Jedes Wort ist ein Umweg

7. Mai 2018

umleitungNur ca. 20% unserer Kommunikation machen die Worte, macht die Sprache, aus.
Was wir als Babys zuerst lernen, was so wichtig ist, dass darauf erst alles weitere aufgebaut werden kann sind Gefühle, Bilder, Empfindungen.
Daraus kann man absolut nicht unrichtig ableiten, dass alles, was wir mit Worten ausdrücken eher entbehrlich ist für ein gutes Leben und Zusammenleben.
Jedes Wort ist entweder entbehrlicher Plunder wie irgendwelche technische Angaben oder die Übersetzung eines Gefühlsausdruckes. Dieses Wort muss beim Adressaten wieder in ein Gefühl rückübersetzt werden, was auch schief gehen kann, da wir nicht alle nach denselben ‚Vokabelheften‘ lernen.
So wie wir heute eine Informationsgesellschaft sind so müssen wir gefühlsamputiert sein und sind es ja auch.

Die Wissenschaft kann z.B. bis heute keine eindeutige Antwort darauf geben ob Gewalt- Videos und Spiele die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen erhöhen oder nicht. Informationsgesellschafts- Familien die sich auf die rationale Wissenschaft warten können eventuell ihre Kinder irgendwann im Knast besuchen, obwohl sie alles ‚richtig‘ gemacht haben. Für Hausverstands- und Gefühls- Familien ist der Fall eindeutig: Menschen neigen eher zu bekannten, schon gesehenen Handlungen, zu Wiederholungen als zu selbstkreierten, nie erlebten. Bei solchen Menschen kommt so ‚Dreckszeugs‘ nicht nur nicht in die Tüte, sondern auch nicht ins Haus. Vermutlich werden sie allerdings als etwas rückständig gelten

Detto mit Sport, Konsum, Urlauben, Anschaffungen, Berufswahl, Gesundheit, Ernährung, Partnerschaft, Fortbewegung …. praktisch mit allen Themen. Mensch kann sich (Zeitgeist-)richtig verhalten und alles falsch machen wie die derzeitige Situation mit Müllbergen, Finanzkollapsen, steigenden Erkrankungsraten, vermehrtem Analphabetismus, und, und, und.
Oder Mensch kann sich ‚etwas seltsam‘ aber naturrichtig benehmen und alles für sein Glück, seine Gesundheit und für die Mitwelt richtig machen.

DAS ist genau der Unterschied zwischen Wort und Gefühl, zwischen verbal und nonverbal, zwischen der Welt die wir gestaltet haben und dem Paradies in dem wir Jahrmillionen glücklich waren.
Wir sollten seeehr genau prüfen, was wir sagen. Ob das ‚dem Ganzen‘ zum Wohle gereicht oder weiter in die Sackgasse führt. Wir sollten gut überlegen, ob wir jemandem in die Augen sehen, ihn in den Arm nehmen oder ihm lächelnd zuzwinkern oder ihn wortreich zuschwallen sollten.
In jedem Fall aber:
paradise your life !    zwink

 

 

 


Tiere sind die besseren Therapeuthen

17. Juli 2012

Na sowas Erstaunliches aber auch!
Jetzt hat die Wissenschaft (Dr. Andrea M. Beetz & Co) festgestellt, was jedermenschs Hausverstand auch wissen könnte:

Tierkontakt harmonisiert bzw. baut Stress ab.

Wie diese akademischen Schlauköpfe da dahinterkamen?
Sie setzten Schulkinder unter Stress. – Als wenn die nicht ohnehin schon genug hätten! …
Teilten sie dann in zwei Gruppen, eine bekam einen (Streichel-)Hund, die andere eine freundliche Studentin.
Danach wurden die Stressindikatoren im Speichel gemessen.
Dabei schnitt die ‚Hunde- Gruppe‘ weitaus besser ab, war weitaus entspannter.

‚No na!‘

Was könnte uns ‚payolis‘ das sagen?
Dass die entwicklungsgeschichtlich ältesten Bedürfnisse und Verhaltensweisen die stärksten und effizientesten sind.
Einfach streicheln können oder gestreichelt werden ist weitaus angenehmer und harmonisierender als lang und breit in Worten bzw. auf der Verstandes- Ebene etwas erklären zu müssen.

Und wie verhalten WIR uns im Alltag?
Bla-bla-bla, Worte, Worte, Worte!
Null Berührungen, null Körperkontakt, keinerlei nonverbale Kommunikation!

Es ist sogar so schlimm bereits, dass heutige Kinder praktisch kaum mehr normal lebende Menschen, deren Gestik, Mimik, deren Gefühlsregungen beobachten können. Entweder sie sehen gespielte, also gelogene Gesten und Mimiken im TV, sie haben es mit berufsmäßig auf Gefühlsunterdrückung geschulten Menschen, wie Kindergarten- PädagogInnen oder LehrerInnen zu tun oder sie sehen – wie ich kürzlich über die toten Städte geschrieben hab – überhaupt keine Menschen. – Naja in Autos sitzen vielleicht … 😉

Aber Menschen arbeiten, zusammenleben, Alte, Junge, Mittelalterige im Kontakt untereinander, gibt es praktisch nirgends mehr zu sehen.

Und auch die Kleinkindererziehung ist in den letzten Jahrzehnten einen völlig unheilvollen Weg gegangen. Entweder werden die Kinder immer früher in Krippen abgeschoben, wo – siehe oben – streng objektive, emotionslose Personen um sie sind oder die Mütter texten ihre Kleinchen völlig zu, obwohl diese noch in einer völlig nonverbalen Welt leben.

Also verkneif Dir öfter mal einen Satz. Berühre, streichle, lächle, zwinkere, umarme, küsse, strahle, usw. stattdessen wieder etwas öfter …