Es kam einmal …

10. November 2014

… ein kleines Tierchen zur Welt. Hineingeboren in ein warmes Nestchen, wurde es sofort von seiner Mutter abgeleckt, gekost und gesäugt. Es wuchs heran und alles was es tat war immer gut.

Irgendwann war es erwachsen und bekam selber Junge. Auch sie konnten krabbeln, klettern, tun und lassen, was immer sie wollten. Liebe, Angenommensein, Geborgenheit waren so selbstverständlich wie unbegrenzte Freiheit.

Als dieses Wesen selber Kinder bekam, verhielt es sich ebenso zu ihnen. Sie bekamen alles was sie brauchten und wurden in keinster Weise eingeschränkt, begrenz oder erzogen. Sie lernten ausschließlich und wie von alleine durch Nachahmung und Neugierde.

Auch die nächste Generation genoss dieses Angenommensein, diese bedingungslose Liebe, wuchs in dieser Gefühlslage zu einem lebenstüchtigen Wesen heran das selbst wieder Nachwuchs hervorbrachte …

….

Diese Kette von liebevoller Harmonie ohne jegliche Beurteilung, Bewertung, Erziehung oder gar Strafen zog sich millionenfach durch die ganze Evolution.
IMMER brachte diese bedingungslose Liebe, dieses Nichterziehen zufriedene, gesunde und lebenstüchtige Wesen hervor, die keine Welt zerstörten, die hochsozial mit allen anderen Wesen zusammenlebten und ebensolche wunderbaren Nachkommen hervorbrachten.

vokiHeute wird längst kein Menschenbaby mehr abgeleckt. Nichtmal (Ganzkörper-)gestreichelt! Oft sogar nichteinmal am Körper getragen …
Und diese Kinder werden vom Augenblick der Zeugung an beurteilt, überprüft, beobachtet, gecheckt, gecastet …
Heutige Kinder können zu früh, zu spät laufen lernen, zu früh, zu spät sprechen lernen …
Sie werden längst nicht mehr interessiert bis bewundernd beobachtet wie schön und selbständig sie alles lernen! Sondern es WIRD ihnen alles gelernt!
Sie wachsen in einem ‚Du bist nichts‘-, ‚Du kannst nichts‘- Universum auf.
Heutige Kinder können zu lebhaft, zu ruhig, zu sozial, zu einzelgängerisch, zu dick, zu dünn, primär aber ‚zu …‘ sein. Sie können Dyskalkulie, Verhaltensauffälligkeiten, Depressionen, Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADHS), Angststörungen, Essstörungen, bipolare Störungen, Schlafstörungen, selbstverletzendes Verhalten, (stereotype) Bewegungsstörungen oder Sozialphobien haben, können stottern oder bettnässen. Unsere Kinder können Störungen des Sozialverhaltens, Störungen der Impulskontrolle, Störungen der sexuellen Entwicklung, Suchtprobleme oder Teilleistungsschwächen haben. Heutige Kinder können Tic-Störungen, das Tourette-Syndrom, Entwicklungsstörungen, Autismus oder Zwangsstörungen haben.
Unsere Kinder können kaum mehr normal, originell oder lustig sein!
Immer leben sie in dem Gefühl nicht zu genügen, sich fehl zu verhalten, erst alles lernen zu müssen!
Was werden das für Erwachsene!?
Ja! Genau die, die wir sind! Hoch neurotisch bis psychotisch. Bloß alle halten das für normal!
Keinem fällt auf, wie lieblos, wie rücksichtslos, wie angstgetrieben, wie egozentriert wir leben und uns verhalten.
Keinem fällt auf, wie sehr dieser ‚Wahnsinns- Virus‘ von Generation zu Generation weitergegeben wird, wie seit Menschengedenken es schon keinen Frieden, kein Streit- freies Leben, keine lebenslange Dauergesundheit mehr gab. Alles Dinge, die Jahrmillionen selbstverständlich waren!

Deshalb: Nicht nur im eigenen, sondern auch unserer Kinder Sinne:
paradise your life!

 

 

 


Auch Du bist ein Ei

19. April 2011

Die Tatsache, dass wir uns im Laufe unserer Zivilisation ‚Lichtjahre‘ von unserem ursprünglichen, und damit ureigensten Sein und Denken entfernt haben, wurde hier schon wiederholt angesprochen.
Ein sehr anschauliches Bild dazu liefert Wilhelm Reich mit seinem Ei- Modell.
Der Dotter stellt sozusagen unseren inneresten Kern dar, unser ureigendstes Wesen unsere unverfälschte Lebendigkeit.
Die äußere Schale ist unser Äußeres, unsere Art der Welt zu begegnen, unser derzeitiger Charakter.
Und die Schicht dazwischen nimmt sozusagen alle Verzerrungen und Verbiegungen, alles Angelernte und alle Unterdrückungen auf, muss alle ursprünglichen Kern- Regungen für das Außen ‚übersetzen‘. – In der Skizze habe ich versucht, links noch einige unverfälschte und rechts die ’normal verbogenen Wege zum Außen darzustellen.

Ein Tier, ein Baby zeigt noch völlig unverfälscht und spontan seine Lebendigkeit, sein Wollen, seine Regungen, seine Emotionen.
Praktisch alles dieser Geradlinigkeit und Offenheit wird durch Erziehung und gesellschaftliche Konventionen verändert! Das ergibt völlig verbogene, neurotische Charaktere, wie sie unsere Welt bevölkern. Viele unserer Verbiegungen sind uns nichtmal bewusst.

Allein schon, sich diese Verbiegungen möglichst detailgenau bewusst zu machen und immer wieder an sich nachzuspüren, kann schon viel der ‚alten Lebendigkeit‘ wieder zurückbringen. Übungen dazu sind Teil der ‚paradise your life‘- Mental- Seminare.