gesamtheit?
Sollen wir versuchen ‚die Welt zu retten‘ oder lieber primär trachten selber einigermaßen ordentlich zu leben.
Darf man zum Glück zwingen oder macht uns diese Option bloß unser aufgeblasenes Ego vor?
Ich freu mich auf Eure Antworten!